AT41890B - Zündladung zum Zünden von Explosivstoffen. - Google Patents
Zündladung zum Zünden von Explosivstoffen.Info
- Publication number
- AT41890B AT41890B AT41890DA AT41890B AT 41890 B AT41890 B AT 41890B AT 41890D A AT41890D A AT 41890DA AT 41890 B AT41890 B AT 41890B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- nitrogen
- amide
- sodium
- infusible
- lime
- Prior art date
Links
- 239000002360 explosive Substances 0.000 title description 3
- 230000037452 priming Effects 0.000 title description 2
- MWUXSHHQAYIFBG-UHFFFAOYSA-N Nitric oxide Chemical compound O=[N] MWUXSHHQAYIFBG-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 7
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 7
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 claims description 7
- 150000001408 amides Chemical class 0.000 claims description 6
- GPESMPPJGWJWNL-UHFFFAOYSA-N azane;lead Chemical compound N.[Pb] GPESMPPJGWJWNL-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 5
- ZXPSRPAUXQIYID-UHFFFAOYSA-N [N].[Na] Chemical compound [N].[Na] ZXPSRPAUXQIYID-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 4
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 claims description 4
- ODZPKZBBUMBTMG-UHFFFAOYSA-N sodium amide Chemical compound [NH2-].[Na+] ODZPKZBBUMBTMG-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- CPLXHLVBOLITMK-UHFFFAOYSA-N Magnesium oxide Chemical compound [Mg]=O CPLXHLVBOLITMK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 4
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 claims 3
- GQPLMRYTRLFLPF-UHFFFAOYSA-N Nitrous Oxide Chemical compound [O-][N+]#N GQPLMRYTRLFLPF-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 3
- HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M Sodium hydroxide Chemical compound [OH-].[Na+] HEMHJVSKTPXQMS-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims 3
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 claims 3
- 239000004571 lime Substances 0.000 claims 3
- 238000000034 method Methods 0.000 claims 3
- 239000000395 magnesium oxide Substances 0.000 claims 2
- 239000000463 material Substances 0.000 claims 2
- 239000000155 melt Substances 0.000 claims 2
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N Silicium dioxide Chemical compound O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- PMZURENOXWZQFD-UHFFFAOYSA-L Sodium Sulfate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-]S([O-])(=O)=O PMZURENOXWZQFD-UHFFFAOYSA-L 0.000 claims 1
- 235000012245 magnesium oxide Nutrition 0.000 claims 1
- 239000001272 nitrous oxide Substances 0.000 claims 1
- 239000008262 pumice Substances 0.000 claims 1
- 235000011121 sodium hydroxide Nutrition 0.000 claims 1
- 229910052938 sodium sulfate Inorganic materials 0.000 claims 1
- 235000011152 sodium sulphate Nutrition 0.000 claims 1
- 239000004575 stone Substances 0.000 claims 1
- 239000011734 sodium Substances 0.000 description 3
- XTEGARKTQYYJKE-UHFFFAOYSA-M Chlorate Chemical compound [O-]Cl(=O)=O XTEGARKTQYYJKE-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 2
- 229910052708 sodium Inorganic materials 0.000 description 2
- SPSSULHKWOKEEL-UHFFFAOYSA-N 2,4,6-trinitrotoluene Chemical compound CC1=C([N+]([O-])=O)C=C([N+]([O-])=O)C=C1[N+]([O-])=O SPSSULHKWOKEEL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N Ammonia Chemical compound N QGZKDVFQNNGYKY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M Ilexoside XXIX Chemical compound C[C@@H]1CC[C@@]2(CC[C@@]3(C(=CC[C@H]4[C@]3(CC[C@@H]5[C@@]4(CC[C@@H](C5(C)C)OS(=O)(=O)[O-])C)C)[C@@H]2[C@]1(C)O)C)C(=O)O[C@H]6[C@@H]([C@H]([C@@H]([C@H](O6)CO)O)O)O.[Na+] DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M 0.000 description 1
- 229910002651 NO3 Inorganic materials 0.000 description 1
- NHNBFGGVMKEFGY-UHFFFAOYSA-N Nitrate Chemical compound [O-][N+]([O-])=O NHNBFGGVMKEFGY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N Nitric acid Chemical compound O[N+]([O-])=O GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- KWYUFKZDYYNOTN-UHFFFAOYSA-M Potassium hydroxide Chemical compound [OH-].[K+] KWYUFKZDYYNOTN-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000007935 neutral effect Effects 0.000 description 1
- 229910017604 nitric acid Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000007800 oxidant agent Substances 0.000 description 1
- OXNIZHLAWKMVMX-UHFFFAOYSA-N picric acid Chemical compound OC1=C([N+]([O-])=O)C=C([N+]([O-])=O)C=C1[N+]([O-])=O OXNIZHLAWKMVMX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229940072033 potash Drugs 0.000 description 1
- 235000015320 potassium carbonate Nutrition 0.000 description 1
- BWHMMNNQKKPAPP-UHFFFAOYSA-L potassium carbonate Substances [K+].[K+].[O-]C([O-])=O BWHMMNNQKKPAPP-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 239000000015 trinitrotoluene Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Zündladung zum Zünden von Explosivstoffen.
