<Desc/Clms Page number 1>
Leuchteinrichtung
Gegenstand der Erfindung ist eine Leuchteinrichtung, vorzugsweise für Luftschutzräume, bestehend aus einem als Flammschutzeinrichtung dienenden Behälter, der einen festen oder flüssigen, von einem Docht durchzogenen Brennkörper umschliesst.
Bei einem plötzlichen Lichtausfall in elektrisch beleuchteten Räumen macht es sich immer wieder unangenehm bemerkbar, dass im Dunkeln nach einem zumeist aus einer Kerze bestehenden Ersatzlicht gesucht werden muss, wozu noch die Suche nach Streichhölzern kommt, die meist nicht am gleichen
Ort aufbewahrt werden. Besonders ins Gewicht fällt der Mangel des raschen Auffindens einer Beleuchtungsmöglichkeit in Luftschutzräumen, weil in der allgemeinen Verwirrung vor einem Luftangriff alles in den Raum hineindrängt und infolge der in der Dunkelheit bestehenden Unsicherheit nicht selten Personenschäden, ja sogar Todesfälle die Folge sind. Wenn es aber auch gelungen sein sollte, eine Kerze unter solchen Umständen anzuzünden, erlischt ihr Licht häufig durch Zugluft, so dass die Verwirrung vielfach noch grösser wird.
Um Dochtleuchten gegen Ausblasen zu schützen, wurden bereits Flammenschutzeinrichtungen vorgeschlagen, die gleichzeitig einen Wärmestau bewirken, so dass die Leuchte auch bei niederen Aussentemperaturen zum Abbrand kommt. Bekannt ist auch die gleichzeitige Anordnung von Zündern im Bereich des Dochtbrenners, wobei der Brenner, die Flammschutzeinrichtung und die Zünder je eine selbständige kompakte Einheit bilden. Der Aufbau dieser bekannten Einrichtung ist jedoch so, dass kein einigermassen geschlossener Gesamtkörper gebildet ist, wobei die Kombination von Kerze, Ölbrenner und Zündern offensichtlich überflüssig ist und vom ästhetischen Standpunkt gesehen wenig Anreiz bietet.
Bekannt sind auch Kerzen, die in ihrem Brennkörper oder allein in dessen Mantel Leuchtstoffe enthalten, so dass sie auch im Dunkeln gesehen werden können. Sie weisen aber keine Schutzeinrichtung gegen Zugluft auf, so dass sie leicht verlöschen, wenn solche auftritt, was, wie oben geschildert, bei der Besetzung von Luftschutzräumen vor einem Angriff leicht der Fall sein kann. Um sie zum Brennen zu bringen, müssen auch Zünder vorhanden sein, die, selbst wenn sie bei Aufstellung der Kerze beigelegt worden sein sollten, oft verloren gehen, insbesondere bei einem Ansturm auf die Kerze in der Dunkelheit. So wird oftmals durch die Leuchtfarbe wohl die Kerze gefunden, sie kann aber nicht entflammt werden, da das Zündmittel fehlt.
Es ist somit die Aufgabe gestellt, eine Leuchteinrichtung zu schaffen, die auch in der Dunkelheit leicht gefunden werden kann, wobei sie nicht nur gegen Erlöschen gesichert sein soll, sondern auch das zu ihrem In-Brand-Setzen notwendige Zündmittel griffbereit enthält.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Leuchteinrichtung vor, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Brennkörper in seiner Masse oder in seinem Mantelbereich mit Leuchtstoff durchsetzt ist, wobei eine Ausnehmung im transparenten Behälter und/oder im Brennkörper das vorzugsweise flach ausgebildete Zünderpaket entnehmbar festhält, so dass der Brennkörper, der Behälter und das Zünderpaket eine kompakte, im allgemeinen einen Zylinder darstellende Einheit bilden. Die der Grösse des Zünderpakets entsprechende Ausnehmung kann im Boden bzw. im Mantel des Brennkörpers bzw. des Behälters angeordnet sein, wobei dieser im ersteren Falle eine entsprechende Durchbrechung aufweist und wobei im Boden bzw. im Mantel des Brennkörpers bzw. des Behälters eine
<Desc/Clms Page number 2>
Haltevorrichtung das Zünderpaket am Herausfallen hindert.
