AT56610B - Verfahren zur Darstellung von Rhodanpräparaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Rhodanpräparaten.

Info

Publication number
AT56610B
AT56610B AT56610DA AT56610B AT 56610 B AT56610 B AT 56610B AT 56610D A AT56610D A AT 56610DA AT 56610 B AT56610 B AT 56610B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rhodan
protein
preparations
rhodanide
preparation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Chem Fab Reisholz Ges Mit Besc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chem Fab Reisholz Ges Mit Besc filed Critical Chem Fab Reisholz Ges Mit Besc
Application granted granted Critical
Publication of AT56610B publication Critical patent/AT56610B/de

Links

Landscapes

  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Rhodanpräparaten. 
 EMI1.1 
 



  Wegen der Giftigkeit dieser Salze ist man aber fast ganz von deren Anwendung wieder abgekommen. 



   Durch nachstehendes Verfahren werden neue   Rhodanverbindungen   gewonnen, welche ungiftig sind und daher eine gefahrlose arzneiliche Verwendung gestatten. 
 EMI1.2 
 teilweise unlöslich sind. Der lösliche Teil gerinnt beim Kochen, auch auf Zusatz von   stärkeren   Säuren, der unlösliche Teil quillt in Wasser nur auf. Beide Teile enthalten 
 EMI1.3 
 oder weniger. Man kann solche Rhodankörper sowohl mit tierischem, wie mit vegetabilischem Eiweiss, mit Gelatine (Leim), ebenso wie mit Kasein herstellen : jedoch müssen die vegetabilischen Eiweissstoffe und Kasein vor der Einwirkung des   Hhodansalzes   durch Alkali oder Erdalkali, z. B. Natriumkarbonat oder Kaikhydrat, in Lösung gebracht werden. 



     Beispiel l   : 1 kg fein gepulvertes   Hühnereiweiss   wird mit   0#35 kg   gemahlenem oder möglichst fein kristallisiertem Rhodanammonium verrieben. Das Gemisch wird hiebei weich und hallt sich zu einer knetbaren Masse zusammen, die beim Stehen bei etwa 400 C erhärtet sich dann zerreiben lässt. Sie enthält   19-8   bis   20#3% Rhodan (HCNS).   
 EMI1.4 
 lassen, so setzt man zweckmässig dem Eiweiss-Rhodansalzgemisch schnell etwas Wasser oder besser Alkohol zu. Die Mischung wird dann gummiartig und darauf bei etwa 40 bis 50  C getrocknet. Ebensolche, feste, gummiartige Reaktionsprodukte entstehen, wenn man auf trockenes   Eiweisspulver   die konzentrierte, wässerige oder besser alkoholische Rhodansalzlösung einwirken lässt.

   An Stelle des Ammoniumrhodanids kann man mit   des gleichen   Erfolge Natriumrhodanid, Kaliumrhodanid oder   auch Kalziumrhodanid oder Strontium-   rhodanid verwenden. 



   B e i s p i e l 2: 900 g Eiweiss werden in 2   1   Wasser gelöst. Der Lösung werden 
 EMI1.5 
 entweder im Vakuum eingedampft oder durch Zusatz von etwa 1 bis 2 l Alkohol die Eiweissverbindung ausgefällt und darauf von der   Flüssigkeit   getrennt. Die gummiartige Masse wird bei etwa 40 bis 500 C getrocknet. 



   In gleicher Weise verfährt man mit Kaliumrhodanid, Natriumrhodanid, Kalziumrhodanid oder Strontiumrhodanid. 



   Beispiel 3 :   270 PQanzeneiweiss   aus Erdnüssen werden mit   750 9 Wasser,   in welchem 16 g Natriumkarbonat gelöst sind, auf 50 bis 65  C etwa drei Stunden lang 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 vermischt. Durch Zusatz von 5 bis 7 kg Alkohol wird die Uhodanverbindung   ausgoschieden,   von der Flüssigkeit getrennt und   bui   etwa 40 bis   500 C getrocknet. Statt   der wässerigen Ammoniumrhodanidlösung kann man auch die alkoholische Lösung nehmen. Man braucht dann   nachträglich   keinen Alkohol oder doch nur wenig zuzusetzen, um die Fällung der Rhodanverbindung zu bewirken. Den gummiartigen Niederschlag presst man ab, wäscht mit Alkohol nach und trocknet die gummiartige, voluminöse Masse bei etwa 40 bis 50  C. 



  Sie lässt sich dann pulverisieren und enthält 17 bis   19"/o   Rhodan   (IICNS).   



