<Desc/Clms Page number 1>
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Snowboard-Bindung zum Befestigen eines Snowboard- Schuhs an einem Snowboard, mit einer Basis, die geeignet ist, den Snowboard-Schuh aufzu eh- men, einem ersten und einem zweiten Eingriffselement, die an der Basis für die Bewegung zwischen einer offenen Position und einer geschlossenen Position befestigt sind, wobei die Ein- griffselemente dazu geeignet sind, in eine erste laterale Seite und die gegenüberliegende laterale Seite des Schuhs einzugreifen.
Die meisten herkömmlichen Bindungssysteme für weiche Snowboard-Schuhe sind keine Ein- stiegs"-Systeme, die vom Fahrer durch einfaches Einsteigen in die Bindung automatisch betätigt werden konnen. Diese Bindungen umfassen typischerweise einen steifen, hohen Rückteil, in wel- ches die Ferse des Schuhs gegeben wird, und einen oder mehrere Riemen, welche den Schu an der Bindung befestigen. Solche Bindungen können in der Verwendung etwas unkomfortabelein, da der Fahrer nach jeder Fahrt jeden einzelnen Riemen vor der Benutzung des Sesselliftes los- schnallen muss, um den Schuh zu lösen, und danach vor der nächsten Fahrt wieder jeden einzel- nen Riemen zuschnallen muss.
Es wurden andere Bindungen für weiche Schuhe entwickelt, die keine Riemen verwen en, sondern steife Eingriffselement benutzen, um den Schuh in lösbaren Eingriff mit der Bindun zu bringen. Diese Systeme umfassen typischerweise einen Griff oder einen Hebel, der betätigt er- den muss, um eines der Eingriffselemente in Eingriff mit dem Snowboard-Schuh zu bringen un es aus diesem Eingriff zu lösen, und daher handelt es sich um keine Einstiegssysteme, die vom Fah- rer durch einfaches Einsteigen in die Bindung automatisch betätigt werden. Die Notwendigkeit, den Griff oder den Hebel jedesmal mechanisch zu betätigen, um den Schuh in der Bindung zu v rie- geln, macht es unkomfortabler und zeitaufwendiger, die Schuhe des Fahrers jedesmal, wenn der Fahrer eine Fahrt beendet hat, mit dem Snowboard zu verbinden.
Weiters verwenden herkömmlichere Bindungen, die starre Eingriffselemente und einen B täti- gungsgriff oder Hebel verwenden, im allgemeinen eine grosse Feder, welche die Bindung unter Federspannung stellt, um sie in der geschlossenen Position zu halten. Somit muss der Fahrer um Öffnen der Bindung eine wesentliche Kraft auf den Griff oder den Hebel ausüben, was die An en- dung der Bindung erschwert.
Bei einer bekannten Ausbildung der eingangs genannten Art gemäss AT 000171 U1 werder die Eingriffselemente durch Federkraft in der Schliessstellung gehalten, was bedeutet, dass die F er- kraft entsprechend hoch sein muss, um ein unerwünschtes Freigeben des Schuhes zu verhindern.
Dies bedeutet, dass diese hohe Federkraft beim öffnen der Bindung über den Auslösehebel a@ fge- bracht werden muss, um die Eingriffselemente aus den entsprechenden Ausnehmungen herau zu- bewegen. Ausserdem ist trotz hoher Federkraft nicht sichergestellt, dass es bei höheren Lenkkrä ten, z. B. in Verbindung mit Stössen, nicht zu einem ungewollten Öffnen der Bindung kommen kann, s zum Sturz des Fahrers und damit möglicherweise zur Verletzung desselben führen kann.
In Anbetracht des zuvor Gesagten ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine ver- besserte Einstiegsbindung zur Befestigung eines Schuhs an einem Snowboard zu schaffen, bei welcher die Nachteile der bekannten Art vermieden sind.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Eingriffselemente mit einem Üb ot- punktverriegelungsmechanismus versehen sind, der die Eingriffselemente in der Schliessstel ung der Bindung nicht-lösend verriegelt. Damit wird bei geringen erforderlichen Öffnungskräften ein ungewolltes öffnen der Bindung zuverlässig vermieden, da eine Übertotpunktverriegelung se bst- sperrend ist und damit jede auf die Eingriffselemente im Sinne eines Abhebens des Schuhes auf- gewandte Kraft die Ubertotpunktverriegelung im Sinne eines Schliessens belastet. "Nicht-lösnd" bedeutet dabei, dass die Bindung im Gegensatz zu "selbstlösenden" Sicherheitsbindungen nur dann den Schuh freigibt, wenn die Bindung aktiv vom Fahrer geöffnet wird.
Die erfindungsgerr ässe Bindung erzielt damit eine hohe Verriegelungskraft, wobei nur eine geringe Öffnungskraft erfor- derlich ist.
Gemäss einer beispielhaften Ausführungsform wird eine Snowboard-Bindung zur Befestig ung eines Snowboard-Schuhs an einem Snowboard geschaffen. Die Bindung umfasst eine Basis ein erstes Eingriffselement, das beweglich an der Basis befestigt ist, welches dazu geeignet ist,in ine erste laterale Seite des Schuhs einzugreifen, und ein zweites Eingriffselement, das beweglic an der Basis befestigt ist, welches dazu geeignet ist, in eine zweite laterale Seite des Schuhs gegen- über der ersten lateralen Seite des Schuhs einzugreifen.
<Desc/Clms Page number 2>
In einer anderen beispielhaften Ausführungsform wird eine Snowboard-Bindung geschaffen, die eine Basis umfasst, ein erstes, an der Basis befestigtes, Eingriffselement, das dazu geeignet ist, in eine erste laterale Seite des Schuhs einzugreifen, ein zweites Eingriffselement, das an der Basis beweglich befestigt und dazu geeignet ist, in eine zweite laterale Seite des Schuhs gegenüber der ersten lateralen Seite des Schuhs einzugreifen, und eine Beinstütze mit hohem Rückteil, die an der Basis befestigt ist.
In einer weiteren beispielhaften Ausführungsform wird eine Snowboard-Bindung geschaffen, die eine Basis mit einer Basisplatte umfasst, welche dazu geeignet ist, eine Sohle des Snowboard- Schuhs aufzunehmen ; erstes Eingriffselement, das an der Basis befestigt ist und dazu geeignet ist, in eine erste laterale Seite des Schuhs einzugreifen ;
ein Paar Eingriffsfinger, die dazu ge- eignet sind, in eine zweite laterale Seite des Schuhs gegenüber der ersten lateralen Seite des Schuhs einzugreifen, wobei das Paar Eingriffsfinger einen vorderen Eingriffsfinger und einen hinte- ren Eingriffsfinger umfasst, wobei das Paar Eingriffsfinger an der Basis schwenkbar für eine Bewe- gung zwischen einer offenen Position und einer geschlossenen Position befestigt ist, wobei das Paar Eingriffsfinger so befestigt ist, dass sich der hintere Eingriffsfinger weiter über die Basis er- streckt als der vordere Eingriffsfinger, wenn sich die Eingriffsfinger in der offenen Position befinden.
In einer weiteren beispielhaften Ausführungsform wird eine Snowboard-Bindung geschaffen, umfassend eine Basis ; einbewegliches Eingriffselement, das an der Basis befestigt und dazu geeignet ist, sich zwischen einer offenen Position und einer geschlossenen Position zu bewegen, wobei das bewegliche Eingriffselement den Schuh in der Bindung festlegt ;
einen Übertotpunkt- sperrmechanismus, der dazu geeignet ist, das bewegliche Eingriffselement in der geschlossenen Position zu verriegeln, wobei der Verriegelungsmechanismus eine Nockenoberfläche umfasst, die mechanisch mit dem beweglichen Eingriffselement gekoppelt ist, und einen mit Nocken versehe- nen Sockel, der dazu geeignet ist, die Nockenoberfläche aufzunehmen, wenn sich das bewegliche Eingriffselement in der geschlossenen Position befindet, wobei der Verriegelungsmechanismus so angeordnet ist, dass eine Hebekraft, die am beweglichen Eingriffselement durch den Snowboard- Schuh erzeugt wird, wenn sich das Eingriffselement in der geschlossenen Position befindet, die Nockenoberfläche in den mit Nocken versehenen Sockel setzt, wodurch das Eingriffselement in der geschlossenen Position gehalten wird.
Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden nachfolgend anhand von in den angeschlossenen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Perspektivansicht zweier Bindungen gemäss der vorliegenden Erfindung, die beide an einem Snowboard befestigt sind und einen Schuh aufnehmen, Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht entlang der Linie 2-2 der Fig. 3, welche die Art und Weise zeigt, in der ein Fahrer in eine Bindung gemäss einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung einsteigt.
