AT54873B - Einrichtung zur Geheimhaltung der Nachrichten bei der Funkentelegraphie. - Google Patents

Einrichtung zur Geheimhaltung der Nachrichten bei der Funkentelegraphie.

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AT54873B
AT54873B AT54873DA AT54873B AT 54873 B AT54873 B AT 54873B AT 54873D A AT54873D A AT 54873DA AT 54873 B AT54873 B AT 54873B
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Johann Sacek
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Johann Sacek
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur   ssehetmhattung   der Nachrichten bel der Funkentelegraphle. 



    Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung für drahtlose Telegraphie, durch welche ein unberufenes Auffangen der elektrischen Wellen verhütet werden soll ; zur Erreichung dieses Zweckes sind bereits Anordnungen vorgeschlagen worden, bei denen die Wellenlängen, d. h. die Abstimmung der Apparate auf der Sende-und Empfangsstation in übereinstimmender Weise geändert werden sollen ; derartige Anordnungen setzen aber ein mit genauem Synchronismus arbeitendes Triebwerk auf beiden zusammenarbeitenden Stationen voraus, und es ist sehr schwer, einen derartigen Synchronismus auf die Dauer aufrecht zu erhalten.

   Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, soll beim Erfindungsgegenstand der regelmässige Wechsel der Wellenlängen in gewissen Zeiträumen (etwa 1/2 Minute bis zu 15 Minuten) erfolgen und nach Ablauf dieser Zeit auf beiden Stationen die Pendel oder Unruhen behufs Korrektur des Synchronismus aufgehalten werden, z. B. mittels Bremsung der Pendel oder Unruhen, wobei während der Korrektur des Uhrensynchronismus der beiden Uhren vom Geber auf eine bestimmt' ? Zeit keine Zeichen gegeben und vom Empfänger auch keine empfangen werden können, bis die geeignete Schaltung des Leitungsschemas automatisch festgestellt ist. 



  Die Anordnung des Senders nach vorliegender Erfindung ist in Fig. l dargestellt. Die Anordnung des Empfängers isst in Fig. 2 dargestellt. Fig. 3 erläutert die Betätigung und Bremsung der Uhren. Fig. 4 erläuter, den Taster in Verbindung mit einer Anordnung, welche bezweckt, insolange eine Betätigung des Senders durch den Taster zu verhindern, als nicht diese Anordnung vorher betätigt wird. 



  Die Arbeitsweise des Senders in Fig. 1 ist folgende : Durch einen Druck auf den Taster 1   
 EMI1.1 
 Druck auf den Taster 4 (Fig.   l.'nd   4) schliesst man den Primärstromkreis auf dem Wege Batterie 5,   Unterbrecher 6. Primärwicklung   7,   Morseelektromagr'st     a,   Kontakte 3 und 2, Taste 4 und Batterie 5. Die Sekund1 rwicklung ist mit der Funkenstrecke leitend verbunden. Letztere bildet 
 EMI1.2 
 den Kontaktstreifen 16, 17, 18, der Kontaktbürste 19 und der konstanten   Selbstinduktion   geschlossene Schwingungskreise.

   Durch drei Windungen der konstanten Selbstinduktion 20 ist der   Lufttlraht 21   und die   veränderlichen     Selbstinduktionen 22, 2, 24   über Umschalter 251, 261, 271, 
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 dem   geschlossenen Schwingungskreis   jeweilig gekoppelt. 



   Der Sender ist in   Fig. l   für drei Wellenlängen ausgebaut, und zwar kürzeste, mittlere, längste Welle, welche durch ein Uhrwerk   ausgesandt   werden und ist die Arbeitsweise die folgende.   Durch Druck auf Morsetaster 7 wird   der Primärstromkreis über Batterie 5. Unterbrecher 6. 



  Primärwicklung 7, Morseleektromagnet 8, Kontakte 3 und   2,   Taster 4 und   Batterie J geschossen,   im Falle man vorher auf 1 drückt, wodurch Kontakt 2 auf Kontakt. 3 zu liegen kommt. Die Paletttengabel 81 (Fig. 3) des Morseapparates 8 macht eine derartige Bewegung, dass das   Prisma , (Fig.   3) des Arretierungsrelais 32 abfällt, das Pendel ausgelöst wird und seine Hinund Herhewegung beginnt, wodurch das Steigrad, auf welchem der Kontaktzeiger 381 befestigt 
 EMI1.4 
 



    D : i8 Uhrwerk muss nun   derart eingerichtet sein, dass nach Ablauf einer bestimmten Zeit der Kontakt 33 den Kontakt 34 in einem solchen Augenblick   schliesst,   in dem sich das Pendel 39 in der linken   Aus8chwinglage   (Fig. 3) befindet. Ist dies der Fall, dann wird der Stromkreis der Batterie 37 über 38, 32, 33, 34, 37 geschlossen, das Arretierungsrelais 32 (Fig. 3) erregt, der Anker des Magneten 38 (Fig. 4) angezogen und der Primärstromkreis an der Stelle 2 und 3 unterbrochen, weil der Anker durch 1 mechanisch festgehalten wird.

