DE647405C - Einrichtung zur Signalgebung bzw. Fernsteuerung fuer mehrere Stationen - Google Patents

Einrichtung zur Signalgebung bzw. Fernsteuerung fuer mehrere Stationen

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DE647405C
DE647405C DEA53482D DEA0053482D DE647405C DE 647405 C DE647405 C DE 647405C DE A53482 D DEA53482 D DE A53482D DE A0053482 D DEA0053482 D DE A0053482D DE 647405 C DE647405 C DE 647405C
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JELECTRIC POWER NETWORKS; CIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J13/00Circuit arrangements for providing remote monitoring or remote control of equipment in a power distribution network
    • H02J13/18Circuit arrangements for providing remote monitoring or remote control of equipment in a power distribution network characterised by the remotely-controlled equipment, e.g. converters or transformers
    • H02J13/333Circuit arrangements for providing remote monitoring or remote control of equipment in a power distribution network characterised by the remotely-controlled equipment, e.g. converters or transformers the equipment forming part of substations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Selective Calling Equipment (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Signalgebung bzw. Fernsteuerung für mehrere Stationen Es sind bereits Fernmelde- und Fernsteuerungseinrichtungen bekanntgeworden, bei welchen die Übertragung mittels Hochfrequenz erfolgt. Bei diesen bekannten Einrichtungen wird zur Fernsteuerung eine andere Trägerfrequenz verwendet als für die Fernmeldung. Es kann also bei den bekannten Einrichtungen in jeder Verkehrsrichtung jeweils ein Übertragungsvorgang durchgeführt werden.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Überwachung der Wirkungsweise bei Signalanlagen bzw. Anlagen zur Fernsteuerung von Schaltern, und zwar im besonderen bei Benützung von Trägerstrom. Beim Erfindungsgegenstand werden aber nun nicht zwei Trägerfrequenzen benötigt und, falls eineTrägerstromübertragung nicht stattfindet, auch nicht drei metallische Leiter zwischen der Sendestation und der entfernten Empfangsstation benötigt. Sondern die Erfindung ermöglicht es, für die Übertragung sämtlicher Zeichen mit einer einzigen Frequenz auszukommen. Man kann also nach der Erfindung mit einem einzigen metallischen Leiter und Erde als Rückleitung oder aber mit zwei metallischen Leitern auskommen, wobei diese Leiter außerdem noch zu anderen Zwecken verwendet werden können, z. B. zur Übertragung von elektrischen Energien mit den in Verteilungsnetzen üblichen Frequenzen und Spannungen. Auf jeder Station wird außer dem üblichen Wähler nur ein einziger Sender und ein einziger Empfänger benötigt, und diese sind so verriegelt, daß in der ganzen Anlage nur ein einziger Sender in einem gegebenen Zeitpunkt für die Zeichenübertragung wirksam werden kann. jede Vermengung verschiedenen Kommandos zugehöriger Zeichen ist daher verhütet. Um die gleichzeitige Betätigung mehr als eines Senders zu vermeiden, ist die Einrichtung so getroffen, daß nach allen Stationen ein hochfrequenter Sperrimpuls ausgesandt wird, ehe die . eigentlichen Zeichenimpulse ausgesandt werden. Der Sperrimpuls setzt die Wähler jeder Station, ausgenommen diejenigen der Sendestation, und in weiterer Folge dcie Sperrelais dieser Station in Tätigkeit und verhütet jede Störung von allen anderen Sendern, so daß der Sender der ursprünglich sendenden Station in Tätigkeit ist. Für die Übertragung des Sperrimpulses und der Zeichenimpulse dient ein und dieselbe Leitung. Die Übertragung erfolgt also in beiden Verkehrsrichtungen über ein und dieselbe Leitung, und dabei bedingt die Zeitfolge der Impulse die Sperrung der Sender an den entfernten Stationen.
  • In der Zeichnung zeigt Abb. i die Einrichtung der Sendestation und Abb. 2 die Ein-,; richtung an einer der entfernten Empfangö:"@. Stationen in schematischer Weise. Die beide.:.' Ausrüstungen stimmen zu einem großen Teile, überein, und die übereinstimmenden Teile sind in beiden Abbildungen übereinstimmend bezeichnet.
