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Einrichtung zum Fernsteuern beweglicher Körper, z. B. Boote, Luftfahrzeuge u. dgl. durch elektrische Wellen.
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen, bei welchen die Bewegungen von Körpern oder anderen mechanischen Einrichtungen, wie z. B. ein Boot, ein Luftschiff, ein Fahrzeug oder ein drehbarer leuchtturm durch elektrische Wellen gesteuert werden oder sich selbsttätig in eine bestimmte Richtung in bezug auf die Quelle der Hertz'sehen Wellen einstellen.
Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung besteht in zwei oder mehr Antennen für elektrische Wellen, die den mechanismus beeinflussen, welcher den beweglichen Körper veranlasst, sich in eine bestimmte Richtung einzustellen und sind derart angeordnet.. dass, wenn beide Antennen annähernd im gleichen Masse durch die elektrischen Wellen beeinflusst werden, sich der bewegliche Körper in die normale Richtung, z. B. direkt gegen di3 Energiequelle einstellt, dass jedoch, wenn einer der beiden Antennen durch die Wellen stärker beeinflusst wird als der andere, die genannte Einrichtung den beweglichen Körper so einstellt, dass beide Antennen wieder gleichmässig beeinflusst werden.
Welcher Art auch die Empfängereinrichtung sein mag. können die aufgenommenen Wellen, wenn dieselben sehr schwach sind, an Ort und Stelle durch ein Audion oder einen anderen geeigneten Verstärkungsapparat verstärkt werden, um Ströme von genügender Stärke zu erhalten, um die empfindlichen Relais zu betätigen.
In der Zeichnung zeigt Fig. l eine Empfängerstation, deren Empfänger von Hertz'sehen Wellen beeinflusst werden und vermittels elektrischer Einrichtungen eine Steuervorriehtug oder dgl. beeinflussen. Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Ausführungsforni einer Empfängerstatior, teilweise schematisch.
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teilweise schematisch.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform bezeichnet Q die Quelle elektrischer Wellen und A1 A2, B1 B2 zwei Empfangsantennen, welche am empfindlichsten die Wellen aufnehmen, wenn die
Quelle der Energie in der Richtung 4. A2 bzw. B1 B2 liegt. Beide Antennen werden aber auch einen ge- wissen Anteil von der Energie aufnehmen. welche in der Richtung Q Z strömt. Diese Antennen sind mit den Spulen L und D und den veränderlichen Kondensatoren C und Cl verbunden, durch welche sie ab- gestimmt sein können ; beine sind bei E an die Erde angeschlossen. Die Spule L ist durch die Spule L2 mit dem geschlossenen Schwingungskreis L2 C2 induktiv verbunden.
Der Gleichrichter R ermöglicht
Stromimpulsen ven diesem Stromkreis L C durch das Relais D1 zu schicken. das sodann den Stromkreis
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sind, so dass der Kern des Solenoides G2 angezogen und die Steuervorrichtung 81 betätigt wird. Die Spule LI ist mit dem Schwingungskreis L3 C3 induktiv verbunden. welcher mit dem Gleichrichter . dem Relais D5 der Batterie J5, dem Widerstand F1 und dem Solenoid G3 dieselbe Funktion vollführt, wie die analogen Teile der Einrichtung in der anderen Hälfte des Systemes. C4 und C5 sind Blockkondensatoren. Die Widerstände F und F1 sind veränderbar eingerichtet, so dass die Wirkung der Solenoide auf der Steuervorrichtung leicht eingestellt werden kann.
Dieser gesamte Empfängerapparat ist an einem Boot oder
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Wenn diese Stellung wieder gewonnen ist, wird die von der Antienne 1'42 aufgenommene Energie vermindert, so dass der Strom in den beiden Detektoren R1 und RI gleich sein wird. Der durch das Solenoid ? fliessende Strom wird gleich jenem, welcher durch das Solenoid fliesst und die Steueivorrichtung wird ihre normale Mittelstellung einnehmen. Sobald die Quelle Q der elektrischen Wellen sich auf die linke beite bewegt oder das Boot sich nach rechts dreht, wiid die Antenne Bu lez mehr Energie aufnehmen und die Reihe der Wirkungen, wie beschrieben, wird in der anderen Hälfte des Apparates vor sich gehen, wobei der Steuermechanismus so betätigt wird, dass das Boot wieder gegen die Quelle der elektrischen Wellen eingestellt wird.
