AT329718B - Verfahren zur reinigung von stark verschmutzten und verkrusteten steinoberflachen - Google Patents

Verfahren zur reinigung von stark verschmutzten und verkrusteten steinoberflachen

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AT329718B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/53After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone involving the removal of at least part of the materials of the treated article, e.g. etching, drying of hardened concrete
    • C04B41/5315Cleaning compositions, e.g. for removing hardened cement from ceramic tiles

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Im Stammpatent Nr. 312769 wird ein Verfahren beschrieben, bei welchem die verschmutzte
Steinoberfläche mit Pasten bedeckt wird, welche wirksame chemische Agentien enthalten. Diese wirken nur in der Kontaktzone, dadurch wird der Stein geschont und die beim Reinigungsprozess entstandenen löslichen Salze bleiben in der Paste und werden beim Abnehmen mechanisch vom Stein entfernt. 



   Im Stammpatent werden als chemisch wirksame Stoffe metallchelatbildende Derivate der Aminoessigsäure, vorzugsweise das Dinatriumsalz der   Äthylendiaminotetraessigsäure   in Kombination mit anorganischen Pulvern mit grosser Oberfläche, mit quellendem organischem Kolloid, mit einer alkalischen Verbindung (Lauge oder
Karbonat) mit einem Netzmittel, und Wasser vorgeschlagen. 



     Erfindungsgemäss   wurde gefunden, dass das Ammonacetat gleichfalls eine gute lösende Wirkung für die
Hauptbestandteile der Schmutzschichten und-krusten auf der Steinoberfläche aufweist, wenn auch das
Lösungsvermögen nicht so stark ausgeprägt wie bei den Salzen der Aminoessigsäuren ist. 



   Ammonacetat ist jedoch wesentlich billiger, als die im Stammpatent vorgeschlagene Aminoessigsäure und es können hochkonzentrierte, wässerige Lösungen des Ammonacetats hergestellt werden. Es ist auch nicht so selektiv wie die alkalischen Salze der Aminoessigsäuren, welche Gips und andere Sulphate sehr stark, das Calciumcarbonat hingegen sehr schwach lösen. Für die schnelle Reinigung von weniger verkrusteten Steinoberflächen ist die Wirkung des Ammonacetats ausreichend, so dass für diese Zwecke der Ersatz der teuren Salze der Aminoessigsäuren aus praktischen Erwägungen berechtigt ist. 



   Erfindungsgemäss ist eine weitere Verbilligung der Reinigungspaste möglich, indem als inertes Pulver mit grosser Oberfläche ein billiges Abfallprodukt der chemischen Industrie eingesetzt wird. Es handelt sich hiebei um die gefällte Kieselsäure, welche bei der industriellen Herstellung des Aluminiumfluorids aus Kieselfluorwasserstoffsäure entsteht, u. zw. nach der Reaktionsgleichung   H2 SiF 6 +2AI (OHh -+ 2AIF3 +Si02 +4H2 O.    



   Dieses Produkt fällt nach der Filtration mit etwa 30 bis 50% Restfeuchtigkeit an und enthält ausserdem noch nicht umgesetztes   Al (OH) g, AlFg   und anhaftende Kieselfluorwasserstoffsäure. Erfindungsgemäss muss daher die saure Reaktion dieses Pulvers berücksichtigt und mit Ammoniak neutralisiert werden. Für jede Charge dieser gefällten Kieselsäure muss   erfindungsgemäss   die erforderliche Menge an Ammoniak separat ermittelt werden. Die entsprechende Menge an Ammoniak wird dann bei der Herstellung der Paste zugesetzt. 



   Es ist bekannt, Pasten als Füllstoff feine Kieselsäure beizumischen. So wird in der deutsche Offenlegungsschrift 1942306 der Zusatz von hochdisperser reiner Kieselsäure mit über 98% Si02, einer spez. 



