DE250745C - - Google Patents

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DE250745C
DE250745C DE1911250745D DE250745DA DE250745C DE 250745 C DE250745 C DE 250745C DE 1911250745 D DE1911250745 D DE 1911250745D DE 250745D A DE250745D A DE 250745DA DE 250745 C DE250745 C DE 250745C
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acid
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alcohol
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DE1911250745D
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/74Aromatic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.-JKl 250745-KLASSE 12#. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. März 1911 ab.
Es wurde gefunden, daß man durch Einwirkung von Monohalogenessigsäure oder deren Homologen auf das 4 · 41-Dioxy-3 · 31-diaminoarsenobenzol zu neuen wertvollen Säuren gelangt. Sie bilden mit Alkalien leicht wasserlösliche und neutral reagierende Salze. . Diese Salze bieten vor der bisherigen Gebrauchsform des Dioxydiaminoarsenobenzols in saurer oder alkalischer Lösung oder in neutraler Suspension bedeutende Vorteile durch Vermeidung unerwünschter Nebenerscheinungen bei der therapeutischen Anwendung.
Beispiele:
i. Eine Lösung von iöo g Dioxydiaminoarsenobenzoldichlorhydrat in je 300 ecm Methylalkohol und Wasser wird mit Natronlauge neutralisiert. Zu1 der so erhaltenen Suspension der freien Base fügt man eine Lösung» von 40 g Chloressigsäure in der 5" bis 10-fachen Menge Wasser und erwärmt, zweckmäßig" unter Luftabschluß, der durch Einleiten eines indifferenten Gases, wie Kohlensäure, Wasserstoff oder Stickstoff, erreicht werden kann, einige Stunden, auf 60 bis 650, wobei Lösung des ausgeschiedenen Niederschlages eintritt. Durch Zusatz von Natronlauge, bis die Flüssigkeit nur noch schwach sauer reagiert, wird die entstandene 4 · 41-Dioxyaminoarsenobenzolaminoessigsäure abgeschieden; sie wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Versetzt man die Reaktionsflüssigkeit mit Jodkalium, so wird die Umsetzung wesentlich beschleunigt.
An Stelle einer Lösung von freier Chloressigsäure kann man auch eine solche von chloressigsaurem Natrium verwenden; in diesem Falle bleibt das entstandene Glyzin ungelöst ausgeschieden.
Läßt man auf das Dioxydiaminoarsenobenzol einen Überschuß von Halogenessigsäure, z. B. 4 Moleküle, einwirken, oder behandelt man die Dioxyaminoarsenobenzolmonoaminoessigsäure nochmals mit Halogenessigsäure, so erhält man die Dioxyarsenobenzoldiaminoessigsaure.
2. 100 g salzsaures Dioxydiaminoarsenobenzol werden in 300 ecm Methylalkohol und 300 ecm Wasser gelöst und mit 4 Molekülen Natronlauge versetzt. Die klare Flüssigkeit wird mit einer Lösung von 50 g chloressigsaurem Natrium und 36 g Jodkalium in der 5- bis 10-fachen Menge Wasser vermischt zwei bis drei Stunden unter Luftabschluß auf 60 bis 650 erhitzt. Durch schwaches Ansäuern der alkalischen Lösung wird das Glyzin zur Abscheidung gebracht und wie oben weiter verarbeitet.
DieDioxyaminoarseiiobenzolaminoessigsäure OH
,-NH-CH9-COOH
OH
bildet ein gelbes Pulver, das sich leicht in Alkalien und in überschüssiger Säure löst. In fast allen gebräuchlichen Lösungsmitteln ist es unlöslich.
Zur Überführung in das Natriumsalz wird das Glyzin mit Wasser zu einem dünnen Brei verrührt und mit Natronlauge oder Sodalösung bis zur neutralen Reaktion versetzt. Die erhaltene Lösung wird filtriert und mit der 10-fachen Menge Alkohol oder Aceton gefällt. Das ausgeschiedene Natriumsalz wird abgesaugt und mit Alkohol und Äther gewaschen. Anstatt die wäßrige Lösung des Natriumsalzes mit Alkohol oder Aceton zu fällen, kann man diese Lösung auch im Vakuum eindampfen.
Dasdioxyaminoarsenobenzolaminoessigsaure Natrium ist gelbbraun gefärbt; es löst sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser. In Alkohol und Aceton ist es unlöslich. Versetzt man die wäßrige Lösung mit verdünnter Salzsäure, so entsteht ein gelber, flockiger Niederschlag, der sich in überschüssiger Säure wieder» auflöst.
Verwendet man zum Neutralisieren der freien Aminoessigsäure Kalilauge oder Ammoniak, so erhält man die entsprechenden Salze.
Das Kaliumsalz ist ein gelbbraunes Pulver, das sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löst. In seinem Verhalten gleicht es vollständig dem Natriumsalz.
