AT395865B - Vorrichtung zum zufuehren je einer verstreckten faserlunte zu wenigstens zwei ringspinnstellen - Google Patents
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Description
AT 395 865 B
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zuführen je einer verstreckten Faserlunte zu wenigstens zwei Ringspinnstellen, denen eine Förderstrecke für eine verstreckte, gemeinsame Vorlunte vorgeordnet ist, die eine umlaufende Förderfläche mit wenigstens zwei in Förderrichtung mit Abstand nebeneinander verlaufenden Saugzonen zur Aufteilung der Vorlunte in Teillunten für je eine Ringspinnstelle aufweist.
Da bei Vorrichtungen dieser Art die Förderfläche der Förderstrecke wenigstens zwei in Förderrichtung nebeneinander verlaufende Saugzonen aufweist, wird die in den Bereich dieser beiden Saugzonen gelangende Vorlunte in zwei Teillunten geteilt, weil der Faserverband im Bereich zwischen den beiden Saugzonen zu diesen hin auseinandergezogen wird. Die Aufteilung der Vorlunte auf die beiden Teillunten hängt dabei von der Lage der Vorlunte gegenüber den beiden Saugzonen ab und kann über die Luntenführung gesteuert werden, so daß der Faseranteil der beiden Teillunten genau vorherbestimmbar ist Die nachträgliche Aufteilung der verstreckten Vorlunte in zwei Teillunten erübrigt das Vorlegen aufwendiger Vorgarne, weil Faserlunten mit einem entsprechend höheren Gewicht je Längeneinheit eingesetzt werden können, ohne die Spinnbedingungen im Bereich der einzelnen Spinnstellen zu beeinträchtigen.
Damit die Teillunten den nachfolgenden Ringspinnstellen gleichmäßig zugefuhrt werden können, was für eine gleichmäßige Verarbeitung der einzelnen Teillunten von Bedeutung ist, ist allerdings für eine entsprechende Führung der Teillunten vor allem im Ablaufbereich der Förderstrecke zu sorgen. Es besteht nämlich die Gefahr, daß sich die beiden Teillunten nach der Aufteilung der Vorlunte in einer den nachfolgenden Spinnvorgang beeinträchtigenden Weise gegenseitig beeinflussen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art mit einfachen Mitteln so zu verbessern, daß die Teillunten gleichmäßig und ohne Gefahr einer störenden gegenseitigen Beeinflussung von der Förderfläche abgezogen werden können.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß zwischen den sich in Förderrichtung verjüngenden Saugzonen ein sich in Förderrichtung verbreiternder, unbesaugter Zwickelbereich liegt, gegen den eine Blasdüse gerichtet ist.
Die im Anschluß an die Aufteilung der Vorlunte in wenigstens zwei Teillunten vorgesehene, gegen den unbesaugten Zwickelbereich zwischen den beiden Saugzonen der Förderfläche gerichtete Blasdüse bedingt, daß die beiden Teillunten zusätzlich auseinander getrieben werden und daß aufgrund des entsprechend vergrößerten Abstandes zwischen den Teillunten keine gegenseitige Beeinflussung hinsichtlich des nachfolgenden Spinnvorganges mehr möglich ist. Der zwischen die Teillunten gerichtete Blasluftstrom der Blasdüse führt die beiden Teillunten auseinander, ohne die Förderung der Teillunten auf der Förderfläche zu beeinträchtigen oder die Ausrichtung der Fasern der Lunte im Luntenverband zu stören, weil die auseinander geführten Teillunten im Bereich der Blasdüse noch innerhalb der Saugzonen verlaufen. Die sich in Förderrichtung verjüngenden Saugzonen passen sich dabei nicht nur dem Verlauf der Teillunten an, sondern stellen auch eine den gegebenen Verhältnissen entsprechende Verteilung der Saugströmung über die sich in Förderrichtung erstreckende Länge der Saugzonen sicher. Im zulaufseitigen Bereich der Saugzonen werden ja zur Aufteilung der verstreckten Vorlunie in zwei Teillunten vergleichsweise große Saugkräfte erforderlich, während im Bereich der Blasdüse den Saugkräften nur mehr Führungsaufgaben zufallen. Die Umrißform der Saugzonen und die gegen den sich in Förderrichtung verbreiternden Zwickelbereich zwischen den Saugzonen gerichtete Blasdüse gewährleistet somit auch eine vorteilhafte Energieausnützung, weil der Energieaufwand für die Saugströmung erheblich größer als für die Blasluftströmung ist.