Die Erfindung betrifft einen neuen Zünder, der dazu bestimmt ist, Minen oder die Ladung von Feuerwaffen zu entzünden.
EMI1.1
gleicher Wirksamkeit billiger sind und sich einfacher herstellen lassen. Der Ersatz des reinen Knallquecksilbers durch eine Mischung von Knallquecksilber mit einem oxydierenden Mittel, wie z. B. chlorsaures Kali, und die Herstellung von Zündern, die mit organischen nitrierten Körpern geladen sind (Pikrinsäure, Trinitrotoluol u. s. w.), aber durch eine kleine Menge reinen Knallquecksilbers zur Entziindung gebracht werden, stellen einige in dieser Richtung unternommene Versuche dar.
EMI1.2
enthalten alle Knallquecksilber in veränderlichen Mengen ; die Beimischung anderer Stoffe hat nur den Zweck, die Flamme zu verändern und die Empfindlichkeit gegen Stoss oder Reibung zu regeln.
Der Erfindung gemäss wird Knallquecksilber überall da wo es gebraucht wird. durch Stick- stonblei (Pbs) ersetzt.
Dieser Körper, dessen Eigenschaften bis jetzt sehr wenig bekannt sind. besitzt die gleichen explosiven Eigenschaften, wie das Knallquecksilber, d. h., seine auf geeignete Weise (durch Stoss. Entzündung u. dgl.) hervorgerufene Explosion veranlasst eine sehr energische molekulare Er-
EMI1.3
Die Herstellung von Stickstoffblei ist sehr einfach und gänzlich gefahrlos, wenn man so vorgeht, wie hernach angegeben werden wird.
Man stellt Natriumamid auf die bekannte Art her, indem man durch geschmolzenes Natrium einen Strahl trockenen Ammoniakgas hindurchbläst. Dieses Amid wird mit trockenem Stick- oxydul bei einer Temperatur von 3000 C behandelt ; das geschmolzene Amid verwandelt sich in Stickstoffnatrium, das bei der Temperatur, mit der man arbeitet, fest ist.
Das Stickstoffnatrium wird nach der Abkühlung vom Wasser wieder aufgenommen; die rhaitenp Losung ist alkalisch. Man neutralisiert es genau mit sehr verdünnter Salpetersäure und setzt der neutralen Lösung Rleinitrat zu.
EMI1.4
peratur, bei der die doppelte Zersetzung vor sich geht, verschieden sind. !) ic Reaktionen gehen nach den folgenden Formeln vor sich :
EMI1.5
NH2 Na + N2 0-N, Na + Il. 0 Das Wasser, welches sich bei dieser Reaktion bildet. zersetzt einen Teil des Amids nach
EMI1.6
<Desc/Clms Page number 2>
Claims (1)
- Um eine genügende Ausbeute zu erzielen, empfiehlt es sich, in der nachstehend angeführten Weise zu arbeiten : Da das Stickstoffnatrium bei der Temperatur von 300 C, bei der man arbeitet, unschmelzbar ist, während das Amid schmilzt, gelangt das Stickoxydul, sobald eine gewisse Menge Stickstoffnatrium gebildet ist, schwer zur Wirkung ; hierdurch wird die Dauer des Verfahrens ungünstig beeinflusst, und eine im Verhältnis zu der wirklich erforderlichen Menge viel zu grosse Menge von 8tickoxydul in Anspruch genommen. Um diesem Ubelstand abzuhelfen, muss das Natriumamid verteilt werden, indem man es durch einen unschmelzbaren, wasserfreien, porösen und auf die verschiedenen bei der Reaktion auftretenden Körper nicht reagierenden Körper aufsaugen lässt.Bimsstein, Kieselguhr u. s. w. können wegen ihrer kieselartigen Natur zu diesem Zwecke nicht verwendet werden ; das Atznatron, das sich bildet, würde chemisch einwirken, was die Reaktion noch schwieriger macht und die Ausbeute verringert.Man hat daher wasserfreie Materialien, wie Kalk, Magnesia, Natronsulfat u. s. w. wählen müssen, die die gestellteh Bedingungen vollkommen erfüllen. Man geht wie folgt vor : Kalk oder Magnesia u. s. w. wie auch das Amid wird zermahlen und das Ganze hierauf in einem geeigneten Behälter ausgebreitet, so dass es auf eine möglichst grosse Oberfläche verteilt