DE720790C - Verfahren zur Herstellung von Leukoestern verkuepbarer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Leukoestern verkuepbarer Verbindungen

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DE720790C
DE720790C DEI62994D DEI0062994D DE720790C DE 720790 C DE720790 C DE 720790C DE I62994 D DEI62994 D DE I62994D DE I0062994 D DEI0062994 D DE I0062994D DE 720790 C DE720790 C DE 720790C
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Germany
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weight
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leuco
acid
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DEI62994D
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English (en)
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Dr Walter Mieg
Dr Franz Wieners
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B9/00Esters or ester-salts of leuco compounds of vat dyestuffs

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Leukoestern verküpbarer Verbindungen Es ist aus der Patentschrift 583 o7o bekannt, wasserlösliche Ester aus Leukoküpenfarbstoffen und organischen Säuren durch Einwirkung von Benzoesäure-m-sulfohalogeniden auf Leukoverbindungen von Küpenfarbstoffen in Gegenwart wasserfreier, tertiärer, organischer Basen herzustellen. Dieses Verfahren hat für die Herstellung von Leukoestern praktische Bedeutung nicht erlangt, da es eine vorangehende Abscheidung urid Trocknung der freien Leukoverbindungen erfordert und in vielen Fällen wegen deren Unbeständigkeit die Veresterung erschwert wird.
  • Es wurde nun gefunden, däß man wasserlösliche Leukoester von verküpbaren Verbindungen. mit guten Ausbeuten dadurch herstellen kann, daß man auf wäßrige Küpen von Küpenfarbstoffen in Gegenwart von Polyäthylenoxyden oder ihren Kondensationsprodukten mit hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen, wie man sie z. B. nach Patent 605 973 und nach Patent 694 178 erhält, aromatische Acylierungsmittel einwirken läßt, die mindestens einen Substituenten enthalten, der, gegebenenfalls nach geeigneter Umwandlung, Wasserlöslichkeit bedingt. Als besonders brauchbar haben sich höhermolekulare Polyglykoläther und ihre Abkömmlinge der oben gekennzeichneten Art mit ungefähr ao oder mehr Äthylenoxydresten erwiesen.
  • Geeignete Acylierungsmittel sind die einseitigen Hälogenide und die Anhydride aromatischer Sulfocarbonsäuren, wie Chloride der m- und p-Sulfobenzoesäure sowie Chloride der Sulfonaphthoesäuren und Sulfodiphenylcarbonsäuren. Beim Arbeiten mit Anhydriden benutzt man vorzugsweise die inneren Anhydride, da bei Verwendung von Anhydriden aus a Mol. aromatischer Sulfocarbonsäuren jeweils i Mol. in Form der freien Säure abgespalten wird und für die Umsetzung verlorengeht. Außerdem sind auch aromatische Sulfochloridsulfonsäuren, wie z. B. @Taphthalinsulfochloridsulfonsäuren, als Acylierungsmittel brauchbar. Als solche kommen z. B. auch die Dichloride oder Anhydride von aromatischen Dicarbonsäuren bzw. Disulfonsäuren, z. B. Isophthaloylchlorid, Terephthaloylchlorid oder Benzoldisulfonsäuneclüorid, in Frage. Bei Verwendung von Dichloriden von Dicarbonsäuren wird unter den Bedingungen der Umsetzung gleichzeitig die nicht an der Veresterung beteiligte Säurehalogenidgruppe verseift. Die Umsetzung führt man gewöhnlich in der Weise durch, daß man den Farbstoff zunächst, zweckmäßig unter Zusatz der zur Verwendung kommenden Polyäthylenoxv de oder ihrer Kondensationsprodukte, mit hydroxylgruppenhaltigen Verbindungen verküpt und nach Zusatz der entsprechenden Menge Acylierungsmittel das Umsetzungsgemisch unter Luftabschluß so lange rührt, bis der Ester entstanden ist. Die Veresterung führt man in den meisten Fällen vorteilhaft bei Temperaturen unterhalb etwa 1,5' durch. Die Leukoester können durch Aussalzen, z. B. mit Kochsalz, Ammonsulfat oder Natriumbisulfit, abgeschieden werden. Doch lassen sich auch die Lösungen als solche für Färbezwecke verwenden. Die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Leukoester sind in der Regel sowohl in sauren als auch in alkalischen Mitteln spaltbar und gehen, besonders leicht bei Zusatz von Oxydationsmitteln, in die entsprechenden Ausgangsfarbstoffe über. Die Leukoester sollen für die Färberei und für den Druck sowie auch zum Färben von Kunststoffen Verwendung finden.
