DE167572C - - Google Patents

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DE167572C
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amino
oxybenzylamine
nitro
hydrochloric acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C215/00Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C215/74Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the same carbon skeleton
    • C07C215/76Compounds containing amino and hydroxy groups bound to the same carbon skeleton having hydroxy groups and amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of the same carbon skeleton of the same non-condensed six-membered aromatic ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
CH2
Es wurde gefunden, daß das m-Nitro-ooxybenzylamin bei der Reduktion in das m-Amino-o-oxybenzylamin übergeht und daß man dieses auch erhält, wenn man die N-acylierten m-Nitro-o-oxybenzylamine vom Typus
R-CO-NH- CH2- C6 H3
ίο oder das N-Succinyl-m-nitro-o-oxybenzylamin CH^'CO'NH—ru _r u /0H
CH2- CO-NH-
- -11 \j2,
welche im Patent 156398 beschrieben sind, oder das N-Phtalyl-m-nitro-o-oxybenzylamin des Patentes 134979 zuerst durch Reduktion in die m-Amino-o-oxybenzylacylamine überführt und diese dann der hydrolytischen Spaltung unterwirft. Diese beiden Prozesse lassen sich auch in einer Operation durchführen, z. B.
R-CO-NH-CH2-C6H3(^ + 6H =
2H2O,
R-CO-NH- CH2-C6 HB(°**
R-CO-NH-CH2
R-C00H+H2 N-CH2
C6 Hs
Es hat sich herausgestellt, daß das m-Aminoo-oxybenzylamin ein wertvoller photographischer Entwickler ist.
Von einzelnen m - Amino - ο - oxybenzylverbindungen, nämlich dem m-Amino-o-oxybenzylalkohol, seinen Äthern und Estern, sowie von der m-Amino-o-oxybenzylsulfosäure ist es bekannt, daß sie wertvolle Eigenschaften als photographische Entwickler besitzen; das gilt aber keineswegs von allen m-Amino-ooxybenzylverbindungen.
Abkömmlinge des Benzylamins sind in dieser Hinsicht überhaupt noch nicht geprüft worden. Es war daher nicht vorauszusehen, daß das m-Amino-o-oxybenzylamin ein wertvoller Entwickler ist.
Beispiel I. _0
10 g m-Nitro-o-oxybenzylamin (Patent 134979, Kl. 12 o) werden in konz. Salzsäure gelöst und mit 15 g Zinn reduziert, dann verdünnt man die Reaktionsmasse mit Wasser, entfernt das Zinn durch Einleiten von Schwefelwasserstoff und dunstet das Filtrat zweckmäßig im Vakuum ein; es hinterbleibt dann das Dichlorhydrat des m-Amino-ooxybenzylamins, welches man zur Reinigung in heißer Salzsäure auflöst und durch Einleiten von Salzsäuregas in die gekühlte Lösung wieder ausfällt, wobei man es in farblosen Nädelchen erhält, die unter 3000 nicht schmelzen. Das Salz ist leicht löslich in Wasser und Alkohol.
Beispiel II.
10 g m-Nitro-o-oxybenzylbenzoylamin
NO9
C6H^OH
CH2
NH'CO'C.H,
werden mit 15 g Zinn und konz. Salzsäure auf dem Wasserbad erwärmt, bis Lösung erfolgt. Kühlt man die Masse dann ab, so scheidet sich in der Regel ein Zinndoppelsalz in Form eines bald erstarrenden Öles ab. Gibt man Wasser zur Reduktionsflüssigkeit und stumpft einen Teil der Salzsäure mit Natronlauge ab und entzinnt dann durch Einleiten von Schwefelwasserstoff, so fällt nun auf Zusatz von Ammoniak aus dem Filtrat das m-Amino-o-oxybenzylbenzoylamin aus:
NH2
»5 CH2-NH-CO-CnH0,
welches man z. B. durch Auflösen in Salzsäure und vorsichtiges Wiederausfällen mit Ammoniak reinigt, wobei man es in derben farblosen Nadeln erhält, die bei i86° schmelzen. Beim Eindunsten mit Salzsäure im Exsikkator liefert es ein salzsaures Salz, das in farblosen Wärzchen kristallisiert.
■ Kocht man das m-Amino-o-oxybenzylbenzoylamin mit konz. Salzsäure einige Stunden unter Rückfluß, so spaltet es Benzoesäure ab. Diese wird abfiltriert und der Rest der verdünnten, sauren Flüssigkeit durch Extraktion mit Äther entzogen. Dunstet man dann die salzsaure Lösung vorsichtig ein, so hinterbleibt das Dichlorhydrat des m-Amino-o-oxybenzylamins.
Beispiel III.
25 g m-Nitro-o-oxybenzylbenzoylamin werden mit 130 g konz. Salzsäure und 38 g Zinn auf dem Wasserbad erwärmt, bis Lösung erfolgt; nach weiteren 10 Minuten gießt man . vom überschüssigen Zinn ab, wäscht mit wenig konz. Salzsäure nach und erhitzt die Flüssigkeit unter Rückfluß dann noch 7 bis 8 Stunden auf dem Wasserbad. Hierauf verdünnt man mit Wasser, nimmt die abgeschiedene Benzoesäure in Äther auf, entzinnt die Flüssigkeit durch Einleiten von Schwefelwasserstoff und dunstet das Filtrat dann vorsichtig ein, wobei das Dichlorhydrat des m-Amino-o-oxybenzylamins zurückbleibt.
Das Dichlorhydrat des m-Amino-o-oxybenzylamins ist in Wasser sehr leicht löslich. Man reinigt es, indem man Salzsäuregas in die gekühlte wäßrige Lösung einleitet, wobei es sich in farblosen Nädelchen abscheidet, die unter 3000 nicht schmelzen; auch in Alkohol ist das Salz leicht löslich. Auf Zusatz von kohlensauren oder ätzenden Alkalien oder Ammoniak wird die wäßrige Lösung allmählich dunkelbraun gefärbt und es finden flockige Abscheidungen statt; mit Eisenchlorid entsteht eine violette Färbung. Aus Goldchloridlösung wird ebenfalls unter Violettfärbung Gold abgeschieden. Fügt man zu der ammoniakalisch gemachten Salzlösung To 11 ens'sehe Silberlösung, so fällt Silber aus. Mit Platinchlorid fällt aus der Salzlösung ein schwer lösliches Platindoppelsalz in feinen gelben Nädelchen aus, auch liefert das m-Amino-o-oxybenzylamin einZinndoppelsalz, welches in prismatischen Nädelchen kristallisiert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von m-Aminoo-oxybenzylamin, darin bestehend, daß man m-Nitro-o-oxybenzylamin reduziert oder die m-Nitro-o-oxybenzylaeylamine ein- und mehrbasischer Säuren der Formeln
    OH
    C6H^NO,
    CH2-NH-CO-R1,
    OH
    C6H^NH,
    OH
    CB H3^-NO0
    CH^NH-COJ0: R2
    in die m-Aminoverbindungen überführt und diese durch Hydrolyse in die entsprechenden Säuren und m-Amino-ooxybenzylamin in einer oder in zwei getrennten Operationen zerlegt.
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DE (1) DE167572C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0398702A3 (de) * 1989-05-18 1991-07-24 Bristol-Myers Squibb Company Farbstoffkuppler

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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