Bei automatischen Strickmaschinen werden bekanntlich zur Herstellung der Stickerei Musterkarten verwendet, welche den einzelnen Stichen entsprechende Löcher enthalten. Die Anfertigung der Karten erfolgt auf der Kartenschlagmaschine, und es wird stets als lästig empfunden, dass von symmetrischen Figuren immer Karten für beide Hälften geschlagen werden müssen, weil diese Arbeit viel Zeit in Anspruch nimmt.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung derartiger Musterkarten und besteht das Verfahren darin, dass bei symmetrischen Stickmuatem nur die Karte für eine Musterhälfte mit der Kartenschlagmaschine angefertigt und dann diese Karte auf die Repetiermaschine gebracht wird, die mit Hilfe einer mehrfach gebogene Stössel enthaltenden Vorrichtung die Karte für die zweite Stickmusterhälfte erzeugt.
Die Zeichnung veranschaulicht die bei dem Verfahren in Anwendung kommende Vorrichtung in einer beispielsweisen Ausführungsform, teilweise schematisch.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht der Vorrichtung, bei welcher nur einige Stössel dargestellt sind.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht hiezu und Fig. 3 eine Draufsicht. In den Fig. 4 und 5 ist die Vorrichtung in Vorderansicht und Draufsicht schematisch veranschaulicht.
Die Einrichtung der Vorrichtung ist besonders aus den Fig. 4 und 5 zu ersehen, während bei den Fig. 1 bis 3 die einzelnen Teile der Vorrichtung zwar in der Form, wie sie praktisch ausgeführt werden, dargestellt, aber die meisten zur Verwendung kommenden Stössel zur Erzielung einer guten Übersicht fortgelassen sind.
Nach den Fig. 4 und 5 sind in den Führungsschienen a und b neben-bzw. schräg untereinander beispielsweise 32 Stössel c in vier Serien zu je acht Stück verschiebbar gelagert, und diese Stössel sind derart gebogen, dass z. B. der im Loche 1 der Serie I in der Schiene a sitzende Stössel im Loche 1 der SeriellI m der Schieneb endigt, der im Loch 4 der Seriell in der SclUene a sitzende, in das Loch 4 der Serie IV in der Schiene b eingreift usw.
Das erste Loch in jeder Serie ist bekanntlich das Richtungsloch und die anderen bestimmen die Stichlänge, wobei sich der Stich von Loch zu Loch auf das doppelte Mass vergrössert ; in der zweiten und vierten Serie ist die Stichlänge ein Vielfaches, z. B. das Fünf zehnfache, der ersten und dritten Serie.
Arbeitet nun in der ersten oder zweiten Serie ein Stichloch mit dem Richtungsloch, so geht in dem Stickmuster der Stich von links unten nach rechts oben, fehlt dagegen das Richtungsloch, so geht der Stich von rechts oben nach links unten ; in den SerienIIIundIV sind die entsprechenden Richtungen von rechts unten nach links oben und von links oben nach rechts unten.
Beispielsweise beim Vorschub der Stössel 1 und 5 in Serie II ginge der Stich, sofern die Stössel gerade wären, von links unten nach rechts oben, da dieselben jedoch zugleich in die entsprechenden Löcher der Serie IV eingreifen, so geht in der Tat der Stich von rechts unten nach links oben.
Aus dieser Erklärung ergibt es sich, dass, sobald die für eine Stickmusterhälfte geschlagene Karte auf die Repetiermaschine gebracht wird und durch die Stössel auf die noch zu schlagende zweite Kartenhälfte einwirkt, die Stiche genau entgegengesetzt zur erstenKartenhälfte werden und somit das Spiegelbild der letzteren, d. h. die noch fehlende zweite symmetrische Hälfte entsteht.
Hie Fig. I bis 3 lassen erkennen, dass die Schienen a und b, welche mittels der senkrechten Stutzen d auf Grundplatten e befestigt sind, noch die eine gleichmässige Fortschaltung der Karten sichernde und zu diesem Zweck in vorgestanzte Löcher derselben eingreifenden Stangen f ent- halten, neben welchen ferner einige gerade, für dieWirkungsweise der Vorrichtung nicht in Betracht kommende Stössel g liegen.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Herstellung von Musterkarten für automatische Stickmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass bei symmetrischen Stickmustern nur die Karte für eine Musterhälfte auf der
Kartenschlagmaschine angefertigt und dann diese Karte auf die Repetiermaschine gebracht wird, die mit Hilfe einer mehrfach gebogene Stössel enthaltenden Vorrichtung die Karte für die zweite Stickmusterhälfte erzeugt.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Schienen serienweise gruppierten Stössel derart gebogen sind, dass die in der einen
Schiene in der ersten, zweiten, dritten und vierten Serie liegenden Stössel in der dritten, vierten, ersten und zweiten Serie der anderen Schiene endigen, wodurch mit Hilfe der für eine Stickmuster- hälfte geschlagenen Karte ermöglicht. wird, die Karte für die zweite Hälfte herzustellen.
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