DE267341C - - Google Patents
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- DE267341C DE267341C DENDAT267341D DE267341DA DE267341C DE 267341 C DE267341 C DE 267341C DE NDAT267341 D DENDAT267341 D DE NDAT267341D DE 267341D A DE267341D A DE 267341DA DE 267341 C DE267341 C DE 267341C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C17/00—Card-punching apparatus
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- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die Erfindung betrifft eine elektrische Leviervorrichtung 'mit bindungsloser Figurpatrone,
bei der. die Elektromagnete durch einen über eine metallische Nachbildung der Figur
hinweggleitendenKontaktstift in einen Strömkreis ein- ' oder ausgeschaltet werden. Die
Neuerung besteht darin, daß die Anzahl der
Elektromagnete der Anzahl Längsreihen von Löchern der Musterkarte entspricht, wobei
ίο diese Elektromagnete nacheinander durch die
Vermittlung eines in den Stromkreis des Tasters und der Figürpatrone eingeschalteten
Stromverteilers erregt werden und sich gleichmäßig vor Ankern bewegen, welche die den
verschiedenen Lochreihen der herzustellenden Musterkarte entsprechenden Lochstempel
ο. dgl. betätigen.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist
auf den Zeichnungen eine elektrische Karten-Schlagmaschine, dargestellt.
Fig. ι der Zeichnungen zeigt in schematischer Ansicht die Einrichtung mit einem
Elektromagneten und dem entsprechenden Lochstempel.
Fig. 2 zeigt die Maschine hauptsächlich im ,Schnitt.
Fig. 3 ist eine der Fig. 2 entsprechende Vorderansicht.
Fig. 4 zeigt das durchlochte Papier, die sogenannte Karte.
. Fig. ^5 zeigt das Gesamtschaltungsschema
für die Maschine, die 16 Elektromagnete enthält, welche durch den auf der Patrone hin
und her bewegten Kontaktstift erregt werden.
Fig. 6 ist ein Querschnitt der Bindungsvorrichtung,
die einen Teil der in Fig. 5 gezeigten Anordnung bildet.
Die Fig. 7 und 8 sind zwei Ansichten von Einzelheiten dieser Bindungsvorrichtung. .
Fig. 9 zeigt die Bindung, wie sie durch die in Fig. 5 dargestellte Gesamtanordnung hergestellt wird.
Fig. 10 zeigt schematisch die Gesamtanordnung für den Fall, daß der Rapport der Bindung
nicht durch die Anzahl der angewendeten'Elektromagnete ohne Rest teilbar ist.
Die Fig. 11 und 12 sind zwei Ansichten von
Einzelheiten einer zweiten Bindungsvorrichtung.
Fig. 13 stellt Bindungen für die Figur und für den Grund dar, die mittels dieser Einrichtung
hergestellt werden können.
Fig. 14 zeigt schematisch eine Abänderung der Anordnung der beweglichen Kontaktstücke
des in Fig. 11 dargestellten Stromverteilers.
. .
Die Fig. 15, 16 und 17 zeigen alleinstehend
die Bestandteile einer dritten Ausführung einer Bindungsvorrichtung, wie sie zur Herstellung
der durch die Fig. 18 und 19 dargestellten Bindung Verwendung findet.
In Fig. ι ist der Einfachheit wegen nur ein einziger Elektromagnet mit einem den Lochstempel
betätigenden Anker gezeichnet.
Die mit 1 bezeichnete Metallplatte, die sogenannte elektrische Patrone, . enthält eine
Nachbildung irgendeiner Ursprungszeichnung des Webmusters und ist in den Vertiefungen 2
mit einem aus Isoliermitteln bestehenden
Überzug versehen, z. B. mit Gelatine, Schellack, Wachs oder mit einem anderen passenden
Isoliermittel.. : .:'
Der metallische Teil der Patrone ist durch einen Leiter 3 mit einer Stromquelle 4 verbünden, z.B. mit einer Batterie, deren zweiter Pol durch einen Leiter 5 mit der Wicklung eines Elektromagneten, 6 verbunden ist, der wiederum an einen sich über die Oberfläche der Patrone 1 bewegenden- Kontaktstift 8 angeschlossen ist. Vor dem Kern des Elektromagneten 6 ist ein kleiner Anker aus weichem Eisen angeordnet, der mit einem Stäbchen 9 aus einem Stück besteht, das an einem Querträger 10 aufgehängt ist. Das .Stäbchen 9 ist mit seinem unteren Ende an eine kleine Stange 11 angelenkt, die in eine Sperrplatte 12 endigt. Diese Platte 12 befindet sich über
Der metallische Teil der Patrone ist durch einen Leiter 3 mit einer Stromquelle 4 verbünden, z.B. mit einer Batterie, deren zweiter Pol durch einen Leiter 5 mit der Wicklung eines Elektromagneten, 6 verbunden ist, der wiederum an einen sich über die Oberfläche der Patrone 1 bewegenden- Kontaktstift 8 angeschlossen ist. Vor dem Kern des Elektromagneten 6 ist ein kleiner Anker aus weichem Eisen angeordnet, der mit einem Stäbchen 9 aus einem Stück besteht, das an einem Querträger 10 aufgehängt ist. Das .Stäbchen 9 ist mit seinem unteren Ende an eine kleine Stange 11 angelenkt, die in eine Sperrplatte 12 endigt. Diese Platte 12 befindet sich über
20.einer Nadel 13, die an ihrem unteren Ende
einen über einem., auf und ab beweglichen Tisch 15 angeordneten Lochstempel 14 trägt.
Der Tisch 15 ist mit Öffnungen 16 versehen,
durch welche die Stempel 14 hindurchtreten können. Das Papier 17, aus dem die zu
lochende Musterkarte hergestellt werden soll, bewegt sich über den Tisch (die Lochplatte)
• 15. Oberhalb der Nadel 13 ist eine Platte 18
mit Öffnungen 19 angebracht, durch die die Nadeln hindurchtreten können, sobald die
Sperrplatte emporgehoben ist, nachdem die Sperrplatte 12 der Stange 11 vor dieser Nadel
'■■;■ 13 hinweggezogen ist. :
Der Taster 8 kommt beim Verschieben auf der Patrone in deren Längsrichtung, z. B. auf
der punktierten Linie 20 (einer Schußlinie), nacheinander mit metallischen Flächen und
mit Flächen 2 der Platte in Berührung, die durch deir isolierenden Überzug geschützt
sind. Wenn sich der Taster auf. den metallischen Flächen, befindet, wird der von der Batterie
4 durch die Wicklung 6 der Elektromagnete gehende Strom geschlossen werden, der Anker 9 wird angezogen, und die Sperrplatte
12, die das Ende der Stange 11 bildet, wird
sich von der Spitze der Nadel 13 wegbewegen.
