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Einrichtung zur ssehetmhattung der Nachrichten bel der Funkentelegraphle.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung für drahtlose Telegraphie, durch welche ein unberufenes Auffangen der elektrischen Wellen verhütet werden soll ; zur Erreichung dieses Zweckes sind bereits Anordnungen vorgeschlagen worden, bei denen die Wellenlängen, d. h. die Abstimmung der Apparate auf der Sende-und Empfangsstation in übereinstimmender Weise geändert werden sollen ; derartige Anordnungen setzen aber ein mit genauem Synchronismus arbeitendes Triebwerk auf beiden zusammenarbeitenden Stationen voraus, und es ist sehr schwer, einen derartigen Synchronismus auf die Dauer aufrecht zu erhalten.
Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, soll beim Erfindungsgegenstand der regelmässige Wechsel der Wellenlängen in gewissen Zeiträumen (etwa 1/2 Minute bis zu 15 Minuten) erfolgen und nach Ablauf dieser Zeit auf beiden Stationen die Pendel oder Unruhen behufs Korrektur des Synchronismus aufgehalten werden, z. B. mittels Bremsung der Pendel oder Unruhen, wobei während der Korrektur des Uhrensynchronismus der beiden Uhren vom Geber auf eine bestimmt' ? Zeit keine Zeichen gegeben und vom Empfänger auch keine empfangen werden können, bis die geeignete Schaltung des Leitungsschemas automatisch festgestellt ist.
Die Anordnung des Senders nach vorliegender Erfindung ist in Fig. l dargestellt. Die Anordnung des Empfängers isst in Fig. 2 dargestellt. Fig. 3 erläutert die Betätigung und Bremsung der Uhren. Fig. 4 erläuter, den Taster in Verbindung mit einer Anordnung, welche bezweckt, insolange eine Betätigung des Senders durch den Taster zu verhindern, als nicht diese Anordnung vorher betätigt wird.
Die Arbeitsweise des Senders in Fig. 1 ist folgende : Durch einen Druck auf den Taster 1
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Druck auf den Taster 4 (Fig. l.'nd 4) schliesst man den Primärstromkreis auf dem Wege Batterie 5, Unterbrecher 6. Primärwicklung 7, Morseelektromagr'st a, Kontakte 3 und 2, Taste 4 und Batterie 5. Die Sekund1 rwicklung ist mit der Funkenstrecke leitend verbunden. Letztere bildet
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den Kontaktstreifen 16, 17, 18, der Kontaktbürste 19 und der konstanten Selbstinduktion geschlossene Schwingungskreise.
Durch drei Windungen der konstanten Selbstinduktion 20 ist der Lufttlraht 21 und die veränderlichen Selbstinduktionen 22, 2, 24 über Umschalter 251, 261, 271,
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dem geschlossenen Schwingungskreis jeweilig gekoppelt.
Der Sender ist in Fig. l für drei Wellenlängen ausgebaut, und zwar kürzeste, mittlere, längste Welle, welche durch ein Uhrwerk ausgesandt werden und ist die Arbeitsweise die folgende. Durch Druck auf Morsetaster 7 wird der Primärstromkreis über Batterie 5. Unterbrecher 6.
Primärwicklung 7, Morseleektromagnet 8, Kontakte 3 und 2, Taster 4 und Batterie J geschossen, im Falle man vorher auf 1 drückt, wodurch Kontakt 2 auf Kontakt. 3 zu liegen kommt. Die Paletttengabel 81 (Fig. 3) des Morseapparates 8 macht eine derartige Bewegung, dass das Prisma , (Fig. 3) des Arretierungsrelais 32 abfällt, das Pendel ausgelöst wird und seine Hinund Herhewegung beginnt, wodurch das Steigrad, auf welchem der Kontaktzeiger 381 befestigt
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D : i8 Uhrwerk muss nun derart eingerichtet sein, dass nach Ablauf einer bestimmten Zeit der Kontakt 33 den Kontakt 34 in einem solchen Augenblick schliesst, in dem sich das Pendel 39 in der linken Aus8chwinglage (Fig. 3) befindet. Ist dies der Fall, dann wird der Stromkreis der Batterie 37 über 38, 32, 33, 34, 37 geschlossen, das Arretierungsrelais 32 (Fig. 3) erregt, der Anker des Magneten 38 (Fig. 4) angezogen und der Primärstromkreis an der Stelle 2 und 3 unterbrochen, weil der Anker durch 1 mechanisch festgehalten wird.
