DE402121C - Verfahren zur Herstellung von Nahrungsfetten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Nahrungsfetten

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DE402121C
DE402121C DESCH61164D DESC061164D DE402121C DE 402121 C DE402121 C DE 402121C DE SCH61164 D DESCH61164 D DE SCH61164D DE SC061164 D DESC061164 D DE SC061164D DE 402121 C DE402121 C DE 402121C
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fatty acids
mono
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Schicht Georg AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C3/00Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom
    • C11C3/04Fats, oils, or fatty acids by chemical modification of fats, oils, or fatty acids obtained therefrom by esterification of fats or fatty oils

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Nahrungsfetten. Die bisher technisch erzeugten Speisefette, wie Margarine und Kunstschmalz, sind von den natürlichen Nahrungsfetten, wie Butter- I fett und Schweineschmalz, hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung verschieden. Man kann wohl durch Mischen verschiedener Fettstoffe Speisefette erzeugen, welche dieselben Fettsäuren enthalten wie ein bestimmtes natürliches Nahrungsfett, man kann auch durch passendes Mischen entweder dasselbe Mengenverhältnis der einzelnen Fettsäuren oder dieselbe Konsistenz des Fettes wie bei einem bestimmten natürlichen Nahrungsfette erzielen; eine solche Fettmischung ist aber von dem natürlichen Fette, dessen Nachbildung beabsichtigt ist, immer noch sehr verschieden, sie enthält nicht dieselben gemischten Glyceride.
  • Es wurde nun schon vorgeschlagen (Patent 102g39), Fetten einfache Glyceride der niedrigen Fettsäuren, Tributyrin, Tricapronin usw., zuzusetzen, um Gemische von der Art des Butterfettes zu erhalten. Im natürlichen Butterfett sind aber die niedrigen Fettsäuren nicht in Form der einfachen (einsäurigen) Glyceride enthalten, sondern mit höheren Fettsäuren vergesellschaftet als mehrsäurige Triglyceride; die einsäurigen Triglyceride der niedrigen Fettsäuren, dünnflüssige Substanzen von intensiv bitterem Geschmack, sind daher für die Erzeugung eines synthetischen Butterfettes unverwendbar.
  • Es sind zwar längst Laboratoriumsmethoden zur Darstellung mehrsäuriger Triglyceride bekannt geworden, eine derselben, die Veresterung mit Hilfe von Chlorwasserstoff, wurde auch geschützt (Patent =o7870) ; diese Methoden sind aber zu umständlich und zu kostspielig, als das ihre technische Verwendung auch nur versucht worden wäre. Die Auffindung eines einfachen technischen Verfahrens zur Erzeugung mehrsäuriger Glyceride blieb deshalb bisher ein ungelöstes Problem der Speisefettindustrie.
  • Es wurde nun gefunden, daB man mehrsäurige Glyceride aller Art oder Mischungen solcher Glyceride, wie solche in den natürlichen Nahrungsfetten vorliegen, ganz unabhängig von den bereits bekannten umständlichen Methoden auf einfache Weise synthetisch darstellen kann. Das Verfahren besteht darin, daB man Neutralfette durch Erhitzen mit Glycerin zu Mono- oder Diglyceriden umestert und diese Glyceride weiterhin durch Verestern mit einer im ursprünglichen Neutralfett nicht enthaltenen Fettsäure oder einem Gemisch solcher Fettsäuren in mehrsäurige Glyeride überführt. Man kann auf diese Weise, von einem einheitlichen einsäurigen Triglycerid ausgehend, ein einheitliches mehrsäuriges Triglycerid darstellen; z. B. aus Tristearin über Monostearin oder über Distearin das Stearo-dibutyrin bzw. (las Butyro-distearin. Man kann ebenso ein Neutralfett oder ein Gemisch von Neutralfetten, das mehrere einsäurige Triglyceride enthält (und daneben natürlich auch gemischte Triglyceride enthalten darf), durch Umestern mit der jeweilig berechneten Menge Glycerin in . ein Gemisch von mehreren Monoglyceriden oder Diglyceriden oder Mono- und Diglyceriden überführen und das so erhaltene Gemisch durch Verestern mit Fettsäuren in ein Gemisch vieler mehrsäuriger Triglyceride verwandeln. Es gelingt so in einer Operation . ein höchst kompliziertes Gemisch von mehrsäurigen Glyceriden zu erzeugen, in welchem die Fettsäuren - wie in den natürlichen Nahrungsfetten - in jeder erdenklichen Kombination vergesellschaftet sind.
  • Verwendet man als Ausgangsmaterial ein saures Fett, das ist eine Mischung von Neutralfett und Fettsäuren, so muß man, um denselben Effekt zu erzielen, nur eine dem Gehalt an freien Säuren entsprechende größere Menge Glycerin anwenden. Man kann selbst- I verständlich auch einem neutralen Fette eigens freie Fettsäuren irgendwelcher Art zusetzen und diese Mischung mit Glycerin in der oben angegebenen Weise weiterbehandeln.
  • In unvollkommenerer Weise läßt sich das . Verfahren auch ausführen, indem man Gemische von freien Fettsäuren untereinander verschiedener Art, z. B. flüchtige und nichtflüchtige Fettsäuren, mit Glycerin verestert; es hat sich nämlich überraschenderweise ergeben, daß sich die flüchtigen Säuren, wie z. B. Buttersäure, unter denselben Reaktionsbedingungen wie die um mehrere ioo ° höher siedenden eigentlichen Fettsäuren und daher im Gemisch mit diesen verestern lassen. Allerdings bilden sich dabei auch gewisse Mengen einsäuriger Triglyceride, die aber nötigenfalls durch eine Nachbehandlung in der angegebenen' Weise in mehrsäurige Triglyceride verwandelt oder durch Lösungsmitttel (z. B. Tributyrin, Trivalerin usw. durch Alkohol) entfernt werden können.
  • Sowohl die Umesterung der Triglyceride zu Mono- und Diglyceriden als auch die Veresterung der Fettsäuren mit Mono- und Diglyceriden oder Glycerin kann auch durch katalytische Mittel gefördert werden. Als solche dienen die bekannten Wasser abspaltenden Katalysatoren, wie Säuren, z. B. Naphthalinsulfosäure, saure Salze, Basen, insbesondere aber Metalle, wie Zinn, Zink, Aluminium u. a. m. Der Katalysator kann in der ersten Phase der Reaktion oder in der zweiten Phase oder auch in beiden Phasen Anwendung finden. Das Verfahren ist sowohl auf natürliche Fette und aus denselben abgeschiedene Fettsäuren anwendbar als auch auf Fette, die durch Hydrogenisierung, Polymerisation, Oxydation usw. umgewandelt wurden, und auf Fettsäuren, die durch Synthese, wie Oxydation von anderen Fettsäuren oder von Kohlenwasserstoffen, durch Kalischmelze, durch biochemische Prozesse u. a. m. erzeugt wurden.
  • Es dient vorzüglich auch zur Verbesserung gehärteter Fette, die große Mengen von Tristearin, Tribehenin o. dgl. enthalten.
  • Um die nach dem vorliegenden Verfahren dargestellten Nahrungsfette den entsprechenden natürlichen Fetten vollkommen gleich zu machen, kann man auch noch die Menge der Begleitstoffe - Sterine und Phosphatide -auf den Gehalt der natürlichen Fette an diesen Begleitstoff en einstellen, indem man den Produkten bzw. den Rohstoffen die etwa fehlende Menge Cholesterin, Lecithin o. dgl. zusetzt. In analoger Weise kann den Fertigprodukten jeder andere Begleitstoff des betreffenden natürlichen Fettes zugemischt werden, wie z. B. im Falle des Butterfettes, dessen natürliche Farbstoffe Carotin und Xantophyll, die aus vielen Naturprodukten gewonnen werden können, ebenso Vitamine aus verschiedenen Naturprodukten. i. Beispiel: 5oo kg Palmöl werden mit wenig mehr als der zur Bildung von Diglyceriden aus der Verseifungszahl berechneten Menge Glycerin, d. s. 27 kg, in einem Rührwerk bei Gegenwart von 5 kg Zinn unter Luftabschluß auf 225 bis 23o° erhitzt, bis das Glycerin praktisch vollständig verbraucht ist. Hierauf wird die berechnete Menge eines Gemisches flüchtiger Fettsäuren, bestehend aus etwa 2 Molen Buttersäure und x Mol Capronsäure, d. s. rund 83 kg, zugesetzt und weitererhitzt, bis die Säurezahl auf wenige Einheiten oder Null gesunken ist. Das neutrale Produkt zeigt die Verseifungszahl rund 25o. Es wird in der bei der Speisefetterzeugung üblichen Weise geläutert und weiterverarbeitet. z. Beispiel: 50o kg gehärtetes Palmöl werden in derselben Weise, wie in Beispiel i beschrieben, verarbeitet.