Wenn hingegen der Taster 8 auf den mit dem
: Isoliermittel bedeckten Flächen 2 der Patronen
gleitet, wird der Elektromagnet nicht erregt werden, und die Sperrplatte 12 bleibt auf der
Spitze der Nadel 13 liegen. Wenn im ersteren Falle die Lochplatte 15, auf der . das Papier
17 läuft, im Sinne des Pfeiles 21 emporgehoben wird, so wird auch die mit ihrem
Lochstempel 14 auf dem Papier 17 aufliegende
Nadel 13 mit diesem Papier emporgehoben und frei in die Öffnung 19 der Platte 18 eintreten,
ohne daß das Papier 17 gelocht wird.
Im zweiten Falle dagegen, wenn nämlich der Elektromagnet 6 stromlos bleibt, bleibt die Sperrplatte 12 über. der" Spitze der Nadel 13 liegen, und sobald sich die Lochplatte 15 emporhebt, wird sich diese Sperrplatte ebenfalls mitheben, indem sie mit der Stange 11 um das untere Ende ; des Stäbchens,9 des Ankers schwingt. Die Sperrplatte 12, die sich auf diese Weise vor die Öffnung 19 der Platte 18 legt, verhindert dann, daß die Nadel 13 durch die öffnung 19 hindurchtreten kann. Dadurch wird die Nadel 13 sowohl als auch der Sternpel 14 daran verhindert, weiter emporzugehen, und während die Lochplatte 15 ihre aufsteigende Bewegung fortsetzt, durchlocht der Stempel 14 das Papier 17.
Im zweiten Falle dagegen, wenn nämlich der Elektromagnet 6 stromlos bleibt, bleibt die Sperrplatte 12 über. der" Spitze der Nadel 13 liegen, und sobald sich die Lochplatte 15 emporhebt, wird sich diese Sperrplatte ebenfalls mitheben, indem sie mit der Stange 11 um das untere Ende ; des Stäbchens,9 des Ankers schwingt. Die Sperrplatte 12, die sich auf diese Weise vor die Öffnung 19 der Platte 18 legt, verhindert dann, daß die Nadel 13 durch die öffnung 19 hindurchtreten kann. Dadurch wird die Nadel 13 sowohl als auch der Sternpel 14 daran verhindert, weiter emporzugehen, und während die Lochplatte 15 ihre aufsteigende Bewegung fortsetzt, durchlocht der Stempel 14 das Papier 17.
Zu der- nacheinander erfolgenden Betätigüng
sämtlicher Stempel 14 und Durchsendung des Stromes durch jeden Elektromagneten
6 genügt die Anwendung eines Stromverteilers oder Einzelschalters für jeden der Elektromagnete, der in Fig. 1 schematisch
durch 22 angedeutet ist. Bei Ausführung eines vollständigen ..Laufes, des Kontaktstiftes
8 in der Schußrichtung der Patrone 1, z. B. nach der Linie 20, werden alle Elektromagnete
6 nacheinander erregt oder nicht erregt, je nachdem metallische oder isolierte Flächen
der Patrone nacheinander von dem Tasterstift berührt werden. Nach vollständiger Beendigung
des Laufes des Kontaktstiftes 8 genügt infolgedessen ein Heben der Lochplatte 15, auf der das Papier 17 ruht, um das Papier
auf der ganzen in Betracht kommenden Oberfläche zu lochen. , ■ ■■
Nach der Lochung wird das Papier um eine
Kartenbreite verschoben, während gleichzeitig eine Leiste 23, die maschinenmäßig betätigt
und beispielsweise eine auf und, ab steigende Bewegung ausführt, die Sperrplatten 12, die :
mit den Stangen 11 an die Anker 9 angelenkt sind, wieder in ihre Anfangslage zurückführt.
Hierbei wirkt die Leiste 23 auf die von der Stange 11 gebildete schiefe Ebene ein, so daß
sich die Stange unter der Einwirkung ihres Gewichtes seitlich verschiebt.
Die Anzahl der Lochstempel 14 muß der Gesamtzahl der herzustellenden.Löcher entsprechen.
Ein einziger Elektromagnet genügt jedoch zur Betätigung der ersten Langreihe 27 ■:
(Fig. 4) der entsprechenden Stempel, wenn er der Reihe entlang verschoben wird. . Wenn
also die Musterkarte eine Höchstzahl von 448 Löchern in 28 Kurzreihen (56 Kurzreihen a
8 Löcher) zu je 16 Löchern aufnehmen soll,
genügt infolgedessen bei dem vorliegenden Beispiel die Anordnung von 'io.ElektiOmagrieten,
die so verteilt sind, daß sie zuerst die den beiden ersten Lochreihen 27-28 (Fig. 4) entsprechenden
Lochstempel betätigen können, darauf die den beiden folgenden Reihen entsprechenden,
und so fort über die ganze Länge einer Musterkarte 25 (Fig. 4). ·
.Bei der Ausführungsform ..der Karten-
.Bei der Ausführungsform ..der Karten-
Schlägmaschine nach Fig. 2 und 3 kommt das zu lochende Papier 17 von einer Rolle 31, geht
zuerst über zwei Transpörtscheiben 32-, die mit in Löcher 34 (Fig. 4) der Kante 35 des
Papiers eingreifenden Warzen 33 ,besetzt
sind, dann durch zwei Führungen 36 und über eine senkrecht bewegliche Lochplatte 37 (15
in Fig. ι entsprechend). Hierauf geht das Papier zwischen Führungen 38 hindurch, dann
über ζλνεϊ weitere Transportscheiben '39 und
wird schließlich auf die Rolle 41 aufgewickelt: Das Papier bewegt sich schrittweise über den
Tisch 37 mit einer Fläche, die der Breite 42 (Fig. 4) der Flächen 25 entspricht, so daß
jede Breite 42 ein Blatt der Musterkarte bildet. Diese Schaltung wird bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel durch eine Laterne 44 und einen Wendehaken 45 . vermittelt, der
durch den schwingenden Hebel 46. und eine Hubscheibe 50 auf der Welle 51 bewegt'wird.
Die Bewegung der Welle 43 wird durch Stirnräder 53, 54 und 55 auf die Welle 56 übertragen,
auf der die anderen Transportscheiben 32 des Papiers sitzen.