Fig. 3 gibt eine Perspektivan- sicht der Zwei-Hebel-Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wieder, Fig. 4 ist eine Draufsicht der Bindung gemäss Fig. 3 ; 5 veranschaulicht eine Querschnittsansicht entlang der Linie 5-5 der Fig. 4 eines Bindungsverriegelungsmechanismus gemäss einer Ausführungsform der Erfindung, Fig. 6A gibt eine Querschnittsansicht entlang 6-6 der Fig. 5 wieder, die den Verriegelungs- mechanismus in der geschlossenen Position zeigt ; 6B zeigt die Querschnittsansicht ebenfalls entlang 6-6 der Fig. 5, die den Verriegelungsmechanismus in der zum Verriegeln bereiten Position zeigt ;
Fig. 6C stellt die Querschnittsansicht wieder entlang 6-6 der Fig. 5 dar, die den Verriege- lungsmechanismus in der offenen Position zeigt ; 7 ist eine vereinfachte Draufsicht, die eine Anzahl von Winkeln zeigt, welche für die Befestigung der Eingriffselemente und Schwinghebel des Verriegelungsmechanismus gemäss einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung relevant sind ; Fig. 8 zeigt eine vereinfachte, schematische Draufsicht, die teilweise weggebrochen ist, um die Einzelheiten des Verriegelungsmechanismus gemäss einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zu zeigen ; 9 veranschaulicht eine Querschnittsansicht entlang der Linie 9-9 der Fig.
8, welche einen Schuh zeigt, der in die Zwei-Hebel-Ausführungsform der vorliegenden Erfindung einsteigt, wobei sich beide Verriegelungsmechanismen in der offenen Position befinden ; 10 stellt eine Querschnittsansicht entlang der Linie 9-9 der Fig. 8 dar, welche einen Schuh zeigt, der in Eingriff mit der Zwei-Hebel-Ausführungsform der vorliegenden Erfindung steht, wobei sich beide Verriegelungsmechanismen in der geschlossenen Position befinden ; 11 gibt eine teilweise Schnittansicht von oben der Ein-Hebel-Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wieder;
Fig. 12 ist eine Querschnittsansicht entlang der Linie 12-12 der Fig. 11, die die Ein-Hebel-Ausfüh-
<Desc/Clms Page number 3>
rungsform in der offenen Konfiguration zeigt ; 13 zeigt eine Querschnittsansicht entlang der Linie 12-12 der Fig. 11, die die Ein-Hebel-Ausführungsform in der geschlossenen Konfiguration zeigt ; Fig. 14 schliesslich stellt eine Querschnittsansicht entlang der Linie 12-12 der Fig. 11 dar, welche die Ein-Hebel-Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt, die verhindert, dass sich der Verriegelungsmechanismus an der nach der Mitte zu gelegenen Seite der Bindung verriegelt, weil der Verriegelungsmechanismus an der lateralen Seite noch nicht die zur Verriegelung bereite Position erreicht hat.
Fig. 1 ist eine schematische Perspektivansicht eines Snowboard-Schuhpaares 1, das an einem Snowboard 5 über ein Paar Bindungen 3 gemäss einer beispielhaften Ausführungsform der v @rlie- genden Erfindung befestigt ist. Die Bindungen 3 umfassen jeweils ein Paar Eingriffselement für den Eingriff in die lateralen Seiten der Schuhe, und einen Griff 41. Die Bindung ist so konst uiert und angeordnet, dass die Eingriffselemente den Schuh 1 automatisch in der Bindung verriegeln, wenn der Fahrer in die Bindung einsteigt, ohne dass dazu eine Betätigung des Griffes 41 notwendig ist Der Griff 41 wird nur dazu verwendet, die Bindung von einer verriegelten Position in eine e trie- gelte Position zu bewegen, und dies kann ohne wesentlichen Kraftaufwand durch den Fahrer erfol- gen.
Die Bindung der vorliegenden Erfindung ermöglicht ein rasches und einfaches Verbinden und ein ebensolches Freigeben der Schuhe des Fahrers mit dem Snowboard. Vor dem Beginn < ines Laufs steigt der Fahrer einfach in die Bindungen 3, wodurch die Eingriffselemente automatis die Schuhe 1 am Snowboard 5 befestigen. Nach Beendigung des Laufs kann der Fahrer den Grff 41 der hinteren Bindung hochheben, um die Bindung zu lösen und den hinteren Schuh freizug ben, wodurch der Fahrer das hintere Bein verwenden kann, um das Snowboard zum Sessellift en lang zu schieben. Nachdem der Griff 41 hochgehoben wurde und der Fahrer aus der Bindung a sge- stiegen ist, nimmt die Bindung 3 automatisch die offene Position ein, in der sie dazu bereit ist den Schuh aufzunehmen und automatisch in ihn einzugreifen.
Somit kann der Fahrer, nachdem er vom Lift ausgestiegen ist, einfach in die Bindung einsteigen, um den Schuh automatisch zu verriegeln und den nächsten Lauf zu beginnen.
Wenngleich die Bindung der vorliegenden Erfindung diesbezüglich nicht eingeschränkt ist, bietet die Befestigung einer Schuhschaft-Stütze mit hohem Rückteil an der Bindung einen we ent- lichen Vorteil. Insbesondere wird bei manchen Schuh- und Bindungssystemen einschliesslich Ein- stiegssystemen für weiche Schuhe der hohe Rückteil am Schuh anstatt in der herkömmlichen Weise an der Bindung befestigt. Diese Systeme umfassen typischerweise ein Bindungsein riffs- element, das sich an jeder lateralen Seite der Bindung für den Eingriff mit einer entsprech den zusammenpassenden Einrichtung am Snowboard-Schuh befindet.
Herkömmlicherweise is das Bindungseingriffselement an einer Seite des Schuhs unbeweglich befestigt, und das Eingrifrsele- ment auf der anderen Seite kann von einer offenen Position, in welcher der Fahrer in die Bin ung einsteigen kann, in eine geschlossene Position bewegt werden, weiche den Schuh in der Bin ung verriegelt. Um in eine solche Bindung einzusteigen, senkt der Fahrer typischerweise seinen huh von einer Position direkt über der Bindung ab und richtet die entsprechende zusammenpas nde Einrichtung des Schuhs am unbeweglichen Eingriffselement aus. Danach senkt der Fahr r die andere Seite des Schuhs ab, was einen Auslöser aktivieren kann, um das bewegliche Eingrif sele- ment in die geschlossene Position zu bringen, wenn es sich bei der Bindung um ein Eins iegs- system handelt.
Wenn es sich bei der Bindung nicht um eine Einstiegskonstruktion handelt, betätigt der Fahrer einen Griff oder Hebel, um die Bindung in die geschlossene Konfiguration zu bringe
Um die zusammenpassende Einrichtung des Schuhs mit dem unbeweglichen Eingriffsele ment im oben beschriebenen herkömmlichen Bindungssystem auszurichten, muss der Fahrer typi her- weise den Schuh zur Seite der Bindung hin neigen, auf der das unbewegliche Eingriffsele ent befestigt ist, so dass der Schuh anfänglich auf dieser Seite der Bindung tiefer ist als auf der ande- ren. Erst nachdem das unbewegliche Eingriffselement mit der entsprechenden Vorrichtun am Schuh zusammengepasst wurde, senkt der Fahrer die andere Seite des Schuhs in den Eingriffmit der Bindung. Dieser Einstiegsvorgang ist relativ einfach, wenn der hohe Rückteil am Schuh befes- tigt ist.
Jedoch würde es beim Einstieg in eine Bindung mit einem unbeweglichen Eingriffselement zu Schwierigkeiten kommen, wenn der hohe Rückteil direkt an der Bindung befestigt wäre. I sbe- sondere ist der hohe Rückteil von der Ferse der Bindung herkommlicherweise nach oben und nach vorne geneigt, so dass ein an der Bindung befestigter hoher Rückteil für den Fahrer ein Hinc ernis
<Desc/Clms Page number 4>
bei dem Versuch darstellen würde, den Schuh in die Bindung zu senken und gleichzeitig den Schuh auf eine Weise zu neigen, die notwendig ist, um dessen zusammenpassende Einrichtungen am unbeweglichen Eingriffselement der Bindung auszurichten.
Wenngleich es für den Fahrer möglich wäre, diese Ausrichtung durchzuführen und den Vorgang des Einstiegs in die Bindung abzuschliessen, würde der Einstiegsprozess unkomfortabler und schwieriger sein als erwünscht.
Um die zuvor genannten Probleme zu lösen, betrifft eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eine Einstiegsbindung, bei der das Eingriffselement an beiden Seiten von einer offenen in eine geschlossene Position bewegt werden kann. Wenngleich diese Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in dieser Hinsicht nicht beschränkt ist, erleichtert sie den Vorgang des Einstiegs in die Bindung, wenn die Bindung einen daran befestigten hinteren Rückteil umfasst. Das Anbringen des hohen Rückteils direkt an der Bindung anstatt am Schuh führt zu einem Schuh- und Bindungssystem, dass für die Fahrer herkömmlicher und vertrauter ist, da, wie oben diskutiert, herkömmliche Riemenbindungen für weiche Snowboard-Schuhe typischerweise einen hohen Rückteil umfassen, der an der Ferse der Bindung befestigt ist.