Diese Ausnehmung kann in dem vorzugsweise aus Kerzenmaterial bestehenden festen Brennstoffkörper bzw. im Behälter für den flüssigen Brennstoff als Rinne ausgebildet sein, in die das Flachzünderpaket, klemmend festgehalten, einschiebbar ist. Wird diese Rinne an ihren Längsrändern schienenartig ausgebildet, dann umfasst es mit den Schienenrändem das eingeschobene Flachzünderpaket, wodurch eine besondere Sicherheit gegen Herausfallen gegeben ist.
Zum Festhalten des Flachzünderpakets kann in der Ausnehmung des Brennstoffkörpers bzw. des Behälters für den flüssigen Brennstoff auch eine Federeinrichtung angeordnet sein, die es an seinen Schmalkanten umfasst und elastisch festhält.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend an Hand der Figuren der Zeichnungen in Ausführungsbeispielen eingehend erläutert, doch soll sie nicht auf diese Möglichkeiten ihrer Verwirklichung beschränkt bleiben. Auch die in den angeschlossenen Patentansprüchen verwendeten Bezugszeichen dienen nur dem erleichterten Auffinden bezogener Teile in den Figuren der Zeichnungen und sollen keinerlei Einschränkung bedeuten.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Kerze mit festem Brennkörper im Vertikalschnitt, Fig. 2 diese Ausführung von unten gesehen, Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel im Vertikalschnitt und Fig. 4 die gleiche Anordnung um 90 im Uhrzeigersinn gedreht in Ansicht, Fig. 5 eine dritte Ausführungsmöglichkeit im Vertikalschnitt, wobei im Gegensatz zu den vorigen der Leuchtstoff nur in den Mantel des Brennkörpers eingebettet ist und Fig. 6 eine erfindungsgemässe Leuchteinrichtung mit flüssigem Brennstoff.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist der aus festem Kerzenmaterial bestehende Leuchtkörper--l--in eine aus Kunststoff bestehende transparente Flammenschutzeinrichtung --3-- eingesetzt, die über die Höhe des Dochtes--8--hinausragt und durch einen Deckel
EMI2.1
eingeschoben werden kann. Hiebei wird der Zünder --2-- von einer Federeinrichtung-7-, die mittels eines Hakens --9-- im Material des Leuchtkörpers --1-- verankert ist, festgehalten.
Die Brennmasse des Leuchtkörpers-l--ist mit einem Leuchtstoff vermischt, so dass der jeweilige Standort der Leuchteinrichtung auch im Dunkeln gut sichtbar ist. Man kann so auch einfach
EMI2.2
Flachzünderpaket-2-einverhindern.
In den Fig. 3 und 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, das dem der Fig. 1 und 2 mit dem Unterschied entspricht, dass der Zünder --2-- nicht im Boden, sondern im Mantel des Leuchtkörpers --1-- eingesetzt ist. Die Flammschutzeinrichtung --3-- umschliesst hier den Boden der Kerzenmasse vollständig ; eine Aussparung entsprechend der Grösse des Flachzünderpakets --2-ist nur in der Mantelfläche zu finden, wobei auch die Aussparung --5-- in der zylindrischen
EMI2.3
--2-- durchFedereinrichtung festgehalten. Aus dem Pfeil in Fig. 4 ist ersichtlich, wie das Zünderpaket-2-in die Aussparung --5-- von unten einzuschieben ist.
Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem der Leuchtstoff --11-- nur in den Mantelbereich der Kerzenmasse eingebettet ist bzw. diese überzieht. In allen übrigen Teilen entspricht diese Ausführung dem ersten Beispiel.
Fig. 6 bringt eine Ausführung mit flüssigem Brennstoff. Hier entfällt eine eigentliche Flammschutzeinrichtung, da der Brennstoff enthaltende transparente Behälter --4-- aus Glas oder unflammbarem Kunststoff diese Aufgabe übernimmt. Der Leuchtstoff ist in der flüssigen Brennmasse enthalten. Bei diesem Beispiel ist zum Festhalten des Flachzünderpakets --2-- keine Federeinrichtung, sondern eine schienenartige Rinne vorgesehen, deren untere, mit dem Boden des Behälters-4-abschliessende Ränder-6-, das von der Seite eingeschobene Zünderpaket - 2-festhalten.
Es ist leicht ersichtlich, dass im Rahmen der Erfindung noch mancherlei Varianten möglich sind, die alle im Schutzbereich inbegriffen sein sollen.