Soll das Papier z. B. mit einer Höchstzahl von 448 Löchern versehen.werden, d.h. mit
28 Reihenpaaren von je 16 Löchern, muß man über, eine Gesamtzahl von 448 Stempeln 14
verfügen, in 56 Reihen (Kurzreihen) zu je
8 Stück angeordnet, oder was dasselbe ist, über eine Gesamtzahl von 28 Reihenpaaren
von.Stempeln zu je 16 Stück. Diese Stempel werden in einer durchlochten Führungsplatte
60 geführt. Jeder von ihnen ist mit einer Nadel 13 versehen, und diese Nadeln gehen
durch Querstützen 61, die durchbohrt sind.
Die äußeren Enden dieser Querstützen oder Stäbe 61 werden in den Außenwänden 62
(Fig. 3) des Schutzkastens 63 festgehalten.
Einer jeden Nadel 13 entspricht eine Sperrplatte 12, die mit der Stange 11 des Ankers 9
verbunden ist. Die verschiedenen Stangen 11 werden.durch Nadeln 64, die zwischen die
Gitter 61 gestellt sind, in passender Entfernung voneinander gehalten. Die Auflage-.
stützen 10 der Hängestäbchen 9 sind mit ihren äußersten Enden in den Ständern des Kastens
63 befestigt. Die Stützen 10 sind mit Verzahnungen 65 (Fig. 3) versehen, die die richtige
Einstellung der Anker 9 sichern. In dem Kasten 63, der die ganze Vorrichtung ■ einschließt,
sind zwei senkrechte Stützen 66 angebracht, die die Elektromagnete 6 tragen. Es sind τ 6 Stück solcher Elektromagnete vorhanden,
die so verteilt sind, daß sie die Stempel 14 entsprechend der Reihenfolge, nach der die
Lochung der Musterkarte 25 erfolgen muß, betätigen. Der untere Elektromagnet 67
z. B. ist dem Anker 9 gegenüber angeordnet, welcher dem ersten Stempel 14 entspricht, der
das erste Loch 29 der ersten Lochreihe 27 zu schlagen hat. Der zweite Elektromagnet 68
ist dem Anker des Stempels, der dem ersten Loch der zweiten Lochreihe entspricht, gegenüber
angeordnet, während der dritte-Elektromagnet 69 demjenigen Stempel entspricht, der ■
das zweite Loch der ersten Reihe 27 bilden soll. Durch einen Blick auf die Zeichnung
läßt sich; feststellen, 'daß die Anordnung der
Elektromagnete infolgedessen der regelmäßigen Anordnung- der Löcher entspricht; -die
jedes Paar Lochreihen 27 und.28 bildet.: Da die'16 Elektromagnete jedesmal, nachdem sie,,
die einem ersten Lochpaar 27 und 28 entsprechenden
Stempel 14 betätigt haben, auch die dem zweiten, dritten, vierten usw. Lochreihenpaare
entsprechenden Stempel betätigen sollen, ist es unumgänglich, ihnen eine Fortbewegung
mitzuteilen, die immer derjenigen des Tasters 8 auf der Patrone 1 entspricht. Hierzu
sind die Träger 66 der Elektromagnete mit zwei Gleitschienen 70 angeordnet, die durch
den Hebel 71 verschoben werden können. Der Hebel 71 wird von einer Hubscheibe 72 bewegt,
die auf einer Welle 73 der Maschine sitzt, deren Drehung die Kegelräder 74 und 75
und die, Welle 51 Vermittelt.
Die bereits erwähnten Querleisten 23, welche die Stangen 11 mit den Sperrplatten 12 in die
ursprüngliche Stellung über den Stiften 13 nach jedem Arbeitsspiel der Maschine zurückführen,
werden außerhalb des Kastens 63 von Stützen 76 getragen, die durch Hubscheiben
TJ auf der Welle 51 gehoben bzw. gesenkt
werden. Die Lochplatte 37 wird durch den Knaggen 50* der Hubscheibe' 50 auf und nieder
bewegt. Die Stütze 81 ist an der mit der Lochplatte aus einem Stück hergestellten
Gleitfläche 82 befestigt. . . . " ,
Die Maschine besitzt einen in den Fig. 2 und 3 nicht dargestellten Stromverteiler (Einzelschafter),
der die Stelle des in Fig. 1 schematisch dargestellten StiOmverteilers 22 versieht.
Dieser Stromverteiler verteilt den Strom der elektrischen Stromquelle^ nacheinander
in jeden der 16 Elektromagnete 6, während sich der Kontaktstift 8 auf der Patrone 1
um einen bestimmten Bruchteil der ganzen Länge (entsprechend .16 Kettfäden oder 16
Platinen der Jacquardmaschine) derselben verschiebt. Er ist bei dem vorliegenden Beispiel
gleich einem 28stel der ganzen Länge des Laufes des Kontaktstiftes über die Patrone,
wenn die ganze Länge der Patrone der Länge der Fläche 25 des die Musterkarte bildenden
Papiers entspricht.
Um eine genau gleichzeitige Verschiebung des Tasters oder des Kontaktstiftes 8 und der
Elektromagnete 6 zu erzielen, kann der Kontaktstift von den Stützen 70, die die Verschiebung
der Elektromagnete bewirken, getragen werden. Die Patrone kann am Gestell der
Maschine befestigt sein und muß' so angebracht werden, daß sie ihrerseits unter dem
Kontaktstift rechtwinklig zu dessen Bewe-
;·■■. gungsrichtung verschoben werden kann, dämit
sie' nach Ausführung .· eines vollständigen Laufes des Kontaktstiftes über die. Patrone
leicht für die folgende Schußlinie weitergerückt werden kann. Die Patrone könnte auch
in zylindrischer Form hergestellt werden.und
ίο sich regelmäßig unter einem feststehenden
Stift verschieben.·.. ·.·... ...
