AT394612B - Scharnier fuer die schwenkbare anlenkung eines tuerfluegels - Google Patents
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Description
AT 394 612 B
Die Erfindung betrifft ein Scharnier für die schwenkbare Anlenkung eines Türflügels am Korpus eines Möbelstücks mit einem am Türflügel befestigbaren Tür-Anschlagteil und einem durch einen Gelenkmechanismus verdrehbar mit dem Tür-Anschlagteil gekoppelten, als langgestreckter Tragarm ausgebildeten Korpus-Anschlagteil, welcher verstellbar auf einer an der Tragwand des Korpus befestigbaren Montageplatte anbringbar ist, welche aus zwei voneinander trennbaren Montageplattenteilen zusammengesetzt ist, von denen der tragwandnähere Montageplattenunterteil fest an der Tragwand befestigbar und der den Korpus-Anschlagteil verstellbar halternde tragfemere Montageplattenoberteil durch einen federnden Rastmechanismus mit dem Montageplattenunterteil verbindbar ist.
Wenn sehr große Türflügel - beispielsweise die Türflügel von Schlafzimmer-Hochschränken - mittels moderner Gelenkschamiere an einem Schrankkorpus angeschlagen werden sollen, sind hierfür wenigstens drei, oft aber auch vier oder fünf Scharniere erforderlich. Die Montage der an den Türflügeln vormontierten Scharniere am Schrankkorpus erfordert dann das Einfädeln der in der Regel als langgestreckter Tragarm ausgebildeten Tragwand-Anschlagteile der Scharniere auf den an der Tragwand des Korpus vormontierten Montageplatten. Bei den bekannten Scharnieren werden hierzu die Köpfe von in Gewindebohningen in den Montageplatten eingedrehten Befestigungsschrauben durch die erweiterte Durchstecköffnung oder die offene Mündung von langgestreckten schlitzartigen Aufnahmeöffnungen in den Tragarmen hindurchgesteckt bzw. eingeführt, worauf die Befestigungsschrauben im schlitzförmigen Teil der Aufnahmeöffnungen in die korrekte Montagelage geschoben und dann die Befestigungsschrauben angezogen werden. Da gleichzeitig die Tiefeneinstellung der Scharniere mittels dieser Befestigungsschrauben erfolgt und - bei aufschlagenden Türflügeln - das Aufschlagmaß des Türflügels auf den Stim-kanten des Korpus ebenfalls die Lockerung der Befestigungsschrauben und eine Verstellung mittels einer weiteren Verstellschraube erfordert, ist dieses bei mit nur zwei Scharnieren angeschlagenen Türen problemlose Einhängen und Einstellen der Tragarme bei den erwähnten größeren Türflügeln schwierig, und zwar sowohl hinsichtlich des Einhängevorgangs selbst als auch hinsichtlich der anschließenden Einstellung des Türflügels, weil das Gewicht des beim Einhängen und anschließenden Einstellen offenen Türflügels bei noch nicht angezogenen Befestigungsschrauben versucht, zumindest die Tragarme der oberen Scharniere nach vom, d. h. aus dem Schrankinnem herauszuziehen, wobei die Gefahr besteht, daß die Befestigungsschrauben wieder aus der Ausnahmeöffnung heraustreten. Zum Einhängen und Einstellen von mit mehr als zwei Scharnieren versehenen Türflügeln sind daher in der Regel wenigstens zwei Personen erforderlich, wobei die Montage dieser Türflügel auch dann noch diffizil und zeitaufwendig ist, bis die korrekte Einstellung und Befestigung erreicht wird.