  • Mit i ist der Schwingungssender als Ganzesbezeichnet. Er umfaßt den gewöhnlichen Hochfrequenzschwingungserzeuger und -verstärken. wodurch Radiozeichen über einen Übertrager 2 der Übertragungsleitung 3 geliefert werden. Eine Sekundärklemme des Übertragers 2 ist mit der Leitung 3 durch ein Variometer :I und einen Kopplungskondensator 5 verbunden. Die andere Sekundärklemme des Übertragers :2 kann über eine Leitung 6 und einen Kontakt 7 eines Umschaltrelais 8 geerdet «=erden.
  • Mit jedem Sender ist ein Empfänger verbunden, der als Ganzes mit .9 bezeichnet ist und einen abgestimmten Schwingungskreis io enthält. Dieser ist mit der Leitung 3 und mit einem Paar parallel geschalteter Detektorröhren i i verbunden. Mit dem Ausgangskreis dieser Detektorröhren ist ein Relais 12 verbunden, welches den Stromkreis einer Steuerlampe 13 sowie die Steuerkreise des Sperrelais 14 und eines Polwechselrelais i5 schließt. Letzteres überwacht die Tätigkeit des Wählers 16.
  • Ein Relais 17, welches durch die Feder 17' des Wählers 16 in Tätigkeit gesetzt wird, schließt den Stromkreis einer Alarmglocke 18, wenn der Wähler das für ihn bestimmte Zeichen erhält. Es verbindet ferner die ganze Batterie i9 mit dem Relais 20' in solcher Weise, daß ihre unrichtige Betätigung während leichter vorübergehender Kontaktgebung an dem Wähler verhütet wird. Ein Relais 2o wird durch einen Kontakt des Relais 17 gesteuert und ist mit einem Selbstspeisekontakt 21 versehen, der den Stromkreis durch das Relais -2o nach Aberregung des Relais 17 aufrechterhält. Das Relais 2o hält auch nach Rückkehr des Wählers in seine normale Lage die Glocke 18 in Alarm, bis sie von einem Wärter abgestellt wird.
  • Die Stromquelle i9, die in diesem Falle eine Sammlerbatterie ist, liefert den Heizstrom und den Anodenstrom für die Detektorröhren i i. Für die Lieferung des Heiz- und Atlodenstromes für den Sender i ist dagegen ein Motorgeneratorsatz 22 vorgesehen. Dieser besteht aus einem Gleichstromerzeuger 23 und einem Einankerumformer 24', von dessen Wechselstromseite der Heizstrom den Senderröhren über einen Abwärtstransformator 25' geliefert wird, während die Anodenspannung dieser Röhren vom Gleichstromerzeuger 23 .geliefert wird.
  • -Ein Relais 2q. steuert den Anlaßvorgang ,#üx die Motorseite des Umformers. Ein von der gegenelektromotorischen Kraft des Mo-.' tors überwachtes Relais 25 schließt einen Anlaßwiderstand 26 kurz, wenn der Motor auf Drehzahl gekommen ist, und schließt gleichzeitig einen Stromkreis für die Feldwicklung 27' des Stromerzeugers 23.
  • Der Empfänger 9 ist mit der Leitung 3 im Ruhezustand über die Kontakte des Umschaltrelais 8 verbunden. Wenn dagegen die Wicklung 27 des Relais 8 erregt wird, wird der Empfänger von der Leitung 3 abgeschaltet und der Sender i mit ihr verbunden. Die Erregung der Wicklung 27 wird durch Schalter überwacht, die in einem Kommandoschaltergehäuse untergebracht sind und die Impulsräder ähnlich den bekannten Nummernscheiben in der im nachstehenden noch näher beschriebenen Art steuern. Um vor der Kommandoaussendung durch einen Sender alle anderen in der Anlage vorhandenen Sender für eine bestimmte Zeit zu sperren, wird die Wicklung 27 des Umschaltrelais 8 für ungefähr o,2 Sekunden erregt. Hierdurch wird der Sender augenblicklich mit der Leitung 3 verbunden und ein Impuls von Hochfrequenz nach allen entfernten Empfängern der Anlage ausgesandt. Das Relais 12 jeder entfernten Station steuert die Erregung der Relais 14 und 15 dieser Stationen und verhütet dadurch die Erregung der Spule 27 an dieser Station für eine bestimmte Zeit nach Empfang eines Zeichens. Diese Zeit beträgt gewöhnlich 4 bis 5 Sekunden.