Die Maschine arbeitet in folgender Weise:
. Zu Anfang einer' Drehung der Welle 73
: stellen sich die Elektromagnete 6 vor diejenigen Anker 9, die einem ersten Kurzreihenpaare
von Lochstempeln entsprechen, während gleichzeitig der Stromverteiler den Strom »nacheinander« in jeden der 16 Elektromagnete
schickt. Diejenigen Elektromagnete, deren Stromkreis durch den Taster oder Kon-•
täktstift 8 geschlossen ist, ziehen die Sperrplatten 12 zurück, so daß den betreffenden
Lochstempel^ der Weg zur Aufwärtsbeweduhg freigegeben wird. Nach Beendigung
der Verschiebung stellen sich die Elektromagnete denjenigen Ankern 9 gegenüber, die
dem zweiten Reihenpaar Lochstempel 14 entsprechen und so fort, so daß während 3/4
.der Umdrehung der Welle 73 die 16 Elektromagnete vor allen den Lochstempeln der Maschine
entsprechenden Ankern vorbeigehen. Gleichzeitig hat der Kontaktstift 8 einen Lauf
20 über die Patrone beendet, also eine ganze Schußlinie derselben bestrichen. Wenn die
Elektromagnete und ihre Träger 70 am äußersten Ende ihrer Verschiebung angelangt sind,
sind alle Sperrplatten 12, die den Nadeln 13 derjenigen Lochstempel 14 entsprechen, welche
das Papier nicht durchlochen sollen, von diesen Nadeln hinweggezogen, während die anderen
auf ihrem Platz über dem Kopf der Nadeln stehenbleiben und auf diese Weise.ihr
Emporheben und ihren Durchgang durch die Löcher der Gitter 61 verhindern. Wenn nun
die Lochplatte 37 in der beschriebenen Weise angehoben wird, wird das Papier 17 von allen
denjenigen Lochstempeln gelocht, deren Bewegung infolge des Verschlusses der Löcher
19 durch die Sperrplatten 12 verhindert ist.
Wenn der Knaggen 50* der Hubscheibe 50 an der Gleitrolle 80 vorbeigegangen ist, führen
die Gleitschienen 70 während des noch verbleibenden letzten Viertels der Umdrehung der
Welle 73 die Elektromagnete 6 in ihre ursprüngliche Stellung zurück. Während dieser
Zeit hebt der Knaggen 50* die Gleitrolle 49 und veranlaßt dadurch die Verschiebung des
Papiers 17, und die Hubscheiben yj wirken
auf die Gleitrollen 78 ein und bewirken das Heben der Leisten 23. Hierdurch werden die
Stangen· 11, die zuvor verschoben waren, in ihre normale Stellung oberhalb der Nadeln 13
zurückgeführt. Die Maschine ist dann zu einem neuen Arbeitsspiel bereit. ;
Die. oben beschriebene Maschine.würde in die Musterkarte der Patrone ■ nur die Figur
und den Grund ohne Bindungspunkte schlagen. ,
. Die beschriebene Maschine ist aus diesem ■ Grunde nur für Karten von Jacquardmaschinen
brauchbar, die mit einer besonderen Bindungsvorrichtung (Vorderschäfte o. dgl.) zusammen
arbeiten. Andernfalls ist es jedoch notwendig, in der Musterkarte selbst durchlochte oder nichtdurchlochte Teile entspre-
chend der Bindung vorzusehen.
Zu diesem Zweck werden mit dem bereits erwähnten Stromverteiler (Einzelschalter) 22
(Fig. 1), der dazu dient, den Strom nacheinander in jeden, der Elektromagnete der Maschine
zu senden, ein oder mehrere Ergänzungsstromverteiler (Bindungsschalter) in Verbindung gebracht. Diese Ergänzungsstromverteiler
vermitteln ■ eine unmittelbare Stromverbindung mit gewissen Kontaktplatten
des . Hauptstromverteilers (Einzelschalters) .
In der Fig. 5 bezeichnet α die Patrone, b die
Stromquelle, c den Taster oder Kontaktstift, der sich auf der Patrone verschiebt, d den
Hauptstromverteiler (in Fig. 1 mit 22 bezeichnet),
e die Elektromagnete, mit den Nummern ι bis 16 versehen, und / die Bindungsvorrichtung.
Der Hauptstromverteiler d ist, wie aus der Fig. 5 hervorgeht, mit einer Anzahl doppelter
Kontaktstücke g, g1, entsprechend der Anzahl der Elektromagnete e, versehen. . Außerdem
weist er einen beweglichen Arm h auf, der eine Kontaktrolle h1 trägt, die bei ihrer Drehung
nacheinander mit dem Arm h zwei entsprechende Kontakte g, g1 verbindet. Die Bindungsvorrichtung
/ besteht aus einer festen Platte i, die mit einer gewissen Anzahl von
Kontakten j (8 Stück in dem vorliegenden Beispiel) versehen ist, an welche je zwei von
den Kontaktplatten g des Hauptstromverteilers d kommende Leitungen k, k1 angeschlossen
sind. In die Platte i ist außerdem ein Metallring / eingelassen, der beständig durch no
einen Leiter I1 an die Stromquelle b angeschlossen
ist. Vor der Platte i ist eine zweite Platte m (Fig. 6) angebracht, die sich vor der
Platte i drehen kann. Die Platte m trägt einen leitenden Ring m1, auf den sich eine mit dem
Kontaktstift c, der sich auf der Patrone α bewegt, verbundene Bürste m2 legt. Der leitende Ring m1 besteht mit dem Flansch ms
aus einem Stück. Der Flansch m3 ist mit Stiften m4 versehen, die den Kontakten j der'
Platte i gegenüberliegen, und deren Anzahl gleich der der Kontakte j ist. Der Flansch ms
, besitzt zwei Aussparungen «5, die sich diametral
gegenüberliegen, so daß der Flansch niemals mit zwei von den Stiften «4 der
Platte« in Berührung kommen kann; diese beiden Stifte sind in der Fig. 5 mit «° und «7
bezeichnet. Dem in der Isoliermasse der Platte m eingebetteten Stift «° entspricht ein
zweiter Stift«8, der über dem Metallri-ng /
der festen Platte i angeordnet ist. Infolgedessen kann man z.B. mittels eines Kontaktbügels
m° oder einer anderen entsprechenden Verbindung ein direktes Überfließen des
Stromes von dem Ring I nach dem Stift «6
der beweglichen Platte « bewirken. Auf der Seite des Stiftes «7, der in gleicherweise
vom Flansch?«3 isoliert ist, befindet sich ein Blindstift?«10, der den Durchfluß des elektrischen
Stromes von dem Ring / nach dem Stift «7 beständig an der Stelle der Stifte
mw unterbricht.
Der Strom aus der Stromquelle b geht unmittelbar durch die Leitung I1 in den Metallring
/ und von da durch den Stift «8, den Kontaktbügel «9 und den Stift m" in die Leiter
k, k1, die an die Kontakte j, die sich gegenüber
dem Stift «e befinden, angeschlossen Sind. Diese Leiter k, k1 endigen in zwei bestimmte
Kontakte des Haupts.tromverteilers d._ Andererseits geht der Strom, von der Stromquelle
b kommend, durch die Patrone a, den Taster ty die Bürste.«2, den Ring m1 und den
Flansch «3, um von dieser Platte aus durch die damit verbundenen Stifte «4 in die Kontakte
/ der Platte i geschickt zu werden, mit denen diese Stifte «4 in Berührung stehen.