Claims (3)

  1. PATEINTT-AN SPRÜCHE: x. Verfahren zur Herstellung von Nahrungsfetten nach Art der natürlichen Nahrungsfette, dadurch gekennzeichnet, daß Neutralfette aller Art durch Umesterung mit Glycerin zu einem kleineren oder größeren Anteil in Mono- oder Diglyceride übergeführt und diese Mono-oder Diglyceride sodann durch Veresterung mit freien Fettsäuren in mehrsäurige Glyceride verwandelt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Umesterung der Neutralfette zu Mono- und Diglyceriden in Gemischen von Neutralfetten und freien Fettsäuren durch Behandlung mit überschüssigem Glycerin bewerkstelligt und diese Mono- und Diglyceride sodann unter Zusatz weiterer Fettsäuremengen zu mehrsäurigen Glyceriden verestert werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Gemische untereinander verschiedener Fettsäuren, vorzugsweise mehrerer Arten, z. B. flüchtiger und nichtflüchtiger Säuren, durch Veresterung mit Glycerin in mehrsäurige Glyceride übergeführt werden. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umesterung oder die Veresterung oder sowohl die erste als auch die zweite Maßnahme durch Katalysatoren, vorzugsweise Metalle, wie Zinn, Zink u. dgl., beschleunigt wird.
DESCH61164D 1920-04-01 1921-03-22 Verfahren zur Herstellung von Nahrungsfetten Expired DE402121C (de)

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DE (1) DE402121C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767825C (de) * 1936-06-06 1953-10-26 Maerkische Seifen Ind Verfahren zur Herstellung von zur Ernaehrung geeigneten synthetischen Fetten
DE928440C (de) * 1937-12-02 1955-06-02 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung synthetischer Speisefette

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767825C (de) * 1936-06-06 1953-10-26 Maerkische Seifen Ind Verfahren zur Herstellung von zur Ernaehrung geeigneten synthetischen Fetten
DE928440C (de) * 1937-12-02 1955-06-02 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung synthetischer Speisefette

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