Darüber hinaus wird die Konstruktion des Schuhs durch das Entfernen des hohen Rückteils vom Schuh einfacher, und es lässt sich dadurch mit dem Schuh bequemer gehen, was für Fahrer, die sich an das einfache Gehen in weichen Snowboard-Schuhen gewöhnt haben, ein wesentliches Merkmal darstellt.
Fig. 2-11zeigt eine Ausführungsform einer Bindung gemäss der vorliegenden Erfindung. Die Art und Weise, in der der Fahrer in die Bindung einsteigt, wird unter Bezugnahme auf Fig. 2 beschrieben, welche einen Snowboard-Schuh 1 während des Einstiegs in die Bindung 3 veranschaulicht, die am Snowboard 5 befestigt ist. Fig. 2 ist eine Querschnitts-Seitenansicht der Bindung, welche nur eines des Paares von beweglichen Eingriffselementen 7 in einer offenen Position zeigt. Die Bindung 3 umfasst weiters eine Basisplatte 9, an der das bewegliche Eingriffselement 7 befestigt ist, sowie einen Fersenbogen 11, der ebenfalls an der Basisplatte befestigt ist.
In der dargestellten Ausführungsform sind die Eingriffselemente 7 drehbar an der Bindungsplatte 9 zur Drehung zwischen der offenen Position von Fig. 2, in der das Eingriffselement nach oben weg von dem Schuh gedreht wird, zu einer in Fig. 6A dargestellten geschlossenen Position befestigt, in der das Eingriffselement sich nach unten in eine Position gedreht hat, in der es in den Schuh eingreift und sich in einer im wesentlichen horizontalen Konfiguration im wesentlichen parallel zur Basisplatte 9 erstreckt.
In der in den Figuren gezeigten Ausführungsform besitzt jedes bewegliche Eingriffselement 7 ein Paar Eingriffsfinger 15 und 17 und ist dazu geeignet, in einen Snowboard-Schuh mit einem Paar Aussparungen 19 und 21 einzugreifen, die sich an der zur Mitte hin gerichteten Seite und der lateralen Seite des Schuhs befinden. Die lateralen Aussparungen können im Schuh über einen Übergangsteil 23 geschaffen werden, wie dies in der gleichzeitig anhängigen US-Anmeldung Nr. 08/584.053 (DE 196 16 559 C2) beschrieben ist, die hierbei durch Referenz aufgenommen wird, bei der es sich um einen einteiligen formgepressten Kunststoffteil handelt, der an die Sohle des Schuhs angebracht ist.
Es sollte jedoch so verstanden sein, dass die Erfindung in dieser Hinsicht nicht eingeschränkt ist, und dass die Bindung der vorliegenden Erfindung mit Schuhen verwendet werden kann, die dazu geeignet sind, auf andere Arten und Weisen in die Eingriffselemente der Bindung einzugreifen. Weiters sollte beachtet werden, dass, obwohl die Verwendung zweier beabstandeter Eingriffsfinger an einer Seite des Schuhs dadurch Vorteile mit sich bringt, dass sie den Eingriff zwischen der Bindung und dem Schuh stärken, insbesondere dann, wenn die Schuhaussparungen in einer Plastik-Übergangsfläche ausgebildet sind, die vorliegende Erfindung nicht auf eine Bindung beschränkt ist, die ein Eingriffselement mit zwei Eingriffsfingern an einer Seite des Schuhs verwendet.
Um in die Bindung gemäss Fig. 2-11 einzusteigen, wird das Eingriffselement 7 an jeder Seite der Bindung zuerst wie unten diskutiert in die offene Position gestellt. Danach setzt der Fahrer den Schuh in die Vorderseite der Bindung und schiebt die Ferse in die vom Pfeil A in Fig. 2 angezeigte Richtung nach hinten. Während der Fahrer den Schuh nach hinten in die Bindung schiebt, behält er mit dem Ballenbereich des Fusses 24 den Kontakt mit einer Auflage 29 bei, die sich aus den unten diskutierten Gründen am Snowboard befindet, und schiebt den Schuh nach hinten, bis die Ferse in die Schuhschaft-Stütze mit hohem eingreift, in welcher Stellung die Aussparungen 19 und 21 an den Eingriffsfingern 15 und 17 ausgerichtet und über diesen angeordnet sind.
An diesem Punkt senkt der Fahrer die Ferse des Schuhs, wodurch er die beweglichen Eingriffselemente 7 auf
<Desc/Clms Page number 5>
@ eine unten beschriebene Weise auslöst, so dass sie sich in Eingriff mit dem Schuh bewegen und den Fahrer in der Bindung verriegeln.
Wenn der Fahrer in der oben beschriebenen Weise in die Bindung steigt, wird der Schuh ie in Fig. 2 dargestellt geneigt, so dass die Ferse des Schuhs im Hinblick auf die Grundplatte mehr a ige- hoben wird als die Zehen. In einer Ausführungsform der Erfindung ist die Bindung entsprec end geeignet, um auf eine unten diskutierte Weise den Eingriff mit dem Schuh in dieser Ausrichtung zu erleichtern. Insbesondere erstreckt sich, wie in Fig. 2 dargestellt, der hintere Eingriffsfinge 15, wenn sich die Bindung in der offenen Konfiguration befindet, mehr oberhalb der Basis-platte als der vordere Eingriffsfinger 17, wodurch er der Konfiguration der hinteren und vorderen Aussp run- gen 19 und 21 entspricht, wenn der Fahrer in die Bindung einsteigt.
In der geschlossenen Ko igu- ration sind der hintere und der vordere Eingriffsfinger 15 und 17 jedoch in einer Ebene ausgerichtet (d. h. sie erstrecken sich um den selben Abstand oberhalb der Basisplatte), um der Konfiguration des Schuhs zu entsprechen, nachdem die Ferse des Schuhs nach unten auf die Bindungsplatte abgesenkt wurde.
Die in Fig. 2-11 1 dargestellte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Bindung satz, welcher eine Anzahl von Merkmalen umfasst, die, wenngleich vorteilhaft, doch nicht wese tlich sind. Zum Beispiel umfasst der Satz eine Niederhaltescheibe 25 (Fig. 3), die in einer Öffnung ( icht dargestellt) in der Basisplatte 9 der Bindung aufgenommen ist und umfasst eine Anzahl an Loc lern zur Aufnahme von Schrauben 27, welche die Bindung am Snowboard 5 befestigen. Die Haltes hei- be ermöglicht die Einstellung der Drehausrichtung der Basisplatte relativ zum Snowboard. Der Bindungssatz umfasst weiters die Auflage 29, die sowohl vor als auch hinter der Basispla te 9 angeordnet ist.
Die Auflage 29 besitzt eine Dicke, die im wesentlichen gleich der Dicke der B asis- platte ist, und hilft dabei, einen stabilen Fussbereich für den Schuh zu schaffen, wenn dieser indie Bindung aufgenommen wird. Ein hoher Rückteil 13 kann an dem Fersenbogen 11 an beiden S iten der Bindung mittels einer Schraube 31 mit einer zugehörigen Mutter 33 befestigt sein, die in e nem länglichen Schlitz 35 aufgenommen ist. Der Schlitz 35 ermöglicht es, dass der Befestigungs unkt der Bindung entlang beider Seiten der Bindung vorwärts und rückwärts eingestellt wird.
Diese Ein- stellbarkeit ermöglicht es, dass die Bindung um eine Achse gedreht werden kann, die im we ent- lichen normal zur Basisplatte 9 ist, was eine Anzahl an Vorteilen bietet, wie dies im US-P tent Nr. 5. 356.170 beschrieben ist, das hiermit durch Referenz aufgenommen ist.
Der Fersenbogen 11 ist an der Basisplatte 9 mittels einer Gruppe von vier Schrauben 37 b fes- tigt (Fig. 3-4). In einer Ausführungsform der Erfindung wird ein Einstellbarkeitsmerkmal gesch en, so dass die Position des Fersenbogens entlang der Längsachse der Basisplatte 9 eingestellt wer- den kann. Auf diese Weise kann eine einzige Fersenbogen- und Basisplattenkombination einge- stellt werden, um Schuhe unterschiedlicher Grösse aufzunehmen. In der dargestellten Ausführ ngs- form wird das Einstellbarkeitsmerkmal durch eine Vielzahl an Löchern 39 geschaffen, die am Fer- senbogen 11 für jede Schraube 37 vorhanden sind.
Es sollte jedoch so verstanden werden, dass das Einstellbarkeitsmerkmal auch auf viele andere Arten geschaffen werden kann, wie zum Bei- spiel durch Schaffung einer Vielzahl an beabstandeten Löchern in der Basisplatte anstatt im Fer- senbogen, um jede der Schrauben 37 aufzunehmen.
