DE303635C - - Google Patents
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- DE303635C DE303635C DENDAT303635D DE303635DA DE303635C DE 303635 C DE303635 C DE 303635C DE NDAT303635 D DENDAT303635 D DE NDAT303635D DE 303635D A DE303635D A DE 303635DA DE 303635 C DE303635 C DE 303635C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C17/00—Card-punching apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische Jacquardvorrichtung mit einer Lochlnusterplatte,
deren Lochverschlüsse (Putzen) durch Solcnoide von einer elektrischen Patrone aus eingelesen werden. Gemäß der Erfindung
führt die Mustcrplatte eine fortgesetzte Auf- und Abbewcgung vor den Solenoiden und
Putzen aus und bewirkt hierbei entweder selbst, wie" eine gewöhnliche jacquardkarte,
unmittelbar die Steuerung (Auslese) der Jacquardplatinen
oder diese Steuerung geschieht unter Vermittlung der Lochmustcrplatte durch
ein Hilfsdruckbrett und Hilfsnadeln. Der besondere Vorteil der neuen Einrichtung liegt
in der Ermöglichung großer Arbeitsgeschwindigkeit, verbunden mit großer Betriebssicherheit.
Auch läßt sich die neue Einrichtung zu einer einheitlichen Vorrichtung ausgestalten,
die auswechselbar an Textilmaschinen verschiedencr Gattung angebracht werden kann.
Die Zeichnung veranschaulicht die zwei oben erwähnten Ausführungsformen in rein schematischer
Darstellung. Fig. 1 stellt in senkrechtem Längsschnitt die Ausführungsform
mit direkter Steuerung der Platinen durch die Musterplatte dar, während Fig. 2 die mittelbare
Steuerung der Platinen durch ein Hilfsdruckbrett und Hilfsnadeln veranschaulicht.
Fig. ι a zeigt den Querschnitt der Musterplattenlöchcr,
während Fig. 2 a eine besonders vorteilhafte Form des Solenoids zur Verwendung bei der zweiten Ausführungsform veranschaulicht.
Fig. 3 zeigt eine besondere Ausführungsform einer Hilfsnadel, während Fig. 4 bis 6 Solenoidkerne verschiedener Ausbildung
darstellen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 liegen vor der Lochmusterplatte g, die sich senkrecht
zwischen Führungen e, f auf- und niederbewegt, die von der elektrischen Patrone beeinflußten
Solenoide s, von denen eines hier dargestellt ist. Sein aus zwei Teilen a, b bestehender
Kern kann, wenn das Solenoid erregt wird und ihn einzieht, sich auf ein Loch in der Führung e zu bewegen, das in den
oberen Teil des zugehörigen Langlochs r der Mustcrplatte mündet, deren unterem Teil ein
Loch in der Führung f gegenüberliegt. In letzteres ragt die Nadel η hinein, die die von
einem Messer m beeinflußte Platine ·/> steuert.
In dem den Kern a, b des Solenoids umschließenden und in das Loch der Führung e
hineinreichenden Röhrchen t liegt vor dem Kern der Loch Verschluß oder Putzen c derart,
daß er, wenn das Solenoid erregt wird, von dem in dessen Spule hineingezogenen Kern
aus dem Röhrchen / heraus und in das Langloch r der Musterplatte g hineingeworfen wird.
Die Musterplatte g führt nicht nur eine
Auf- und Abbewegung zwischen den Füh-"■ rungen e, f, sondern zusammen mit diesen
auch eine wagerechte Bewegung senkrecht zu ihrer ,Fläche aus, die bewirkt, daß bei der
Lage des Solenoidkerns und des Futzens, wie sie in Fig. ι dargestellt ist, die der Platinennadeln
gegenüberliegende Wand der Führung c sieh abwechselnd der Nadel η nähert
ίο und von ihr entfernt, mit anderen Worten,
daß das Langloch r sich abwechselnd über die
Nadel η und das Röhrchen I schiebt. Da die
Verschiebung von e, f,g. auf die Nadel.«.zu
kleiner ist als die Breite des Langlochs r, .wird die Nadel η nicht von ihr beeinflußt.