Von diesen' Kontakten / wird der Strom in gleicher Weise durch die Leiter k, k1 den entsprechenden Kontakten des Hauptstromverteilers
d zugeführt.
Bei dem dargestellten Beispiel ist die Anordnung der Elektromagnete e dieselbe wie
die in Fig. 2 dargestellte, ünd'es ist angenommen, daß diese Elektromagnete sich derart
verschieben können, daß sie die Lochstempel der Schlagvorrichtung betätigen. Es sind
hier beispielsweise 448 Nadeln oder 448 Lochstempel vorausgesetzt, die nacheinander durch
die 16 Elektromagnete betätigt werden, die für das Auslesen eines Kartenblattes 28 mal
nacheinander in Wirkung treten müssen. Der Hauptstromverteiler d muß . daher entsprechend
den 16 Elektromagneten 16 Kontakte aufweisen. Der bewegliche Arm h dieses
Stromverteilers wird mittels einer Über-Setzung von der Hauptwelle der Maschine angetrieben.
Ersterer dreht sich auch während des Rückganges der Elektromagnete, d. h. während der Zeit, in der sich die Lochung der
Musterkarte vollzieht. Der bewegliche Arm h muß sich in dem Augenblick, wenn die Elektromagnete
in ihre'Anfangsstellung zurückgeführt sind, wieder über denjenigen Kontaktplatten
'g, g'1 befinden, die zu dem ersten
Elektromagneten gehören. Es ist demnach notAvendig, daß der Arm h außer den für das
Einlegen der Schlagstempel nötigen 28 Umdrehungen während des Rückganges der Elektromagnete
noch eine gewisse Anzahl vollständiger Umdrehungen ausführt. Er macht hier für eine vollständige Umdrehung der
Hauptantriebswelle der Maschine 35 Umdrehungen, so daß 7 Umdrehungen auf den Leerlauf während des Rückganges der Elektromagnete
kommen.
Bei der in Fig. 5 gezeichneten Stellung geht der Strom für den Stromschalter (Bindungs-.
schalter) f, von der Batterie b kommend, nachdem er noch die Patrone α und den Stift c
durchlaufen hat, durch die Bürste «2 in den
Flanschw3 und in nur sechs Stiftern4 und
sechs Kontakte/ des Stromverteilers, worauf er weiter durch zwölf Leiter k, k1 geht; denn
jeder Kontakt/ ist durch zwei Leiter Ä/Ze1
mit zwei Kontaktplatten g des Hauptstromleiters d verbunden. Der Arm h dieses Strom-Verteilers
kann also bei seiner Drehung, den elektrischen Strom, der bereits die Patrone a
durchlaufen hat, nur in die mit den Kontaktplatten g1 verbundenen Elektromagnete
schicken, deren entsprechende Kontaktplatten g mit dem Stromschalter f durch den
'Flansch«8 und die Bürste«2 mit der.Patrone
α verbunden sind. Die mit den Kontäktplatten g1 in Verbindung stehenden Elektromagnete,
deren Leiter k, k1 in denjenigen
Kontakt endigen, der sich dem Stift'«7 gegenüber
befindet, erhalten keinen Ström, da ja1 dieser Stift «7 vollständig von der Stromquelle
isoliert ist, denn die Aussparung m5, die in dem Flansch «3 vorgesehen'. ist, und das
Fehlen einer leitenden Verbindung zwischen dem Stift «7 und dem Stift «10, der mit dem
Metallring / in Verbindung steht, unterbrechen den Stromkreis an dieser Stelle1.
Die Leiter der Elektromagnete, die an die Kontaktplatten g·1 des Stromverteilers d angeschlossen
sind, und deren entsprechende Kon,-taktplatten g selbst durch Leiter k, k1 mit dem
dem Stift«0 entsprechenden Kontakt/ verbunden sind, empfangen dagegen beständig
(und bei jeder Berührung des Armes h mit den Kontaktplatten g, g1), gleichgültig, welche
Stellung der Taster c auf der Patrone α einnimmt, gleichgültig, ob also dieser Stift über
leitende oder nichtleitende Teile der Patrone geht, Strom, der unmittelbar von der Batterie
b durch den Leiter I1, den Metallring I, den
Stift ms und die zwischen diesem Stift«8 und
dem Stift«0 befindliche Verbindung «9 fließt.
Fig. 9 zeigt die durch die Anordnung nach
Fig. 5 erhaltene Bindung. Diese Bindung hat einen Rapport von acht Fäden oder von einem
Vielfachen oder einem Bruchteil dieser Anzahl Fäden, wie es in dem Schema durch schwarze
Quadrate und durch Kreuze dargestellt ist. Bei diesem achtschäftigen Atlas müssen für
ein und denselben Schuß, z.B. der erste und neunte Kettenfaden, darauf der 17., der 25.
usw. niedergehalten werden, wobei jedesmal acht Fäden übersprungen werden, während
der 5., der'13:, der 21. usw. gehoben werden
müssen. Damit bei diesen Bedingungen die Platine, die den Fäden entspricht, die gesenkt
sein sollen, von den Messern der. Jacquardmaschine nicht beeinflußt wird, ist es nötig, daß
die Musterkarte einen entsprechenden nichtgelochten Teil bekommt. Infolgedessen ist es
auch notwendig, daß der Arm h während seiner Umdrehung, indem er über die mit I bezeichneten
Kontaktplatten g und über die mit 9 bezeichneten Kontaktplatten g usw. geht,
Strom in die entsprechenden Elektromagnete 1 und 9 schickt, sogar in dem Falle, wenn in diesem
Augenblick der Stift c auf der Patrone a einen isolierten Teil bestreicht. Das wird dadurch
erreicht, daß man die, bewegliche Scheibe m so anbringt, daß die Aussparungen
mB den j enigen Kontakten j gegenübertreten,
an die die Leiter k, k1 angeschlossen sind, die ihrerseits wiederum mit den Kontaktplatten
ι und 9 des Stromverteilers d verbunden sind und dadurch, daß man durch das Einschalten
der Verbindung m9 zwischen dem Stift ms und dem Kontakt»6 diese beiden
miteinander verbindet. Bei demselben Schuß müssen die Kettenfäden 5, 13 usw. gehoben
werden/ und damit die Messer der Jacquardmaschine die entsprechenden Platinen in diesem
Augenblick heben, ist das Vorhandensein entsprechender Löcher in der Musterkarte
notwendig, selbst dann, wenn in diesem Augenblick der Kontaktstift c über einen metallischen
Teil der Patrone α geht. Dies wird dadurch erzielt, daß sich die zweite Aussparung w5 gegenüber dem Stift m7 befindet,
wenn die erste den Stiften »° entsprechende Aussparung ms sich gegenüber denjenigen
Kontakten j befindet, die in dem Schema der Fig. 5' mit 1 und 9 bezeichnet sind. Der
Stiftm7 stützt sich auf die Kontaktplatte i,
mit der die Drähte k, k1 in Verbindung stehen,
die in die Kontaktplatten 5 und 13 des Stromverteilers d münden. Da in diesem Falle infolge
des Fehlens einer Verbindung zwischen den Stiften m~ und mw der Strom nicht in die
Leiter k, k1 eintreten kann, bleiben die entsprechenden
Elektromagnete 5 und 13 stromlos ; und da infolgedessen die entsprechenden
Sperrplatten nicht verschoben werden, können die Lochstempel die Musterkarte an der ge-.