  • Beispiel i .1o Gewichtsteile einer io°7oigen Paste von Dibenzantliron werden mit 12o Gewichtsteilen Wasser verrührt und dieser Aufschlämmung d.o Gewichtsteile einer 2o°i`oigen wässerigen Lösung des Kondensationsproduktes aus i NIol. Oleylalkohol und ungefähr 2o Mol. Äthylenoxyd (hergestellt nach Patent 605 973) zugesetzt. Bei 50 bis 6o° setzt man nun io Gewichtsteile 35°/oige Natronlauge und 3 Gewichtsteile Natriumhydrosulfit zu. Die entstehende blaue Küpe wird auf 5° abgekühlt, 6 Gewichtsteile gepulvertes Anhydrid der Benzol-i-sulfonsäure-2-carbonsäure hinzugefügt und unter Vermeidung von Luftzutritt kräftig gerührt. Die Lösung wird unter Erhaltung der ätzalkalischen Reaktion schnell braun und unempfindlich gegen den Sauerstoff der Luft. Sobald sich kein unveränderter Ausgangsfarbstoff mehr nachweisen läßt, was nach io bis 2o Minuten der Fall ist, scheidet man den Ester durch allmählichen Zusatz von Kochsalz ab und filtriert. Zweckmäßig löst man den Leukoester nochmals in Wasser von o bis 5° auf, filtriert und salzt nochmals aus, wobei die Lösung sauer oder alkalisch gestellt sein kann. Der durch Absaugen abgetrennte Ester löst sich in Wasser mit klar gelbbrauner Farbe auf. Aus der Lösung wird durch Zusatz von Mineralsäure und einem Oxydationsmittel bereits nach kurzem Stehen auf Zusatz von Natronlauge und Wasserstoffsuper-Oxyd bei gelindem Erwärmen auf dem ZVasserliad der blaue Ausgangsfarbstoff ausgeschieden.
  • Beispiel Man stellt bei Raumtemperatur eine Küpe her aus 8o Gewichtsteilen. einer 2,3°;igeii Paste von Bz -2-Bz 2'-Dimethox_vdil)enzanthron, 15 Gewichtsteilen 3oo/oiger Natronlauge, i,8 Gewichtsteilen Natriumhydrosulfit und 2o Gewichtsteilen einer 2o°1oigen wässerigen Lösung des Kondensationsproduktes aus i 112o1. Olevlalkohol und etwa 20 11201. Äthylenoxyd. In dieses Gemisch trägt man unter gutem Rühren io Gewichtsteile Benzoli-carbonsäure-3-sulfonsäurechlorid bei etwa o° nach und nach ein und rührt dann noch kurze Zeit unter Luftabschluß bei gleicher Temperatur, bis eine dunkelrote Lösung entstanden ist und eine Probe bei Zusatz von Soda oder verdünnter Natronlauge unverändert rot bleibt.
  • Den entstandenen Leukoester kann man durch :Xussalzen aus seiner mit Bicarbonat neutralisierten Lösung abtrennen. Er ist in Wasser oder verdünnten Alkalien mit dunkelroter Farbe "löslich und kann sowohl mit Säuren wie :'#ll;alien bei Gegenwart von Oxydationsmitteln, und zwar mit nitritlialtiger verdünnter Schwefelsäure oder -Natronlauge und Wasserstoffsuperoxyd, in den Ausgangsfarbstoff zurückverwandelt «-erden.
  • An Stelle von Natronlauge kann man auch Ammoniak zur Herstellung der Küpe verwenden.