Wie oben beschrieben, umfasst eine Ausführungsform der Erfindung ein bewegliches Eingriffs- element 7, welches sowohl an der der Mitte zugewandten Seite als auch der lateralen Seit der Bindung angeordnet ist. Diese Eingriffselemente sind ident mit jenen, die in der gleichzeitig a hän- gigen US-Patentanmeldung Nr. 08/655.021 beschrieben werden, welche hiermit durch Ref renz aufgenommen wird.
Wie in den Figuren dargestellt, sind in einer Ausführungsform der Erfin ung die Eingriffsfinger dazu geeignet, mit einem Schuh verträglich zu sein, bei dem die oberen ber- flächen 19U und 21 U (Fig. 2 und 6A-C) der Schuhaussparungen von der hinteren Seite der Aus- sparung bis zur Kante des Schuhs nach oben geneigt sind, und die unteren Aussparungs ber- flächen 19L und 21L nach unten geneigt sind, so dass jede Aussparung an ihrem äusseren U fang aufgeweitet ist, um das Einfügen des Eingriffselementes 7 zu erleichtern. Die untere Oberfläche eines jeden Eingriffsfingers 15 und 17 kann ebenfalls nach oben geneigt sein, um dem WinkelI der unteren Aussparungsoberflächen 19L und 21Lzu entsprechen, wie dies bei 17L in Fig. 6A d rge- stellt ist, um das Zusammenpassen der Aussparungen mit den Eingriffselementen weiter zu er- leichtern.
Wenn diese Winkel zusammengepasst sind, liegt die untere Oberfläche 17L des Ein riffs- elementes bündig an der unteren Oberfläche 21L der Aussparung an, wenn die Bindung gesc los-
<Desc/Clms Page number 6>
sen ist. Beispiele für Winkel, die für die Aussparungsoberflächen und die Eingriffselementfinger geeignet sind, umfassen Winkel, die von 10-25 reichen. Es sollte jedoch anerkannt werden, dass die vorliegende Erfindung nicht auf einen bestimmten Winkelbereich beschränkt ist oder sogar er- fordert, dass die Aussparung und/oder die Eingriffsfinger überhaupt geneigt sein müssen.
Das einzi- ge, das gefordert wird, ist, dass das Eingriffselement und die Aussparung zueinander passende Formen besitzen, die es dem Fahrer ermöglichen, in die Bindung einzusteigen, und die ausrei- chende Eingriffskräfte schaffen, um den Schuh in der Bindung zu halten, wenn die Bindung ge- schlossen wird.
Jedes der beweglichen Eingriffselemente 7 ist mechanisch an einen Auslöser 39 auf eine unten diskutierte Weise angekoppelt, so dass, wenn der Fahrer nach unten auf den Auslöser 39 tritt, die Eingriffsfinger 15 und 17 mit den Aussparungen auf der Seite des Schuhs in Eingriff ge- bracht werden. In einer Ausführungsform der Erfindung umfasst die Bindung einen aktiven Verriege- lungsmechanismus für jedes Eingriffselement, so dass der Verriegelungsmechanismus, nachdem der Fahrer auf den Auslöser 39 gestiegen ist und ihn über einen instabilen Auslösepunkt geführt hat, das bewegliche Eingriffselement 7 in eine vollkommen geschlossene Position bringt, wobei die Bindung geschlossen und der Schuh zwischen den Eingriffselementen an der zur Mitte hin gerich- teten und der lateralen Seite der Bindung gehalten wird.
Danach kann die Bindung durch Betäti- gung des Griffpaares 41 geöffnet werden, die ebenfalls auf die unten beschriebene Weise mecha- nisch an die Eingriffselemente angekoppelt sind.
In den in den Figuren gezeigten Ausführungsformen ist der Schuh 1 mit einer Sohlenausspa- rung 43 (Fig. 2 und 6A-6C) an beiden Seiten des Schuhs ausgestattet, die dazu geeignet ist, den Auslöser 39 aufzunehmen. Diese Aussparung kann im Übergangsteil 23 oder auf zahlreiche ande- re Arten und Weisen geschaffen werden. Die Aussparung 43 erlaubt es der Bodenfläche des Schuhs, flach auf der Bindungsplatte 9 zu sitzen, wenn die Bindung vollkommen geschlossen ist, wie dies in Fig. 6A und 10 dargestellt ist, ohne dabei vom Auslöser 39 gestört zu werden. Weiters kann der Fahrer die Aussparungen 43 dazu verwenden, um den Schuh mit der Bindung auszurich- ten, um sicherzustellen, dass der Schuh richtig positioniert ist, um das Ende der Eingriffselemente 7 aufzunehmen, wenn der Fahrer auf die Auslöser steigt.
Wenngleich jedoch die Sohlenaussparun- gen eine Anzahl an Vorteilen bieten, sollte anerkannt werden, dass die Erfindung nicht auf die Ver- wendung mit einem Schuh beschränkt ist, der solche Aussparungen aufweist. Zum Beispiel kann der Bindungsmechanismus so konstruiert sein, dass sich der Auslöser nicht parallel zur Bindungs- platte in der verriegelten Position erstreckt, sondern stattdessen in einer Aussparung aufgenom- men wird, die in der Bindungsplatte vorhanden ist, wenn sich die Bindung in der verriegelten Position befindet.
In den beispielhaften Ausführungsformen der Erfindung, die in den Figuren dargestellt sind, umfasst die Bindung einen Kipphebel 45, der das Eingriffselement 7 mechanisch an den Auslöser 39 ankoppelt. Der Kipphebel ist um eine Achse 18 (Fig. 5 und 6A-C) schwenkbar an der Basis- platte 9 befestigt. Der Auslöser 39 ist an dem Kipphebel 45 fixiert. Diese Teile können aus einem einzelnen formgepressten Kunststoffteil oder aus anderen geeigneten Materialien hergestellt sein.
In der dargestellten Ausführungsform handelt es sich bei dem Eingriffselement 7 um ein Metallteil, der mit einem Paar Stangen 47 unbeweglich am drehbaren Kipphebel befestigt ist. Die Stangen 47 erstrecken sich durch Löcher in den Eingriffselementen 7 und dem Kipphebel 45 und sind über eine Scheibe (nicht dargestellt) unterhalb des Kipphebels vernietet. Es sollte anerkannt werden, dass die Eingriffselemente alternativ dazu auf viele andere Arten und Weisen an der Bindung befes- tigt werden können. Zum Beispiel können die Eingriffselemente 7 als Teil eines einteiligen Teiles einschliesslich dem Kipphebel 45 und dem Auslöser 39 auch spritzgegossen werden.
Der Kipphebel 45, das Eingriffselement 7 und der Auslöser 39 sind so angeordnet, dass, wenn sich die Bindung in der offenen Position befindet, der Fahrer ohne Störung durch das Eingriffsele- ment 7 auf die oben beschriebene Weise in die Bindung und auf den Auslöser 39 steigen kann.
Weiters wird, wenn sich die Bindung in die geschlossene Position bewegt, das Element 7 in Eingriff mit den Schuhaussparungen 19 und 21 gebracht. Der Kipphebel 45, das Eingriffselement 7 und der Auslöser 39 sind vorzugsweise so dimensioniert und konfiguriert, dass der Schuh, der Auslöser und das Eingriffselement wie ein Zahnrad ineinandergreifen, wenn der Fahrer in die Bindung steigt In einer Ausführungsform der Erfindung drehen sich der Kipphebel 45 und in der Folge der Aus- löser 39 und das Eingriffselement 7, die daran befestigt sind, von der offenen in die geschlossene
<Desc/Clms Page number 7>
Position um einen Winkel A (Fig. 6C), der etwa 30 gross ist.
Es ist jedoch verständlich, dass urch Veränderung der Abmessungen des Auslösers 39 und des Eingriffselementes 7 sowie des Dreh- winkels des Kipphebels eine Anzahl unterschiedlicher Konfigurationen erzielt werden kann. Esist einzig erforderlich, dass die Bindung so angeordnet ist, dass, wenn sie sich in der offenen Pos ition befindet, der Fahrer in die Bindung und auf den Auslöser 39 ohne Störung durch das Eingriff sele- ment 7 steigen kann, und so, dass durch das Treten auf den Auslöser das Element 7 in Eingri mit den Schuhaussparungen gebracht wird, wenn die Ferse nach unten in die Bindung bewegt wird
Die Form der Sohlenaussparungen 43 (Fig. 6A-6C) am Schuh kann verändert werden, undie Geschwindigkeit zu steuern, mit der sich das Eingriffselement 7 schliesst, wenn der Schuh auf den Auslöser tritt.