wünschten Stelle lochen, auch'dann, wenn in diesem Augenblick die anderen Elektromagnete
von dem Taster c auf einer nicht isolierten Stelle der Patrone α Strom empfangen.
Das Schema Fig. 9 zeigt, daß die Elektromagnete, die auf diese Weise Strom empfangen oder von der Stromquelle abgeschaltet
werden, bei jedem Schuß der Bindung entsprechend abwechseln. Wenn für die Karte des ersten Schusses die Elektromagnete
i, 9, 17 usw. an die Stromquelle angeschlossen und die Eiektromagnete 5, 13, 21 usw. abgeschaltet
wären, müssen bei der für den zweiten Schuß die Elektromagnete 4, 12 usw. angeschlossen
werden, während die Elektromagnete 8, 16 usw. von der Stromquelle isoliert
werden müssen. Dieses Ergebnis wird bei der vorliegenden Einrichtung durch die absetzende Drehung des Ringes mx mit der
Platte in erhalten. Für jede Anzahl der Um^
drehungen des Armes h des Hauptstromverteilers d, die einer Karte entspricht (d. h. beim
Ausführungsbeispiel von 28 vollständigen Umdrehungen), verschiebt sich die Platte m des
Stromschalters oder der Bindungsvorrichtung / um 1Z8 Umdrehung, um die Aussparungen
ms (ebenso wie die durch die Leitung ms
verbundenen Stifte mB und »6 und die isolierten
Stifte m7 und m10) der Reihe nach vor die
Kontakte / zu führen, mit -denen die Leiter
der Elektromagnete 1, 9 und 5, 13, darauf 4, 12
und 8, 16 und danach 7, 15 und 3, 11 usw. verbunden
sind. Diese Bewegung der Bindungsvorrichtung wird durch irgendeine Schaltvorrichtung
bewirkt, die mit einer Sperrung versehen ist, die die drehbare Platte » in j eder
dieser Stellungen festhält. In diesen verschiedenen Stellungen sichert die Bindungsvorrichtung / unabhängig von der .oben beschriebenen
Tätigkeit die Verteilung des Stromes in die anderen Elektromagnete, je nachdem der Taster c auf der Patrone a leitende
oder nichtleitende Teile berührt.
In dem oben beschriebenen Beispiel ist die Bauart der Bindungsvorrichtung / ziemlich
einfach, da der Rapport der Bindung der Verteilung der Elektromagnete entspricht, die
man so anordnet, daß man zur Bewegung des Lochstempels für den 1., 9., 17., 25. usw. Kettenfaden
den Elektromagneten Nr. 1 benutzen kann und zur Bewegung des für den 5., 13.,
21. usw. Kettenfaden bestimmten den Elektromagneten Nr. 5. Sobald aber die Fadenzahl
des Rapports der gewünschten Bindung nicht mehr restlos in der Zahl der in der Maschine
verwendeten Elektromagnete aufgeht, ist eine andere Anordnung erforderlich. Das ist z.B.
der Fall mit Bindungen der in der Fig. 13 dargestellten Art, . in welchen die Fadenzahl des
Rapports zu 5 angenommen ist. Hierbei können die Elektromagnete, die nacheinander ein-
oder ausgeschaltet werden müssen, mit den Nummern 1, 6, 11, 16 usw. und 5, 10, 15 usw.
bezeichnet werden. In diesem Falle ist es
notwendig, die Bindungsvorrichtung / durch einen zweiten Stromverteiler p zu vervollständigen,
der in den Fig. Ii und 12 dargestellt ist. Die Bindungsvorrichtung / ist gerade so
wie im vorhergehenden Falle gebaut, nur daß sie mit '■ nur fünf Stiften versehen ist, von
denen drei an die Stromleitung angeschlossen sind, die von der Patrone α über den
Flansch m3 mit dem Ring m1, auf dem die
Bürste w2 ruht, führt. Die beiden anderen
Stifte sind wie bei dem in Fig. 5 dargestellten Beispiel angeordnet, so daß sie einerseits
einen beständigen Stromdurchlaß durch die. Stifte ntf und ms, die" durch den Leiter m9 verbunden
sind, gestatten und andererseits eine ständige Stromunterbrechung in den Stiften
«iT und m10 bewirken. Was den Stromverteiler
p anbelangt, so erhält er eine Anzahl von Ringen r, die der Anzahl der Stifte der Bindungsvorrichtung
/ entspricht (5 in dem vorliegenden Beispiel), und jeder dieser Ringe
ist durch einen Leiter k mit dem entsprechenden Stift der Bindungsvorrichtung / verbunden.
Dieser Stromverteiler p enthält noch einen Kranz von Kontaktstücken s, die durch
die Leiter t mit dem Hauptstromverteiler d verbunden sind, an den die Elektromagnete e
mit den Nummern r bis 16 angeschlossen sind. In dem Kontaktkranz s dreht sich eine
Scheibe u (Fig. 12), die eine der Anzahl der Ringe r entsprechende Anzahl Kontaktstücke ν
trägt. Diese Kontaktstücke ν können durch einen Vorsprung 7/ mit dem entsprechenden
Ringr in Verbindung treten, und es kann jedes
Kontaktstück ν bei seiner Drehung durch eine Kontaktfeder ν2 an den Kontaktkranz ^
angeschlossen werden.
