AT272322B - Verfahren zur Herstellung neuer, basisch substituierter Phenylacetonitrile und deren Salze - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer, basisch substituierter Phenylacetonitrile und deren Salze

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AT272322B AT266168A AT266168A AT272322B AT 272322 B AT272322 B AT 272322B AT 266168 A AT266168 A AT 266168A AT 266168 A AT266168 A AT 266168A AT 272322 B AT272322 B AT 272322B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer, basisch substituierter Phenylacetonitrile und deren Salze 
Die Herstellung basisch substituierter Phenylacetonitrile ist bereits aus den deutschen Patentschriften Nr. 1154810 und Nr. 1158083 und der österr. Patentschrift Nr. 244944 bekannt. 



   Es wurde nun gefunden, dass neue, basisch substituierte Phenylacetonitrile der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in welcher A, B, C, A',   B'und C'Wasserstoff- oder   Halogenatome, Trifluormethylgruppen, niedermolekulare Alkyl- bzw. Alkoxygruppen, wobei in letzterem Falle zwei benachbarte Gruppen auch gemeinsam eine Methylendioxygruppe bilden können, R eine niedermolekulare aliphatische Gruppe, Ri eine niedermolekulare Alkylgruppe, einen gesättigten oder ungesättigten, cyclischen oder bicyclischen   Kohlenwasser-   stoffrest oder die Benzyl-bzw.

   Phenylgruppe oder eine Trifluormethylphenyl- bzw. -benzylgruppe, n die Zahl 2,3 oder 4 und m die Zahl 1, 2 oder 3 bedeuten, mit der Massgabe, dass wenigstens einer der Reste A, B, C, A', B'und C'eine Trifluormethylgruppe ist und/oder Ri für eine Trifluormethylphenyl- bzw. -benzylgruppe steht, und deren Salze wertvolle pharmakologische Eigenschaften besitzen. Insbesondere besitzen sie bei niedriger Toxizität signifikante coronardilatatorische Wirksamkeit und sollen als Arzneimittel Verwendung finden. Von den Verbindungen der deutschen Patentschriften Nr. 1154810 und Nr. 1158083 unterscheiden sie sich auch hinsichtlich der blutdrucksenkenden Eigenschaften. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen, basisch substituierten Phenylacetonitrile der allgemeinen Formel I besteht in seinem Wesen darin, dass man in Gegenwart basischer Kondensationsmittel Phenylacetonitrile der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 worin A, B, C, A', B', C', R, m und n die oben angegebene Bedeutung haben, mit Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 

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   worin Ri die oben angegebene Bedeutung hat und X einen reaktionsfähigen Säurerest bedeutet, umsetzt, und gewünschtenfalls die erhaltenen Phenylacetonitrile der allgemeinen Formel I in ihre Säureadditionssalze überführt. 



  Die als Ausgangsubstanz verwendeten Phenylacetonitrile sind beispielsweise erhältlich durch Umsetzung von Phenylacetonitril oder dessen am Kern substituierten Derivaten mit M-Halogenalkylarylalkylaminen.   
 EMI2.1 
 
20 mg Wirkstoff bei einer Verabreichung von 3 Tabletten pro Tag. Die Dosis kann selbstverständlich variieren ; die Tagesdosis liegt zwischen etwa 30 und etwa 250 mg und kann in 3 bis 4 Einzeldosen zugeführt werden. Intravenöse und intramuskuläre Injektionen können ebenso angewendet werden wie rektale Applikation in Form von Suppositorien. Für Injektionszwecke können wässerige oder Salzlösungen verwendet werden. Die neuen Verbindungen können oral in Form von Tabletten, Pulvern, Kapseln, Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Dispersionen oder in anderen geeigneten Formen verabreicht werden. 



   Es können auch andere als die in den Ausführungsbeispielen erwähnten Salze hergestellt werden. 



   Solche andere Säureadditionssalze sind beispielsweise Säureadditionssalze mit Schwefelsäure, Sulfaminsäure, Phosphorsäure, Bromwasserstoffsäure und mit anderen organischen Säuren, sowie mit Bernsteinsäure, Weinsäure, Malonsäure, Maleinsäure, Äpfelsäure, Benzoesäure, Phthalsäure, Nikotinsäure und andere organische Säuren, vorausgesetzt, dass die betreffenden Salze pharmazeutisch verträglich sind und die verabreichten Dosen im wesentlichen gut vertragen werden. 