Das gilt auch bei Verwendung einer bekannten zweiteiligen Montageplatte (AT-PS 373 343), bei welcher der untere Montageplattenteil durch Spreizzapfen unverrückbar auf der Tragwand des Korpus und der obere Montageplattenteil mittels der durch langgeführten, die Spreizzapfen spreizende Befestigungsschrauben - bei gelockerten Befestigungsschrauben - in Richtung der Langlöcher verschiebbar auf dem unteren Montageplattenteil gehaltert ist Ein normalerweise mit dem unteren Montageplattenteil verbundener Verriegelungsschieber stellt dabei sicher, daß die Befestigung des oberen Montageplattenteils auf dem unteren Montageplattenteil in der Soll-Mittelstellung erfolgt, so daß eine Verstellung in Langlochrichtung nur nach Entriegelung des Verriegelungsschiebers möglich ist. Mit der Befestigung des oberen Montageplattenteils auf bzw. seiner Abnahme von dem unteren Montageplattenteil hat der Verriegelungsschieber aber nichts zu tun. Hierfür müssen die erwähnten Befestigungsschrauben in die Spreizzapfen des unteren Montageplattenteils eingeschraubt bzw. aus ihm herausgeschraubt werden.
Eine Vereinfachung der Montage des Türflügels am Schrankkorpus wird demgegenüber bereits mit Scharnieren der eingangs erwähnten Art (DE-OS 31 19 571) erreicht, bei denen nur der untere Montageplattenteil auf der Korpus-Tragwand befestigt wird, während der mit dem unteren Montageplattenteil verrastbare obere Montage-plattenteil am Tragwand-Anschlagteil vormontiert wird. Bei der Montage des Türflügels am Schrankkorpus muß dann lediglich der jeweils an den Tragwand-Anschlagteilen der Scharniere vormontierte obere Montageplattenteil auf den zugehörigen unteren Montageplattenteil aufgerastet werden. Bei korrekter Voreinstellung des Tragwand-Anschlagteils auf dem oberen Montageplattenteil entfällt dann sogar eine nachfolgende Ausrichtung des Türflügels relativ zum Schrankkorpus. Trotz der geschilderten Verbesserung ist die Anbringung des Türflügels am Schrankkorpus immer noch diffizil, so daß die - beispielsweise bei Umzügen erforderlich werdende - Demontage und anschließende erneute Montage eines Türflügels von bzw. an einem Schrankkorpus ungeschulten Personen Schwierigkeiten bereiten kann.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannten Scharniere so weiterzubilden, daß am gleichen Türflügel angebrachte Scharniere nacheinander einzeln und somit von einer einzigen Person von der Tragwand gelöst bzw. auf ihr befestigt werden können, ohne daß hierzu schwierige Manipulationen erforderlich sind.
Ausgehend von Scharnieren der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Montageplatten-Unterteil in seinem türflügelzugewandten vorderen Endbereich wenigstens einen von seiner Befestigungsebene auf der Tragwand vortretenden, in Richtung aus dem Korpusinnem heraus weisenden Hakenvorsprung aufweist, der in eine zugeordnete Hakenaufnahme in der Unterseite des Montageplattenoberteils einhängbar ist, wobei die einander zugeordneten Eingriffsflächen des Hakenvorsprungs und der Hakenaufnahme komplementär und zumindest angenähert kreisbogenförmig ausgebildet sind, und der Radius des Kreisbogens sowie sein Radienmittelpunkt etwa gleich dem Drehradius bzw. Radienmittelpunkt ist, den der in der Öffnungs-Stellung stehende Tragarm bei einer beginnenden Drehbewegung in Schließrichtung relativ zum Tür-Anschlagteil ausführt, und daß der federnde Rastmechanismus eine relativ zum türflügelabgewandten inneren Ende des Trag- -2- 1
AT394 612 B arms noch weiter ins Schrankinneie versetzte Handhabe zur Entsperrung des Rastmechanismus aufweist.