In den gezeigten Ausführungsformen ist die obere Oberfläche der Aussparung von der Innenseite des Fusses zur Aussenseite hin gekrümmt und an einen Radius an der oberen ber- fläche des Auslösers angepasst. In einer Ausführungsform besitzt der Radius für jeden Bogen einen Wert von etwa 15 mm Der Bogen an der oberen Oberfläche der Aussparung führt dazu, dass sich das Eingriffselement rascher schliesst, als wenn die Aussparung eine rechteckige Form aufw isen würde. Der Auslöser erstreckt sich leicht über das Eingriffselement hinaus und besitzt in einer Ausführungsform eine Länge von etwa 25 mm.
Um die oben beschriebenen Aufgaben der Übereinstimmung der Konfiguration der Eingri sfin- ger 15 und 17 mit den Schuhaussparungen beim Einsteigen des Fahrers in die Bindung zu lesen, wird jedes Eingriffselement 7 in einem Winkel relativ zur Drehachse des Kipphebels am Kipp ebel 45 befestigt, so dass die hinteren Eingriffsfinger 14 von der Drehachse des Kipphebels weiter weg zum Schuh hin versetzt werden als die vorderen Eingriffsfinger 17. Als Ergebnis dieser Versetzung der Eingriffsfinger von der Drehachse des Kipphebels weg erheben sich die hinteren Eingriffs ger 14, wenn der Kipphebel zur offenen Position geschwenkt wird, höher über die Oberfläche der Grundplatte als die vorderen Eingriffsfinger 17.
In einer in Fig. 7 dargestellten Ausführungsformder Erfindung ist jedes Eingriffselement 7 relativ zum Kipphebel so angeordnet, dass eine Lini 73, welche durch die Mittelpunkte 75 der Radien, die die Eingriffsfinger 15 und 17 begrenzen, hin urch verläuft, in einem Winkel C relativ zur Drehachse 77 des Kipphebels versetzt wird. In einer us- führungsform der Erfindung besitzt der Winkel C einen Wert innerhalb eines Bereiches von 0 15 , und in einer bestimmten Ausführungsform weist er einen Wert von etwa 6,1 auf.
Es sollte anerkannt werden, dass der Schuh auf der zur Mitte hin gerichteten und der late alen Seite unterschiedlich geformt ist. Um somit sicherzustellen, dass die Eingriffselemente 7 auf k rek- te Weise mit dem Schuh an beiden Seiten zusammenpassen, unterscheidet sich in einer Au füh- rungsform der Erfindung die Ausrichtung der Drehachsen für den Kipphebel an der zur Mitt hin gerichteten Seite von jener an der lateralen Seite der Bindung. Insbesondere ist jeder Kipphe so ausgerichtet, dass in der geschlossenen Position die Mitte 75 des Radius für jeden der Eingri sfin- ger etwa in der Mitte des Radius für seine entsprechenden Schuhaussparungen 19,21 angeo dnet ist.
An der lateralen Seite ist der Schuh so geneigt, dass die Linie 73, welche durch die zwei ittel- punkte 75 der Eingriffsfinger und der Aussparungen hindurchgeht, in einem Winkel D relati zur Mittelachse der Bindungsplatte angeordnet ist. In einer Ausführungsform der Erfindung sin die Aussparungen an der lateralen Seite des Schuhs so angeordnet, dass der Winkel D gleich twa 4,5 ist. An der zur Mitte hin gerichteten Seite ist die Linie 73, welche durch die Mittelpunkte 7 der Eingriffsfinger und der Aussparungen hindurchgeht, in einem grösseren Winkel E relativ zur ittel- linie des Schuhs angeordnet In einer Ausführungsform der Erfindung ist der Winkel E etwa leich 12,6 .
Wie aus dem zuvor Erwähnten zu erkennen ist, werden, um sicherzustellen, dass die Ein riffs- finger in der geschlossenen Konfiguration die oben beschriebene Ausrichtung relativ zur Mitt llinie der Bindung aufweisen, und um sicherzustellen, dass sich das hintere Eingriffselement in der offe- nen Konfiguration anhebt, um auf den Schuh des Fahrers zu treffen, wenn die Ferse über die Bin- dungsplatte angehoben wird, die Kipphebel so an der Bindungsplatte befestigt, dass ihre Dre ach- sen 77 relativ zur Mittelachse der Bindungsplatte geneigt sind.
Insbesondere ist der Kippheb I auf der lateralen Seite des Schuhs so befestigt, dass seine Drehachse in einem Winkel A von etw 1,6 angeordnet ist, wobei dieser Winkel bestimmt wird durch Subtraktion des 4,5 grossen Winkels D, der erforderlich ist, um mit dem Winkel der Aussparungen im Schuh verträglich zu sein, vo der 6,1 grossen Winkelverschiebung, die sicherstellt, dass der hintere Eingriffsfinger höher als das vor- dere Eingriffselement angehoben wird, wenn die Bindung offen ist.
Auf ähnliche Weise wird der
<Desc/Clms Page number 8>
Kipphebel an der zur Mitte hin gerichteten Seite des Schuhs in einem Winkel B von etwa 6,5 angeordnet, der bestimmt wird durch Subtraktion der 6,1 grossen Winkelverschiebung, welche die Erhöhung des hinteren Eingriffselementes ermöglicht, vom 12,6 grossen Winkel, der der zur Mitte hin gerichteten Seite des Schuhs entspricht.
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung können die relativen Anordnungen der Ein- griffselemente an der zur Mitte hin gerichteten und der lateralen Seite der Bindung weiter einge- stellt werden, um den Eingriff mit dem Schuh zu erleichtern, wenn der Fahrer in die Bindung ein- steigt. Insbesondere wurde entdeckt, dass manche Fahrer beim Einsteigen in die Bindung ihren Schuh so abwinkeln, dass die zur Mitte hin gerichtete Seite des Schuhs tiefer (das heisst näher bei der Bindungsplatte) im Fersenbereich ist als die laterale Seite. Somit ist die Bindung in einer Aus- führungsform der Erfindung so angeordnet, dass die hinteren Eingriffsfinger an der lateralen Seite der Bindung in der offenen Position höher angehoben werden als der hintere Eingriffsfinger an der zur Mitte hin gerichteten Seite.
Es sollte anerkannt werden, dass dies durch Veränderung der Winkel C, mit dem die Eingriffsfinger relativ zur Drehachse des Kipphebels befestigt sind, erzielt werden kann, so dass der Winkel auf der lateralen Seite grösser ist als auf der zur Mitte hin gerich- teten Seite.
Die obige Beschreibung dient ausschliesslich illustrativen Zwecken, und es sollte anerkannt werden, dass die Winkel der Kipphebel relativ zur Bindungsplatte und der Eingriffsfinger relativ zu den Kipphebeln geändert werden können, ohne dadurch vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Der Mechanismus, der das schwenkbare Eingriffselement 7 in der geschlossenen Position auf jeder Seite der Bindung verriegelt, wird nun unter Bezugnahme auf Fig. 5-10 beschrieben. Der Ver- riegelungsmechanismus umfasst den oben diskutierten Hebel 41 und den Kipphebel 45, und einen Arm 53, der auf integrale Weise (d. h. auf unbewegliche Weise) mit dem Hebel verbunden ist. Der Hebel und der Arm sind am Kipphebel 45 um eine Achse 55 schwenkbar befestigt (Fig. 6A-C). Ein Walzenpaar 57 ist seinerseits am Arm 53 um eine Achse 59 schwenkbar befestigt. Die Walzen 57 sind dazu geeignet, in ein Paar mit Nocken versehenen Sockel in der Basisplatte einzugreifen, welches einen oberen mit Nocken versehenen Sockel 61 und einen unteren mit Nocken versehe- nen Sockel 63 umfasst.
In der in den Figuren dargestellten Ausführungsform werden die mit Nocken versehenen Sockel 61 und 63 mittels eines separaten Stückes gebildet, das in Eingriff mit der Bindungsplatte verschraubt ist. Es sollte jedoch verständlich sein, dass auch andere Anordnungen möglich sind, und dass die mit Nocken versehenen Sockel 61 und 63 auf integrale Weise, wie zum Beispiel durch Formguss der gesamten Basisplatte und der Nockenstruktur als einziges Stück, in der Basisplatte ausgebildet werden können. Weiters handelt es sich in der dargestellten Ausfüh- rungsform bei den mit Nocken versehenen Sockeln 61 und 63 jeweils um aneinandergrenzende Oberflächen, welche in beide Walzen 57 eingreifen, die, wie in Fig. 5 dargestellt, an gegenüber- liegenden Seiten des Hebels 41 E angeordnet sind.
Es sollte jedoch verständlich sein, dass jeder der beiden mit Nocken versehenen Sockel 61 und 63 alternativ in ein Paar Sockel aufgeteilt wer- den kann, die jeweils dazu geeignet sind, nur in eine der Walzen 57 einzugreifen.
