AT60174B - Verfahren zur Darstellung von in Wasser leicht mit neutraler Reaktion löslichen Derivaten des Dioxydiaminoarsenobenzols. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von in Wasser leicht mit neutraler Reaktion löslichen Derivaten des Dioxydiaminoarsenobenzols.

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AT60174B
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    Verfahren zur Darstellung von in Wasser leicht mit neutraler Reaktion löslichen Derivaten des Dioxydiaminoarsenobenzols.   



   Es wurde gefunden1 dass man durch Einwirkung von Monohalogenessigsäure oder deren Homologen auf das Dioxydiaminoarsenobenzol zu neuen wertvollen Säuren gelangt. Sie bilden mit Alkalien leicht wasserlösliche und neutral reagierende Salze. Diese Salze bieten vor der bisherigen Gebrauchsform des   Dioxydiaminoarsenobenzols   in saurer oder alkalischer Lösung oder in neutraler Suspension bedeutende Vorteile durch Vermeidung unerwünschter Nebenerscheinungen bei der therapeutischen Anwendung. 



     Beispiel l :   Eine Lösung von 100 g Dioxydiaminoarsenobenzoldichlorhydrat in je 300   cm3   Methylalkohol und Wasser wird mit Natronlauge neutralisiert. Zu der so erhaltenen Suspension der freien Base fügt man eine Lösung von 40 g Chloressigsäure in der fünf-bis zehnfachen Menge Wasser und erwärmt, zweckmässig unter Luftabschluss, der durch Einleiten eines indifferenten   Gsca, wie Kohlensäure,   Wasserstoff oder Stickstoff erreicht werden kann, einige   Finden sauf   60 bis 650, wobei Lösung des ausgeschiedenen Niederschlages eintritt. Durch Zusatz von Natronlauge, bis die   Flüssigkeit   nur noch schwach sauer reagiert, wird die   entstandene Dioxyaminoarsenobenzolaminoessigsäure ab-   geschieden. Sie wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen.

   Versetzt man die Reaktionflüssigkeit mit Jodkalium, so wird die Umsetzung wesentlich beschleunigt. 



   An Stelle einer Lösung von freier   Chloressigsäure   kann man auch eine solche von chloressigsaurem Natrium verwenden. In diesem Falle bleibt das entstandene Glyzin ungelöst ausgeschieden. 



   Lässt man auf   Dioxydiaminoarsenobenzol   einen   Überschuss   von Halogenessigsäure, z. B. 4   Moleküle,   einwirken, oder behandelt man die   Dioxyaminoarsenobenzo1monoamino-   essigsäure nochmals mit Halogenessigsäure, so erhält man die Dioxyarsenobenzoldiaminoessigsäure. 



     Beispiel 2 : 100   salzsaures   Dioxydiaminoarsenobenzol   werden in 300   c Methyl-   alkohol und 300   c   Wasser gelöst und mit 4 Molekülen Natronlauge versetzt. Die klare Flüssigkeit wird mit einer Lösung von 50 g chlorcssigsaurem Natrium und 36 g Jodkalium in der fünf-bis zehnfachen Menge Wasser vermischt, zwei bis drei Stunden unter Luftabschluss auf 60 bis   65    erhitzt. Durch schwaches Ansäuern der alkalischen Lösung wird das Glyzin zur Abscheidung gebracht und wie oben weiter verarbeitet. 



   Die   Dioxyaminoarseuobenzotaminoessigsäure   
 EMI1.1 
 bildet ein gelbes Pulver, das sich leicht in Alkalien und in überschüssiger Säure löst. In fast allen   gebräuchlichen     Lösungsmitteln   ist es unlöslich. 



   Zur Überführung in das Natriumsalz wird das Glyzin mit Wasser zu einem dünnen Drei verrührt und mit Natronlauge oder Sodalösung bis zur neutralen Reaktion versetzt. 
 EMI1.2 
 

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 gewaschen. Anstatt die wässerige Lösung des Natriumsalzes mit Alkohol oder Azeton zu   fällen,   kann man diese   Lösung   auch im Vakuum eindampfen. 



   Das dioxyaminoarsonobenzolaminoessigsaure Natrium ist gelbbraun gefärbt. Es löst sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser. In Alkohol und Azeton ist es unlöslich. 



  Versetzt man die wässerige Lösung mit verdünnter Salzsäure, so entsteht ein gelber, flockiger Niederschlag, der sich in   überschüssiger   Säure wieder auflöst. Verwendet man zum Neutralisieren der freien Aminoessigsäure Kalilauge oder Ammoniak, so erhält man die entsprechenden Salze. 



   Das Kaliumsalz ist ein gelbbraunes Pulver, das sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löst. In seinem Verhalten gleicht es   vollständig   dem Natriumsalz. 



