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Typenhebelbewegungsvorrichtung für Schreibmaschinen.
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rasten in Bänken angeordnet sind und deren Tastenhebel eine Universalplatte betätigen.
Bei Vorrichtungen dieser Art soll gemäss der Erfindung der Typenanschlag gleichmässiger
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werden, so dass eine viel klarere und gefälligere Schrift erreicht wird, als bei den bekannten Maschinen, bei welchen einige Lettern mit mehr Gewalt auf das Papier schlagen wie die übrigen.
In den beifolgenden Zeichnungen zeigt : Fig. l den Typenhebelmechanismus der Schreibmaschine bei entfernten Schutzschilder für die Tvpenstangen ohne Walze und Schaltvorrichtung in Draufsicht ; Fig. 2 denselben Mechanismus im Querschnitt ; Fig. 3 und 4 den Typenhebelrahmen in Vorderansicht bzw. im Längsschnitt ; Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie ier Fig. 2 gesehen in der Richtung des Pfeiles und Fig. 6 eine Gruppe von drei Tastenhebeln in Ansicht.
Die Tastenhebel haben alle Winkelhebelgestalt und sind an ihren inneren Enden mit aufwärts vorstehenden Armen, 2.' ;, 26 und 27 ausgerüstet, welche verschiedene Länge besitzen (Fig. 6).
\'on dem inneren Schenkel jedes Tastenhebels steht je eine Zinke 28 vor. welche je nachdem sie einem kurzen, mittleren oder langen Hebel angehört, mit einem unteren, mittleren oder oberen Ansatz 29, 30 und 31 versehen ist. Diese Zinken bewegen sich in den Schlitzen. 32 einer Längs- wand 33. welche von der oberen Wand des Gestelles herabhängt und sich eine kurze Entferntmg hinter der Vorderwand 14 1 parallel zu dieser erstreckt (Fig. 2), Unmittelbar vor dieser Führungswand 33 ist eine Universalstange 34 gelagert, die an ihrer Oberkante mit drei Osen ausgerüstet ist, welche um eine Stange 36 (Fig. 2) herumgreifen, die dazu dient.
die Universalstange schanier- artig zu befestigen und derselben zu gestatten, unter dem von den Tastenhebeln ausgeübten Druck auszuschwingen. Die utnere Kante der Universalstange ist in Form von langen, mittleren und kurzen Zinken ausgeschnitten. Die Tastenhebel sind auf ihrer Welle derart gelagert, dass beim Anschlag der einzelnen Tasten die unteren Ansätze 29 in den kurzen Tastenhebeln in Angriff mit den langen Zinken, die mittleren Ansätze 30 an den mittleren Hebeln in Angriff mit den mittleren Zinken und die oberen Ansätze J7 an den langen Hebeln in Angriff mit den
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geglichen. dass die.
unteren Ansätze mit den langen Zinken in Angriff treten, welche am weitesten von der Drehachse der Universalstange entfernt sind, während die oberen Ansätze J7 mit den kurzen Zinken in Angriff treten, welche sich zunächst der Drehachse befinden.
Die inneren Arme der Tastenhebe) sind mit den zu gehörigen Tvpenstangen vermittels der Glieder 59 verbunden, welche aus den hakenförmigen inneren und äusseren Teilen 60 und 61 bestehen, die in die mit Rechts- udn Linkgewinde verschenen Schraubenschlösser 62 eingeschraubt
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zu, so dass der Arm eines mittleren langen Tastenhebels länger sein wird, wie irgend ein Arm der übrigen Tastenhebel, und mit seinem Gliede 59 in der grösstmöglichsten Entfernung von dem Drehpunkte des Hebels in Angriff treten wird. Die Kurbelstangen 54 liegen in sich gleichmässig ändernden Ebenen (Fig. 4).
