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Schaltungsanordnung für Fernsprechaniagen, bei denen Verbindungen verschiedenen
Wertes (z. B. Orts-und Fernverbindungen) herzustellen sind.
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das Relais Tr1 stromlos wird. Dann wird der Ruhekontakt t2 geschlossen und damit ein Stromkreis : Erde, Batterie G, Kopfkontakt K1, r, t2, D, Unterbrecher, Erde, weil der Kontakt K1 nur
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Die Einstellung der weiteren Wähler GW und LW geschieht in bekannter Weise. Alle Schalter sind in dem Zustande gezeichnet, den sie während des Gespräches hinnehmen. Alle nicht auf die Erfindung beziiglichen Teile sind der Deutlichkeit der Darstellung halber weggelassen, es fehlen vor allem also die zur Einstellung (Heben, Drehen, Prüfen, Rufen) nötigen Relais.
Der Gruppenwähler GW ist mit einem Übertrager vereinigt. Die Speisung von Tl erfolgt auf dem Wege : Batterie G, Relais A, eine Wicklung der Relais X, a-Leitung, Mikrophon, b-Leitung, zweite Wicklung von X, Relais B, Erde. Die Relais A und B sind erregt, Relais X nicht. Auf der rechten Seite der Übertragerkondensatoren Co1, Co3 ist Batterie über das Relais S an die b-Ader und Erde über das Relais Z2 an die a-Ader angeschlossen. Diese beiden Relais sind stromlos, weil sie durch die beiden Kondensatoren Co1, Co3 von der anrufenden und durch die Kondensatoren 002 und 004 von der angerufenen Teilnehmerschleife abgetrennt sind.
Auf der Seite des angerufenen Teilnehmers T2 ist Erde über das Relais B, an die b-Ader und Batterie über das Relais Al an die a-Ader angelegt. Diese beiden Relais dienen als Speisebrücke für den angerufenen Teilnehmer T2 und sind deshalb erregt.
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Erde, Kopfkontakt K2, Arbeitskontakt c4, Relais P, Kontakt KA6, Relais C2, Batterie.
Wenn der Teilnehmer J\ den Hörer vor dem Teilnehmer T2 anhängt, so werden durch die Önnung der Schleife im Teilnehmerapparat T, die Relais A, B und X stromlos. Der Kontakt schliesst sich und es entsteht ein Stromkreis : Erde, b2, Relais S, Batterie. Das Relais 8 schliesst
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Kontakt @1, a-Ader. Kontaktarm KA5, Relais A1 im Leitungswähler, Batterie.
Das Zählerrelais Z2 erregt sich und schliesst den Kontakt s wodurch ein den Zähler fortschaltender Stromstoss entsteht : Erde. 2, Widerstand Wz, Kontaktarm KA3, Zähler Z (diesem ist die Wicklung t1 des Trenn-
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wird durch den Anker deb Relais ('fin Stromkreis für den Auslösemagneten M des (ruppen- wäliiers gcsehlossen.
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gleichen Vorgänge eintreten, wie vorbeschrieben. Letzteres würde die Zählung bewirken, die alter hier nicht eintreten soll ; ersteres würde in Anrufbereitschaft kommen und würde, da abwechselnd von dem Zustande, der bei Auslösung vom Teilnehmer T1 eintritt, jetzt die Leitungs-
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Die vom Fernamt zum Zweck der Auflösung der bestehenden Ortsverbindung ? \, T vorgenommene Schaltmassnahme besteht nämlich darin, dass die Leitungen af und Cf geerdet und dass die Leitung bf an ein Potential Fh, das von Erde sehr wenig verschieden ist, angelegt wird. Die direkte Erdung der Leitung a. bewirkt einen Stromfluss : Ortsamtsbatterie G, Relais A des Gruppenwählers GW, a-Wicklung des Relais X, Kontaktarm KA1, Leitung a, Kontakt t4, Leitung ar, Erde im Fernamt. Das Relais A bleibt erregt und X wild erregt. Dadurch schliesst sich der Kontakt .
Für das Relais B des Gruppenwählers GW sind nun zwei Stromkreise geschlossen, nämlich von Erde durch die rechtsliegende Wicklung des Relais B, Kontakt Xl zur (24 Volt-) Batterie Go und zweitens von der Hilfsbatterie Fh im Fernamt über die Leitung b1,
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Wicklung des Relais B und den Kontakt x1 zur Batterie (il. Die Hilfsbatterie Fun Fernamt ist so bemessen, dass der durch sie veranlasste, über die linke Wicklung des Relais B fliessende Strom eine Wirkung ausübt, welche gleich ist der Wirkung des über die rechte Wicklung des Relais B fliessenden Stromes.