In der in Fig. 10 gezeichneten Stellung der Bindungsvorrichtung / ist der entsprechende
Leiter zum Elektromagneten ί. durch die Leitung Ot0 und I1 an die Stromquelle b angeschlossen.
Wenn unter diesen Bedingungen der dem Stift we entsprechende Kontakt j unmittelbar
an. die Kontaktplatte / des Haupt-Stromverteilers d angeschlossen wäre, würde
. dieser Stromverteiler bei einer vollständigen Umdrehung seines Armes h nur in den Elektromagneten
ι Strom schicken, sobald der Kontaktarm h sich über den mit 1 bezeichneten
Kontaktplatten g, g1 befindet. Dagegen läßt sich leicht feststellen, daß der von der
Banerie b kommende und durch den Stift w° gehende Strom durch Vermittlung des Stromverteilers
p, in welchem die Platte u, j edesmal wenn der Arm h des Hauptstromverteilers d
sich um fünf Kontaktplatten verschoben hat, um ein Kontaktstück s vorrückt, beständig
durch den Stift m6 geht. Von hier fließt er nacheinander durch den entsprechenden Ringr
und das bewegliche Kontaktstück ν in die Kontaktplatten .9 des Stromverteilers p, die
mit i, 6, 11, 16, .21 usw. bezeichnet und an die
Kontaktplatten mit derselben Nummer des Hauptstromverteilers d angeschlossen sind.
Dasselbe wird geschehen, wenn der bewegliche Teil der Bindungsvorrichtung f zum Schlagen
der Karte für den folgenden Schuß um V5 Umdrehung verschoben wird. In diesem
Falle entspricht z. B. der Stift w6, der in ununterbrochener
Verbindung mit dem Leiter w° steht, dem mit 5 bezeichneten Kontakt j der
Bindungsvorrichtung /. Der Strom geht von diesem Kontakt durch den mit 5 bezeichneten
Ring r des Stromverteilers p, um darauf durch die entsprechenden, beweglichen Kontaktstücke
ν in die Kontaktplatten des Hauptstromverteilers d zu fließen. Während dieser
Tätigkeit vollzieht sich die normale Verteilung des durch die Patrone α laufenden Stromes
vermittels des leitenden Flansches w3, der
zusammen mit dem Ring τηχ der Bürste m"
wirkt, während der Strom nach dem Stift m7 beständig unterbrochen ist. , .
Es ist leicht einzusehen, . daß die in dem Flansch w3 angebrachte Aussparung m5 entweder
dem mit 3 bezeichneten Kontakt j oder dem mit 4 bezeichneten Kontakt j des festen
Teiles der Bindungsvorrichtung / entsprechen
kann, was die beiden in Fig. 13 dargestellten Bindungen ergibt. Andere Bindungen können
erhalten werden, wenn die Aussparungen 7«δ entweder dem mit 2 oder dem mit 5
bezeichneten Kontakt / entsprechen.
Nach der Fig. 11 ruhen die beweglichen
Kontaktstücke v1, v2 (mit den Nummern 1, 3,
5,2,4) auf den Kontaktstücken s, die nach- ;..
einander bei jedem folgenden Kartenschlag unter Strom gesetzt werden müssen.. Bei der
praktischen Ausführung müssen diese Stücke indessen leicht verschoben werden können.
Der bewegliche Arm h des Stromverteilers d dreht sich, namentlich wie oben dargestellt,
mit einer fünfmal größeren Geschwindigkeit als die Platte μ des Stromverteilers p. Dieser
Unterschied in der Geschwindigkeit ergibt, 105. daß sich die Kontaktplatte I der Platte u nach
Verschiebung des Armes h um fünf Kontaktplatten um eine Kontaktplatte ^ weitergedreht
und sich über die mit 6 bezeichnete Platte gestellt hat. Bei der ersten Umdrehung oder
Reihe von Umdrehungen der beweglichen Platte u des Stromverteilers p wäre die Tätigkeit
die gewünschte, aber sie ist es nicht mehr z. B. bei der dritten Umdrehung oder Reihe
von Umdrehungen (Schlagen der dritten Karte) des Stromverteilers p, nämlich in dem
Augenblick, wenn der Kontaktarm v1, v2 (mit
3 bezeichnet) in Wirkung treten soll, in Anbetracht dessen, daß die Platte u mit der für
den. Arm ν1, ν1 (mit 3 bezeichnet) dargestellten
Stellung, sobald der von dem Kontakt / des Stromverteilers d ausgehende Arm h auf
dem Kontakt 5 angekommen ist, einen Kontakt vorgerückt sein wird, und zwar derartig,
daß der bewegliche Kontaktarm v1, v2 (mit 3
bezeichnet) auf dem mit 10 bezeichneten Kontakt 5 angekommen sein wird. Ein ähnlicher
Fehler würde für die betreffenden Stellungen der anderen Arme, v1, v2 eintreten, wenn nicht
eine entsprechende Änderung ihrer Stellungen ■ vorgenommen würde. Fig. 14 zeigt die Bedeutung
dieser Änderung.
Hier sind mit den Zahlen 1, 6, 11, i6, 5 ...
usw. die Stallungen der Kontaktstücke j bezeichnet, die den in Fig. 11 dargestellten Stellungen
. entsprechen, und' durch punktierte Linien 1, 3, 5, 2, 4 . die wirklichen Stellungen
der Achsen der Kontaktplatten v1, v2. Unter
diesen Bedingungen deckt sich bei der ersten Umdrehung des Stromverteilers p der bewegliche
Kontaktarm v1, v1 (mit 1 bezeichnet)
nacheinander, mit den Kontakten ί (mit 1,6,
11 .. .bezeichnet) gerade in dem Augenblick,
in dem sich der Arm h des Hauptstromverteilers d auf den entsprechenden Kontaktplatten
I, 6, 11 ... befindet. Bei der zweiten Umdrehung bzw. Reihe von Umdrehungen des
Hauptstromverteilers d deckt sich der bewegliche Kontaktarm v1, v2 (mit 2 bezeichnet)
nacheinander mit den Kontakten s (mit 3,8, 13,2 ... usw. bezeichnet) gerade in dem
Augenblick, in dem sich der Arm h auf den entsprechenden Kontaktplatten 3, 8, 13, 2 ...
usw: befindet. Dies setzt sich so fort für jeden Kontakt, um auf diese Weise zu dem gewünschten
Ergebnis zu gelangen.