  • Der durch das Sperrelais 14 gesteuerte Kreis enthält einen Kontakt 28. Dieser Kreis geht von der Batterie i9 durch die Leitung 29, einen Widerstand 3o, den oberen Kontakt des Relais 24, den Kontakt 28, die Wicklung des Relais 31, den oberen Kontakt (Ruhekontakt) des Relais 32 und die Leitung 45' zurück zur Batterie. Durch die Erregung des Relais 31 wird ein Selbsthaltekontakt 34 für dieses Relais und ein weiterer Kontakt 35 geschlossen, durch welch letzteren das Relais 32 erregt wird. Das Relais 32 ist mit einer Zeitverzögerung ausgerüstet und mag ungefähr 4 Sekunden benötigen, um seinen unteren Kontakt nach Verlassen des oberen Kontaktes zu schließen. Durch das Schließen des unteren Kontaktes wird ein Stromkreis für das Relais 36 hergestellt, welcher von der Leitung 45' über den Kontakt 34, den unteren Kontakt des Relais 32, die Wicklungen der Relais 36 und 37 und den Kontakt 38 zur Leitung 39 führt. Einer der Kontakte 39 des Relais 36 schließt normal einen Stromkreis für das Relais 40 von der Leitung 45 über den Kontakt 41 des Relais 42, so daß der Kontakt 43 des Relais 40 normal geschlossen und sein Kontakt 44 normal geöffnet ist. Das Relais 4o ist von der schleichenden Type und.: erfordert ein Zeitintervall von beispielsweise o,2 Sekunden, um nach Aberregung seiner Wicklung seinen Anker loszulassen.
  • Durch die Erregung des Relais 42 wird ein Stromkreis für das Relais 40 und das Anlaßrelais 24 des Motorgenerators 22 geschlossen. Das Anlaßrelais 24 schließt einen Stromkreis für das Relais 31 und dieses für das Relais 32. Nach ungefähr 4 Sekunden wird der untere Kontakt des Relais 32 geschlossen und das Relais 36 erregt, welches den Stromkreis der Wicklung 27 des Umschaltrelais 8 schließt. Dieser Stromkreis führt von der Leitung 45' über die Kontakte 43 und 46 zur Leitung 29. Durch die Betätigung des Relais 8 wird ein Stromkreis für den Sender 1 geschlossen und hierdurch ein Sperrimpuls vonRadiofrequenz allenEmpfängern der Anlage zugeführt. Da die Erregung des Relais 36 den Kontakt 39 öffnet, wird das Relais 4o aberregt und freigegeben und sein Kontakt 43 ungefähr o,2 Sekunden nach der Aberregung unterbrochen. Während dieses Zeitintervalls wird der Sperrimpuls allen entfernten Empfängern zugeführt, die entfernten Relais 14 werden erregt und die zugehörigen Kontakte 2i unterbrochen und dadurch die zugehörigen Relais 31 freigegeben bzw. aberregt, vorausgesetzt, daß das Relais 31 der entfernten Station in der Zwischenzeit für die Übertragung eines Zeichens erregt worden war. Durch die Aberregung des Relais 31 wird das Relais 32 an den entfernten Stationen freigegeben und hierdurch für jede andere Station unmöglich gemacht, während eines von der Einstellung des Relais 32 abhängenden Zeitraumes von mindestens 4 oder 5 Sekunden ein Zeichen über die allen Stationen gemeinsame Fernleitung 3 auszusenden.