   Da also der Morseapparat stromlos wird und den Hebel 8losliisst, so wird der Hebel   des Arretierunrelais. 32,   da er infolge des Stromschlusses angehoben worden ist. durch die Gabel 81   gestützt,   so dass er auch nach der kurz darauf erfolgten Unterbrechung des Stromkreises au der Stelle 33, 34 in der angehobenen Stellung   verbleibt. Diese Unterbrechung erfolgt   während der eine Sekunde dauernden Zuriickschwingung des Pendels in die   rechte Ausschwinglage. Gleichzeitig   fängt sich aber das Pendel hinter der federnd angeordneten Nase 40 (Fig. 3) und kommt somit zum Stillstand. Nunmehr ist ein Zeichengeben solange unmöglich, als die unterbrochene Leitungsteile bei 2 und 3 nicht wieder hergestellt wird.

   In der Fig. 1 ist durch Schattung im Umschalter die Reihenfolge der Wellen wie folgt : kürzeste, mittlere und längste Wellen. 

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   Der   Empfänger   (Fig. 2) ist gleichartig dem Sender ausgerüstet. Derselbe besteht aus dem Luftdraht a, der konstanten   Selbst, induktion 6,   der veränderlichen Selbstinduktion c, d, e, dem 
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 geschlossen, die Relaiszunge bei F angezogen und dann weiter Batterie E über F,   G,   H, I, K, E geschlossen. Parallelgeschaltet ist der Klopfermagnet L mit den Polarisationszellen   M,   letztere zur Verhinderung von Funkenbildung. Der Empfänger ist für drei Wellen ausgebaut, und zwar kürzeste, mittlere und längste Wellen, welche durch ein Uhrwerk empfangen werden, wobei die Arbeitsweise die folgende ist : Die vom Geber ausgesandte kürzeste Welle wird vom Luftsystem des Empfängers aufgefangen, und zwar Luftdraht a, b, c, f1, f, i, m, n.

   Der geschlossene Schwingungskreis   r, M, U, x,   Z, o, r wird von Wellen durchströmt, der Fritter p wird leitend und hiedurch das Relais C durch Batterie   A   betätigt und weiter wird der Stromkreis des Morseapparates H über Batterie E,   F, G, H, I, A,   E geschlossen. Die   Palett. engss hel   des Morseapparates Il (Fig.   2)   in Fig. 3 mit 81 bezeichnet, macht eine derartige   Bewegung, dass   das Prisma   0   des Arretierungsrelais P abfällt, das Pendel Q ausgelöst wird und seine Hin-und Herbewegung beginnt, wodurch das Steigrad, auf welchem der   Kontaktzeiger Y   befestigt ist, eine schrittweise Bewegung in der Richtung des Pfeiles ausführt.

   Das Uhrwerk muss nun auch hier so eingestellt sein, dass nach Ablauf der gleichen Zeit wie beim Sender die Kontaktbürste   R   die Kontaktstelle 8 erreicht, und zwar muss   d) es   genau wie beim Sender in einem solchen Augenblick geschehen, in dem das Pendel sich in der linken Ausschwinglage befindet. Ist dies der Fall, dann wird der Stromkreis der Batterie V ;    iber ', R, P, , V geschlossen,   das   Arrrierungsrelais   P erregt und durch den vom Magneten W abgezogenen Anker   J   der Stromkreis des Morseapparates H zwischen I und   J   unterbrochen.

   Infolgedessen wird   der Hebe) dso Morseapparates   losgelassen, so dass der Hebel des   Arretierungsrelais P, genau so   wie dies auch beim Sender der Fall war, durch die Gabel gestützt ist und bei der kurz daraui   erfolgenden   Unterbrechung des Stromkreises an der
Stelle    < S,. ss   in der angehobenen Stellung verbleibt. Diese Stromunterbrechung zwischen 8 und R erfolgt während der eine volle Sekunde dauernden Zurückschwingung des Pendels in die rechte Ausschwinglage. Gleichzeitig fängt sich auch hier wie beim Sender das Pendel hinter der federnd 
 EMI2.2 
 In der Fig. 2 ist durch Schaltung im Umschalter    die Reihenfolgeder Wellen   wie folgt : kürzeste, mittlere und längste Welle. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   t.   Anordnung zur   Geheimhaltung der Nachrichtenübermittlung   bei der drahtlosen Telegraphie, bei welcher auf der Sende-und auf der Empfangsstation die Abstimmung auf verschiedene Wellenlängen mittels synchron laufender Uhren geregelt wird. dadurch gekennzeichnet, dass die Uhrwerke vor Änderung einer jeden   Wellenlänge   mittels Bremsung der Pendel oder Unruhen unter Zuhilfenahme einer Stromquelle. einer von dem   nirwerk   geschlossenen Kontaktanordnung, eines Arretierungsmagneten für das Pendel bzw. die Unruhe und eines Magneten der den Anker des Arretierungsmagneten auch nach Stromloswerden des letzteren festhält, angehalten werden 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführung der Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Augenblick der Korrektur des synchronen Schwingens der Pendel oder Unruhen vom Sender keine Zeichen gegeben werden können und dies solange unmöglich ist. bis infolge Niederdrückens EMI2.4
AT54873D 1910-04-28 1910-04-28 Einrichtung zur Geheimhaltung der Nachrichten bei der Funkentelegraphie. AT54873B (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2706615C1 (de) * 1977-02-17 1990-11-15 Siemens Ag Funksystem
DE2550592C1 (de) * 1975-11-11 1990-12-06 Siemens Ag Funksystem
DE2706616C1 (de) * 1977-02-17 1997-11-13 Siemens Ag Funksystem

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