AT88667B - Verfahren zur Veredlung von Triglyceriden und Kohlenwasserstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Veredlung von Triglyceriden und Kohlenwasserstoffen.

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  Verfahren zur Veredlung von Triglyceriden und Kohlenwasserstoffen. 



    Für viele technische und andere Zwecke bevorzugt man Triglyceride und Kohlenwasserstoffe, welche die Eigenschaft besitzen, mit Wasser beständige Emulsionen zu geben. 



  Bei der Herstellung von Bohrölen beispielsweise erreicht man dieses Resultat auf künstlichem Wege durch Zusatz von Seifen und Türkischrotölen, was jedoch wegen des Aschengehaltes dieser Produkte oft Nachteile bringt. Es hat sich nun gezeigt, dass haltbare Emulsionen viel besser durch den Zusatz von Glyciden, Mono-und Diglyciden verschiedener Fettsäuren z. B. der Laurinsäure zu den Fetten oder Kohlenwasserstoffen erhalten werden können. Für praktische Zwecke ist es zu empfehlen, die Glycide bzw. die Glycide des Kokosöles und Palmkernöles zu verwenden, welche sich durch besondere Wasserlöslichkeit auszeichnen. Einige wenige Prozente der genannten Körper einem Fette zugesetzt, erhöhen ausserordentlich dessen Emulgierbarkeit, was z.

   B. für die Speisefettfabrikation oder Kosmetik von grosser Wichtigkeit ist, weil bekanntlich Verdaulichkeit und Resorbierbarkeit um so grösser wird, je leichter sich das betreffende Fett mit Wasser emulgiert. 



  Bei Fetten und Ölen, welche Glycerinester sind, kann man die Veredlung durch Zusatz der genannten Substanzen noch weiter treiben, indem man die Mischung unter Luftabschluss auf Temperaturen über 1500 erhitzt. Dadurch werden etwa vorhandene freie Fettsäuren durch Reesterifikation beseitigt ; zweckmässig arbeitet man mit einem geringen Überschuss über die berechnete Menge unter Rühren im Wasserstoffstrome bei Gegenwart eines Überträgers z. B. Aluminiumspähnen. 



  In analoger Weise werden Naphtensäuren in Glyceride verwandelt. Das bekannte Verfahren zur Herstellung von Glyceriden und Glyciden aus Glycerin und Fettsäuren hat den Nachteil, dass Glycerin mit den letzteren nur schwer in Reaktion zu bringen ist, weil Schichtenbildung eintritt. Hingegen lösen sich die bei vorliegendem Verfahren verwendeten Glycerinderivate glatt in den Fettsäuren bzw. sauren Fetten, wodurch die Vorbedingung einer leichten Umsetzung zwischen Fettsäure und Glycerin gegeben sind. 



  Ausführungsbeispiel I : Je 20 kg Vaselin, Schweineschmalz und Wasser werden in einem emaillierten Eisengefäss vorsichtig zusammengeschmolzen, mit 1 kg technisch reinem Laurinsäuremonoglycerid gemischt und i Stunde lang gerührt, wobei man mit der Temperatur so weit herabgeht, bis die Masse sich eben noch kneten lässt. Es resultiert eine Creme, welche gleich dem Lanolin grosse Mengen Wasser (33%) vollkommen gebunden enthält. 



  Ausführungsbeispiel 2 : Cocosöl mit 6% freien Fettsäuren wird mit 3"/0 technischem Laurinsäuremonoglycerid unter Rühren in einem emaillierten Eisengefäss bei Gegenwart von Aluminiumspähnen im Wasserstoffstrome i Stunde lang auf 2000 erhitzt. Nach dem Abkühlen zeigt das Cocosöl nur mehr Spuren von freien Fettsäuren. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Veredlung von Triglyceriden und Kohlenwasserstoffen, dadurch   
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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zum Veredeln von Triglyceriden und Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man diesen Substanzen zwecks Beseitigung eines Gehaltes an freien Fettsäuren bzw. Naphtensäuren, Glycide, Mono-oder Diglyceride in geringem Überschuss zusetzt und dieses Gemisch im Vacuum oder im indifferenten Gasttrome zweckmässig bei Gegenwart eines Überträgers z. B. Aluminiumspähne eventuell bis zur Beendigung der Esterifikation auf Temperaturen über 1500 erhitzt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT88667D 1914-07-15 1914-07-15 Verfahren zur Veredlung von Triglyceriden und Kohlenwasserstoffen. AT88667B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE941014C (de) * 1949-05-19 1956-03-29 Edelfettwerke G M B H Verfahren zur Herstellung von Zaepfchenmassen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE941014C (de) * 1949-05-19 1956-03-29 Edelfettwerke G M B H Verfahren zur Herstellung von Zaepfchenmassen

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