  • Die Einrichtung der entfernten Stationen ist, wie bereits erwähnt wurde, zum großen Teil dieselbe wie diejenige der Sendestation. Der Unterschied besteht hauptsächlich darin, daß die handbetätigten Steuerschalter der Sendestation durch motorbetätigte Meldeschalter ersetzt sind und daß an den entfernten Stationen die den Relais 37, 42, 17 und 2o der Sendestation entsprechenden Relais fortgelassen sind. Die beiden zuletzt genannten Relais können an den entfernten Stationen fortgelassen werden, weil für diese gewöhnlich eine Alarmglocke nicht erforderlich ist, und die Relais 37 und 42 sind fortgelassen, weil an den entfernten Stationen an einem Motorschalter angebrachte Relais die Funktion der eben genannten Relais der Sendestation erfüllen.
  • Beim Betrieb der Einrichtung sind die Prüfschalter 45 und 46' normal offen und die Schalter 47 und 48 normal geschlossen. Wenn nun der Wärter der Sendestation den Schalter Nr. i beispielsweise der Unterstation K unterbrechen will, wird die diesem Schalter entsprechende rote Lampe 49 eingeschaltet. Wenn die weiße Steuerlampe 13 nicht leuchtet bzw. flackert, werden keine Zeichen von anderen Stationen auf der Leitung übertragen. Der Wärter dreht nun einen Hauptschalter im Uhrzeigersinn um go° und läßt dann diesen Schalter wieder frei. Eine bei dieser Drehung aufgezogene Feder dreht dann das Nockenrad 55 über ein Getriebe. Während seiner Drehung stellt dieses Rad eine Verbindung zwischen den . Leitungen 5o und 51 her und schließt hierdurch den Stromkreis für das Relais 42. Der diesen zugeordnete Kontakt 38 stellt einen Stromkreis für das Relais 37 und für das Motoranlaßrelais 24 her. Letzteres schließt einen Stromkreis für die Feldwicklung und für den Anker des Umformers 24'. Bei wachsender Drehzahl des Motors tritt das Relais 25 in Tätigkeit, drückt dem Motoranker volle Spannung auf und erregt das Feld des Stromerzeugers 23. Der Motor läuft nun mit voller Geschwindigkeit um, und es wird den Kathoden der Senderröhren über den Transformator 25 Heizstrom geliefert.
  • Da der Stromkreis des Relais 32 geschlossen ist, wird es erregt und schließt einen Stromkreis für das Relais 32; dieses öffnet seinen oberen und schließt seinen unteren Kontakt. Da in der Zwischenzeit das Relais 31 seinen Selbsthaltekontakt 34 geschlossen hat, wird es durch die Öffnung des oberen Kontaktes des Relais 32 nicht beeinflußt. Nach ungefähr 4 Sekunden schließt das Relais 32 seinen unteren Kontakt und stellt dadurch einen Stromkreis zu den Relais 36 und 37 her.
  • Wenn das Relais 36 in Tätigkeit tritt, stellt es einen Stromkreis zu dem Umschaltrelais 8 her und öffnet gleichzeitig den Stromkreis für das Relais 40. Das Relais 8 kommt zum Ansprechen, schließt seine Kontakte, wodurch der Hochfrequenzsender i in Tätigkeit gesetzt und der Leitung 3 Hochfrequenz zugeführt wird. Ungefähr o,2 Sekunden nach Schließung des Stromkreises für das Relais 8 wird aber dieser durch die Bewegung des _ Kontaktes 43 des Relais 4o geöffnet, und zwar mit der angegebenen Zeitverzögerung, da dieses Relais mit Abfallverzögerung ausgerüstet ist. Während dieses Zeitintervalls, während welchem das Relais 8 erregt ist, wird ein Hochfrequenzimpuls auf die Leitung 3 gegeben. Dieser Impuls wird in allen anderen Stationen, ausgenommen die Sendestation, aufgenommen und das Empfängerrelais 12 in jeder außenliegenden Station für o,2 Sekunden geschlossen. Wenn die Relais 12 geschlossen werden, setzen sie die Relais 14 in ihren Stationen in Tätigkeit und verhüten dadurch für mindestens .4 Sekunden, daß irgendein anderer Sender in Tätigkeit gesetzt wird. Der Radiofrequenzimpuls setzt ferner auch die Polwechselrelais 15 in den entfernten Stationen in Tätigkeit. Diese Relais geben ihren zugehörigen Wählern je einen Impuls, da aber ein Impuls nicht ausreicht, um einen Wähler in Tätigkeit zu setzen, bleiben die Wähler unverändert in ihren Stellungen.