  Oberfläche von 100 bis 300 m2/g, sowie einem Schüttgewicht von 0, 06 g/ml vorgeschlagen. Auf Grund dieser Daten kann es sich hiebei nur um die teuere, pyrolytisch hergestellte Kieselsäure (Aerosil) handeln und nicht um 
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 der   AiFg-Erzeugung   gefällten Kieselsäure der Fall ist. Weiters wird in der Schweizer Patentschrift Nr. 402243 eine Reinigungspaste für Steine, bestehend aus Ammonbifluorid als wirksames Mittel und sehr feiner Kieselsäure, sowie Bentonit als "traceurs" (Vorzeichner, bzw. Markierungsmittel) vorgeschlagen. Diese Kombination ist nicht sinnvoll, da das Ammonbifluorid einerseits die Kieselsäure und den Bentonit auflöst und anderseits durch diese Reaktion verbraucht wird.

   Aus dem Zeitpunkt der Anmeldung (1962) geht hervor, dass es sich auch hiebei nicht um die erfindungsgemäss vorgeschlagene gefällte Kieselsäure handeln kann. 



   Erfindungsgemäss werden Pasten mit 10 bis 50, vorzugsweise 20 bis   35% eigen   Lösungen des Ammonacetats angesetzt und mit Ammoniak auf pH-Werte zwischen 7 und 8 eingestellt. Die andern Komponenten der Paste entsprechen den Angaben im Stammpatent. 



   Erfindungsgemäss kann man die erforderlichen Mengen an Ammonacetat auch in der Anmachflüssigkeit   selber herstellen, was die Paste noch zusätzlich verbilligt. Da man ohnehin den pH-Wert mit Ammoniak einstellen muss, so kann man gleich die Anmachflüssigkeit mit der berechneten Menge an Essigsäure versetzen und dann   mit konzentriertem Ammoniak neutralisieren bzw. auf einen pu-Wert zwischen 7 und 8 einstellen. Danach wird auf die gewünschte Menge mit Wasser aufgefüllt. Die praktische Durchführung dieser Massnahme ist aus dem Ausführungsbeispiel 2 ersichtlich. 



   Ausführungsbeispiele :
1) 1 kg stark quellendes Kolloid wird mit 1, 5 kg gefällter Kieselsäure (mit 33% Glühverlust) und 6 kg
Ammonacetat gut gemischt. Dann werden unter schnellem Rühren   201   Wasser zugesetzt und sofort anschliessend mit konzentriertem Ammoniak einen   pH-Wert   von 7 bis 8 eingestellt. Nach einigen
Minuten ist aus der Suspension eine streichfähige Paste geworden, welche für die Verwendung fertig ist. Diese Paste eignet sich gut für die Reinigung von weniger stark verkrusteten Steinoberflächen. 



   2) 1 kg Kolloid wie im Beispiel l wird mit 2 kg gefällter Kieselsäure (mit 50% Glühverlust) homogenisiert. In einem Kessel wird durch Neutralisation von   4,   81 80%iger Essigsäure mit 9 1   25%igem Ammoniak   und Zugabe von   6,     21   Wasser eine etwa   30% igue   Ammonacetat-Lösung hergestellt. In diese wird das obengenannte Pulvergemisch schnell eingerührt und man erhält wieder die fertige Paste.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Reinigung von stark verschmutzten und verkrusteten Steinoberflächen unter Vermeidung der Tiefenwirkung und Ablagerung der beim chemischen Reinigungsprozess entstandenen Salze durch Pasten aus einem Derivat der Essigsäure als schmutzlösendes Mittel, einem alkalischen Stoff, einem inerten anorgischen Pulver mit grosser Oberfläche als Füllstoff und einem quellenden Kolloid als Filmbildner, welche auf die verschmutzten Steinoberflächen aufgetragen und nach Trocknung der Paste zu einem zusammenhängenden Film zusammen mit den darin gelösten und abgelagerten Verunreinigungen mechanisch von der Oberfläche entfernt werden, nach Patent Nr.
    312769, da dur c h ge k e n n z e ich n e t, dass als wirksames, schmutzlösendes Mittel in den Pasten eine 10 bis 50, vorzugsweise 20 bis 35%ige Lösung des Ammonacetats, welche mit Ammoniak auf PH-Werte zwischen 7 und 8 eingestellt ist, und als inertes Pulver mit grosser Oberfläche vorzugsweise gefällte Kieselsäure, welche bei der technischen Herstellung des Aluminiumfluorids anfällt und deren Acidität mit Ammoniak neutralisiert wurde, verwendet werden.
AT183974A 1974-03-06 1974-03-06 Verfahren zur reinigung von stark verschmutzten und verkrusteten steinoberflachen AT329718B (de)

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