Die äusserste Kurbel jeder Gruppe von Typenstangen liegt parallel zur Querebene der Maschine, während die innerste Kurbel jeder Gruppe im Winkel von 450 zu der genannten Querebene liegt ; die dazwischenliegenden Kurbeln sind in verschiedenen zwischen diesen beiden Extremstellungen liegenden Winkeln angeordnet. Das Resultat dieser Anordnung ist, dass, wenn eine der äussersten Tasten angeschlagen und ihr Glied nach vorne gezogen wird, der Anfangszug des Gliedes im wesentlichen im rechten Winkel zu der Kurbel vor sich gehen wird ; die äussere und schwerere Typenstange, welche den grössten Weg zurückzulegen hat, wird daher den anfänglichen Zug oder Anschlag im rechten Winkel zu ihrer Kurbel empfangen, d. h. in der geeignetsten Stellung zur Überwindung des Beharrungsvermögens der Typenstange.
Gegen das Ende des Anschlages hin, nachdem die Typenstange im Schwunge ist, ist es wünschenswert, den Zug auf die Kurbel zu vermindern und dadurch den Schwung der Typenstange beim Anschlage gegen die Walze etwas zu mildern. Durch die beschriebene Anordnung wird dieses Resultat auf Grund der Tatsache erreicht, dass gegen das Ende des Anschlages hin die Kurbel nahezu in ihre Totpunktstellung ausgeschwungen wird, so dass am Ende des Anschlages der Zug des Gliedes beinahe aufhört. Bei den inneren Typenstangen welche am leichtesten sind und die geringste Bewegung machen, ist es wünschenswert, den Anschlag mehr allmählich zu beginnen und mit dem erzielten Moment zu beenden.
Bei der beschriebenen Einrichtung wird dieses Resultat dadurch erreicht, dass beim Beginn des Anschlages die Kurbel hinter dem Mittel zwischen den Totpunkten, also hinter der Stellung des grössten Wirkungsgrades liegt, welche erst erreicht wird, wenn die Kurbel in rechtwinkelige Stellung zu dem Gliede gebracht worden ist ; bei Beendigung des Anschlages steht die Kurbel in einen beträchtlichen Winkel zu dem Gliede, so dass kein Teil des während der frühesten Stufen des Anschlages erzielten Momentes beim Auftreffen der Type auf die Walze verloren geht, wodurch der Nachteil der Leichtigkeit und der geringen Bewegung der inneren Typenstangen ausgeglichen ist. Die KurbelAnordnung, zusammen mit den veränderlichen Winkeln, in welchen die Zwischenteile der Typenstangen eingestellt sind. dient teilweise dazu, die Wirkung des Tastenmechanismus auszugleichen.
Die Arme 25,26 und 27 der Tastenhebel liegen an in Gruppen angeordneten Federn 64 der Tastenhebel-Federplatte 63, deren Zinken an Länge von der Mitte nach den Enden der Maschine hin zunehmen. Diese Federanordnung dient ausser zur Rückführung der Tasten noch dazu, die Tastenwirkung dadurch auszugleichen, dass die längsten Arme mit den kürzesten und . stärksten Federn und die kürzesten Arme mit den längsten und schwächsten Federn in Angriff treten.
Als ein weiteres Mittel zum Ausgleich der Wirkung aller Tasten ist eine Anschlagstange 66
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\'orderwand des Gestelles angeschraubt sind, und dazu dienen, den Mittelteil der Stange 66 quer zu der ganzen Serie der Tastenhebel zu halten. Die Oberkante der Anschlagstange ist stufenförmig
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18t hiebei derart. dass die Anschlagflächen der die mittleren Gruppen bildenden Anschläge höher liegen wie die Anschläge der äusseren Gruppen, so dass der Hub der mittleren Tasten kürzer sein wird. wie der der äusseren Tasten.
Die Gruppenanordnung ist überdies auch noch aus dem Grunde wünschenswert, dass auf Grund derselben den kurzen Tastenhebeln, welche an einer verhältnismässig nahe an ihrer Drehachse liegenden Stelle angeschlagen werden, gestattet wird, eine Bewegung durch einen grösseren Winkel auszuführen, wie die längeren oder unteren Tastenhebel, die an einer weiter von ihrer Drehachse entfernten Stelle angeschlagen werden. Diese Anordnung gi icht die Länge des Hubes aus, welcher zum Herunterdrücken irgend eines Hebels der aus je drei Hel) eln bestehenden Gruppen erforderlich ist.