  • Nachdem das Relais 4o in der Sendestation geöffnet worden ist, wird ein Stromkreis nach der mit dem Hauptschalter verbundenen grünen Steuerlampe 57 hergestellt und durch das Relais 37, welches gleichzeitig mit dem Relais 36 in Tätigkeit tritt, ein Stromkreis nach der Leitung 52. Wenn das Relais 37 in Tätigkeit tritt, wird eine mit dem Hauptschalter verbundene rote Lampe 56 ausgeschaltet. Die leuchtende grüne Steuerlampe 57 zeigt nun dem Wärter an, daß die Anlage für die Übertragung der Zeichen bereit ist. Er dreht nun denjenigen Steuerschalter, der dem gewünschten Kommandovorgang zugeordnet ist. Im vorliegenden Falle würde der betreffende Steuer- oder Kommandoschalter ein Schild mit der Aufschrift: »Schalter Nr. i der Unterstation N öffnen« erhalten. Die beim Drehen des Schalters aufgewundene Feder dreht das mit dem Steuerschalter verbundene Zeichenrad 58 mittels einer geeigneten Übersetzung und schließt den Stromkreis zwischen den Leitungen 5o und 51, der erst durch entsprechende Kontakte an dem Nockenrad des Hauptschalters geschlossen worden war. Bei der Drehung des die Zeichenaussendung bewirkenden Nöckenrades werden die Kontakte 53 und 54 entsprechend der Zeichenfolge, für die das Nockenrad des betreffenden Kommandoschalters eingerichtet ist, geschlossen und geöffnet. Entsprechend wird auch das Relais 8 in Tätigkeit gesetzt und Impulse von Radiofrequenz über die Leitung 3 ausgesandt. Die Detektorröhren i i aller Empfänger der außenliegenden Stationen richten diese Hochfrequenzimpulse gleich, und dieKontakte der zugehörigenRelais 12 öffnen und schließen entsprechend dem empfangenen Zeichen. Das Relais 14 jeder außenliegenden Station wird während dieser Zeit erregt und aberregt. Die Polwechselrelais 15 in den entfernten Stationen treten gleichfalls in Tätigkeit und betätigen die zugehörigen Wähler. Nur der eine Wähler, welcher in der Unterstation k den Schalter Nr. i steuert, macht aber Kontakt, weil alle anderen Wähler auf eine andere Zeichenfolge eingestellt sind. Da die Zeit zwischen den Zeichenimpulsen ge-,vöhnlich weniger als 4 Sekunden beträgt, verhütet die intermittierende Betätigung der Relais 14 während der Zeichenübertragung die Tätigkeit irgendeines anderen Senders außer demjenigen der Sendestation.
  • Nach Empfang des letzten Zeichenimpulses macht der Wähler an der entfernten Station geeigneten Kontakt mit einem Hilfsrelais 59, und das letztere öffnet den betreffenden Schalter. Nach Vollendung des Zeichens kehrt das Zeichenrad an der Sendestation in seine normaleLagezurück und unterbricht dieVerbindung zwischen den Leitungen 5o und 5i, wodurch das Relais 42 aberregt und der Stromkreis für das Motoranlaßrelais 24 und das Relais 25 unterbrochen wird. Die Energiezufuhr zu den Senderröhren wird nun unterbrochen und das Relais 31 aberregt. Gleichzeitig wird durch das Zeitrelais 42 das Motoranlaßrelais 24 und die Relais 36 und 37 aberregt. Sowie die Kontakte des Relais 37 sich öffnen, wechselt die mit dem Hauptschalter verbundene Steuerlampe von Grün nach Rot, und der durch die Leitung 51 führende Stromkreis zu den arbeitenden Steuerschaltern wird unterbrochen. Die Sendestation ist nun in ihrer normalen Lage. An der auß.°nliegenden Station öffnet sich nach Vollendung des Zeichens das Relais 12, die Relais 14 und r 5 werden aherregt, und der Wähler kehrt in seine normale Lage zurück.