Da also der Morseapparat stromlos wird und den Hebel 8losliisst, so wird der Hebel des Arretierunrelais. 32, da er infolge des Stromschlusses angehoben worden ist. durch die Gabel 81 gestützt, so dass er auch nach der kurz darauf erfolgten Unterbrechung des Stromkreises au der Stelle 33, 34 in der angehobenen Stellung verbleibt. Diese Unterbrechung erfolgt während der eine Sekunde dauernden Zuriickschwingung des Pendels in die rechte Ausschwinglage. Gleichzeitig fängt sich aber das Pendel hinter der federnd angeordneten Nase 40 (Fig. 3) und kommt somit zum Stillstand. Nunmehr ist ein Zeichengeben solange unmöglich, als die unterbrochene Leitungsteile bei 2 und 3 nicht wieder hergestellt wird.
In der Fig. 1 ist durch Schattung im Umschalter die Reihenfolge der Wellen wie folgt : kürzeste, mittlere und längste Wellen.
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Der Empfänger (Fig. 2) ist gleichartig dem Sender ausgerüstet. Derselbe besteht aus dem Luftdraht a, der konstanten Selbst, induktion 6, der veränderlichen Selbstinduktion c, d, e, dem
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geschlossen, die Relaiszunge bei F angezogen und dann weiter Batterie E über F, G, H, I, K, E geschlossen. Parallelgeschaltet ist der Klopfermagnet L mit den Polarisationszellen M, letztere zur Verhinderung von Funkenbildung. Der Empfänger ist für drei Wellen ausgebaut, und zwar kürzeste, mittlere und längste Wellen, welche durch ein Uhrwerk empfangen werden, wobei die Arbeitsweise die folgende ist : Die vom Geber ausgesandte kürzeste Welle wird vom Luftsystem des Empfängers aufgefangen, und zwar Luftdraht a, b, c, f1, f, i, m, n.
Der geschlossene Schwingungskreis r, M, U, x, Z, o, r wird von Wellen durchströmt, der Fritter p wird leitend und hiedurch das Relais C durch Batterie A betätigt und weiter wird der Stromkreis des Morseapparates H über Batterie E, F, G, H, I, A, E geschlossen. Die Palett. engss hel des Morseapparates Il (Fig. 2) in Fig. 3 mit 81 bezeichnet, macht eine derartige Bewegung, dass das Prisma 0 des Arretierungsrelais P abfällt, das Pendel Q ausgelöst wird und seine Hin-und Herbewegung beginnt, wodurch das Steigrad, auf welchem der Kontaktzeiger Y befestigt ist, eine schrittweise Bewegung in der Richtung des Pfeiles ausführt.
Das Uhrwerk muss nun auch hier so eingestellt sein, dass nach Ablauf der gleichen Zeit wie beim Sender die Kontaktbürste R die Kontaktstelle 8 erreicht, und zwar muss d) es genau wie beim Sender in einem solchen Augenblick geschehen, in dem das Pendel sich in der linken Ausschwinglage befindet. Ist dies der Fall, dann wird der Stromkreis der Batterie V ; iber ', R, P, , V geschlossen, das Arrrierungsrelais P erregt und durch den vom Magneten W abgezogenen Anker J der Stromkreis des Morseapparates H zwischen I und J unterbrochen.
Infolgedessen wird der Hebe) dso Morseapparates losgelassen, so dass der Hebel des Arretierungsrelais P, genau so wie dies auch beim Sender der Fall war, durch die Gabel gestützt ist und bei der kurz daraui erfolgenden Unterbrechung des Stromkreises an der
Stelle < S,. ss in der angehobenen Stellung verbleibt. Diese Stromunterbrechung zwischen 8 und R erfolgt während der eine volle Sekunde dauernden Zurückschwingung des Pendels in die rechte Ausschwinglage. Gleichzeitig fängt sich auch hier wie beim Sender das Pendel hinter der federnd
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In der Fig. 2 ist durch Schaltung im Umschalter die Reihenfolgeder Wellen wie folgt : kürzeste, mittlere und längste Welle.
PATENT-ANSPRÜCHE : t. Anordnung zur Geheimhaltung der Nachrichtenübermittlung bei der drahtlosen Telegraphie, bei welcher auf der Sende-und auf der Empfangsstation die Abstimmung auf verschiedene Wellenlängen mittels synchron laufender Uhren geregelt wird. dadurch gekennzeichnet, dass die Uhrwerke vor Änderung einer jeden Wellenlänge mittels Bremsung der Pendel oder Unruhen unter Zuhilfenahme einer Stromquelle. einer von dem nirwerk geschlossenen Kontaktanordnung, eines Arretierungsmagneten für das Pendel bzw. die Unruhe und eines Magneten der den Anker des Arretierungsmagneten auch nach Stromloswerden des letzteren festhält, angehalten werden
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