Bei der Montage eines mit mehr als zwei dieser Scharniere an einem Schrankkorpus anzuschlagenden Türflügels wird dann so vorgegangen, daß zunächst nur die Tragwand-Anschlagteile des obersten und untersten Scharniers in die Öffnungsstellung verschwenkt werden und die Tür dann so am Schrankkorpus angesetzt wird, daß der oberen Montageplattenteil des obersten und des untersten Scharniers auf den zugehörigen, auf der Korpus-Trag-wand vormontierten unteren Montageplattenteilen aufgerastet werden. Der Türflügel wird dann zunächst provisorisch von diesen beiden Scharnieren bereits in korrekter Ausrichtung zum Schrankkorpus gehalten. Nunmehr brauchen lediglich noch die Tragwand-Anschlagteile der restlichen Scharniere zusammen mit den an ihnen vormontierten oberen Montageplattenteilen in die Öffnungsstellung herumgeschwenkt werden, wobei sie automatisch so geführt werden, daß sie passend auf dem jeweiligen zugehörigen unteren Montageplattenteil verrastet werden. Bei der Demontage wird dann sinngemäß umgekehrt vorgegangen, d. h. zunächst werden die zwischen dem obersten und untersten Scharnier liegenden Scharniere bei geöffnetem Türflügel nacheinander einzeln durch Betätigung der Handhabe entrastet und der Tragwand-Anschlagteil zusammen mit dem oberen Montageplattenteil in die Schamier-Schließstellung verschwenkt. Die endgültige Abnahme des Türflügels erfolgt dann schließlich durch Entrostung der oberen Montageplattenteile des untersten und des obersten Scharniers, wobei dann eine zusätzliche Halterung des Türflügels zweckmäßig ist. Die Anordnung des Rastmechanismus zwischen dem oberen und unteren Montageplattenteil hat dabei gegenüber einer an sich ebenfalls denkbaren Anordnung zwischen dem Tragwand-Anschlagteil des Scharniers und der dann eventuell sogar einteilig ausbildbaren Montageplatte den grundsätzlichen Vorteil, daß der Bereich des oberen Montageplattenteils, auf dem der Tragwand-Anschlagteil befestigt wird, identisch mit den üblichen, d. h. nicht entrastbaren Montageplatten ausgebüdet werden kann, so daß also die bisher in Verbindung mit normalen Montageplatten verwendeten Scharniere ohne Änderung weiterverwendbar sind.
Wenn die Montageplatte als Flügelplatte mit von gegenüberliegenden Seiten eines langgestreckten mittleren leistenförmigen Tragarm-Halterungsabschnitt vortretenden, auf der Kotpus-Tragwand befestigbaren Flügelansätzen ausgebildet ist, kann die Ausgestaltung in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung so getroffen sein, daß der Montageplattenoberteil den Montageplattenunterteil im Bereich der Flügelansätze übergreift, und daß je ein Hakenvorsprung sowie die zugehörige Hakenaufnahme in den sich im Bereich der Hügelansätze übergreifenden Bereichen des Montageplattenunterteils bzw. Montageplattenoberteils vorgesehen sind.
Der Montageplattenunterteil ist an seinem türflügelabgewandten inneren Ende zweckmäßig in Richtung ins Korpusinnere verlängert, und die Handhabe ist in diesem verlängerten Bereich angeordnet und mit einem längsverschieblich am Montageplattenunterteil gehalterten Rastvorsprung verbunden, der federnd über einen Rastvorsprung am Montageplattenoberteil greift. Die Handhabe ist somit für die Entlastung frei zugänglich.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung sind die Handhabe und der mit ihr verbundene Rastvorsprung an einem in einer langgestreckten Aussparung des Montageplattenunterteils längsverschieblich, aber gegen Abbe-ben gesichert geführten Schieber angeordnet, welcher von einer am Montageplattenunterteil einerseits und am Schieber selbst andererseits angreifenden Feder in die Rasteingriffsstellung vorgespannt ist
Die Befestigung von als Flügelplatten ausgebildeten Montageplatten erfolgt häufig in Bohrungen von im Schrankkoipus ohnehin vorgesehenen Bohrungsreihen zur Aufnahme von Fachbodenträgem u. dgl. Im Montageplattenunterteil sind dann hierfür im Bereich jedes Hügelansatzes sowie zusätzlich in dessen in Richtung ins Korpusinnere verlängertem Bereich je eine Durchgangsöffnung für eine in die Korpus-Tragwand einschraubbare Befestigungsschraube vorgesehen. Die durch die Durchgangsöffnung in den Hügelansätzen einzuschraubenden Befestigungsschrauben werden dann also in die erwähnten, ohnehin vorgesehenen Bohrungen eingeschraubt, während die durch die zusätzlich in dem ins Korpusinnere verlängerten Bereich vorgesehene Durchgangsöffnung einzuschraubende Befestigungsschraube in eine gesondert einzuarbeitende Bohrung eingeschraubt wird.