   Wenn man statt 2 kg Rhodansalz 4 bis 4'3 kg zusetzt, so wird die Rhodan- \orbindung als gallertartige Masse direkt ausgeschieden, die gewaschen und getrocknet   330/0   Rhodan   (HCAS)   enthält. 



   Die hochprozentigen Rhodanverbindungen können durch Vermischen mit Eiweisspulver auf einen bestimmten Rhodangehalt eingestellt werden. Vielfach tritt hiebei erneut eine Reaktion ein, indem das Gemisch unter starker Volumvermehrung weich wird und sich zusammenballt. Durch Stehenlassen bei etwa   400 C erhärtet   das Gemisch aber wieder und zerfällt dann beim Zerreiben leicht zu einem kristallartig glänzenden groben Pulver. 
 EMI2.2 
 
1. Verfahren zur Herstellung von Rhodanpräparaten, dadurch gekennzeichnet, dass man Eiweisspulver mit einem Rhodansalz mit oder ohne Zusatz eines Lösungsmittels verreibt oder auf eine Eiweisslösung ein ungelöstes Rhodansalz oder auf trockenes Eiweiss eine konzentrierte Rhodansalzlösung einwirken lässt oder Lösungen von Eiweiss auf Lösungen von   Rhodansalz   einwirken   lässt.  

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass hei Verwendung von wasserunlöslichen Eiweissstoffen, wie Pflanzeneiweiss oder Kasein noch ein Alkali oder Erdalkali zum Lösen dieser Eiweissstoffe verwendet wird.
AT56610D 1911-06-06 1911-06-06 Verfahren zur Darstellung von Rhodanpräparaten. AT56610B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT56610T 1911-06-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT56610B true AT56610B (de) 1912-12-10

Family

ID=3578247

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT56610D AT56610B (de) 1911-06-06 1911-06-06 Verfahren zur Darstellung von Rhodanpräparaten.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT56610B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH484846A (de) Portlandzement enthaltendes Bindemittel
DE2426586A1 (de) Verfahren zur herstellung von glukuronil-glukosamin-glykan-sulfaten mit antilipaemischer wirkung
EP0058410B1 (de) Acesulfamhaltige Zusammensetzung, Tabletten auf Basis dieser Zusammensetzung und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT56610B (de) Verfahren zur Darstellung von Rhodanpräparaten.
DE753235C (de) Verfahren zur Herstellung waessriger Lactoflavinloesungen
DE2712774A1 (de) Verfahren zum einengen und trocknen
DE696390C (de) Verfahren zum Anreichern des antipernicioesen Wirkstoffes
DE752194C (de) Verfahren zur Verzoegerung des Abbindens von Gips
DE1767957C3 (de) Herstellung von pulverfötmigen 3,5-Dinitro-o-toluylsäureamid enthaltenden Zusammensetzungen
DE879182C (de) Verfahren zur Herstellung thixotroper Schwefeldispersionen
DE657129C (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungen oder Extrakten aus Bakterien, Pollen oder sonstigen pflanzlichen Zellen
DE716436C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher komplexer Metallalkalihumate
DE398406C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiatloesungen
DE616543C (de) Verfahren zur Gewinnung von hochkonzentrierten Magnesiumsulfatloesungen
DE565065C (de) Verfahren zur getrennten Gewinnung einer blutdruckerhoehenden Substanz und einer aufden Uterusmuskel zusammenziehend wirkenden Substanz aus dem Hypophysenhinterlappen
DE513654C (de) Verfahren zur Herstellung von Sprengstoffen unter Verwendung von Kalksalpeter
AT97145B (de) Verfahren zur Darstellung von Quecksilbersalzen komplexer Bismutylsäuren.
DE82951C (de)
AT59501B (de) Verfahren zur Herstellung von Mischungen, die beim Zusammentreffen mit Wasser gebrauschsfertige, saponinhaltige Reinigungsmittel liefern.
DE605175C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen, physiologisch wirksamen Stoffen
DE2710437C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyacrylsäure-Jodkomplexen
AT60174B (de) Verfahren zur Darstellung von in Wasser leicht mit neutraler Reaktion löslichen Derivaten des Dioxydiaminoarsenobenzols.
AT92331B (de) Verfahren zur Gewinnung von Präparaten aus der Milch.
AT151971B (de) Verfahren zur Herstellung von n-Hexylresorcinsulfonsäure und ihren Salzen.
DE677844C (de) Verfahren zum Reinigen von Extrakten, die das Nebennierenrindenhormon enthalten