Die Hilfsbatterie ist aber hiebei so angeschaltet, dass der von ihr ausgehende Strom in der linken Wicklung des Relais B entgegengesetzt gerichtet ist dem Strom, welcher in der rechten Wicklung des Relais B fliesst, so dass also das Relais B entmagnetisiert wird und den Kontakt à schliesst, wodurch ein Stromkreis : Erde, Kontakt b2, Relais S, Batterie,
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durch das vom Fernamt aus erregte Relais X geöffnet ist. welches also die vorbereitete Zählung durch Abschalten des Zählerrelais unterdrückt.
Das Relais 8 schliesst ferner wieder den Kontakt 82'wodurch die Auslösung von Gruppen-
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noch geschlossen ist, nicht wieder ansprechen, weil die Leitung af vom Fernamte aus geerdet ist und das Relais kurzschliesst. Durch das Anlegen der Hilfsbatterie Fh an die b-Ader werden
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einzuschalten und clgl. Der Vorwähter bleibt also nicht während des Weiterlaufes auf einer freien Leitung stehen, sondern geht in die Ruhelage.
In der Fig. 2 ist eine andere Ausfübrungsform des Anrufrelais des Vorwählers gezeigt.
Während bei der ersten Anordnung in dem bei einem von T1 ausgehenden Anruf an der b-Leitung liegenden Vorschaltwiderstand W Energie nurzlos aufgewandt wird. wird diese Energie bei der
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Batterie, zunächst nur die Wicklung R'. Durch diese Erregung wird am Kontakt r, die Wicklung V1 kurzgeschlossen. Infolgedessen verstärkt sich der Strom in der Teilnehmerschleife etwas und
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wirkungslos.
Wurde die a-Ader im Vorwähler nicht über das Relais R1 an Erde, sondern an Batterie
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bestehen. Wird nach Beendigung des Ferngespräches die Erdung für Cf unterbrochen, so wird das Relais TrI stromlos, 80 dass alle Organe des Vorwählers Vw die Ruhestellung einnehmen.
Wenn das Fernamt F einen angerufenen Teilnehmer anrufen will, so erfolgt die Verbindung
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Durch die Kurzschliessung des Kondensators Co2 wird das Zählrelais Z2 zwar an die zwischen dem Gruppenwähler GW und dem Leitungswähler LW verlaufende Sprechader a angelegt, diese Sprechader ist aber durch die Erdung des Zweiges ag im Fernamt direkt geerdet, infolgedessen ist das Relais Z2 jetzt kurzgeschlossen, so dass die im Fernamt vorgenommene Schaltmassnahme auch hier die vorbereitete Zählung unterdrückt.
Die Erdung der Leitung Cg hält die Erregung des Trennrelais Tr2 am Vorwähler VW2, der im übrigen sich in der Ruhelage befindet, aufrecht, wenn der während der Ortsverbindung bestehende Haltestrom : Erde, Kopfkontakt K., Relais Pl, Kontaktarm KA9. Kopflkontakt K5 des Vorwällers VW2, Trennrelais Tr2, Kopfkontakt K6, Batterie, durch das Zurückfallen des Leitungswählers unterbrochen wird. Desgleichen sperrt die Erdung der Leitung ce die Fernverbindung wieder gegen das Einschalten anderer Verbindungen.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das Eingreifen eines Fernamtes in Ortsverbindungen, sondern bezieht sich auch auf ähnlich liegende Fälle, z. B. auf Privatfernsprechanlagen, deren Verbindungen getrennt werden, wenn ein sprechender Teilnehmer vom Amt oder einer sonst bevorzugten Stelle angerufen wird.
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(Gesprächsschluss) bzw. bei Einleitung von Anrufen zur Wirkung kommende Organe (z. B. An- rufrelais des Vorwählers oder Gesprächszähler) in Empfangs'bereitschaft gesetzt oder zur Wirkung gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass diese Organe (R1, ZJ durch eine auf dem Fernamt vorzunehmende Schaltmassnahme (z. B. durch Kurzschluss oder Abschaltung) derart beeinflusst werden, dass sie bei der auf Trennung des Ortsgespräches gerichteten Schaltmassnahme des Fernamtes nicht zur Wirkung kommen.