  • Wenn sich das System in seiner normalen Lage befindet und ein Schalter in einer außenliegenden Station sich öffnet, treten in letzterer folgende Vorgänge ein, gleichgültig, ob der Schalter selbsttätig oder durch den Wärter der Unterstation geöffnet wurde. Zunächst wird ein Hilfskontakt 6o an dem sich öffnenden Schalter geschlossen und dadurch ein Stromkreis für ein Relais 61 zu der motorgesteuerten Schaltvorrichtung 61' geschlossen. Dieses Relais entspricht dem Relais 42 der Sendestation, und seine Erregung schließt einen Stromkreis für das Relais 40 und für das Motoranlaßrelais 24. Der Motorgenerator 22 der entfernten Station läuft an, kommt auf Geschwindigkeit und liefert den Röhren des Verstärkers i Heizstrom und Anodenspannung. Durch das Relais 24 wird das Relais 31 erregt und durch letzteres das Relais 32, welches 4 Sekunden später einen Stromkreis für das Relais 36 und für das Relais 62 der Schaltvorrichtung 61' vollendet. Das Relais 62 entspricht dem Relais 37 der Sendestation.
  • Das Relais 36 bewirkt das Schließen eines Stromkreises für das Umschaltrelais B. Dieses sendet einen Sperrimpuls über die Leitung 3 aus und blockiert dadurch alle anderen Sender. Das Relais 4o wird beim Ansprechen des Relais 36 abgeschaltet, hierdurch der Sperrimpuls beendet ünd ein Stromkreis für den Motor 63 in der Schaltvorrichtung 61' geschlossen. Der Motor 63 setzt sich in Drehung, und durch einen Kontakt 64 an den Kommutatorfedern wird der Freigabemagnet 65 in Tätigkeit gesetzt. . Hierdurch wird das dem offenen Schalter entsprechende Zeichenrad freigegeben und es setzt das Umschaltrelais,,8 dieser Station in Tätigkeit,. welches die Zeichenimpulse in ähnlicher Weise aussendet wie bei der Zeichengebung von der Sendestation aus. Das Empfangsrelais 12 wird auf allen Stationen für kurze Zeit durch den Sperrimpuls geschlossen. Dieser Impuls betätigt alle Relais 14 in den anderen Stationen und verhütet, daß irgendein anderer Sender sendet.
  • In der Sendestation wird die weiße Steuerlampe 13 durch die Tätigkeit des Relais 12 abwechselnd ein- und ausgeschaltet und zeigt dem Wärter an, daß eine außenliegende Station Zeichen -aussendet und daß sein Sender unwirksam ist. Auf den anderen Stationen außer der Sendestation werden die Relais 12 entsprechend den durch das Zeichenrad des Motorschalters ausgesandten Zeichen inTätigkeit gesetzt und betätigen ihrerseits die Polwechselrelais 15, die wiederum die Wähler betätigen. DerjenigeWähler der Sendestation, welcher demselben Zeichen wie das sendende Zeichenrad entspricht, macht Kontakt. Der Kontakt des Wählers auf der Sendestation erregt, wenn er hingeführt wird, das Relais 17, welches die Alarmglocke 18 ertönen läßt, und schließt gleichzeitig einen Stromkreis für das Relais 2o. Das Relais 2o schließt einen Haltestromkreis für seine Wicklung und hält dadurch die Alarmglocke 18 eingeschaltet, auch nach Freigabe des Wählers. Das Relais 17 stellt gleichzeitig auch einen Stromkreis zu dem entsprechenden Relais 2o' her, das an einen Kontakt der Kontaktbahn des Drehwählers 16 angeschlossen ist, und dieses Relais 2o' bringt die dem Schalter Nr. i der Unterstation X entsprechende grüne Lampe 59 an der Überwachungstafel des Wärters in der Sendestation zum Aufleuchten. Der Wärter weiß daher, daß der Schalter in der entfernten: Station offen ist, und durch Niederdrücken des Schalters 6o' unterbricht er die Alarmglocke 18.