In der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsform schaffen beide Walzen jeweils eine Nockenoberfläche, die dazu geeignet ist, mit den mit Nocken versehenen Sockeln 61 und 63 zusammengepasst zu werden. Es ist verständlich, dass drehbare Walzen nicht erforderlich sind. In dieser Hinsicht kann der Arm 53 mit Nockenoberflächen ausgestattet werden, die nicht relativ zum Arm rollen, sondern dazu geeignet sind, mit den mit Nocken versehenen Sockeln 61 und 63 zusammengepasst zu werden und dieselbe Funktion auszuführen wie die Walzen 57.
Wenn sich die Bindung in der in Fig. 6C dargestellten offenen Position befindet, sind die Wal- zen 57 in den Sockel gesetzt, der von der unteren Nockenoberfläche 63 bestimmt wird. Die Bin- dung wird durch eine Druckfeder 65, die in einem Kanal zwischen dem Kipphebel 45 und dem Arm 53 angeordnet ist, in der offenen Position gehalten. Die Feder 65 drückt den Arm und den Kipp- hebel voneinander weg. Wenn somit die Walzen 57 in den unteren mit Nocken versehenen Sockel 63 gesetzt werden, verhindert die Feder, dass sich der Kipphebel in Fig. 6C in Uhrzeigerrichtung um seine Schwenkachse 18 dreht, wodurch der Kipphebel in der offenen Position gehalten wird.
Die Drehung des Kipphebels 45 im Gegenuhrzeigersinn wird durch den Eingriff des Hebels 41 in eine Rille 66 in einer Seitenwand der Grundplatte verhindert, die entsprechend zusammengesetzt ist, um den Hebel 41 aufzunehmen.
<Desc/Clms Page number 9>
Fig. 6B zeigt die Bewegung der Verriegelungskomponenten, wenn der Fahrer in die Bind ung und auf den Auslöser 39 steigt. In Fig. 6B hat die innere Oberfläche der Auslöseraussparun 43 des Schuhs 1 des Fahrers den Auslöser 39 berührt und um etwa 10 in Uhrzeigerrichtung vers hoben, so dass der Winkel A zwischen dem Boden des Auslösers und der Bindungsplatte etwa 20 beträgt. Da der Kipphebel 45 und das Eingriffselement 7 unbeweglich am Auslöser 39 befestigt sind, drehen auch sie sich um etwa 10 .
Diese Drehung des Kipphebels 45 in Uhrzeigerrich ung rund um die Schwenkachse 18 führt dazu, dass sich die Schwenkachse 55, um welche herurr der Arm 53 am Kipphebel befestigt ist, hebt, wodurch wiederum die Walzen 57, die am Arm 53 b fes- tigt sind, aus dem unteren Sockel 63 zur der in Fig. 6B gezeigten Position heben, wobei die Walzen 57 eine Spitze 67 zwischen dem oberen und unteren mit Nocken versehenen Sockel 61 und 63 berühren. In der in Fig. 6B dargestellten Position ist der Kontakt zwischen den Walzen und den Nockenoberflächen instabil, da die Walzen in keinem der beiden mit Nocken versehenen S kel sitzen.
In dieser Position führt die Kraft der Druckfeder 65 dazu, dass die Walzen automatisch i die in Fig. 6A gezeigte Position einrasten, in der der Verriegelungsmechanismus das Eingriffseier @ent 7 in den Schuhaussparungen 19 und 21 verriegelt, um den Schuh in der Bindung zu verriegeln.
In der vollkommen verriegelten Position gemäss Fig. 6A werden die Walzen 57 in den S ckel gesetzt, der von der Nockenoberfläche 61 bestimmt wird. Wenn eine Hebekraft vom Schuh e ugt wird, die dazu neigen würde, den Kipphebel gegen den Uhrzeigersinn in die offene Position zu drehen, übersetzt der Kipphebel die Kraft entlang einer Kraftlinie F (Fig. 6A), die sich zwischen den Achsen 55 und 59 erstreckt, um welche der Arm jeweils am Kipphebel 45 und den Walze 57 befestigt ist. Diese Kraftlinie setzt die Walzen 57 in den Sockel 61, wodurch verhindert wird, dass sich der Kipphebel gegen den Uhrzeigersinn drehen und die Bindung sich öffnen kann.
Um mit sicherzustellen, dass die Walzen 57 in dem mit Nocken versehenen Sockel 61 sitzenbleibe , ist theoretisch nur nötig, dass sich die gekrümmte Nockenoberfläche 61 in Gegenuhrzeigerrichtung in Fig. 6A eine geringe Anzahl an Graden über den Punkt hinaus erstreckt, an dem die Kraftli ie F durch die Nockenoberfläche 61 hindurchgeht. In einer Ausführungsform der Erfindung geh die Nockenoberfläche etwa 5-20 über diesen Schnittpunkt mit der Kraftlinie F hinaus, um sich rzustellen, dass trotz Herstellungstoleranzen die Walzen 57 auch bei der Anwendung von Hebek ften auf das Bindungseingriffselement 7 im Sockel sitzenbleiben.
Es sollte erkennbar sein, dass der erriegelungsmechanismus eine Übertotpunktsperranordnung darstellt, denn wenn der Auslöse' 39 ausreichend tief gedrückt wurde, so dass die Walzen 57 hinter die Spitze 67 und in die o@ere Nockenoberfläche 61 geschoben wurden, neigt jede auf die Bindung einwirkende Hebekraft azu, die Walzen 57 in den von der oberen gekrümmten Oberfläche 61 gebildeten Sockel zu setzen, wodurch die Bindung in der geschlossenen Konfiguration gehalten wird.
Weiters ist dieser Verri egelungsmechanismus insoferne vorteilhaft, als dass, wenn das Material, welches die Nocken berflache 61 bildet, sich als Reaktion auf die Anwendung einer Hebekraft auf das Eingriffselem nt 7 wölbt, eine solche Wölbung nicht zur Öffnung der Bindung dient, sondern vielmehr die Walz 57 noch stärker in die Nocke setzt, wodurch sichergestellt ist, dass der Verriegelungsmechanismus verriegelt bleibt.
Wie aus dem Vorhergehenden ersichtlich ist, sind es die Formen und Zusammensetzunge der Nockenoberflächen 61 und der Walzen 57, die sicherstellen, dass die Bindung verriegelt bleib:, so dass die Druckfeder 65 nicht notwendig ist, um die Bindung verriegelt zu halten. Wenn die Bin ung einmal verriegelt ist, würde sie dies auch dann bleiben, wenn die Feder nicht vorhanden wäre.
Somit muss die Feder 65 nur genügend Kraft aufbringen, um die Bindung, wie im Zusammenhang mit Fig. 6C diskutiert, offenzuhalten, und die Bindung aus der instabilen Position von Fig. 6B i die verriegelte Position einzurasten, wenn der Auslöser ausreichend tief gedrückt wurde. Als Ergebnis dessen bietet die Feder dem Fahrer keinen wesentlichen Widerstand, wenn dieser versucht die Bindung zu öffnen.
Um den Verriegelungsmechanismus zu öffnen, wendet der Fahrer eine nach unten geric tete Kraft auf den Hebel 41 in die vom Pfeil B in Fig. 6A gezeigte Richtung an. Diese Kraft auf den Hebel 41 wird teilweise in eine nach unten gerichtete Kraft entlang der Kraftlinie F übersetzt, die, wie oben diskutiert, nicht dazu dient, die Bindung zu öffnen. Jedoch wird die Kraft auf den Hebel 41 auch in ein Moment übersetzt, das den Hebel 41 und den daran befestigten Arm 53 in eine Drehung in eine Gegenuhrzeigerrichtung in Fig 6A rund um die Achse 55 versetzt, um welch der Arm 53 am Kipphebel 45 befestigt ist.
Wenn dieses Moment stark genug ist, um die Kraft der
<Desc/Clms Page number 10>
Druckfeder 65 zu überwinden, dreht sich der Arm 57 gegen den Uhrzeigersinn um die Achse 55, wodurch die Walzen 57 aus ihrem Eingriff mit dem Sockel, der von der Nockenoberfläche 61 bestimmt wird, herausbewegt werden. Nachdem sich die Walzen 57 ein ausreichendes Stück aus der Nockenoberfläche 61 herausbewegt haben, so dass die Kraftlinie F die Spitze 63 überschreitet, welche das Ende der Nockenoberfläche 61 bestimmt, werden die Walzen 57 aus dem oberen Sockel befreit und bewegen sich in die offene Konfiguration von Fig. 6C.
Wie aus dem zuvor Erwähnten erkannt werden kann, schafft die Übertotpunktsperrkonfigura- tion der oben beschriebenen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung einen sicheren Eingriff des Schuhs des Fahrers, so dass die Bindung sich während der Fahrt nicht unversehens öffnet.
