AT89196B - Verfahren zur Darstellung von 1-Jod-2.3-dioxypropan. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1-Jod-2.3-dioxypropan.

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  Verfahren zur Darstellung von   1-Jod-2'3-dioxypropan.   



    Durch dreitägiges Erhitzen von Epichlorhydrin mit Jodkalium auf 1000 im geschlossenen Gefäss hat Reboul (Ann. chim. phys. [3], 60, 5 ; A. d. Ch. Supp !., 1, 227 ; Jahresber. f. Chemie, 1860, 459) Epijodhydrin hergestellt. Er beschreibt diese Verbindung als ein in Wasser unlösliches Öl vom spezifischen Gewicht 2'03 bei 130, das bei 160-1800 destilliert, Auch Nef (Ann. 335, 237/8) hat Epichlorhydrin mit Jodkalium in Gegenwart von absolutem Alkohol am Kühler auf 80 bis 850 erhitzt und durch nachträgliche Behandlung des Reaktionsproduktes mit Natronlauge Epijodhydrin hergestellt, welches nach seiner Beobachtung eine unter 24 /M Druck bei 620 siedende Flüssigkeit vom spezifischen Gewicht 1, 982 bei 240 ist.

   In der vorerwähnten Abhandlung von Reboul ist ausserdem angegeben, dass sein Verfahren, mehrtägiges Erhitzen von Epichlorhydrin mit Jodkalium auf ion", wenn in Gegenwart von Wasser gearbeitet werde, Monojodhydrin an Stelle von Epijodhydrin liefere, jedoch hat Reboul irgendwelche Eigenschaften dieser Verbindung nicht angegeben. Wenn   
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  Weder durch die Veröffentlichung vnn Reboul noch durch diejenige von Nef ist also ein Verfahren zur Darstellung von i-Jod-2'3-dioxypropan bekannt geworden. 



   In Beilsteins Handbuch der organischen Chemie", Bd. 1, 262   istTdas   von Reboul dargestellte Epijodhydrin vom spezifischen Gewicht 2-03 irrtümlich als Joddioxypropan bezeichnet und dieser Irrtum ist in Richters Lexikon übergangen. In diesem ist noch der Irrtum hinzugefügt, dass Nefs Epijodhydrin ebenfalls als Joddioxypropan bezeichnet wurde. 



  In Beilsteins Handbuch ist ausserdem an der zitierten Stelle angegeben, dass die Verbindung Rebouls vom spezifischen Gewicht   2'03   bei   138 also Epijodhydrin, welche   ebenda, wie schon gesagt, irrtümlich als Joddioxypropan bezeichnet ist, aus Chlorhydrin   CHCiOund   Jodkalium herzustellen sei. Woher Beilstein diese Angabe entnommen haben könnte und unter welchen Bedingungen Chlorhydrin durch Umsetzung mit Jodkalium in Epijodhydrin übergeführt werden könnte, ist nicht ersichtlich. 



   Aus dem Vorstehenden, und da andere als die zitierten Veröffentlichungen, betreffend Joddioxypropan, nicht vorhanden sind, ergibt sich, dass ein Verfahren zur Darstellung von I-Jod-2-3-dioxypropan nicht bekannt ist. 



   Demgegenüber wurde nun gefunden, dass aus-Chlorhydrin durch Erwärmen mit   Jodalkalien   oder dessen Ersatzmitteln, wie Joderdalkalien und Jodmagnesium, unter bebestimmten Bedingungen, nämlich durch Erhitzen auf eine   900 nicht   übersteigende Temperatur und unter Ausschluss von Licht, eine Verbindung entsteht, die von dem Epijodhydrin Rebouls vom spezifischen Gewicht   2'03   bei   130,   welches in Beilsteins Handbuch und an anderen Stellen irrtümlich als Joddioxypropan bezeichnet wurde, sich charakteristisch durch seine grosse Löslichkeit in Wasser unterscheidet und welche als i-Jod-2'3-dioxypropan aufzufassen ist. Diese Verbindung bildet ein dickflüssiges Öl, welches beim Stehen fest wird. Die kristallisierte, in Alkohol und in Wasser leicht lösliche Verbindung schmilzt bei 48 bis 490.

   In geschmolzenem Zustand ist ihr spezifisches Gewicht 2. 12 bei 130. Sie destilliert bei   3'5   mm nicht ohne Zersetzung. Die neue Verbindung ist als Medikament, als Ersatz von Jodalkalien oder einem der bekannten, organischen Jodpräparate wertvoll, denn sie 

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 besitzt vor diesen die wichtige Eigenschaft, extern und per   os, intravenös   und subkutan anwendbar zu sein. 



     Beispiel: 50 g &alpha;-Chlorhydrin werden   mit 85 g trockenem, feinst gepulvertem Jodnatrium bei 30-35 , vorteilhaft im Dunkeln, mehrere Tage unter Schütteln digeriert. Aus der Reaktionsmasse kann das   I-Jod-2#3-dioxypropan   isoliert werden, indem man die Salze zunächst abfiltriert und mit Alkohol oder   Äthylazetat nachwäscht.   Zur Abscheidung der im 
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 versetzt und dann nochmals filtriert. Aus der Lösung wird Alkohol bezw. Äthylazetat abdestilliert, der Rückstand mit schwefliger Säure   entfärbt, der'Überschuss   der letzteren durch Luft   verdrängt,   sodann getrocknet und mit Benzol geschüttelt, um unverändertes Chlorhydrin zu entfernen.

   Das in Benzol ungelöst blechende Produkt bildet ein dickflüssiges, in Wasser und Alkohol leicht lösliches   ÖY,   das beim Stehen im Vakuum bei 48 bis 490 schmelzende Kristalle bildet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von r-Jod-2'3-dioxypropan, darin bestehend. 1 dass man -Chlorhydrin nach an sich bekannter Methode mit Jodalkalien oder deren Ersatzmitteln EMI2.2
AT89196D 1915-05-14 1915-05-14 Verfahren zur Darstellung von 1-Jod-2.3-dioxypropan. AT89196B (de)

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