In den beiden oben beschriebenen Beispielen sind die Bindungen des Grundes sowohl
;i.ls auch die der Figur gleichartig. Es kommt jedoch häufig vor, daß man im Muster Bindungen
im umgekehrten Sinne haben: will.
Um in dieser Beziehung die allgemeine Anwendbarkeit der Bindungsvorrichtung zu zeigen,
. soll nachfolgend noch kurz die Bauart einer Bindungsvorrichtung / beschrieben werden,
die einem ähnlichen Fall entspricht und die z. B. erlaubt, Karten für die in Fig. 18 dargestellte
Bindung herzustellen.
In diesem Falle weist die Bindungsvorrichtung / (Fig. 15, 16 und 17) wie im vorher-
. gehenden Fall eine Platte i mit acht Stiften /
(Fig. 16) auf, an welche die Leiter k, k1 in
der Ordnung 6-14, 1 - 9, 4 - 12, 7 - 15, 2 - 10,
5-13, 8-16, 3-11 angeschlossen sind. Auf der
Platte ist der Metallring / angebracht, der dadurch in ständiger. Verbindung mit der
Stromquelle b bleibt. Über den Stiften/ verschiebt sich die die Stifte m* tragende (wie
oben beschrieben) bewegliche Platte m, wobei deren Stifte w4. mit dem Ring I, auf dem die
Bürste m2 gleitet, ständig verbunden sind.
Die Aussparung W5 der Fig. 5 ist durch einen
isolierten Block w ersetzt, der den Stift m7 bedeckt (ihn dadurch isolierend) und die die
Stifte «f.3, m6 ständig verbindende Leitung?«0
trägt. Anstatt daß diese Leitung ?«9 den
Strom des Ringes I jedesmal (wie in dem Beispiel der Fig..5) nacheinander in die Stifte /.
überträgt, sendet sie ihn in eine zweite Reihe Stifte j1, die in der Platte i angebracht und
ständig mit den Kontakten 11-3, 8-16, 5-13,
2-10... usw. (Fig. 16) des Hauptstromverteilers d verbunden sind.
Unter diesen Bedingungen läßt sich leicht einsehen, daß, wenn die Kontakte 11-3 des
Hauptstromverteilers ständig durch die Leitung -m0 mit der Stromquelle verbunden sind,
wie aus Fig. 15 hervorgeht, die Kontakte 6-14 immer durch die Platte w isoliert sein
werden, welches auch immer die Verteilung des 'Stromes in die sieben anderen verbleibenden
Sti fte j sein mag. Man erhält auf diese Weise die durch die kleinen weißen und
schwarzen Vierecke in Fig. 18 bezeichnete Bindung, trotz der Bildung des Musters, wie
es an Hand eines Beispieles in dieser Figur erklärt ist. Dieses Muster verdankt seine
Entstehung der Verteilung des durch die Bürste m2 : den Ring m1. und die Stifte m4
gehenden Stromes, der noch vorher die Platte α und den Kontaktstift c durchlaufen
hat. ■
Fig. 19 zeigt, aus Gründen der Deutlichkeit
getrennt, die so bestimmten Bindungspunkte, wobei von jeder Musterbildung Abstand genommen
ist, und bei der die in den Fig. 9 und 13 gewählten Bezeichnungen gelten.
Die oben beschriebenen Ausführungsformen können nur als Beispiele für zahlreiche
andere Bindungsarten gelten, die man ausführen kann.
Auch die Anzahl der verwendeten Elektromagnete, der Stempel und die Anordnung dieser
Teile, die sich nach der Bauart der Jacquardmaschine richtet, für den ~die Musterkarte
bestimmt ist, sind veränderlich.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Elektrische Leviervorrichtung mit bindungsloser Figurpatrone, bei der Elektromagnete durch Gleiten eines Kontakt-Stiftes über eine metallische Nachbildung der Figur in einen Stromkreis eingeschaltet und längs der Einstellvorrichtungeh für die Nadeln, Platinen o. dgl. hinbewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die. Anzahl der verwendeten Elektromagnete der Anzahl Längsreihen von Löchern entspricht, wobei diese Elektromagnete nacheinander durch Vermittlung eines in den Stromkreis des Tasters und der Figurpatrone eingeschalteten Stromverteilers. erregt werden und sich gleichmäßig vorAnkern bewegen, welche die den verschiedenen Lochreihen der herzustellenden ' Musterkarte entsprechenden Lochstempel ο. dgl. betätigen. r
- 2. Elektrische Leviervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für den Fall, daß die Anzahl der Kettenfäden im Bindungsrapport durch die Anzahl der Elektromagnete oder umgekehrtίο teilbar ist, der Einzelschalter mit einer Bindungsvorrichtung zusammenwirkt, in der Kontaktstifte auf zwei Scheiben angeordnet sind, von denen die eine mit einem Ring versehen und beweglich ist, wobei einer dieser Stifte stets an die Stromquelle angeschlossen und ein anderer davon stets isoliert ist, während die übrigen durch Berührung des Ringes mit dem Taster in Verbindung stehen.
- 3. Elektrische Leviervorrichtung nach Anspruch i,. dadurch gekennzeichnet, daß für den Fall, daß die Anzahl der Kettenfäden im Bindungsrapport durch die Anzahl der Elektromagnete oder umgekehrt nicht teilbar ist, mit dem Einzelschalter ein Hilfsschalter verbunden ist, bei dem eine feststehende Platte einen Kontaktkranz und eine Anzahl feststehender Ringe trägt, während eine bewegliche Platte mit einer der Anzahl der festen Ringe entsprechenden . Anzahl von Kontaktstücken verbunden ist, die eine elektrische Verbindung zwischen dem entsprechenden festen Ring und dem Kontaktkranz herstellen können.
- 4. Elektrische Leviervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung eines sich kreuzenden Bindungsgrates ein Hilfsschalter verwendet wird, der außer einer gewissen Anzahl Stifte (die von einem Ring und einem Stromabnehmer Strom empfangen) einen isolierten Block enthält, der einen dieser Stifte aus dem Stromkreis ausschalten kann und einen in diesem isolierten Block angeordneten Leiter, der einen ständig mit der Stromquelle verbundenen Metallring mit einer Reihe von Ergänzungsstiften verbindet, die ihrerseits wiederum in entsprechender Reihenfolge an die Kontakt-"platten des Einzelschalters angeschlossen sind (Fig. 15 bis 17). ■ 'Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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|---|---|
| DE267341C true DE267341C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE267341C (de) |
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0
- DE DENDAT267341D patent/DE267341C/de active Active
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