Die Durchgangsöffnungen können dabei als parallel zur Schamier-Schwenkachse verlaufende Langlöcher ausgebildet sein, um so eine Höhenverstellung der Montageplatte und somit des Türflügels relativ zum Schrankkorpus zu ermöglichen.
Da der Montageplattenoberteil voraussetzungsgemäß vom unteren Montageplattenteil entrastbar und abhebbar sein muß, darf er durch den Kopf der Befestigungsschraube nicht auf dem Montageplattenunterteil aufgespannt werden. Deshalb wird der Montageplattenoberteil zweckmäßig in seinem, die Durchgangsöffnungen im Montageplattenunterteil im Bereich der Hügelansätze übergreifenden Bereich mit zu diesen Durchgangsöffnungen ausgerichteten Durchgangsöffnungen versehen, deren kleinster licht» Durchmesser etwas größer als der Durchmesser des Kopfs der zugehörigen Befestigungsschraube ist.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt bzw. zeigen:
Fig. 1 und 2 eine Draufsicht bzw. Seitenansicht eines in der »findungsgemäßen Weise ausgebildeten Scharniers;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Montageplatte des in d»i Hg. 1 und 2 gezeigten Scharniers;
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Montageplatte, gesehen in Richtung des Pfeils (4) in Fig. 3;
Fig. 5 eine Seitenansicht der Montageplatte, gesehen in Richtung des Pfeils (5) in Fig. 4;
Fig. 6 eine Draufsicht auf den Montageplattenoberteil d» in Fig. 4 und 5 gezeigten Montageplatte; -3-
AT 394 612 B
Fig. 7 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile (7-7) in Fig. 6;
Fig. 8 eine Draufsicht auf den Montageplattenunterteil der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Montageplatte;
Fig. 9 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile (9-9) in Fig. 8; und
Fig. 10 eine Seitenansicht des Montageplattenunterteils gesehen in Richtung des Pfeils (10) in Fig. 8.
Das in den Fig. 1 und 2 gezeigte, in seiner Gesamtheit mit (10) bezeichnete Scharnier dient - in Verbindung mit weiteren Scharnieren (10) gleicher Bauart - zur Anlenkung eines Türflügels an der Tragwand eines Schrankkorpus, beispielsweise eines Schlafzimmer-Hochschranks mit entsprechend großem Türflügel, der wegen seines Gewichts mit wenigstens drei höhenversetzten Scharnieren (10) an der Korpus-Tragwand angeschlagen werden muß.