  • Beispiel 3 Man löst in ioo Gewichtsteilen einer 2o/oigen Paste von Bä 2-Bz 2'-Dimethoxydibenzanthron d. Gewichtsteile des im Beispiel i genannten Polyglykolabkömmlings, setzt 8 Gewichtsteile 3oo'oige Natronlauge und 1,5 Gewichtsteile Natriuiiiltdrosulfit hinzu und erwärmt auf 5o°. Die' erhaltene blaue Küpe kühlt man sofort auf io' ab und läßt dann 3 Gewichtsteile Benzol-i-sulfonsätirechlorid-2-carbonsäurechlorid unter Umrühren langsam zutropfen. Hierauf wird die Mischung unter Luftabschluß bei ungefähr 12 ° so lange stark gerührt, bis eine dunkelrote Lösung entstanden ist, deren Farbe auf Zusatz von Natronlauge nicht blaustichiger wird.
  • Zur Aufarbeitung kann man die Lösung mit verdünnter Säure neutralisieren und den Leukoester aussalzen oder mit einer konzentrierten Natriumbisulfitlösung ausfällen.
  • Der mit braunstichig roter Farbe in Wasser lösliche Leukoester läßt sich sowohl sauer wie alkalisch, besonders leicht bei Gegenwart von Oxydationsmitteln, wieder aufspalten.
  • An Stelle des Kondensationsproduktes aus Oleylalkohol mit Äthylenoxyd kann man auch die Kondensationsprodukte von etwa 4o Mol. Äthylenoxyd (hergestellt nach Patent 605 973) mit i Mol. Abietinol oder i Mol Rizinusöl verwenden.
  • Beispiel 4 Man stellt aus Dibromanthanthron eine Küpe her, die in ioo Gewichtsteilen 2 Gewichtsteile Farbstoff,- 4 Gewichtsteile des Kondensationsproduktes aus i Mol. Oleylalkohol mit ungefähr 2o Mol. Äthylenoxyd, i,5 Gewichtsteile Hydrosulfit und 1,5 Gewichtsteile Ätznatron enthält. In diese violette Küpe gibt man bei 5° 3 Gewichtsteile des- Anhydrids der Benzol-i-sulfonsäure-2-carbonsäure und läßt- unter Vermeidung der Luftoxydation gut rühren. Die Temperatur läßt man von selbst auf ungefähr io° steigen. Nach etwa i Stunde wird von etwaigen Verunreinigungen abfiltriert, schwach angesäuert und ausgesalzen. Man erhält einen gelben Ester, der in Wasser beim Erwärmen leicht löslich ist und aus dieser Lösung auf Zusatz von Säure und Oxydationsmittel den rot-orange-gefärbten Ausgangsfarbstoff zurückliefert.
  • Beispiel 5 io Gewichtsteile einer 2oo/oirgen Paste von Bz 2-Bz 2'-Dimethoxydibenzanthron, 4 Gewichtsteile Polyäthylenoxydwachs (hergestellt nach Patent 605 973) und 5,3 Gewichtsteile 34o/oige Natronlauge werden mit Wasser auf ioo Gewichtsteile gebracht und nach Zusatz von 1,5 Gewichtsteilen Natriumhydrosulfit bei etwa 6o° so lange gelinde gerührt, bis eine blaue Küpe entstanden ist. Man kühlt die Lösung nunmehr auf o° ab, setzt 3,2 Gedichtsteile des Anhydrids aus Benzol-isulfonsäure-2-carbonsäure hinzu und läßt unter wirksamem Rühren die Temperatur von selbst bis etwa + io° steigen. Die blaue Küpe wandelt sich hierbei in die rote Lösung des Leukoesters um, die ebenfalls noch ätzalkalische Reaktion zeigt. Die Beendigung der Veresterung ist daran zu erkennen, daß eine herausgenommene Probe sich beim Schütteln an der Luft in der Kälte nicht mehr oxydiert. Der Leukoester wird durch Kochsalz ausgesalzen. Zur Reinigung des an sich bereits sehr reinen Leukoesters löst man ihn in eiskaltem Wasser wieder auf, säuert mit Schwefelsäure an, filtriert und salzt den Leukoester aus dem Filtrat wiederum aus. Der in üblicher Weise abgeschiedene Ester ist an der Luft beständig und löst sich in Wasser mit bräunlichroter Farbe auf. Durch Zusatz von Säure und Bichromat wird er schnell, durch Alkali und Wasserstoffsuperoxyd ebenfalls, doch etwas langsamer, zum grünen Ausgangsfarbstoff zurückverwandelt. Beispiel 6 Man trägt i Gewichtsteil fein gepulvertes i-Benzoylaminöanthrachinon und i Gewichtsteil Natriumhydrosulfit in ioo Gewichtsteile einer i,2o/oigen Natronlauge ein und erwärmt das Gemisch bis zur völligen Verküpung auf ungefähr 45°. bann setzt man 15 Gewichtsteile einer 2oo/oigen wässerigen Lösung des in Beispiel i genannten Polyglykolabkömmlings hinzu, kühlt auf io° ab und rührt 2 Gewichtsteile fein gepulvertes Anhydrid der Benzol-i-sulfonsäure-2-carlaonsäure ein. Hierauf läßt man das Gemisch unter Luftabschluß bei. etwa io° kräftig rühren, bis die zuerst purpurrote Farbe der Lösung braungelb geworden ist und eine Probe in verdünnter, kalter Natronlauge ihre orange Farbe auch bei Zusatz von etwas Natriumhydrosulfit beibehält.
