AT41934B - Verfahren zur Darstellung von Natriumsulfit und Chlorammonium. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Natriumsulfit und Chlorammonium.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur direkten Darstellung von Natriumsulfit und Chlorammonium durch Umsetzung von   Chlornatrium   mit Ammonsulfit und Ausscheidung des entstandenen Natriumsulfits in wasserfreier Form. Das neue Verfahren unterscheidet sich von den bekannten ähnlichen Darstellungswcisen durch eine weit grössere 
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 die älteren Verfahren. 



   Gemäss vorliegendem Verfahren wird Kochsalz in Wasser gelöst oder darin nur suspendiert und in diese Flüssigkeit gasförmige schweflige Säure und Ammoniak in molekularen Mengen eingeleitet. Das Einleiten   der beiden Gase kann dabei gleichzeitig oder   in beliebiger Reihenfolge geschehen. Es hat sich hierbei herausgestellt, dass die bei der Reaktion frei werdende be-   deutende   Wärmemenge die Flüssigkeit so stark erhitzt, dass das durch l'bildung entstehende leicht   lösliche Natriumsulfit   in die schwer lösliche wasserfreie Form übergeht und sich aus der Lösung zum grössten Teile von selbst abscheidet. 



   Es ist zwar ein Verfahren bekannt, Natriumsulfit aus Kochsalz und Ammonsulfit herzustellen, indem eine   gesättigte Lösung   von festem, krystallisiertem Ammoniumsulfit mit Kochsalz versetzt, die Lösung erhitzt und der in der Wärme erhaltene   Nicdcrschlag von Natrium-     sulHt abgeschieden wird. Von   diesem Verfahren unterscheidet sich jedoch das der vorliegenden Erfindung   zunächst dadurch,   dass hier nascierendes Ammoniumsulfit zur Anwendung kommt, 
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 und Isolierung vermieden wird. 



   Andererseits gestattet bei dem neuen Verfahren der Umstand, dass Ammonsulfit als solches in der heiss werdenden Lösung nicht zugegen ist, die Anwendung bedeutend konzentrierter Koch- 
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 der   Flüssigkeit sich   bei der Reaktion   gewissermassen beständig erneuert.   



   Ferner wird bei der Anwendung von krystallisiertem Ammoniumsulfit die Flüssigkeitmenge in   schädlicher   Weise dadurch vermehrt, dass die mit diesem Salze   verhunfle lenge   
 EMI1.5 
 was das neue Verfahren vermeidet. 



   Endlich ist bei dem neuen Verfahren jede künstliche Erhitzung unnötig, lediglich die bei der Reaktion auftretende Wärme zur Erhitzung des   Reaktionsgemisches @@@@@@nutzt wird.   



  Hierdurch wird   ebenfells eine bedeute @@e   Ersparnis erzielt. 



   In Folgendem sei die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel   erläute@@  
In eine Suspension von 180 Teilen Wasser und   120   Teilen   Kochsalz @@@@@ @@@@ zunächst   etwas   schweflige   Säure und sodann gleichzeitig schweflige Säure und   ammo@@akgas in ungerähr   
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Es ist des weiteren ein Verfahren bekannt, wonach neutrales   Natriumsulnt durch   Einleiten von schwefliger Säure in eine ammoniakalisch gemachte   Kochsalzlösung   unter   Abkühlung   auf 150 C und darauf folgendes Einleiten von überschüssigem trockenem Ammoniakgas gewonnen wird.

   Dieses Verfahren arbeitet insofern unrationell und principiell verschieden von unserem, als gerade die für die Abscheidung des   wasserfreien Natriumsumts günstige   Selbsterhitzung der Flüssigkeit künstlich verhindert wird, so dass die Gewinnung des Natriumsulfits erst durch die nachträgliche Anwendung eines wasserentziehenden Mittels, des im Überschusse eingeleiteten trockenen Ammoniakgascs, ermöglicht wird. 



   Somit wurden bisher die vorteilhaftesten Bedingungen für die in Frage stehende Reaktion nicht erkannt ; es wurde vielmehr bisher von der Anwendung höherer Temperaturen eine Umkehrung der Reaktion unter   Rückbildung   der Ausgangsmaterialien befürchtet. Erst die Erkenntnis, dass die bei der Reaktion frei werdende Wärme die Abscheidung des   Natriumsulfits   auf die einfachste Weise bewirkt, führte zu dem vorliegenden rationellen Verfahren.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Natriumsulfit und Chlorammonium durch Umsetzung von Chlornatrium mit nascierendem Ammoniumsulfat und Ausscheidung des entstandenen Natriumsulfits in wasserfreier Form durch Anwendung von Hitze, dadurch gekennzeichnet, dass man in eine Lösung oder Suspension von Chlornatrium schweflige Säure und Ammoniakgas gleichzeitig oder in beliebiger Reihenfolge nacheinander in molekularer Menge derart einleitet, dass EMI2.1
AT41934D 1909-04-14 1909-04-14 Verfahren zur Darstellung von Natriumsulfit und Chlorammonium. AT41934B (de)

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