AT54634B - Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen. 



   Durch die Zusatzpatentschrift Nr. 53044 ist ein Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen durch Behandeln von substituierten   3-oxy-     (1) -thionaphtenen   mit Oxydationsmitteln geschützt. 



   Es wurde nun gefunden, dass unter den so erhältlichen Derivaten des Thioindigo die Alkyloxyderivate, welche der Konstitution : 
 EMI1.1 
 entsprechen, sich durch ihre Echtheit und Nuance besonders auszeichnen und die Horstellung   alizarinähnlicher   Färbungen gestatten. 



   Man kann die neuen Thioindigoderivate, für welche die Alkyloxygruppen in Metastellung zum Schwefelatom des   Oxythionaphtcnringes   charakteristisch sind, herstellen, indem 
 EMI1.2 
 behandelt. 



   Die neuen Farbstoffe sind rote Pulver ; sie lassen sich leicht reduzieren und bilden Küpen, vermittelst deren Wolle und Baumwolle in alizarinähnlichen echten Nuancen gefärbt werden können. 



   Die oben erwähnten Alkyloxyphenylthioglykol-o-karbonsäuren kann man z. B. herstellen durch Oxydation der durch Alkylierung von   4-oxy-2-azotaminotoluol   zugänglichen 4-Alkyloxy-2-azetaminotoluole, darauffolgende Abspaltung des Azetyls und Ersatz der Aminogruppe durch den   Thioglykolsäurerest.   Durch Alkalischmelze der 4-Alkyloxyphenyl-   - 2-thioglykol-l-karbonsäure   entstehen die 6-Alkyloxy-3-oxy-(i)-thionaphten-2-karbonsäuren und aus diesen durch Kochen mit Salzsäure die 6-Alkyloxy-3-oxy- (1)-thionaphtene. 



   Die 6-Alkyloxy-3-oxy-(1)-thionaphten-2-karbonsäuren und die 6-Alkyloxy-3-oxy- (1)-thionaphtene liefern mit salpetriger Säure die 6-Alkyloxynitrosooxythionaphtene, denen die Konstitution : 
 EMI1.3 
 zuzuschreiben ist. 



   Das Verfahren zur Darstellung der neuen Farbstoffe ist in folgenden Beispielen beschrieben : 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Bepiot.   



     12#3 Teile 2-Amino-4-oxy-i-methylbenzol werden   mit 50 Teilen Eisessig 10 Stunden gekocht und die Hälfte des Eisessigs abdestilliert. Beim Erkalten scheidet sich die Azetyl. verbindung ab. Durch Absaugen und Waschen mit wenig Wasser wird sie isoliert.   16'5   Teile dieses 2-Azetylamino-4-oxy-l-methylbenzols werden in 20 Teilen Natronlauge von 400 Bd und 100 Teilen Wasser gelöst, in der Kalte mit 15 bis 20 Teilen Dimethylsulfat versetzt und bis zum Verschwinden desselben gerührt, wobei Sorge zu tragen ist, dass die Flüssigkeit stets alkalisch bleibt. Das 2-Azetylamino-4-methoxy-1-methylbenzol scheidet sich ab und kann ans verdünntem Alkohol in langen Nadeln kristallisiert erhalten werden. Es ist 
 EMI2.1 
 



     17#9   Teile des 2-Azetylamino-4-methoxy-1-methylbenzols werden in Wasser gelöst und unter Rühren bei 70 bis 80  33 Teile Permanganat zugesetzt ; nach dem Verschwinden des Permanganats wird abgekühlt, filtriert und aus dem Filtrat die 4-Methoxy-2-azet-   aminobenzoesäure   durch Salzsäure abgeschieden. Die 4-Methoxy-2-azetaminolbenzoesäure ist in Wasser schwer, leicht in heissem Holzgeist löslich, und kristallisiert hieraus in farblosen, verfilzten Nadeln vom Schmelzpunkt 197 bis   1990.   



   Zur Überführung in die Methoxyphenylthioglykol-o-karbonsäure werden 21 Teile 4-Methoxy-2-azetaminobenzoesäure zunächst, um die Azetylgruppe abzuspalten, mit 35   Toile   Natronlauge von   40 () B6   in nicht zu verdünnter Lösung so lange gekocht, bis eine Probe 
 EMI2.2 
 Teilen Soda bei etwa 25 bis   300 einlaufen,   setzt nach Aufhören der Stickstoffentwicklung 15   Teile chloressigsaures   Natron und 25 Teile Natronlauge von   400   Bd hinzu und erhitzt zum Kochen. Nach etwa ein bis zwei Stunden lässt man erkalten und scheidet die 4-Methoxyphenyl-2-thioglykol-1-karbonsäure durch Zugabe von Mineralsäure ab.

   Sie ist in kaltem Wasser   schwer löslich, leichter   in heissem und kristallisiert in feinen, farblosen Nädelchen, welche nach vorhergehendem Sintern bei ungefähr 224 bis 2250 unter Gasentwicklung schmelzen. 



   Zur Darstellung der 6-Methoxy-3-oxy-(1)-thionaphten-2-karbonsäure werden 20 Teile 1-Methoxyphenyl-2-thioglykol-1-karbonsäure mit einem Gemisch von 120 Teilen Ätznatron und 12 Teilen Wasser einige Zeit unter Rühren auf 180 bis 2000 erhitzt. Nach dem Erkalten   löst   man die Schmelze in Wasser und fällt mit Mineralsäure die   6-Methoxy-   -3-oxy-(1)-thionaphten-2-karbonsäure als weisse, voluminöse Masse aus. Sie ist in Azetaten und Alkalien sowie in Alkohol   löslich   und liefert bei der Behandlung mit Salzsäure und Nitrit eine gelbe Nitrosoverbindung.

   Einige Zeit mit verdünnter Mineralsäure gekocht, 
 EMI2.3 
   scheident   sich in roten Flocken unlöslich aus, trocken bildet er ein rotes Pulver, das in Alkohol,   Bp1Jzol, Eisessig   und Chloroform wenig mit gelbroter Farbe und in konzentrierter Schwefelsäure mit rotstichig blauer Farbe   löslich   ist. Die Küpe mit alkalischem Hydrosulfit ist gelb. Baumwolle und Wolle werden aus ihr mit gelbstichig roter Farbe gefärbt. 



   Als andere Oxydationsmittel kommen z.   B.   in Betracht : Eisenchlorid,   Hypochlorit,   Chlorsch wefel, Alkalipolysulfit, Luft in Abwesenheit von freiem Alkali und in amoniakalischor Lösung unter Zusatz von Kupfersulfat. 



   Ddr r erhalteno Farbstoff kann durch Auflösen mit alkalischem Hydrosulfit und Wieder-   fällung   durch Oxydation mit Luft gereinigt werden. 



   Das in entsprechender Weise erhältliche 6-Äthoxyderivat des Thioindigo zeigt eine   hlaustichigore   Nuance als das Methoxyderivat und gleiche Echtheitseigonschaften wie dieses.

Claims (1)

  1. EMI2.4 Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen als weitere Ausbildung des durch @ Stammpatent Nr. 35420 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass man die 6-Alkyloxy-3-oxy-(1)-thionaphten-2-karbonsäuren oder 6-alkyloxy-(1)-thionaphtene mit Oxy- dationsmittp ! n behandelt.
AT54634D 1906-11-01 1909-03-10 Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen. AT54634B (de)

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