   Das Ammoniumsatz der   Dioxyaminoarsenobenzotaminoessigsätire   ist gelbbraun und löst sich klar in Wasser mit neutraler Reaktion. Bei längerem Aufbewahren verliert es etwas Ammoniak und löst sich dann trübe in Wasser. Auf Zusatz von ein wenig Ammoniak wird die trübe Lösung klar. Wird zu dieser Lösung verdünnte Salzsäure zugefügt, so scheidet sich ein gelber, flockiger Niederschlag ab, der sich in überschüssiger Säure wieder löst. 



   Beispiel 3 : Ein   Molekül Dioxydinminoarsenobenzo1dichlorhydrat   wird in der drei- fachen Menge Methylalkohol und Wasser gelöst und mit Natronlauge neutralisiert. Zu der abgeschiedenen Base worden 2 Moleküle   x-Mrompropionsäure, in   der drei-bis fünffachen
Menge Wasser gelöst, zugefügt und bis zur erfolgten Lösung der   ausgeschiodenen   Base auf 60 bis   650 erwärmt.   Nach dem Abkühlen   (1 soviel Natronlauge zugesetzt, bis   noch schwach saure Reaktion vorhanden   i. Die   dadurch abgeschiedene Dioxyaminoarseno-   benzolaminopropionsäure   wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. 



    Dioxyaminoarsenobenzolaminopropionsäure   
 EMI2.1 
 ist gelb gefärbt, sie löst sich in Alkalien, wie auch in überschüssiger Salzsäure. In fast allen gebräuchlichen Lösungsmitteln ist sie   unlöslich.   



   Zur Herstellung des Natriumsalzes der Dioxyaminoarsenobenzolaminopropionsäure wird die Säure mit Wasser zu einem dünnen Brei angerührt und mit Natronlauge oder Sodalösung neutralisiert. Die erhaltene Lösung wird filtriert und mit der zehnfachen   Alonge Alkohol odor tzeton gefaiìt.   Das ausgeschiedene Natriumsalz wird abgesaugt und mit Alkohol gewaschen. 



   Das Natriumsalz der   Dioxyaminoarsenobenzolaminopropionsäure   ist ein gelbes Pulver, das sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löst. In   Aihohol   und Azeton ist es   unlöslich.   Wird die wässerige Lösung mit Salzsäure versetzt, so entsteht ein gelber Niederschlag, der sich in überschüssiger Siiure wieder löst. 



   B e i s p i e l 4: 500 g Dioxydiaminoarsenobenzoldichlordydrat werden in je   1500cl   Methylalkohol und Wasser gelöst und mit Natronlauge neutralisiert. Nach Zusatz von 320   g   Bromessigsäure in der fünffachen Menge Wasser wird unter Einleiten von Stickstoff eine Stunde auf 60 bis 650 bis zur völligen Lösung des ausgeschiedenen Niederschlages erwärmt. Hierauf wird mit Natronlauge bis zur schwach sauren Reaktion versetzt. Der Niederschlag wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Die so erhaltene Dioxyamino- 
 EMI2.2 
 die Flüssigkeit nur noch schwach sauer reagiert, die   entstandenn Dioxyarsenobenzol-     diammoessigsiture   

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 EMI3.1 
 ausgefällt.

   Sie wird abgenutscht, mit Wasser gewaschen und zwecks   Überführung   in das Dinatriumsalz mit Natronlauge neutralisiert. Aus der filtrierten   Lösung   wird das Dinatriumsalz mit Alkohol oder Azeton gefällt. 



   Man kann die   Dioxyarsenobenzoldiaminoessigsäure   auch herstellen, wenn man von vornherein an Stelle   von 2 Molekülen Bromessigsäure   gleich 4 Moleküle anwendet. Die Abscheidung der Dioxyaminoarsenobenzolmonoaminoessigsäure fällt dann weg. 



   Das Dinatriumsalz der Dioxyarsenobenzoldiaminoessigsäure ist gelbbraun gefärbt und löst sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser. In Alkohol und Azeton ist es unlöslich. In der wässeriger Lösung entsteht auf Zusatz von verdünnter Salzsäure ein flockiger, gelber Niederschlag, der sich in   tibiischüssiger   Säure wieder auflöst. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Dioxydiaminoarsenobenzols, darin bestehend, dass man   Monoha1ogenessigsi1ure   oder deren Homologe auf Dioxydiaminoarsenobenzol einwirken lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Dioxydiaminoarsenobenzols, darin bestehend, dass man die nach Anspruch 1 erhältlichen Verbindungen mit Alkalien neutralisiert.
AT60174D 1911-03-17 1912-03-16 Verfahren zur Darstellung von in Wasser leicht mit neutraler Reaktion löslichen Derivaten des Dioxydiaminoarsenobenzols. AT60174B (de)

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