Das Scharnier (10) hat die Form eines üblichen Viergelenkschamiers, dessen als versenkt in einer Aussparung in der Rückseite des Türflügels befestigbarer Einstecktopf (12) ausgebildeter Tür-Anschlagteil über zwei Schamierlenker (14), (16) mit dem vorderen Ende eines als langgestreckter Tragarm (18) ausgebildeten Tragwand-Anschlagteils gekoppelt ist, der seinerseits auf einer an der Tragwand befestigbaren Montageplatte (20) (Fig. 3 bis 5) einstellbar gehaltert ist. Zur längsverstellbaren Befestigung auf der Montageplatte (20) weist der Tragarm an seinem rückwärtigen, d. h. ins Korpusinnere gerichteten Ende einen offen mündenden Längsschlitz (22) auf, durch den der in eine Gewindebohrung (24) in der Montageplatte (20) eingeschraubte Gewindestift einer Befestigungsschraube (26) hindurchgreift. Der Kopf der ganz in die Gewindebohrung (24) eingeschraubten Befestigungsschraube (26) preßt das auf seiner Innenfläche mit einer (nicht gezeigten) Querriffelung versehene innere Ende des Tragarms (18) auf einen mit komplementären Querriffelungen (28) versehenen Bereich eines leistenförmig vorstehenden langgestreckten Führungsabschnitts (30) der Montageplatte (20), wodurch der Tragarm (18) gegen Längsverschiebungen gesichert auf dem Führungsabschnitt (30) gehalten ist. Zur Einstellung der Neigung des Tragarms (18) relativ zur Tragwand und damit zur Veränderung des Türflügel-Aufschlagmaßes auf der Stirnfläche der Tragwand dient ein in eine gegenüber dem Längsschlitz (22) in Richtung zum Einstecktopf (12) versetzt in einer Gewindebohrung in der Stegfläche des Tragarms (18) eingeschraubter Gewindestift (32), der an seinem montageplattenseitigen inneren Ende einen über einen im Durchmesser verringerten Halsabschnitt angesetzten, beispielsweise kugelförmigen Haltekopf aufweist, der in eine komplementär querschnittsförmige, in der Stirnfläche des Führungsabschnittes (30) offen mündende langgestreckte und an der Oberseite für den Durchtritt des Halsabschnitts schlitzförmig geöffnete Aussparung (34) eingeschoben ist.
Es ist ersichtlich, daß durch Drehen des Gewindestifts (32) - bei leicht gelockerter Befestigungsschraube (26) - die Winkelstellung des Tragarms (18) auf der Montageplatte (20) veränderbar ist.
Das Scharnier (10) entspricht bis auf die Montageplatte (20) den bekannten Viergelenkschamieren, so daß es genügt, im folgenden in Verbindung mit den Fig. 3 bis 10 die spezielle Ausgestaltung der Montageplatte (20) und ihre Anpassung an die Kinematik des Gelenkmechanismus des Scharniers (10) zu beschreiben. Die Montageplatte (20) ist zweiteilig ausgeführt und setzt sich aus einem direkt auf der Korpus-Tragwand zu befestigenden flachen Montageplattenunterteil (36) (Fig. 8 bis 10) und einem auf dem Montageplattenunterteil (36) ver-rasteten Montageplattenoberteil (38) zusammen. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Montageplatte (20) als sogenannte Hügelplatte ausgebildet, bei denen von dem zur einstellbaren Befestigung des Tragarms (18) dienenden leistenförmigen mittleren Führungsabschnitt (30) an gegenüberliegenden Seiten je ein Flügelansatz (40) vortritt, die üblicherweise zur Befestigung der Montageplatte (20) auf der Tragwand dient.
Der Montageplattenoberteil (38) übergreift den flachen Montageplattenunterteil (36) komplementär, wobei lediglich das türflügelabgewandte innere Ende (42) des Montageplattenunterteils (36) etwa in der Breite des mittleren Führungsabschnittes (30) in Richtung ins Korpusinnere verlängert ist, d. h. unter dem Montageplattenoberteil (38) vortritt. Der Montageplattenunterteil (36) wird mittels je einer jeweils eine als Langloch (44) ausgebildete Durchgangsöffnung in den den Hügelansätzen zugeordneten Bereichen durchsetzende Befestigungsschrauben (46) und einer weiteren, ein im verlängerten Ende (42) vorgesehenes weiteres Langloch (48) durchgreifende Befestigungsschraube (50) auf der Tragwand befestigt, wobei die Langlöcher (44) bzw. (48) eine gewisse Höheneinstellung des Montageplattenunterteils (36) und somit der Montageplatte (20) auf der Korpus-Tragwand zulassen. In dem über den Langlöchem (44) liegenden Hügelansatz-Bereich ist der Montageplattenoberteil (38) mit gegenüber den Langlöchem (44) vergrößerten Langlöchem (51) versehen, um das Aufschrauben der Köpfe der Befestigungsschrauben (46) durch die Langlöcher (51) hindurch auf die Oberseite des Montageplattenunterteils (36) zu ermöglichen.