In Fig. 2 sind zwei schleifenförmige Antennen 32 und ? dargestellt. Eine jede dieser beiden in sich geschlossenen Schleifen enthält einen Kondensator 33 bzw. 34. An die Kondensatoren sind Elektronenröhren (Audion) als Empfänger angelegt. Die Gitterelektroden 37 und 38 der Audions sind einerseits an den
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angeschlossen ist. Die Anoden 35 und 36 sind in Reihe mit den Wicklungen 43 und 44 und den Batterien 41 und 42 geschaltet, deren negative Klemmen mit dem Glühkathoden 39,40 verbunden sind. Die Spulen 43 I und 44 sind in entgegengesetzt gerichteten Windungen auf den Kern 45 gewickelt. Der polarisierte Anker 46 ist sehwingbar angeordnet und kann den Kontakt entweder bei 47 oder 48 schliessen, je nachdem welche der beiden Spulen erregt wird.
Der Anker 46 ist mit der Batterie 49 und den Solenoiden 50, 51 verbunden.
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geeignete Vorrichtung kann durch diese Solenoide 50 und 51 gesteuert werden.
Das Mass der von den schleifenförmigen Antennen aufgenommenen elektrischen Wellen richtet sieh nach der Stellung der Schleife gegenüber der Energiequelle. Der Grösse der in den Kondensatoren aufgespeicherten Energie entspricht die Ladung der Gitter. Hiedurch wird aber wieder der von der Spule zur Anode durch das Audion fliessende Strom bedingt. Es wird daher das Differentialrelais in seinen Spulen 43, 44 entsprechend den Verhältnissen der Ströme in den in sich geschlossenen Schleifen mehr oder weniger erregt. Nachdem aber, wie angegeben, die Phasendifferenz in den Schleifen direkt abhängig ist von deren Lage gegenüber der Energiequelle, so wird der Anker 46 entweder bei 47 oder bei 48 Kontakt geben, je naehdem welche der Schleifen im günstigeren Winkel zur Senderstation liegt.
Fig. 3 zeigt eine Ventileinrichtung, die durch eine modifizierte Ausführungsform eines von einem Audion der beschriebenen Art betätigten Differentialrelais gesteuert wird. Die Differentialspulen 66 und 66 sind durch einen Draht oder eine Schiene 71 mechanisch verbunden und derart aufgehängt, dass beide in einem magnetischen oder elektromagnetischen Felde sich befinden. Die Spule 65 liegt zwischen den Polstücken 61 und 62 und die Spule 66 zwischen den Polstücken 63 und 64. Die Spule 65 ist mit dem einen Audion vermittels der Leitungen 67 und 68 verbunden, während die Spule 66 mit dem anderen Audion durch die Leiter 69 und 70 in'Verbindung steht.
Der Kontaktarm 73 ist mit den Spulen 65 und 66 mit Hilfe eines Drahtes oder einer Schiene 72 mechanisch verbunden und schliesst den Kontakt entweder bei 75 oder 76, je nachdem welche der Spulen 65 oder 66 sich dreht. Der Kontaktarm 73 ist mit der Batterie 74 und den Solenoiden 77 und 78 elektrisch verbunden. Der Kontakt 75 steht mit dem Solenoid 77, der Kontakt 76 mit dem Solenoid 78 in Verbindung. Der Kern 79 wird von dem Solenoid 77 bewegt, sobald dieses erregt wird und steuert das Ventil 81. Der Kern 80 wird von dem Solenoid 78 betätigt, wenn letzteres erregt wird und steuert das Ventil 82. Die Ventile 81 und 82 gestatten Druckluft oder einem anderenMedium aus einem Gefässe oder Behälter 85 den Zutritt zu der einen oder anderen Seite eines in einem Zylinder 83 verschiebbaren Kolbens 84. Die Kolbenstange ist mit der Steuervorrichtung oder dgl.
S3 in Verbindung.
Anstelle des dargestellten Differentialrelais kann es manchmal von Vorteil sein, zwei sehr empfindliehe Relais mit mechanischen Verbindungen zwischen den schwingenden Spulen anzuordnen. In diesem Falle sind eine gegenseitige Induktion zwischen den beiden Spulen oder eine schädliche Reibung bzw. andere Übelstände, welche bei der gebräuchlichen Form von Differentialrelais oft auftreten, vermieden.