Die Forderung nach einem möglichst geringen Energieeinsatz für die Aufteilung der verstreckten Vorlunte in zwei Teillunten macht eine Verkürzung der Saugzonenlänge empfehlenswert. Zu diesem Zweck können die Saugzonen mit Abstand vor dem ablaufseitigen Ende der Förderstrecke enden. Es hat sich nämlich in überraschender Weise herausgestellt, daß nach einem entsprechenden Auseinanderführen der beiden Teillunten deren Führung auf der Förderfläche keiner Ansaugung an die Förderfläche mehr bedarf.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Zuführen je einer verstreckten Faserlunte zu zwei Ringspinnstellen in einem schematischen Längsschnitt,
Fig. 2 diese Vorrichtung in einem Schnitt nach der Linie (Π-Π) der Fig. 1 und
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie (ΠΙ-ΠΙ) der Fig. 1.
Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein gemeinsames Streckwerk (1) für eine Vorlunte (2) zwei Ringspinnstellen vorgeordnet, die in herkömmlicher Weise aufgebaut und aus diesem Grunde nicht näher dargestellt sind.
Die eine Austrittswalze (3) des Austrittswalzenpaares (3), (4) des Streckwerkes (1) ist als Zubringerwalze für die nachgeordneten Ringspinnstellen ausgebildet und stellt eine Förderstrecke (5) für die verstreckte Vorlunte (2) mit zwei in Förderrichtung nebeneinanderliegenden Saugzonen (6a) und (6b) dar, die sich über einen Teil des die Förderstrecke (5) bildenden Umfangsbereiches der Zubringerwalze (3) erstrecken. Die Besaugung der Saugzonen (6a) und (6b) erfolgt über einen entsprechenden Saugeinsatz (7) der Zubringerwalze (3), wie dies in den Fig. 1 und 3 entnommen werden kann.
Da die verstreckte Vorlunte (2), die mit Hilfe der dem Austrittswalzenpaar (3), (4) vorgeordneten Luntenführung (8) und der den Streckbändem (9) des Hochverzugsfeldes des Streckwerkes (1) vorgeordneten Luntenführung (10) hinsichtlich ihres seitlichen Verlaufes genau gegenüber den beiden Saugzonen (6a) und -2-
Claims (2)
- AT 395 865 B (6b) ausgerichtet werden kann, auf der Zubringerwalze (3) in den Bereich der beiden Saugzonen (6a) und (6b) gelangt, wird der Faserverband der Vorlunte (2) im Bereich zwischen den beiden Saugzonen (6a) und (6b) aufgebrochen und gegen die beiden Saugzonen (6a) und (6b) hin auseinandergezogen, so daß die Vorlunte (2) in zwei Teillunten (2a) und (2b) aufgeteilt wird, die entlang der Förderstrecke (5) zunächst bis zu einer Andrück-Rolle (11) zwangsgeführt werden, die mit der Zubringerwalze (3) einen Klemmspalt für die Teillunten (2a) und (2b) bildet. Durch diesen Klemmspalt wird die Umlenkung der Teillunten (2a) und (2b) aus der Förderrichtung der Förderstrecke (5) gegen die Ringspinnstellen konstruktiv festgelegt. Die durch die Anordnung der beiden Saugzonen (6a) und (6b) erzwungene Aufteilung der Vorlunte (2) in zwei je einer Ringspinnstelle zugeführte Teillunten (2a) und (2b) bringt den erheblichen Vorteil mit sich, daß den beiden Ringspinnstellen lediglich ein gemeinsames Streckwerk (1) zugeordnet werden muß und daß die diesem Streckwerk vorgelegte Vorlunte ein Gewicht aufweisen kann, das doppelt so groß wie das für die Herstellung des Ringspinngames erforderliche Luntengewicht ist. Damit wird die sonst aufwendige Vorgamherstellung überflüssig, ohne das Spinnergebnis zu beeinträchtigen, weil ja das Gewicht der Teillunten (2a) und (2b) und nicht das der Vorlunte (2) die Gamfeinheit bestimmt. Um den Abstand der beiden Teillunten (2a) und (2b) nach ihrer Aufteilung im Bereich der beiden Saugzonen (6a) und (6b) zu vergrößern, ist in dem sich zwischen den verjüngenden Saugzonen (6a) und (6b) ergebenden, in Förderrichtung breiter werdenden Zwickelbereich (12) eine gegen die Förderfläche gerichtete Blasdüse (13) vorgesehen, so daß der mit Hilfe der Blasdüse (13) gegen die Förderstrecke (5) gerichtete Blasluftstrom die beiden Teillunten (2a) und (2b) im Sinne einer Abstandsvergrößerung auseinanderdrückt. Mit diesem Auseinanderführen der Teillunten (2a) und (2b) kann eine störende gegenseitige Beeinflussung der beiden Teillunten verhindert und eine störungsfreie Führung auf der Zubringerwalze (3) sichergestellt werden. Die sich unter Bildung eines breiter werdenden Zwickelbereiches (12) veijüngende Form der Saugzonen (6a) und (6b) stellt dabei eine vorteilhafte Anpassung an den Saugströmungsbedarf dar, weil im Bereich der Blasdüse (13) das Auseinanderführen der beiden Teillunten (2a) und (2b) vor allem durch den Blasluftstrom erzwungen wird, während die Saugströmung im Bereich der Blasdüse lediglich zur Führung der Teillunten (2a) und (2b) dient. Die für das Teilen der verstreckten Vorlunte in zwei Teillunten (2a) und (2b) erforderlichen Saugkräfte werden im Bereich der entsprechend breiten Saugzonenabschnitte im Zulaufbereich gewährleistet, so daß durch diese besondere Anordnung der jeweilige Energiebedarf in einfacher Weise berücksichtigt werden kann. Da die Teillunten im Anschluß an ihre Aufteilung keiner Ansaugung an die Förderfläche mehr bedürfen, enden die Saugzonen (6a), (6b) mit Abstand vor der Andrückrolle (11). PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung zum Zuführen je einer verstreckten Faserlunte zu wenigstens zwei Ringspinnstellen, denen eine Förderstrecke für eine verstreckte, gemeinsame Vorlunte vorgeordnet ist, die eine umlaufende Förderfläche mit wenigstens zwei in Förderrichtung mit Abstand nebeneinander verlaufenden Saugzonen zur Aufteilung der Vorlunte in Teillunten für je eine Ringspinnstelle aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den sich in Förderrichtung verjüngenden Saugzonen (6a, 6b) ein sich in Förderrichtung verbreiternder, unbesaugter Zwickelbereich (12) liegt, gegen den eine Blasdüse (13) gerichtet ist
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugzonen (6a, 6b) mit Abstand vor dem ablaufseitigen Ende der Förderstrecke (5) enden. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
Priority Applications (12)
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| US5431005A (en) * | 1993-02-15 | 1995-07-11 | Fehrer; Ernst | Drawing frame for a ring spinning apparatus |
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| CH37113A (de) * | 1906-05-12 | 1907-04-30 | Heinrich Isler | Vorrichtung, um wirr ineinander liegende Pferdehaare auseinander zu zerren, einander parallel zu legen und in zwei Stränge zu formen |
| DE3308250A1 (de) * | 1983-03-09 | 1984-09-13 | Stahlecker, Fritz, 7347 Bad Überkingen | Oe-friktionsspinnvorrichtung |
-
1988
- 1988-06-29 AT AT0168788A patent/AT395865B/de not_active IP Right Cessation
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| CH37113A (de) * | 1906-05-12 | 1907-04-30 | Heinrich Isler | Vorrichtung, um wirr ineinander liegende Pferdehaare auseinander zu zerren, einander parallel zu legen und in zwei Stränge zu formen |
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