Somit verriegelt jedes Eingriffselement 7 den Schuh in der Bindung auf eine nicht-lösbare Weise, das heisst, die Bindung wird sich während eines Laufs nicht öffnen. Jedoch ist nur eine relativ gerin- ge Kraft für den Fahrer notwendig, um die Bindung, falls erwünscht, zu öffnen. Um den Hebel in die offene Position zu drehen, muss der Fahrer nur die relativ geringe Kraft der Druckfeder überwinden, welche den Hebel vorspannt, und dann eine ausreichende Kraft aufbringen, um die Walzen 57 aus der Übertotpunktsperrposition zu bewegen.
Die Hebel an beiden Seiten der Bindung können nach unten gedreht werden, um jeden der beiden Verriegelungsmechanismen zu lösen, wodurch der Fahrer auf einfache Weise aus der Bin- dung aussteigen kann. Alternativ dazu kann der Fahrer einfach den Hebel an der lateralen Seite des Schuhs betätigen, um den lateralen Verriegelungsmechanismus zu öffnen, was zu einem aus- reichenden Abstand führt, damit der Fahrer aus der Bindung aussteigen kann. Nach dem Ausstei- gen aus der Bindung kann der Fahrer den Hebel der zur Mitte hin gerichteten Seite des Schuhs entweder mit der Hand oder mit dem Schuh betätigen, um den zur Mitte hin gerichteten Verriege- lungsmechanismus zu öffnen, um den Wiedereinstieg zu erleichtern.
Fig. 8 ist eine vereinfachte schematische Draufsicht, die abgeschnitten ist, um die Art und Weise zu zeigen, wie der Kipphebel 45 an der Bindungsplatte befestigt ist, und die Art und Weise, wie die Feder 65 zwischen dem Arm 53 und dem Kipphebel 45 befestigt ist. Fig. 8 zeigt auch eine Stange 66, die durch Öffnungen (nicht dargestellt) im Arm 53 und den Walzen 57 hindurchtritt und dazu verwendet wird, um die Walzen am Arm zu befestigen.
Fig. 9 und 10 sind volle Querschnittsansichten entlang der Linie 9-9 der Fig. 8, welche die Art und Weise zeigen, wie die Verriegelungsmechanismen sowohl an der lateralen Seite als auch an der zur Mitte hin gerichteten Seite der Bindung auf einen in die Bindung eintretenden Schuh rea- gieren, indem sie sich von der offenen Position in Fig. 9 zur verriegelten Position von Fig. 10 bewe- gen.
Es ist verständlich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die in den Figuren gezeigte be- stimmte Verriegelungskonfiguration beschränkt ist, da auch andere Konfigurationen möglich sind.
Diese Verriegelungsanordnung wird jedoch in einer Ausführungsform der Erfindung verwendet, weil sie eine kompakte Konstruktion ermöglicht. Insbesondere erstreckt sich die Verriegelungsan- ordnung nicht um einen wesentlichen Abstand seitlich über die Seiten der Bindung, was in jeder Bindungsanordnung vorteilhaft ist, insbesondere aber dort, wo die Bindung Verriegelungsmecha- nismen sowohl an der zur Mitte hin gerichteten als auch an der lateralen Seite umfasst. Zum Beispiel erstreckt sich der Arm 53, der eine Drehung des Kipphebels verhindert, wenn die Bindung verriegelt ist, in erster Linie in eine vertikale anstatt in eine horizontale Richtung. Wenn sich somit die Bindung in der geschlossenen Position von Fig. 6A befindet, ist ein Winkel H, in dem die Achse des Arms relativ zur Vertikalen angeordnet ist, relativ klein.
Dieser Winkel ist vorzugsweise nicht grösser als 30 , und in einer Ausführungsform der Erfindung gleich etwa 19 .
In einer Ausführungsform der Erfindung wird eine Anzahl an Komponenten, die verwendet wer- den, um die Verriegelungsmechanismen an der zur Mitte hin gerichteten und der lateralen Seite der Bindung zu bilden, gemeinsam verwendet, um die Herstellungskosten zu verringern. insbeson- dere können einzelne Komponenten verwendet werden, um jeweils das Eingriffselement 7, den Arm 53, die Walzen 57, die Nockenoberflächen 61,63 und die Feder 65 an der zur Mitte hin ge- richteten und der lateralen Seite der Bindung sowohl für den rechten als auch für den linken Fuss zu bilden.
In einer Ausführungsform der Erfindung werden separate Komponenten an der zur Mitte hin gerichteten und der lateralen Seite der Bindung für den Kipphebel 45 verwendet, aber die zur Mitte hin gerichteten und die lateralen Kipphebel können sowohl für die linke als auch für die rechte Bindung verwendet werden.
<Desc/Clms Page number 11>
Eine andere mögliche Ausführungsform der Erfindung wird unter Bezugnahme auf Fig. 1 -14 gezeigt. Diese Ausführungsform ist in vielen Hinsichten der oben beschriebenen Ausführungs orm ähnlich, und ähnliche Bezeichnungen werden zur Beschreibung ähnlicher Elemente verwendet.
Der wichtigste Unterschied zwischen der Ausführungsform von Fig. 11-14 und der oben bescirie- benen liegt darin, dass die Zwei-Hebel-Anordnung durch einen einzelnen Hebel 91 ersetzt w@ rde, der dazu verwendet wird, um beide beweglichen Eingriffselemente zu betätigen.
In der in Fig. 11-14 gezeigten Ausführungsform ist der Verriegelungsmechanismus für die Bin- dung mit einem Kupplungsmechanismus ausgestattet, der verhindert, dass beide Seiten der Bin- dung verriegelt werden, soferne und bis nicht die andere Seite bereit ist, in die verriegelte Pos ition zu wechseln. Dieses Merkmal der Ein-Hebel-Ausführungsform der Erfindung ist insoferne v teil- haft, als es verhindert, dass ein Fahrer unbeabsichtigterweise eine Seite der Bindung verriegelt, einen Sichthinweis vom Hebel erhält, dass die Bindung verriegelt zu sein scheint, und erst nach Beginn einer Fahrt bemerkt, dass der Schuh nicht in der Bindung gesichert ist. Dies stellt be der oben beschriebenen Zwei-Hebel-Ausführungsform kein Problem dar, da jeder Hebel dem F hrer einen unabhängigen Sichthinweis darauf bietet, dass seine Seite der Bindung verriegelt ist.
Der Einzelhebel 91 ist an einer Verlängerung 93 (Fig. 12-14) der Bindungsplatte rund um ine Schwenkachse 95 befestigt. Der Hebel 91 ist weiters schwenkbar an einem Paar von Verbindu gs- gliedern 97 und 99 befestigt, die jeweils an den Armen 53 des Verriegelungsmechanismus ar der lateralan Seite und der zur Mitte hin gerichteten Seite der Bindung angekoppelt sind. Das Ve bin- dungsglied 97 ist am Arm 53 an der lateralen Seite der Bindung um eine Schwenkachse 101 schwenkbar befestigt, welche an der Achse ausgerichtet ist, um die herum die Walzen 57 ar der lateralen Verbindung 53 befestigt sind.
Auf ähnliche Weise ist das Verbindungsglied 99 am An @ 53 an der zur Mitte hin gerichteten Seite der Bindung um eine Schwenkachse 103 befestigt, di an den Walzen 57 des Verriegelungsmechanismus an der zur Mitte hin gerichteten Seite ausgerichtet ist. Dieses Verbindungsglied 99 wird bei 105 aus Gründen, die weiter unten diskutiert werben, gelenkig gelagert.
Die Ankoppelung des Hebels 91 an die Arme 53 der Verriegelungsmechanismen an beiden Seiten der Bindung durch die Verbindungsglieder 97 und 99 hindert beide Verriegelungsmech nis- men daran, sich zu lösen, soferne nicht und bis nicht der andere ebenfalls bereit ist, in die ve rrie- gelte Position zu wechseln. Fig. 12 und 13 zeigen jeweils die Bindung in ihrer offenen und v rrie- gelten Konfiguration.
Wie aus Fig. 12 ersichtlich, wird der Hebel 91, wenn die Bindung offen ist, gegen den Uhrzeigersinn um seine Schwenkachse 95 in eine solche Position gedreht, dass sic ein Verbindungspunkt 107 am Hebel, woran die Verbindung 97 befestigt ist, nach unten dreht, wo- durch sich die Walze 57, die am anderen Ende der Verbindung 97 befestigt ist, in den untere mit Nocken versehenen Sockel 61 setzen kann Auf ähnliche Weise ist in dieser Konfiguration der Befestigungspunkt 109, an dem die Verbindung 99 am Hebel befestigt ist, so angeordnet, dass sich die Verbindung 99 zur Gänze vom Hebel 91 bis zum zur Mitte hin gerichteten Arm 53 erstr ckt, wenn die zur Mitte hin gerichtete Walze 57 ebenfalls in der unteren Nockenoberfläche 61 sitzt.