Anders wird dies aber in dem Augenblick, ". .' wo das von der elektrischen Patrone erregte
Solenoid den Lochverschluß c in das Langloch, r eingeworfen hat. Nunmehr kann sich
das Langloch r nicht mehr über die Nadel η
schieben, vielmehr drängt die vordere Fläche des Putzens c bei der wagerechten Verschiebung
von e, f, g die Nadel « nach rechts und damit die Platine -p aus der Reichweite des
Messers m. Im nächsten Augenblick hat die
Musterplatte g ihre Aufwärtsbewegung wieder vollendet und damit iden im Lochr liegenden
Putzen c wieder vor die Mündung des Röhrchens t geführt, so daß bei der nun folgenden
wagerechten Verschiebung von e, g, f . nach links der Putzen c wieder in das Röhrchen t
zurückgeschoben wird. Die Musterplatte g mit ihrer Führung e, f bewegt sich nun wiedernach
rechts und führt gleichzeitig ihre Abwärtsbewegung aus. Die Platinennadel η wird
durch eine Feder o. dgl. in ihre Ruhestellung zurückgeführt und erst wieder verschoben,
wenn durch eine neue Erregung des Solenoids s von der elektrischen Patrone aus der Putzen c
wiederum in das Langloch τ geworfen wird.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform dient die Musterplatte, wie schon er-
: wähnt, nicht unmittelbar als Steuerungsmittel für die Platinennadeln. Ihre wagerechte Be-Wegung
zusammen mit den Führungen c, f fällt hier fort; sie führt nur eine Auf- und
Abbewegung aus und dient, nur dazu, den in ihr Langloch r eingeworfenen Putzen c entweder
aus dem Weg der Hilfsnadeln i zu führen (bei ihrer Abwärtsbewegung) oder aber
in den Weg der Hilfsnadeln i zu bringen (bei
ihrer Aufwärtsbewegung), damit diese ihn wieder in das Kernröhrchen hineinschieben
können. Bei dieser Ausführungsform sind die Platinennadeln n, die Platinen p und das
Messer m auf der der Musterplatte abgekehrten
Seite des Solenoids gelagert, und die Stellung, die sie bei der ersten Ausführungsform einnahmen, wird hier von Hilfsnadeln i eingenommen,
die gegen die Wirkung von Federn k durch ein wagerecht zur Musterplatte hin-
und herbewegtes Iiilfsdruckbrett in die Langlöcher r der Musterplatte g hineingestoßen
werden. Wenn die Teile a, b, c die in Fig. 2
gekennzeichnete Stellung einnehmen, trifft die von dem Hilfsdruckbrett /; durch das Loch r
vorgetriebene Hilfsnadel i gegen den Putzen c und verschiebt ihn und den Solcnoidkcrn a, b
nach links, so daß auch die Platinennadel η
verschoben wird und die Platine fi aus dem Bereich des Messers entführt. Wird dagegen
das Solenoid durch Vermittlung der elektrischen Patrone erregt und der Kern a, b in
dasselbe hineingezogen, so wirft er den Putzen c in das Loch r der Musterplatte g ab. Nunmehr
kann die Hilfsnadel i bei ihrem Durchtritt durch das Langloch r den Solenoidkern a, b
höchstens bis in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung schieben, nicht aber in Berührung
j mit der Platinennadel η bringen. Die Platine
j bleibt also im Bereich des Messers m. Erst j wenn die Musterplatte g bei ihrer Aufwärts-'bewegung
den Putzen c wieder vor die Hilfsnadel i geführt und diese den Putzen wieder
in das Röhrchen t des Solenoids hineingcschoben hat, ist eine Verschiebung der Platinennadel
η durch die Hilfsnadel i möglich.
. Bei der ersten Ausführungsform bewirkt das Einwerfen des Putzens c in das Rohr r v
also die Verschiebung der Platine, bei der zweiten Ausführungsform wird ihre Verschiebung
dadurch verhindert.