   Die Verbindungen, wie sie erfindungsgemäss erhältlich sind, können auch zur Bekämpfung von Bakterien, Protozoen, Viren, pathogenen Würmern oder Pilzen, wie Escherichia coli und Staphylococcus aureus, benutzt werden. Bei der Bekämpfung bakterieller Infektionen können die Verbindungen oral oder parenteral verabreicht werden, indem eine wirksame Menge in übliche Träger einverleibt wird. Gut brauchbare Mengen können im Bereich von etwa 0, 01 bis 1% oder mehr liegen, wobei diese Mengen in einem geeigneten flüssigen oder festen Träger benutzt werden. Gegebenenfalls kann die Anwendung mit einer oberflächenaktiven Verbindung erfolgen. Die erfindungsgemäss erhältlichen fluorsubstituierten Verbindungen können zur Bekämpfung pathogener Infektionen, z. B. bakteriellen Infektionen bei Warmblütlern sowie beim Menschen Verwendung finden.

   Sie sind auch allgemein als Desinfektionsmittel und für sanitäre Zwecke im Haushalt und in der Industrie verwendbar. 



   Beispiel :    < x-Isopropyl-K- [N-methyl-N- (homoveratryl)-y-aminopropyl]-3-trifluormethylphenylacetonitril :   
In einem Dreihalskolben, der mit Rührwerk, Rückflusskühler und Tropftrichter versehen ist, werden 93, 6 g (0, 223 Mol)   rt. -[N-Methyl-N- (homoveratryl) -y-aminopropyl]-3-trifluormethylphenylacetonitril   in 500 ml Toluol   gelöst ; man   fügt 30, 8 g (0, 25 Mol) Isopropylbromid zu und tropft 32, 5 g 30%ige Natriumamidsuspension in Toluol bei 70   C langsam ein. Anschliessend hält man das Gemisch 3 h im Sieden, kühlt ab, fügt 150 ml Wasser hinzu und   scbüttelt   die abgetrennte Toluolschicht noch zweimal mit Wasser aus.

   Es wird mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, das Toluol entfernt und der Rückstand fraktioniert. 
 EMI2.2 
 
5homoveratryl)-aminopropan in 11 absolutem Benzol gelöst und bei Siedetemperatur im Verlauf von 20 min mit 65 g einer 30%igen Suspension von Natriumamid in Benzol versetzt. Man erhitzt darauf   2t   h zum Sieden, kühlt das Reaktionsgemisch ab und versetzt mit 11 Wasser. Danach wird die Benzol-Schicht abgetrennt, und nach Trocknen über Natriumsulfat wird das Benzol abdestilliert. Der erhaltene Rückstand 
 EMI2.3 
 
Auf die gleiche Weise wie in dem vorstehenden Beispiel angegeben wurden die in der Tabelle beschriebenen Verbindungen hergestellt. 

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 EMI3.1 


Claims (1)

  1. ! F.PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung neuer, basisch substituierter Phenylacetonitrile der allgemeinen Formel EMI4.1 in welcher A, B, C, A', B'und C'Wasserstoff- oder Halogenatome, Trifluormethylgruppen, niedermolekulare Alkyl- bzw. Alkoxygruppen, wobei in letzterem Falle zwei benachbarte Gruppen auch gemeinsam eine Methylendioxygruppe bilden können, R eine niedermolekulare aliphatische Gruppe, Ri eine niedermolekulare Alkylgruppe, einen gesättigten oder ungesättigten, cyclischen oder bicyclischen Kohlenwasserstoffrest oder die Benzyl- bzw.
    Phenylgruppe oder eine Trifluormethylphenyl- bzw. -benzylgruppe, n die Zahl 2,3 oder 4 und m die Zahl 1, 2 oder 3 bedeuten, mit der Massgabe, dass wenigstens einer der Reste A, B, C, A', B'und C'eine Trifluormethylgruppe ist und/oder R für eine Trifluormethylphenyl- bzw. -benzylgruppe steht, und deren Salze dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart basischer Kondensationsmittel Phenylacetonitrile der allgemeinen Formel EMI4.2 worin A, B, C, A', B', C', R, m und n die oben angegebene Bedeutung haben, mit Verbindungen der allgemeinen Formel EMI4.3 worin R. die oben angegebene Bedeutung hat und X einen reaktionsfähigen Säurerest bedeutet, umsetzt und gewünschtenfalls die erhaltenen Phenylacetonitrile der allgemeinen Formel I in ihre Säureadditionssalze überführt.
AT266168A 1965-07-31 1966-07-29 Verfahren zur Herstellung neuer, basisch substituierter Phenylacetonitrile und deren Salze AT272322B (de)

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