AT40678B - Verfahren zur Darstellung von im Benzolkern substituierten Thioindigoleukoverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von im Benzolkern substituierten Thioindigoleukoverbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von im Benzolkern substituierten Thioindigoleukoverbindungen. 



     Gemäss Stammpatent   Nr. 35419 wird bei der Einwirkung von   Allkalithiosulfaten   oder Erdalkalithiosulfaten auf 3-Oxy (I) thionaphtencarbonsäure oder   3-Oxy   (I) thionaphten in Gegen- 
 EMI1.1 
 
Neuere Versuche haben nun ergeben, dass diese Reduktion nicht auf   3-Oxy   (I) thio-   naphtencarbonsäuro   und 3-Oxy (I) thionaphten beschränkt ist, sondern dass auch die im Benzolkern substituierten   3-Oxy   (I)   tbionaphtencarbonsäuren   und   3-Oxy   (I) thionaphtene beim Erhitzen mit Alkalithiosulfat in Gegenwart von Glyzerin mit oder ohne Wasser hei Temperaturen über   1000 in dip Leukoverhindungen   der entsprechenden Farbstoffe übergehen. 



    Beispiel L  
15,1 Teile 4-Methylanthranilsäure 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 getragen. Nach Beendigung der Stickstoffentwicktung gibt man 25 Teile Natronlauge (400   Bé.)   und 32 Teile methylschwefelsaures Natron (46prozentig) hinzu und erhitzt 5 bis 6 Stunden auf 1000. Nach dem Erkalten wird filtriert und das Filtrat   angesäuert. IHr   Methylmethylthiiosalicvlsäure 
 EMI1.4 
 fällt als gelblich   gefärbtes   Pulver aus. Sie bildet in reinem Zustande farblose. in heissem Alkohol leicht, in Wasser, Benzol, kaltem Alkohol schwer lösliche Kristalle. 



   Setzt man den   o-Xanthogensäureester   der 4-Methylbenzoesäure nicht, wie oben angegeben, mit methylschwefelsaurem Natron, sondern mit   15   Teilen   Natriumchloracetat   unter sonst gleichbleibenden Bedingungen um, so erhält man die   Methylpheny1thioglycol-o-carbonsäure   
 EMI1.5 
 als gelblich gefärbtes kristallinisches Pulver. Schmelzpunkt bei 194 bis 195 . 



   Zur Darstellung des 6-Methyl-3-oxy(I)thionaphtens und der 6-Methyl-3-oxy(I)thiionaphtencarbonsäure werden 1 Teil methylmethylthiosalicylsaures Natron mit 6 Teilen   At/-     kali und 4   Teilen   Ätznatron   zweckmässig nach Zusatz \on 2 Teilen   Bleinatrium   auf etwa   200 bis 2100,   oder 3 Teile Methylphenylthiioglycol-o-carbonsäure mit 12 Teilen Ätznatron und 1,2 Teilen Wasser auf 180 bis   1900 erhitzt. Nach   dem Erkalten löst man die   Schmelz   in Wasser, filtriert und versetzt mit überschüssiger Salzsäure.

   Das Mcthyloxythionaphten bildet bei 840 schmelzende, an der Luft sich rötlich färbende, mit Wasserdampf flüchtige Kristalle ; die   Methyloxythionaphtencarbonsäure   ist in Wasser schwer, in Alkohol und Alkalien leicht löslich und spaltet beim Erhitzen Kohlensäure ab. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Zur   Überssthrang   in die Dimethylthioindigoleukoverbindung werden 10 Teile 6-Methyl-   3-oxy (I) thionaphtoncarbonsäure   oder die äquivalente Menge 6-Methyl-3-oxy (I)-thionaphten bezw. 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 gesaugt und entweder in Teigform gebracht oder im Vakuum getrocknet. Es löst sich in Alkalilauge auf und diese Lösung scheidet an der Luft rasch den   Dimethylthioindigo   ab, der getrocknet ein rotes Pulver darstellt. 



   Beispiel 11. 



     15,   3 Teile Aminophenolcarbonsäure 
 EMI2.3 
 werden durch Erhitzen mit Eisessig acetyliert. 19,5 Teile der Acetylverbindung löst man mit 20 Teilen Natronlauge (400 Bé.) und 200 Teilen Wasser und setzt unter Rühren Teile Dimethylsulfat hinzu ; die Flüssigkeit ist stets alkalisch zu halten. Nach mehrstündigem Rühren ist die Methylierung beendet ; dann gibt man 30 Teile Natronlauge   (400 Bé.) hinzu   und kocht, um die Acetylgruppe abzuspalten, bis eine Probe, mit überschüssiger Salzsäure versetzt, keine bleibende Fällung mehr gibt. Die erkaltete Lösung neutralisiert man und diazotiert durch Hinzugabe von 20 Teilen Salzsäure (200   Bé.)   und 6,9 Teilen Nitrit.

   Die filtrierte   Diazolösung lässt   man bei 20 bis 250 in eine Lösung von 18 Teilen Kaliumxanthogenat und 30 Teilen Soda einlaufen. Nachdem die eintretende Stickstoffentwicklung beendet ist, gibt man 16 Teile Natriumchloracetat und 25 Teile Natronlauge   (400   Bé.) hinzu und erhitzt zum Kochen. Die erkaltete Lösung scheidet auf Zusatz von Salzsäure 5-Methoxyphenylthioglycol-o-carbonsäure 
 EMI2.4 
 in Form eines gelben Pulvers aus.

   Die Säure schmilzt bei 197 bis   199 .   20 Teile der   5-Methoxyphenylthioglycol-o-carbonsäure   werden in analoger Weise, wie in Beispiel 1 an-   gegeben, in :')-Methoxy-3-oxy   (I) thionaphtencarbonsäure oder 5-Methoxy-3-oxy (I) thionaphten   übergeführt. 10 Teile 5-Methoxy-3-oxy(I)-thionaphtencarbonsäure   
 EMI2.5 
 mit Thiosulfat und Glycerin erhitzt, liefern eine Leukoverbindung, die nach dem Lösen in Alkali unter Zutritt von Luft den Farbstoff in violetten Flocken ausscheidet 
 EMI2.6 
 man sich anstelle des Natriumthiosulfats anderer Alkalithiosulfate oder der Erdalkalithiosulfate bedienen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Abänderung in dem Verfahren des Stammpatentes Nr. 35419, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Darstellung von im Benzolkern substituierten Thioindigoleukoverbindungen anstelle der dort angewendeten 3-Oxy (I) thionaphtencarbonsäure bezw. des 3-Oxy (I) thionaphtens hier im Benzolkern substituierte 3-Oxy (I) thionaphtencarbonsäuren bezw. 3-Oxy (I) thionaphtene mit Alkalithiosulfaten oder Erdalkalithiosulfaten in Gegenwart von Glycerin auf Temperaturen über 1000 erhitzt.
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