  • Der entstandene Leukoester kann durch Zusatz von Kochsalz ausgesalzen werden. Er löst sich orangegelb in verdünnter Natronlauge und ist sowohl durch Säuren wie durch Alkalien aufspaltbar.
  • Beispiel ? 4o Gewichtsteile einer 5°/'oigen Aufschlämmung von Bz 2-Bz 2'-Dimethoxydibenzanthron, 6o Gewichtsteile Wasser und 4 Gewichtsteile des Kondensationsproduktes aus i Mol. Rizinusöl und ungefähr 40 Mol. Äthylenoxyd (hergestellt nach Patent 6o5 973) werden mit 5,3 Gewichtsteilen 34o(oiger Natronlauge und 1,5 Gewichtsteilen Natriumhydrosulfit bei etwa 6o° verküpt. Die Küpe wird auf io° abgekühlt und nach Zusatz von 3,2 Gewichtsteilen fein gepulvertem Anhydrid der Benzol-i-sulfonsäure-2-carbonsäure bei dieser Temperatur unter Fernhaltung des Luftsauerstoffes kräftig gerührt. Die alkalische Reaktion bleibt bestehen und die anfangs blaue Lösung wird in kurzer Zeit rot. Durch Entnahme von Proben überzeugt man sich, ob die Veresterung vollständig ist und isoliert den Ester wie oben angegeben. Eigenschaften und Spaltbarkeit entsprechen denen des nach Beispiel 5 erhaltenen Leukoesters. Beispiel 8 Man verteilt in 25o Gewichtsteilen einer 2,.#°lpigen wässerigen Lösung des -gleichen wie im Beispiel i verwendeten Äthylenoxydkondensationsproduktes i Gewichtsteil Flavanthron und v erküpt bei 4o bis 5o° durch Zusatz. von 2,7 Gewichtsteilen konzentrierter Natronlauge und i Gewichtsteil Natriumhydrosulfit. Die blaue Küpe kühlt man auf etwa + 5° ab, versetzt mit 1,6 Gewichtsteilen des Allhydrids der Benzol-i-sulfonsäure-2-carbonsäure und rührt unter Luftausschluß 30 Minuten zwischen 5 und io°. Die Reaktion bleibt bis zum Schluß der Umsetzung schwach alkalisch. Der bereits zum Teil ausgefallene Ester wird durch Zusatz von Kochsalz völlig abgeschieden. Man saugt ihn ab und erhält so nach dem Waschen und vorsichtigen Trocknen ein dunkelblaues Pulver, das sich in Wasser nur schwer löst, jedoch auf Zusatz von Natronlauge mit violetter Farbe in Lösung geht. Die Lösung des Leukoesters ist beim Schütteln mit Luft in der Kälte beständig. In der Hitze, besonders nach Zusatz von Oxydationsmittel, scheidet sich allmählich Flavanthron ab. In sauren Mitteln wird der Ester noch leichter zum Farbstoff oxydiert.
