AT39872B - Stellwerk für aufeinanderfolgende Eisenbahnsignale. - Google Patents

Stellwerk für aufeinanderfolgende Eisenbahnsignale.

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  Stellwerk für aufeinanderfolgende Eisenbahnsignale. 



   Zwischen den   Signalhebeln   aufeinanderfolgender Signale besteht bekanntlich eine der- artige Abhängigkeit, dass das vorliegende Signal nur auf Fahrt gezogen werden kann, wenn sich der Stellhebel des rückliegenden bereits in der Fahrtlage befindet. Die Abhängigkeit ist in zweierlei Ausführungen und Anwendungsarten bekannt : Als Sperre zwischen Vor-und Haupt- signal und als Sperre zwischen   Haupt-und Wegesignalen.   Bei der ersten Gattung sperrt der auf Fahrt gezogene Hebel des vorliegenden Signales (Vorsignales) den Hebel des rückliegenden (Hauptsignales) in seiner Fahrtlage. Diese Sperrung galt als unvermeidlich, insofern sie sich aus der Bedingung ergab, dass das rückliegende   (Haupt-)   Signal nur auf Halt zurückgestellt werden kann, wenn auch das vorliegende (Vor-) Signal sich in der Haltlage befindet.

   Bei der zweiten Gattung kann nach Fahrtstellung beider Signale der Hebel eines jeden Signales zu beliebiger Zeit in die Haltlage   zurückgestellt   werden. 



   Die Sperrung des Hauptsignales in der Fahrtlage durch das Vorsignal kann nun unter Um- ständen, z. B. wenn eine schnelle Rückstellung des Hauptsignales erforderlich wird,   verhängnisvoll   sein. Bei Anwendung der zweiten Art der Abhängigkeit auf Vorsignale würde wohl diese Gefahr vermieden, dafür aber der vorgeschriebene Zwang nicht ausgeübt werden, dass das Vorsignal nur bei auf Fahrt stehendem Hauptsignal gezogen werden darf. 



   Die Erfindung betrifft eme Einrichtung, durch die sowohl der Reihenfolgezwang bei der
Fahrstellung, als auch die Aufrechterhaltung der Abhängigkeit der Fahrtlage des vorliegenden
Signales von dem rückliegenden Signale und ferner die freie   Rückstellbarkeit   eines jeden Signales erzielt werden. Die Erfindung besteht in einer derartigen Abhängigkeit der Stellhebel voneinander, dass durch die Rückstellung des rückliegenden Signales auch das vorliegende Signal zwangsweise un die Haltlage zurückgebracht wird. 



   In den Figuren sind der Einfachheit wegen Stellhebel mit geradliniger Bewegung angenommen ; der Schieber V bedeutet den Stellhebel des vorliegenden Signales (Vorsignales),   der Schieber H den Stellhebe !   des rückliegenden (Haupt-) Signales ; beide sind in   Fig. l   in der 
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 bis an den Anschlag bewegt werden. Die Hebel greifen dabei so ineinander ein, dass das Vorsignal nicht auf Fahrt, also der Hebel V nicht nach rechts bewegt werden kann, ohne dass nicht der Hauptsignalhebel H vorher in die Fahrtstellung gebracht ist ; andererseits kann die   Zurückstellung   in die Haltlage auch mit dem Hebel H begonnen werden, wobei aber Hebel V zwangsweise mitgenommen wird. 



   Bei den   üblichen Handfallenhebeln   kann diese Abhängigkeit der Hebel in ihrer Fahrtstellung in einfacher Weise erreicht werden durch Eingriff der Handfalle des vorliegenden Signales in die Handfalle des rückliegenden, wobei durch Anheben der Handfalle des rückliegenden Signales auch die Handfalle des vorliegenden aus ihrer Rast herausgehoben wird. 
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Weise kann nachträglich der Schieber V gezogen werden. 



     . Um nicht   auch bei der Bewegung des rückliegenden Signales aus der Ruhelage jedesmal unnötigerweise die Handfalle des vorliegenden Signales mit ausheben zu müssen, gibt man er- findungsgemäss dem Stellhebel des vorliegenden Signales einen etwas grösseren Weg, do dass in der Haltlage die beiden Handfallen ausser Eingriff sind. 



   Aus der Fahrtstellung gemäss Fig. 4 kann der Schieber   V   ohne weiteres allein in die Halt- lage   zurückgeführt   werden. Bei Rückstellung des rückliegenden Signales H hebt die Handfalle   H2   mit ihrem Vorsprung H3, der unter den Vorsprung   Vs   der Handfalle   V2   greift, diese hoch, nimmt sie bei Bewegung des Schiebers   B   von rechts nach links mit und bringt dadurch auch den
Schieber V nahe an seine Haltlage. 



   In den Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform der Einrichtung dargestellt, bei welcher der
Stellhebel (V) des vorliegenden Signales in der Ruhelage solange gesperrt wird, bis der Stell- hebel   (H)   des rückliegenden Signales die Fahrtlage vollständig erreicht hat. Diese Abhängigkeit wird durch eine Sperre erzielt, die durch den Hebel des rückliegenden Signales erst in seiner   Fahrtlage ausgelöst   wird. In dem Beispiel nach den Fig. 5 und 6 besteht diese Sperre in einer einfachen Sperrklinke s, die in der Fig. 5 an einem festen Drehpunkt gelagert in einen Einschnitt des Schiebers V eingreift und von zwei Anschlägen des Schiebers H derart beeinflusst wird, dass sie bei Haltlage des zu H gehörigen Signales in der Sperrlage erhalten, bei Fahrtlage dieses Signales jedoch aus dem Einschnitt herausgehoben wird. 



   In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 ist die Sperrklinke S am Schieber V gelagert und greift bei Ruhelage der Signale in einen Einschnitt oder hinter einen festen Anschlag des Ge-   @ stelles. Die Ausklinkung   erfolgt in derselben Weise wie in Fig. 5. Dadurch wird bei der Rück- stellung des   rückliegenden   Signales (Schieber H) die Klinke S zugleich als Kupplungsmittel benützt,   nutters   dessen der Schieber H den Schieber V in die Ruhelage zurückbringt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Stellwerk für aufeinanderfolgende Eisenbahnsignale mit Reihenfolgezwang für die Fahrtstellung, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel des rückliegenden Signales bei seiner Rückstellung den Hebel des vorliegenden zwangsweise in die Haltlage mitnimmt.

Claims (1)

  1. 2. Stellwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Handfallen die zwangläufige Bewegung der beiden Stellhebel vermitteln. EMI2.2 des vorliegenden Signales aus ihrer Rast herausgehoben wird.
    4. Stellwerk nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch ungleiche Wege der beiden Signalhebel zu dem Zwecke, die Handfallen in der einen Grenzlage (Ruhelage) unabhängig von einander zu machen.
    5. Stellwerk nach Anspruch l, gekennzeichnet durch eine den Hebel des vorliegenden Signales t n der Haltlage beeinflussende Sperre, die durch den Hebel des anderen Signales erst bei Erreichung seiner Fahrtlage beseitigt wird.
AT39872D 1908-09-24 1908-09-24 Stellwerk für aufeinanderfolgende Eisenbahnsignale. AT39872B (de)

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