DE578941C - Verfahren zur Darstellung von Santoninderivaten - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Santoninderivaten

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DE578941C
DE578941C DESCH96167D DESC096167D DE578941C DE 578941 C DE578941 C DE 578941C DE SCH96167 D DESCH96167 D DE SCH96167D DE SC096167 D DESC096167 D DE SC096167D DE 578941 C DE578941 C DE 578941C
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Germany
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santonin
acid
derivatives
preparation
solutions
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Expired
Application number
DESCH96167D
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English (en)
Inventor
Dr Erwin Schwenk
Dr Hans Goebel
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Schering Kahlbaum AG
Original Assignee
Schering Kahlbaum AG
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Hydrogenated Pyridines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Santonindenvaten Die schon seit langem bekannte Santoninsäure hat bisher keine praktische Verwendung finden können, weil sie nicht genügend beständig ist.
  • Iss wurde nun gefunden, daß es möglich ist, zu beständigen Derivaten der Santoninsäure zu kommen, wenn man ihre alkalischen Lösungen bzw. die Lösungen, die man erhält, wenn man Santon:in mit Alkalien behandelt, mit acylierenden Mitteln umsetzt. Schüttelt man beispielsweise die durch Alkalibehandlung des Santonins erhältliche Auflösung des Natriumsalzes der Santoninsäure in überschüssiger Lauge mit Acetylchlorid oder Essigsäureanhydrid, so erhält man beim vorsichtigen Ansäuern ein schön kristallisiertes Produkt, das sich nach Analyse und Verhalten als das Acetylderivat der Santoninsäure kundgibt. An Stelle der Essig-s' urederivate können andere acy lierende Mittel, beispielsweise Benzoylchlorid, oder die Chloride hoher Fettsäuren, wie z. B. Stearinsäurechlorid, Anwendung finden. An Stelle des Alkalis kann man auch organische Basen, beispielsweise Pyridin, verwenden.
  • Die so erhaltenen Verbindungen leiten sich vom normalen Santonin durch Aufspaltung des Laktonringes und Acylieren der dadurch frei gewordenen OH-Gruppe ab. Es sind also Estersäuren. Bei dem bekannten Acetylderivat des Desmotroposantonins (Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 1=S931 S. 1374) ist dagegen die CO-Gruppe durch eine C O H-Gruppe ersetzt, die bei Intaktbleiben des Laktonringes acetyliert werden kann. Im Gegensatz zu diesem Acetylderivat lösen sich die nach vorliegendem Verfahren erhaltenen Verbindungen leicht in Sodalösung und spalten den Acetylrest nicht ab.
  • Vom Santonin unterscheiden sich die gewonnenen Verbindungen dadurch, daß sie teils im Magen, teils erst im Duodenum in Santonin und die Acylierungskomponente gespalten werden, so daß sie sowohl am Magenausgang als auch in den tieferen Schichten des Darmes ihre Wirkung entfalten können. Ihre Giftigkeit ist bedeutend herabgesetzt, da beispielsweise das Gelbsehen erst nach etwa der 2- bis 3fachen Santonindosis eintritt.
  • Beispiel i Man löst i Mol. Santonin in 2 Mol. Natronlauge und schüttelt die so erhaltene Lösung mit etwa 1,2 Mol. Acetylchlorid bzw. der entsprechenden Menge Essigsäureanhydrid so durch, daß man abwechselnd das Acylierungs.mittel .und evtl. durch auftretende saure Reaktion notwendig werdende kleine Mengen von Natronlauge zugibt. Nach Beendigung der Acylierung muß die erhaltene Lösung deutlich, aber schwach alkalisch reagieren. Beim vorsichtigen Ansäuern mit Salzsäure scheidet sich eine wohlkristallisierte Verbindung aus, die sich schon in der Kristallform von dem Ausgangsprodukt, dem Santonin, unterscheidet. Sie gibt keine Färbung mit methylalkoholischer Kalilauge, ihr Schmelzpunkt liegt bei 143°. Sie zeigt die Eigentümlichkeit eines doppelten Schmelzpunktes, d. h. die schon einmal geschmolzene und wieder erstarrte Substanz zeigt bei neuerlicher Schmelzpunktnahme einen höheren Schmelzpunkt als vorher. Es liegt dies daran, daß -die Verbindung beim Schmelzen unter Abgabe von Essigsäure in Santonin übergeht. Beispiel e ioo g Santonin werden heiß in überschüssiger Natronfauge gelöst, nach dem Abkühlen mit loo g Benzoylchlorid versetzt und die Mischung mehrere Stunden geschüttelt. Aus dem Reaktionsprodukt wird durch Äther .das überschüssige Benzoylchlorid entfernt und die wäßri- alkalische Lösung wie bei Acetylsantoninsäure vorsichtig, d. h. nicht bis zur mineralsauren Lösung, angesäuert. Die Benzoylsantoninsäure kristallisiert sofort aus und kann durch Überführen in das Natriumsalz und wiederholtes Ansäuren gereinigt werden. Sie zeigt, ebenso wie die Acetylsantoninsäure, einen doppelten Schmelzpunkt, und zwar erstens bei i35° und zweitens bei i68°.
  • Beispiel 3 . In ganz analoger Weise wie in dein vorhergehenden Beispiel, aber unter Verwendung der entsprechenden Menge Stearoylchlorid, erhält man die Stearoylsantoninsäure, deren erster Schmelzpunkt bei etwa z27° und deren zweiter Schmelzpunkt bei etwa 14.8° liegt.

Claims (1)

  1. PATIEENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von Santoninderivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man auf basische Lösungen der Santoninsäure oder auf die durch basische Behandlung des Santonins erhaltenen Lösungen acylierende Mittel so zur Anwendung bringt, daß die Reaktion stets basisch bleibt, und aus den erhaltenen Reaktionslösungen durch vorsichtiges Ansäuern die Acylderivate der Santoninsäure zur Abscheidung bringt.
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