ist. Man erhitzt nun auf eine Temperatur, die 190 bis 2000 nicht übersteigen darf ; das Amid wird beim Schmelzen vom Kalk aufgesaugt, so dass das Stickoxydul leicht in die Masse eindringen kann und dort seine Wirkung ausübt. Man kann mechanisch durcharbeiten, weun man es für nötig hält. Die erhaltene Masse wird mit Wasser ausgewaschen und so behandelt, wie es beschrieben worden ist.Stickstoffblei hat bis heute noch keine industrielle Verwendung gefunden. Das vorstehend beschriebene Herstellungsverfahren ist ganz gefahrlos ; das trockene Stickstoffblei ist nicht schwerer zu behandeln als Knallquecksilber. EMI2.1 1. Zünder für Minen und Feuerwaffen, gekennzeichnet durch eine Ladung, die hauptsächlich aus Stickstoffblei besteht.2. Verfahren zur Herstellung von Stickstoffblei, darin bestehend, dass man es durch doppelte EMI2.2 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 2. darin bestehend, dass man das Natriumamid durch ein wasserfreies, unschmelzbares, poröses und nicht reagierendes Material aufsaugen lässt. bevor es der Wirkung des Stickstoffoxadules ausgesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT41890T | 1908-01-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT41890B true AT41890B (de) | 1910-04-25 |
Family
ID=3560821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT41890D AT41890B (de) | 1908-01-27 | 1908-01-27 | Zündladung zum Zünden von Explosivstoffen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT41890B (de) |
-
1908
- 1908-01-27 AT AT41890D patent/AT41890B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE909424C (de) | Gasentwickelnde Ladung | |
| DE3725105A1 (de) | Chemischer sauerstoffgenerator mit tablettierter chloratfuellung | |
| AT41890B (de) | Zündladung zum Zünden von Explosivstoffen. | |
| DE938596C (de) | Verfahren zur Herstellung von Wettersprengstoffen mit erhoehter Leistung | |
| AT64976B (de) | Verfahren zur Herstellung von Zündsätzen für Sprengkapseln, Zündhütchen und Geschoßzündungen. | |
| AT126150B (de) | Verfahren zur Herstellung von Initialzündsätzen, welche kolloidale Silber- und Quecksilberazide in lockerer, nicht zusammenbackender Form enthalten. | |
| DE359426C (de) | Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen | |
| DE224669C (de) | ||
| DE396209C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sprengmitteln | |
| DE659721C (de) | Verfahren zur Herstellung giessbarer Sprengladungen | |
| DE391346C (de) | Verfahren zur Initialzuendung von Sprengstoffen | |
| DE277594C (de) | ||
| DE350564C (de) | Verfahren zur Herstellung von Initialzuendmitteln und von Treib- und Sprengmitteln | |
| DE1808922C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Sprengstoffes, der eine Nitroglycerin-Nitroglykolmischung und Ammoniumnitrat enthält | |
| DE400730C (de) | Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen | |
| DE1571237A1 (de) | Verfahren zur Herstellung neuer Explosivstoffe | |
| DE1646276B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines dichten wasserbestaendigen Sprengstoffes auf der Basis von anorganischen Nitraten | |
| DE482678C (de) | Verfahren zur Herstellung von Cyaniden aus erdalkalischen Cyanamiden | |
| DE166804C (de) | ||
| AT216401B (de) | Plastischer, von flüssigen Salpetersäureestern freier Sicherheitssprengstoff | |
| DE305568C (de) | ||
| DE2142185C3 (de) | Chemischer Sauerstoffgenerator | |
| DE36705C (de) | Neuerung bei der Darstellung des durch Patent Nr. 10232 geschützten Sprengmittels | |
| DE945010C (de) | Spreng- und Zuendstoffe | |
| DE695254C (de) | Spreng- und Zuendstoffe |