Zur lösbaren Verrastung des Montageplattenoberteils (38) auf dem Montageplattenunterteil (36) ist an den türflügelzugewandten vorderen Hügelansatz-Bereichen des Montageplattenunterteils (36) jeweils ein Hakenvorsprung (52) vorgesehen, der in eine zugeordnete Hakenaufnahme (54) in den Flügelansätzen des Montageplattenoberteils (38) einhängbar ist. Die einander zugeordneten Eingriffsflächen (52') und (54') des Hakenvorsprungs (52) bzw. der Hakenaufnahme (54) sind dabei komplementär kreisbogenförmig ausgebildet, wobei der Radius (r) im wesentlichen gleich dem Drehradius ist, den der in der Öffnungsstellung stehende Tragarm (18) bei einer beginnenden Drehbewegung des Einstecktopfs (12) relativ zu diesem ausführt, wobei auch die Radienmittelpunkte der Eingriffsflächen (52'), (54') zumindest ungefähr mit dem Drehradien-Mittelpunkt der relativen Schwenkbewegung von Tragarm (18) und Einstecktopf (12) zusammenfallen. Vom rückwärtigen, d. h. ins Korpusinnere gerichteten Ende des Montageplattenoberteils (38) tritt mittig ein Rastvorsprung (56) vor, dem -4-
Claims (7)
- ΑΤ394 612 Β ein ihn übergreifender Rastvorsprung (58) zugeordnet ist, welcher am rückwärtigen Ende eines in einer langgestreckten Aussparung (60) in dem Montageplattenunterteil (36) längsverschieblich, gegen Abheben jedoch gesichert geführten Schiebers (62) angesetzt ist Das rückwärtige Ende des Schiebers (62) liegt in dem nicht mehr vom Montageplattenoberteil (38) überdeckten verlängerten Ende (42) des Montageplattenunterteils (36), so daß eine mit dem Rastvorsprung (58) verbundene, nach oben vorstehende Handhabe (64) frei zugänglich ist, um den Schieber (62) und somit den Rastvorsprung (58) in Richtung ins Korpusinnere zu verschieben, wobei dann der Rastvorsprung (58) den Rastvorsprung (56) freigibt. Der Schieber (62) wird von einer unter Vorspannung stehenden Druckfeder (66) in die Verriegelungsstellung vorgespannt, welche zwischen einem Vorsprung (68) des Schiebers und einem Vorsprung (70) des Montageplattenunterteils (36) angeordnet ist Die Montage eines mittels der erfindungsgemäßen Scharniere (10) an einem Schrankkorpus anzulenkenden Türflügels erfolgt so, daß die bis auf den mittels der Befestigungsschrauben (46), (50) auf der Korpus-Tragwand befestigten Montageplattenunterteile (36) am Türflügel vormontierten Scharniere (10) mit dem Türflügel an den Schrankkorpus geführt werden, und zwar in einer etwa der Öffnungsstellung der Tür entsprechenden Lage, wobei die Tragwand-Anschlagteile, d. h. die Tragarme (18), mit den an ihnen befestigten Montageplattenoberteilen (38) in der Schamierschließ- oder ein»- Zwischenstellung stehen. Zum Befestigen jedes Scharniers (10) an der Tragwand müssen die Tragarme (18) dann lediglich in die Schamieröffnungsstellung herumgeschwenkt werden, wobei dann die Hakenvorsprünge (52) in den Hakenaufnahmen (54) zum Eingriff kommen. Bei da* weiteren Verschwenkung des Tragarms (18) in Richtung auf die Tragwand trifft dann der Rastvorsprung (56) am Montageplattenoberteil auf den federnd vorgespannten Rastvorsprung (58), verdrängt diesen entgegen der Federvorspannung, bis schließlich der Rastvorsprung (58) über den Rastvorsprung (56) zurückschnappt. Damit ist das betreffende Scharnier (10) fest