  • Auf der Unterstation X wird nach Vollendung des Zeichens der Freigabemagnet 65 durch Unterbrechung eines Kontaktes 66 auf dem Zeichenrad freigegeben. Hierdurch wird umgekehrt das Zeichenrad angehalten und das Relais 61 freigegeben, welches dem Relais 42 der Sendestation entspricht. Das Relais 61 unterbricht den Stromkreis zum Relais 62, das demRelais 37 derSendestation entspricht, und zum Relais 36. Gleichzeitig wird durch dieAberregung des Relais 61 das Motoranlaßrelais 24 freigegeben. Die Relais 31 und 32 öffnen, und die Apparatur ist wieder in ihrer normalen Lage.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Fernbetätigung von Schaltern mehrerer Stationen und zur selbsttätigen Meldung bzw. Rückmeldung der Schalterstellungen mittels Hochfrequenz, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung sowohl für die Fernbetätigung als auch für die Fernanzeige über einen einzigen Übertragungskanal mittels einer einzigen Hochfrequenzträgerwelle erfolgt und daß beim Arbeiten eines Senders die Sender aller anderen Stationen gesperrt werden, so daß immer nur ein einziger Sender auf der je ein Sender-und Empfangsaggregat aufweisenden Station zu einem gegebenen Zeitpunkt für die Übertragung wirksam ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor Aussendung der die` Fernmeldung und Fernbetätigung einleitenden Steuerimpulse ein Sperrimpuls gegeben wird, durch den die Blokkierung der Sender aller fremden Stationen so lange bewirkt wird, bis die Sendestation außer Tätigkeit tritt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aussendung von Steuerimpulsen einer Station Relaisanordnungen und Wähler aller fremden Stationen derart in Tätigkeit gesetzt werden, daß nur. derjenige Wähler in seine jeweilige Kontaktstellung gelangt, dessen Mechanismus auf den Code der ausgesandten Impulsserie eingestellt ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsbereitschaft der in Ruhe befindlichen Sendeeinrichtungen durch eine Signallampe (13) angezeigt wird.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aussendung des Sperrimpulses, also vor der Kommandoausführung, die Betriebsbereitschaft durch eine weitere Lampe (57) zur Anzeige gebracht wird.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussendung der Auswahlimpulse durch ein Impulsrad (58) erfolgt, das in der Hauptstation von Hand, in den überwachten Stationen von einem selbstanlaufenden Motor (63) angetrieben wird. 7.
  7. Einrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Impulse in den Empfängern der Station gleichgerichtetwerden und iiberZwischenrelais (i2) Umschaltrelais (i5) zugeführt «-erden, die beim Anziehen und Abfallen einen Stromstoß entgegengesetzter Polarität über einen Kondensator in die Magnetspule des Wählers senden, derart, daß durch einen Hochfrequenziinpuls jeder Wähler tun zwei Schritte weitergeschaltet wird. B.
  8. Einrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Kontakt der Empfangswähleinrichtung (i6) ein polarisiertes Relais (2o') angeschlossen ist, welches je nach der Polarität des letzten Kontakt gebenden Wählerimpulses positiven oder negativen Strom erhält, wodurch wahlweise eine von zwei Lampen (q.9 und 59) für die beiden Schaltzustände eingeschaltet wird.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß beim Senden der Empfänger der sendenden Station dadurch nicht zum Ansprechen gebracht wird, daß er beim Ankoppeln des Senders in an sich bekannter Weise selbsttätig von der Leitung getrennt wird. io. Einrichtung nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch Betätigung des Vorbereitungsschalters (55) ein Gleichstrom-Wechselstrom-Umformer (22) angelassen und darauf das Feld (27') des mit diesem gekuppelten Gleichstromgenerators (23) erregt wird, der die Gleichspannung für die Senderöhren liefert, während der Heizstrom der Röhren über einen Transformator (25') der Wechselstromseite (2a') des Umformers entnommen wird, worauf selbsttätig ein Verzögerungsrelais (32) betätigt wird, das die Aussendung des Sperrimpulses bewirkt.
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