Dle hitrechten, obersten Teile der Typenstangen. sind alle im gleichen Abstande unterhalb der Typenköpfe mit nach innen vorstehenden, zugespitzten Stiften 72 ausgerüstet, die beim Anschlug der Typen in das Loch 52 zwischen den Armen der V-förmigen Führung 50 eintreten und nu Augenblicke des Anschlages die Typenstangen gegen Schwankungen oder seitliche Be- wegungen sichern.
Beim Gebrauch der Maschine wird durch Herabdrücken einer Taste der Giiedarm des Tasten- hebels nach vnrne gezogen und übt einen Zug auf den gekröpften Teil der in Frage kommenden Typenstange aus. D) e Starke und Dauer des Zuges wird in jedem einzelnen Falle durch die Anfangstellung der Kröpfung, durch die Länge und Stellung des Tastenhebels, durch die Spannung der Federzinke, mit welcher der Tastenhebel zusammenwirkt, durch seim-n Angriff mit der Uni- versalsttnge. durch die Stellung des Anschlages, welche die Bewegung der Stange begrenzt, unJ durch die Gestalt und Stellung der Typenstange selbst bestimmt.
Jeder dieser Faktoren muss mit besonderer Berücksichtigung der Tastenbank, in welcher sich die betätigte Taste befindet.
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und durch die Stellung der Taste in der Bank bestimmt werden. Durch passende Proportiouierung und Anordnung der verschiedenen Elemente, deren Vereinigung den Anschlag jeder einzelnen Typenstange reguliert, ist es möglich, den Anschlag aller Typenstangen auszugleichen und auf jede die gewünschte Kraftleiätung zu übertragen.
Ein weiterer Ausgleich kann auch dadurch erzielt werden, dass die inneren Typenstangen derart belastet werden, dass alle Typenstangen ungefähr gleiches Gewicht besitzen ; das Gewicht der Stangen soll natürlich so niedrig wie möglich gehalten und die Ausgleichung- : durch die Regulierung anderer Faktoren, welche den Charakter des Anschlages bestimmen, bewirkt werden.
Die Rückkehrbewegung der Tastenhebel soll daher an einer Stelle begrenzt werden, welche es ermöglicht, die Glieder ausser direktem Kontakt mit den Kröpfungen der Kurbelstangen zu halten und eine Sicherung für die Übertragung der geringen zusätzlichen Spannung durch die Federn bilden. Diese Spannung ist erforderlich, um schliesslich die Typenstangen in ihre : Normal- stellung zurückzuführen, nachdem die Kröpfungen der Kurbeln von dem Angriff mit dem Gliederhaken entlastet worden sind. Die Einstellung der Federzinken kann jedoch mit hinreichender Genauigkeit erfolgen, auch ohne Anwendung von Federn die vollständige Rückkehrbewegung zu bewirken.
Die Anordnung von Schraubenschlössern ermöglicht die vollkommene Einstellung der Glieder auf die geeignete Länge ; nach der ursprünglichen Einstellung in der Fabrik können dann die Schraubenschlösser mit den Gliedern verlötet werden, um zufällige Verstellung der letzteren zu verhindern. Die Federspannung aller Tastenhebel wird mit Bezug auf den Kraftaufwand
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stange, welche zu ihrer Betätigung des grössten Kraftaufwandes bedarf, eine geringe Spannung und die Typenstangen, welche zu ihrer Betätigung weniger Kraftaufwand erfordern, eine stärkere Spannung erhalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Typenhebel-Bewegungsvorrichtung für Schreibmaschinen, deren Tasten in Bänken angeordnet sind und deren Tastenhebel eine Universalplatte betätigen, dadurch gekennzeichnet,
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beigefiihrt wird. welche je nach der Länge des Hebels m grösserem oder geringerem Abstande von der AUfhängung der Universalplatte (34) angreifen. so dass die längsten Tastenhebel der Aufhängung am nächsten und die kürzesten Tastenhebel am weitesten von der Aufhängung entfernt an der Universalplatte angreifen.