Im Gegensatz dazu hat sich in der in Fig. 13 gezeigten verriegelten Position der Hebel 91 i die Uhrzeigerrichtung rund um seine Schwenkachse 95 gedreht, wodurch sich der Befestigungs nkt 107 für die Verbindung 97 nach oben weg von den mit Nocken versehenen Verriegelungsob rflä- chen 61 und 63 bewegt, und wodurch sich der Befestigungspunkt 109 für die Verbindung 99 zu den Nockenoberflächen 61 und 63 an der zur Mitte hin gerichteten Seite der Bindung dreht. enn somit der Fahrer an beiden Seiten der Bindung auf den Auslöser 39 steigt, drehen sich die ipp- hebel 45 der Verriegelungsmechanismen in der oben in Verbindung mit der Zwei-Hebel-Au füh- rungsform beschriebenen Weise nach unten, bis die instabile Position erreicht ist, wo sic@ die Walzen 57 neben den Spitzen zwischen den Nockenoberflächen 61 und 63 befinden.
Wenn c iese instabile, zur Verriegelung bereite Position an beiden Seiten der Bindung erreicht ist, löser die Federn 57 aktiv die Verriegelungsmechanismen aus, die sich daraufhin in ihre geschlossenen Positionen bewegen. Während sich die Verriegelungsmechanismen von der instabilen in die verrie- gelte Position bewegen, dreht sich der Arm 53 an der lateralen Seite der Bindung gegen den Uhr- zeigersinn rund um seine Schwenkachse 55, wodurch die Verbindung 97 geschoben wird un sie daraufhin auf den Hebel 91 einwirkt, so dass sich der Hebel in einer Richtung im Uhrzeigersin um seine Schwenkachse 95 dreht.
Auf ähnliche Weise dreht sich das Verbindungsglied 53, wenn sich der Verriegelungsmechanismus an der zur Mitte hin gewandten Seite der Bindung in die verriegelte
<Desc/Clms Page number 12>
Position bewegt, im Uhrzeigersinn um seine Schwenkachse 55, wobei es auf das Verbindungsglied 99 drückt, das ebenso auf den Hebel 91 einwirkt, um diesen in Richtung des Uhrzeigersinns um seine Schwenkachse 95 in die in Fig. 13 gezeigte geschlossene Position zu drehen. Wie aus Fig.
13 ersichtlich, erstreckt sich das Verbindungsglied 99 in der geschlossenen Position von ihrem Befestigungspunkt 109 am Hebel, wo sie sich unterhalb der den Schuh aufnehmenden Oberfläche 110 der Grundplatte befindet, zum Befestigungspunkt 103 an dem zur Mitte hin gerichteten Hebel 53, der sich über der Ebene der Basisplattenoberfläche 110 befindet. Durch die gelenkige Lage- rung 105 kann sich das Verbindungsglied 99 zwischen diesen zwei Punkten in der geschlossenen Konfiguration erstrecken, ohne durch die den Schuh aufnehmende Oberfläche 110 der Basisplatte hindurchzutreten.
Wie aus dem zuvor Gesagten ersichtlich ist, ist jedes der Verbindungsglieder 97 und 99 so an den Hebel angekoppelt, dass, wenn sich einer der Verriegelungsarme 53 in der offenen Position befindet und nicht zum Verriegeln bereit ist, sie den Hebel davon abhalten, die geschlossene Posi- tion zu erreichen, was wiederum den anderen Arm 53 davon abhält, sich über den Totpunkt zu bewegen und den verriegelten Zustand zu erreichen. Dieses vorteilhafte Merkmal der Ausfüh- rungsform von Fig. 11-14 ist in Fig. 14 dargestellt, wobei der Verriegelungsmechanismus an der zur Mitte hin gerichteten Seite der Bindung rascher niedergedrückt wurde als an der lateralen Seite und die instabile, zum Verriegeln bereite Position erreicht hat.
Da jedoch der Verriegelungsmecha- nismus an der lateralen Seite der Bindung noch nicht die zum Verriegeln bereite Position erreicht hat, verhindert das Verbindungsglied 97, dass sich der Hebel 91 in die Uhrzeigerrichtung dreht, was wiederum verhindert, dass sich das Verbindungsglied 99 zu der zur Mitte hin gerichteten Seite der Bindung bewegt. Somit verhindert das Verbindungsglied 99, dass sich der Arm an der zur Mitte hin gerichteten Seite der Bindung von der Walze 53 in den oberen mit Nocken versehenen Sockel 63 hebt. Dies kann nur dann geschehen, wenn auch der Verriegelungsmechanismus an der lateralen Seite die zur Verriegelung bereite Position erreicht hat, wie dies oben diskutiert wurde.
In der in den Figuren dargestellten Ausführungsform befindet sich der Hebel 91 für erleich- terten Zugang an der lateralen Seite der Bindung. Es ist jedoch verständlich, dass die Erfindung nicht in dieser Hinsicht beschränkt ist, und dass der Hebel alternativ dazu auch auf der zur Mitte hin gerichteten Seite der Bindung positioniert werden kann.
Es ist erkennbar, dass, mit Ausnahme der Verwendung eines einzelnen Hebels 91 und der befestigten Verbindungsglieder 97 und 99, die Ein-Hebel-Ausführungsform von Fig 11-14 ident ist mit der oben diskutierten Zwei-Hebel-Ausführungsform, und dass sie bei Bedarf alle oben in Verbin- dung mit der Zwei-Hebel-Ausführungsform diskutierten optionalen vorteilhaften Merkmale und alternativen Anordnungen umfassen kann.
Wenngleich in den oben diskutierten beispielhaften Ausführungsformen die Eingriffselemente 7 relativ zur Bindungsplatte drehbar sind, um sich von der offenen in die geschlossene Konfiguration zu bewegen, ist verständlich, dass die vorliegende Erfindung nicht in dieser Hinsicht beschränkt ist.
Um das Einsteigen in eine Bindung mit einem daran befestigten hohen Rückenteil zu erleichtern, besteht ein vorteilhaftes Merkmal der vorliegenden Erfindung darin, dass die Eingriffselemente an beiden Seiten des Schuhs beweglich sind, so dass sie sich jeweils in Eingriff mit dem Schuh bewe- gen können, wenn dieser in die Bindung einsteigt, ohne zu erfordern, dass dieses Zusammenpas- sen zwischen einem der Eingriffselemente und dem Schuh durchgeführt wird, bevor das andere Eingriffselement ausgelöst wird. Zusätzlich zu den hierin offenbarten drehbaren Eingriffselementen 7 ist verständlich, dass ähnliche Vorteile mit Eingriffselementen erzielt werden können, die sich auf verschiebbare oder andere Weise relativ zur Bindungsplatte 9 zwischen offenen und geschlos- senen Konfigurationen bewegen.
Wie oben angemerkt, kann eine Anzahl der Bindungskomponenten (z. B. das Eingriffselement 7) aus Metall hergestellt werden. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf eine bestimmte Art des Metalls beschränkt, sondern Beispiele umfassen Edelstahl, Normalstahl und Aluminium. Auf ähn- liche Weise kann eine Anzahl der Komponenten aus einem beliebigen, geeigneten, geformten Kunststoffmaterial hergestellt werden. In einer Ausführungsform der Erfindung sind die geformten Kunststoffteile aus mit langen Glasfasern gefüllten Materialien, wie zum Beispiel Nylon, Polyur- ethan, Polycarbonat und Polypropylen hergestellt. Mit langen Glasfasern gefüllte Materialien sind deswegen von Vorteil, weil sie ihre Schlagfestigkeit bei relativ niedrigen Temperaturen beibehalten, bei denen andere Materialien spröde werden.
Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die
<Desc/Clms Page number 13>
Verwendung mit solchen Materialien beschränkt.
Nachdem nun bestimmte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung beschrieben wutden, sind verschiedene Abänderungen, Modifizierungen und Verbesserungen für Fachleute dieses Be- reiches leicht ersichtlich. Solche Abänderungen, Modifizierungen und Verbesserungen sin@ als innerhalb des Geistes und Umfanges der Erfindung liegend zu betrachten. Demgemäss dien die vorangegangene Beschreibung ausschliesslich beispielhaften Zwecken und ist in keiner Weis < : als einschränkend zu betrachten. Die Erfindung ist nur insoferne eingeschränkt, als sie von den nach- folgenden Ansprüchen und deren Äquivalenten definiert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1 Snowboard-Bindung zum Befestigen eines Snowboard-Schuhs an einem Snowboard mit einer Basis, die geeignet ist, den Snowboard-Schuh aufzunehmen, einem ersten und einem zweiten Eingriffselement, die an der Basis für die Bewegung zwischen einer offenen
Position und einer geschlossenen Position befestigt sind, wobei die Eingriffselemente dazu geeignet sind, in eine erste laterale Seite und die gegenüberliegende laterale Seite des
Schuhs einzugreifen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der beiden Eingriffselement (7) mit einem Übertotpunktverriegelungsmechanismus (57, 61,63) versehen ist, der geeignet ist, die Eingriffselemente in ihrer geschlossenen Position nicht-lösend zu verriegeln.