Fig. 2 a stellt eine Ausführüngsform des Kernröhrchens dar, die mit Vorteil bei der
zweiten Ausführungsform Verwendung finden kann. Hier ragt das Röhrchen t' durch das
Loch der Musterplatte hindurch in das Loch der Führung f hinein und öffnet sich über
dem Loch r nach unten, dient also dem Putzen c auch innerhalb der Lochmusterplatte
als Führung. ;
Um zu verhindern, daß bei einer zufälligen '
Schiefstellung des Putzens c im Langloch r eine Hemmung der Hilfsnadel i einträte, die
ihren Bruch zur Folge haben würde, wird die Hilfsnadel zweckmäßig gemäß Fig. 3 aus zwei
Teilen t1 und i- zusammengesetzt, zwischen
denen eine Druckfeder / eingefügt ist.
Statt eines massiven Kerns kann auch ein Röhrchen verwendet werden, damit die bei
Einziehen desselben in die Solenoidspule zu leistende Arbeit möglichst klein gehalten wird.
Der Kern kann aber auch aus zwei getrennten Teilen bestehen, einem paramagnetischen Teil a
und einem diamagnetischen Teil b. Zur Verhinderung des Anhaftens der Platinennadel
an dem Kernflansch d (Fig. 2) ist letzterer
zweckmäßig mit diamagnetischem Material Λ umkleidet (Fig. 4) oder er besteht selbst aus
solchem Material (Fig. 5 und 6). ' Die Kern- teile werden zweckmäßig durch eine Hülse r
zusammengehalten (Fig. 5 und 6), die den dia- ■■
·'■'■. magnetischen Kopfteil d (Fig. 5) bzw. diesen 1
und den diamagrietischen Teil 6 (Fig. 6) durch ;
Einziehungen «und m festhält. ;·
Um ein Rückschnellen des Kerns bei hef- j
tigern Anprallen des Kernflansches d an die j , Nadel «zu verhindern, wird der Kern .gegen'j
den Flansch zu zweckmäßig schwach konisch j gestaltet oder die Hülse r zum Teil geschlitzt ·
. und die Schlitzränder nach außen gebogen oder aus ihr eine federnde Zunge herausgebogen,
die eine leichte Abbremsung beim Einzug.des Kerns bewirkt. '
Claims (3)
- Patent-Ansprüche: « ■','i. Elektrische Jacquardvorrichtung, beiwelcher die zur Auslese (oder Steuerung) j der Platinen dienende Lochmusterplatte j durch Solenoide von der.elektrischen Patrone aus dadurch eingelesen wird, daß die die Verlängerung der Solenoidkerne ao . bildenden Lochverschlußput/.cn (c) dieser Platte bei der Erregung der Solenoide in . Aussparungen der Musterplatte (e, f, g) geworfen werden, aus denen die Putzen nach der Auslese der Platinen durch Verschiebung des Mittelteiles (g) der Musterplatte wieder in die Achsenrichtung der Solenoidkerne gebracht und darauf an letztere herangeschoben werden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Musterplatte (e, f, g) die Platinen {p) durch eine Bewegung in Richtung der Platinennadeln («) unmittelbar ausliest.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die unmittelbare Auslesung der Platinen (p) nach Anspruch 2 durch die Bewegung eines Druckbrettes (A) unter Vermittlung von Hilfsnadeln (t) ersetzt ist.Hie>zu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE303635C true DE303635C (de) |
Family
ID=557336
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT303635D Active DE303635C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE303635C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965570C (de) * | 1948-12-30 | 1957-06-13 | Sample Weaving Machine Co Ltd | Elektromagnetisch gesteuerte Schaftmaschine fuer Webstuehle |
-
0
- DE DENDAT303635D patent/DE303635C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965570C (de) * | 1948-12-30 | 1957-06-13 | Sample Weaving Machine Co Ltd | Elektromagnetisch gesteuerte Schaftmaschine fuer Webstuehle |
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