an der Korpus-Tragwand gehalten, wobei die spielfreie Aufeinanderlage der beiden Montageplattenteile (36), (38) durch entsprechend schräge Anordnung der sich übergreifenden Flächen der Rastvorsprünge (56), (58) gewährleistet ist. Die Scharniere (10) werden einzeln in der geschilderten Weise durch Verschwenken befestigt, so daß also allenfalls zu Beginn des Montagevorgangs eine zweite Person zum Halten des Türflügels erforderlich ist. Bei einer »forderlich werdenden Demontage wird im umgekehrten Sinn verfahren, d. h. zunächst wird der Verriegelungseingriff der Rastvorsprünge (56), (58) unterbrochen, indem auf die Handhabe (64) ein Druck in Richtung ins Korpusinnere ausgeübt und so der Schieber (62) entgegen der auf ihn wirkenden Vorspannung der Druckfeder (66) ins Schrankinnere verschoben wird. Dabei kommen die Rastvorsprünge (56), (58) außer Eingriff. Dann wird der Tragarm (18) des jeweiligen Scharniers (10) von der Korpus-Tragwand weggeschwenkt, was aufgrund der gewählten kinematischen Beziehung zwischen den Radien der Eingriffsflächen (52'), (54') und dem Schwenkradius des Scharniers (10) auch dann ohne weiteres möglich ist, wenn der Türflügel noch von zwei oder mehr weiteren Scharnieren (10) an der Tragwand gehalten ist Es ist ersichtlich, daß im Rahmen des Erfindungsgedankens Abwandlungen und Weiterbildungen des beschriebenen Scharniers (10) bzw. der Montageplatte (20) des Scharniers (10) verwirklichbar sind, die sich sowohl auf die Befestigung des Montageplattenunterteils (36) auf der Tragwand als auch die Art und Weise der einstellbaren Halterung des Tragarms (18) auf dem Montageplattenoberteil (38) beziehen können. Wesentlich ist lediglich, daß die Montageplatte (20) aus zwei wahlweise miteinander verbindbaren bzw. voneinander trennbaren Montageplattenteilen (36), (38) zusammengesetzt ist, welche bei der Montage bzw. Demontage durch spezielle Ausformung der sie aneinander haltenden Elemente eine Bewegung ausführen, welche mit der Drehbewegung des zugehörigen Scharniers (10) im wesentlichen übereinstimmt. PATENTANSPRÜCHE 1. Scharnier für die schwenkbare Anlenkung eines Türflügels am Korpus eines Möbelstücks mit einem am Türflügel befestigbaien Tür-Anschlagteil und einem durch einen Gelenkmechanismus verdrehbar mit dem Tür-Anschlagteil gekoppelten, als langgestreckter Tragarm ausgebildeten Korpus-Anschlagteil, welcher verstellbar auf einer an der Tragwand des Korpus befestigbaren Montageplatte anbringbar ist, welche aus zwei voneinander trennbaren Montageplattenteilen zusammengesetzt ist, von denen der tragwandnähere Montageplattenunterteil fest an der Tragwand befestigbar und der den Korpus-Anschlagteil verstellbar halternde tragwandfemere Montageplattenoberteil durch einen federnden Rastmechanismus mit dem Montageplattenunterteil verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Montageplattenunterteil (36) in seinem türflügelzugewandten vorderen Endbereich wenigstens einen von sein» Befestigungsebene auf der Tragwand vortretenden, in Richtung aus dem Korpusin-nem herausweisenden Hakenvorsprung (52) aufweist, der in eine zugeordnete Hakenaufnahme (54) in der Unterseite des Montageplattenoberteils (38) einhängbar ist, wobei die einander zugeordneten Eingriffsflächen (52'; 54') des Hakenvorsprungs (52) und der Hakenaufnahme (54) komplementär und zumindest angenähert kreisbogenförmig ausgebildet sind, und der Radius (r) des Kreisbogens sowie sein Radienmittelpunkt etwa gleich dem -5- AT 394 612 B Drehradius bzw. Radienmittelpunkt ist, den der in der Öffnungsstellung stehende Tragarm (18) bei einer beginnenden Drehbewegung in Schließrichtung relativ zum Tür-Anschlagteil (12) ausführt, und daß der federnde Rastmechanismus eine relativ zum türflügelabgewandten inneren Ende des Tragarms (18) noch weiter ins Schrankinnere versetzte Handhabe (64) zur Entsperrung des Rastmechanismus aufweist
- 2. Scharnier nach Anspruch 1, bei dem die Montageplatte als Flügelplatte mit von gegenüberliegenden Seiten eines langgestreckten mittleren leistenförmigen Tragarm-Halterungsabschnitt vortretenden, auf der Korpus-Trag-wand befestigbaren Flügelansätzen ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Montageplattenoberteil (38) den Montageplattenunterteil (36) im Bereich der Flügelansätze (40) übergreift, und daß je ein Hakenvorsprung (52) sowie die zugehörige Hakenaufnahme (54) in den sich im Bereich der Flügelansätze (40) übergreifenden Bereichen des Montageplattenunterteils (36) bzw. Montageplattenoberteils (38) vorgesehen sind.
- 3. Scharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Montageplattenunterteil (36) an seinem türflügelabgewandten inneren Ende in Richtung ins Korpusinnere verlängert ist, und daß die Handhabe (64) in diesem verlängerten Bereich (42) angeordnet und mit einem längsverschieblich am Montageplattenunterteil (36) gehalterten Rastvorsprung (58) verbunden ist, der federnd über einen Rastvorsprung (56) am Montageplattenoberteil (38) greift.
- 4. Scharnier nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabe (64) und der mit ihr verbundene Rastvorsprung (58) an einem in einer langgestreckten Aussparung (60) des Montageplattenunterteils (36) längsverschieblich, aber gegen Abheben gesichert geführten Schieber (62) angeordnet sind, welcher von einer am Montageplattenunterteil (36) einerseits und am Schieb«· (62) selbst andererseits angreifenden Feder (66) in die Rasteingriffsstellung vorgespannt ist.
- 5. Scharnier nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Montageplattenunterteil (36) im Bereich jedes Flügelansatzes (40) sowie in dessen in Richtung ins Korpusinnere verlängertem Bereich (42) je eine Durchgangsöffnung (44; 48) für eine in die Korpus-Tragwand einschraubbare Befestigungsschraube (46; 50) vorgesehen sind.
- 6. Scharnier nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsöffnungen (44; 48) als parallel zur Schamier-Drehachse verlaufende Langlöcher ausgebildet sind.
- 7. Scharnier nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Montageplattenoberteil (48) in seinem die Durchgangsöffnungen (44) im Montageplattenunterteil (36) im Bereich der Flügelansätze (40) übergreifenden Bereich zu diesen Durchgangsöffnungen (40) ausgerichtete Durchgangsöffnungen (51) aufweist, deren kleinster lichter Durchmesser etwas größer als der Durchmess«· des Kopfs der zugehörigen Befestigungsschraube (46) ist. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -6-
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