Das Ammoniumsalz der Dioxyaminoarsenobenzolaminoessigsäure ist gelbbraun und löst sich klar in Wasser mit neutraler Reaktion. Bei längerem Aufbewahren verliert es etwas Ammoniak und löst sich dann trübe in Wasser. Auf Zusatz von ein wenig Ammoniak wird die trübe Lösung klar. Wird zu dieser Lösung" verdünnte Salzsäure zugefügt, so scheidet sich ein gelber, flockiger Niederschlag ab, der sich in überschüssiger Säure wieder löst.
3. ι Molekül Dioxydiamiiioarsenobenzoldichlorhydrat wird in der 3-fachen Menge Methylalkohol und Wasser gelöst und mit Natronlauge neutralisiert. Zu der abgeschiedenen Base werden 2 Moleküle a-Brompropionsäure, in der 3- bis 5-fachen Menge Wasser gelöst, zugefügt und bis zur erfolgten Lösung der ausgeschiedenen Base auf 60 bis 650 erwärmt. Nach dem Abkühlen wird so viel Natronlauge zugesetzt, bis noch schwach saure Reaktion vorhanden ist; die dadurch abgeschiedene Dioxyaminoarsenobenzolaminopropionsäure wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen.
Dioxyaminoarsenobenzolaminopropionsäure
CH3
-NH-CH
OH
COOH
ist gelb gefärbt, sie löst sich in Alkalien wie auch in überschüssiger Salzsäure. In fast allen gebräuchlichen Lösungsmitteln ist sie unlöslich.
Zur Herstellung des Natriumsalzes der Dioxyaminoarsenobenzolaminopropionsäure wird die Säure mit Wasser zu einem dünnen Brei angerührt und mit Natronlauge oder Sodalösung neutralisiert. Die erhaltene Lösung wird filtriert und mit der 10-fachen Menge Alkohol oder Aceton gefällt. Das ausgeschiedene Natriumsalz wird abgesaugt und mit Alkohol gewaschen.
Das Natriumsalz der Dioxyaminoarsenobenzolaminopropionsäure ist ein gelbes Pulver, das sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löst. In Alkohol und Aceton ist es unlöslich. Wird die wäßrige Lösung mit . Salzsäure versetzt, so entsteht ein gelber Niederschlag, der sich in überschüssiger Säure wieder löst.
4. 500 g Dioxydiaminoarsenobenzoldichlorhydrat werden in je 1500 ecm Methylalkohol und Wasser gelöst und mit Natronlauge neutralisiert. Nach Zusatz von 320 g Bromessigsäure in der 5-fachen Menge Wasser wird unter Einleiten von Stickstoff eine Stunde auf 60 bis 650 bis zur völligen Lösung des ausgeschiedenen Niederschlages erwärmt.
Hierauf wird mit Natronlauge bis zur schwach sauren Reaktion versetzt; der Niederschlag wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Die so erhaltene Dioxyaminoarsenobenzolmonoaminoessigsäure wird mit der dreifachen Menge Wasser vermengt und nochmals mit einer wäßrigen Lösung von 320 g Bromessigsäure auf 60 bis 650 bis zur erfolgten Lösung erwärmt. Alsdann wird durch vorsichtigen Zusatz von Natronlauge, bis die Flüssigkeit nur noch schwach sauer reagiert, die entstandene Dioxyarsenobenzoldiaminoessigsäure
OH
,-NH. CH2. COOH
As = As —
-OH
ausgefällt. Sie wird abgenutscht, mit Wasser gewaschen und zwecks Überführung in das Diiiatriumsalz mit Natronlauge neutralisiert. Aus der filtrierten Lösung wird das Dinatriumsalz mit Alkohol oder Aceton gefällt.
Man kann die Dioxyarsenobenzoldiaminoessigsäure auch herstellen, wenn man von vornherein an Stelle von 2 Molekülen Bromessigsaure gleich 4 Moleküle anwendet. Die Abscheidung der Dioxyaminoarsenobenzolmonoaminoessigsäure fällt dann weg.
Das Dinatriumsälz der Dioxyarsenobenzoldiaminoessigsäure ist gelbbraun gefärbt und löst sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser. In Alkohol und Aceton ist es unlöslich. In der wäßrigen Lösung entsteht auf Zusatz von verdünnter Salzsäure ein flockiger, gelber Niederschlag, der sich in überschüssiger Säure wieder auflöst.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung" von in Wasser leicht mit neutraler Reaktion löslichen Derivaten des 4 · 41 - Dioxy-3 · 31-diaminoarsenobenzols, darin bestehend, daß man Monohalogenessigsäure oder deren Homologen auf 4 · 41 - Dioxy-3 ' 31~ diaminoarsenobenzol einwirken läßt und das entstandene Reaktionsprodukt mit Alkalien oder Ammoniak neutralisiert.
DE1911250745D 1911-03-17 1911-03-17 Expired DE250745C (de)

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