  • Beispiel 9 Durch kurzes Erwärmen einer Mischung von 2 Gewichtsteilen Dibenzpyrenchinon, ioo Gewichtsteilen Wasser, 5 Gewichtsteilen 35°<<oiger Natronlauge, 2 Gewichtsteilen Natriumhydrosulfit und 16 Gewichtsteilen einer 2o°/oigen wässerigen Lösung des in Beispiel i angewandten Äthylenoxydabkömmlings auf ungefähr 5o° stellt man eine purpurrote Küpe her. Man kühlt die Lauge auf 8° ab, läßt unter Umrühren eine Lösung von Gewichtsteilen Benzol-i, 3-dicarbonsäuredichlorid in 3 Gewichtsteilen Dioxan langsam eintropfen und rührt einige Zeit unter Luftabschluß bei 8 bis io°, wobei man durch öfteren Zusatz von Soda oder Natronlauge dafür sorgt, daß das Gemisch eben alkalisch bleibt. Wenn eine Probe in verdünnter Natronlauge nicht mehr eine rote, sondern gelbbraune Färbung zeigt, kann der entstandene Leukoester dadurch abgetrennt werden, daß man das eisgekühlte Gemisch mit verdünnter Salzsäure schwach ansäuert und den Leukoester durch Zusatz von Kochsalz in Form orangegelber Flocken abscheidet. Seine Löslichkeit in verdünnten Alkalien ist offenbar darauf zurückzuführen, daß nur eine C O Cl-Gruppe des Benzol- i, 3-dicarbonsäuredichlorids an der Esterbildung beteiligt ist, während die andere nach ihrer Verseifung die Löslichkeit bedingt.
  • Durch Erwärmen seiner braungelben Lösung in verdünnten Alkalien wird der Leukoester verseift. Die Aufspaltung zum Dibenzpyrenchinon erfolgt besonders leicht in verdünnter Mineralsäure bei Zusatz von Nitrit.
  • In ähnlicher Weise lassen sich auch andere Küpenfarbstoffe, wie 4,3", 5'-Trichloranthr achinon-2, i-(N)-i', 2'-(N)-benzolacridon und -@nthrachinon-i-(N)-2-naphthacridon in die entsprechenden Leukoester überführen, welche sich gegenüber Alkalien und Säuren analog verhalten.
  • Beispiel io Man stellt wie in Beispiel i eine Küpe Voll Bz 2-Bz 2'-Dimethoxydibenzanthron unter Zusatz derselben Menge des dort genannten Polyglykolabkömmlings her und kühlt auf - 5° ab. Nun setzt man unter Umrühren und guter Kühlung io Gewichtsteile Naphthalin - 2 - sulfonsäurechloridsulfonsäure (erhältlich nach Patent 719 598, Beispiel i) nach und nach so langsam zu, daß die Temperatur nicht wesentlich über o° steigt und setzt das Umrühren unter Luftabschluß fort. Nach kurzer Zeit entsteht eine rote Lösung. Wenn eine Probe der Lösung nach Zusatz von Natronlauge ihre rote Farbe nicht mehr ändert, ist die Umsetzung beendet. Der Leukoester kann durch Aussalzen abgeschieden «-erden. Er löst sich leicht mit braunstichig roter Farbe in Wasser. Seine Aufspaltung durch verdünnte Mineralsäure bei Gegenwart von Natr iumnitrit beginnt rasch schon in der Kälte. Gegen kalte, verdünnte Natronlauge ist der Ester ziemlich beständig. Beim Erwärmen, besonders leicht unter Zusatz von Wasserstoffsuperoxyd, wird er zum Aus- i gangsfarbstoff aufgespalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Leukoestern verküpbarer Verbindungen, dadurch .gekennzeichnet, daß man auf wäßrige Küpen von Küpenfarbstoffen in Gegen,.,#art von Polyäthylenoxyden oder ihrer nach Patent 6o5 973 oder nach Patent 694 17,9 erhältlichen Kondensationsprodukte mit hydroxylhaltigen Verbindungen aromatische -#Icylierungsmittel, die mindestens einen @ubstituenten enthalten, der, gegebenenfalls nach geeigneter Umwandlung, Wasserlöslichkeit bedingt, einwirken läßt.
DEI62994D 1938-11-29 1938-11-29 Verfahren zur Herstellung von Leukoestern verkuepbarer Verbindungen Expired DE720790C (de)

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