AT46032B - Verfahren zur Darstellung von roten bis violetten basischen Farbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von roten bis violetten basischen Farbstoffen.

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  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von roten bis is violetten basischen Farbstoffen. 
 EMI1.1 
 oder von Cyanpyridiniumhalogenid   (König)   auf primäre oder sekundäre, aromatische Amine und führen unter Sprengung des Pyridinrings und Abspaltung von 2. 4-Dinitranilin beziehungsweise Cyanamid zu intensiv farbigen Körpern, für welche die folgende   Strukturformel   
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 technischen Wert erlangt, wie ans   donen MitteUungen   von Kieser (Zeitschrift für wissen-   schaftliche Photographie 111, l :')) hervorgeht, worin   auf die Lichtunechtheit dieser Pyridinfarbstoffe aufmerksam gemacht und dargetan wird, dass einzelne derselben höchstens zur Sensibilisierung photographischer Platten Anwendung finden könnten. 



   Im Gegensatz hierzu wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht., dass sich auch in der Klasse der   Pyridinfarbstoffe solche finden,   die im Gegensatz zu den bekannten Farbstoffen   färberisch   sehr wertvoll sind, da sie nicht nur   ausserordentlich   klare Nüancen liefern, sondern auch relativ gut licht-und waschecht sind und obendrein grosse Farbstärke besitzen. 



   Man erhält derartige Farbstoffe, wenn man einerseits die Additionsprodukto von   IIalogencyan   an Pyridinbasen oder andererseits   Dinitrophenylpyridiniumsalze   auf   sekundäre,   
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 einwirken lässt. 



   Allerdings hat schon König (J. f. pr. Ch. 70, 56) in einer kurzen Notiz mitgeteilt,   @ dass man bei Verw@ndung von tetrahydrochinolin   an Stelle von sekundären Aminen mit offener Seitenkette die Nüance der entstehenden Farbstoffe von Gelb nach Rot verschieben könne. Auf Grund dieser Angabe war indessen nicht vorauszusehen, dass diese Verschiebung der Farbe nach dem blauen Ende des Spektrums hin bei Verwendung von   Dihydroindolen   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 hydrochinolin-Farbstoffes. Während dieser nämlich ein sehr gelbstichiges und noch dazu   schwer lösliches Scharlach darstellt, erhält man z.

   B. aus dem mit Tetrahydrochinolin isomeren Dihydro-a'methylindol der Formol :   
 EMI2.2 
 einen leicht wasserlöslichen Farbstoff, welcher tannierte Baumwolle in der Nuance des   RhodanIin 5 G anflirbt,   das er jedoch an Klarheit, Lichtechtheit, Affinität zur Faser und   Farbstärke   übertrifft. Auf Seide und Kunstseide zeigt er dieselbe kräftige Fluoreszenz, wie das erwähnte Rhodamin. 



   Farbstoffe von ganz ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn man die Dihydroindole durch Phenmorpholine ersetzt. So entsteht z. B. aus dem in der deutschen Patentschrift Nr. 97242 beschriebenen Methylphenmorpholin der Formel : 
 EMI2.3 
 ein Farbstoff von etwas gelberer   Nuance a) s Rhodamin   6 G. 



   Beispiel 1. 
 EMI2.4 
 und 26 6 kg Dihydro-a-methylindol (dargestellt nach Jackson, Ber. 14, 883) etwa vier Stunden auf dem   wasserbad   am Rückflusskühler erhitzt. Die tief   karmoisinrote   Lösung wird dann in stark verdünnte,   überschüssige Salzsäure gegossen,   wobei der neue Farbstoff in Gestalt eines dicken, roten Breies ausfällt, der den grössten Teil des abgespalteten Dinitroanilins beigemengt enthält. Zu dessen Entfernung wird das scharf abgesaugte Reaktionsprodukt mit heissem Wasser ausgelaugt, worauf aus der roten Lösung der Farbstoff durch Zusatz von Salzsäure oder Kochsalz ausgefällt wird.

   Nach dem Trocknen stellt er mikroskopische, braunrote blauen oder grünen Flächenschimmer zeigende   Nädelchen dar,   welche sehr leicht in Alkohol und Eisessig, leicht in heissem Wasser löslich sind. Der Farbstoff steht dem Rhodamin 6 G in der Nüance nahe, zeichnet sich aber von diesem durch grössere Klarheit und Lichtechtheit aus. 



   Einen mit dem vorstehenden identischen Farbstoff erhält man, wenn an Stelle des   Dinitropheniipyridiniumchlorids   dessen   Substitutionsprodukte,   z. B. das 2.4. 6-Trinitrophenylpyridiniumchlorid oder das von Reitzenstein (J. f. pr. Ch. 73, 276) beschriebene 2. 4-Dinitro-   phenyl-1.   5-dipyridiniumchlorid der Formel : 
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

   verwendet werden, ferner auch, wenn man die aus Dinitrophenylpyridiniumhalogeniden mit   Alkalien entstehenden roten Körper, für welche Zincke die Struktur : 
 EMI3.1 
 wahrscheinlich gemacht hat, oder endlich Halogencyan + Pyridin gemäss den im folgenden Beispiel zu schildernden Verfahren mit Methyldihydroindol umsetzt. 



   Beispiel 2. kg Pyridin werden mit   60 t   Methylalkohol und   29-8 kg   Methylphenmorpholin (erhalten nach der deutschen Patentschrift Nr. 97242) vermischt, worauf man im Laufe einer halben Stunde 50   1   ätherischer oder   benzolischer doppel normaler ssromcyanlösung   (enthaltend 212 g Bromcyan im Liter) zufliessen lässt. Die Mischung erwärmt sich etwas und wird bald undurchsichtig rot. Nachdem man noch zirka 1 bis 2 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt hat, versetzt man das Reaktionsgemisch mit so viel verdünnter Salzsäure, dass ein dicker 
 EMI3.2 
 oder im Vakuum bei   100e getrocknet.   Man erhält mikroskopische, violettbraune, blauschimmernde Nädelchen, die sich leicht in Alkohol, Eisessig und heissem Wasser lösen.

   Der Farbstoff erzeugt auf tannierter Baumwolle ein leuchtendes Rot von gelberer   Nüance,   als der Farbstoff des Beispiels   1.   



   Die in den vorstehenden Beispielen geschilderten Verfahren können in der mannigfachsten Weise abgeändert werden. Man kann beispielsweise den Alkohol durch andere organische Lösungsmittel, wie Eisessig, Pyridin, Benzol, Äther etc. ersetzen oder auch ganz in wässeriger Lösung resp. Emulsion arbeiten und eine wässerige Lösung von Bromcyan oder Chlorcyan verwenden, wie man sie in äusserst einfacher Weise nach dem Verfahren von Scholl   (Ber.     2H, 1 H23)   oder   Hantzsch   (Ber. 28,2471) erhält. 



   Ferner kann man das Pyridin durch seine   ss- und &gamma;-Substitutionsprodukte,   zum Beispiel   ss-Picolin, &gamma;-Picolin, ss-Oxypyridin, ss-Chlorpyridin   etc. ersetzen, das Methyldihydroindol und das Methylphenmorpholin durch andere Substitutionsprodukte des Dihydroindols be-   ziehungsweise Phenmorpho) ins   oder durch letztere selbst. In allen Fällen erhäit man Farb- 
 EMI3.3 
 

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