AT250982B - Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 1, 3, 6, 8-Tetraazapyrene - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 1, 3, 6, 8-Tetraazapyrene

Info

Publication number
AT250982B
AT250982B AT76365A AT76365A AT250982B AT 250982 B AT250982 B AT 250982B AT 76365 A AT76365 A AT 76365A AT 76365 A AT76365 A AT 76365A AT 250982 B AT250982 B AT 250982B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
substituted
dihydro
tetraazapyrenes
salts
tetraazapyren
Prior art date
Application number
AT76365A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Pluempe
Marianne Dr Bock
Original Assignee
Bayer Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEF41883A external-priority patent/DE1263775B/de
Application filed by Bayer Ag filed Critical Bayer Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT250982B publication Critical patent/AT250982B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer substituierter   1.   3, 6, 8-Tetraazapyrene (Nomenklatur nach "The Ring Index", 2nd Edition, 1960, Nr. 4968) der allgemeinen Formel : 
 EMI1.2 
 worin   R'und R"gegebenenfalls   durch Halogen oder Alkoxygruppen, substituierte Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl-, Aryl- oder heteroaromatische Reste,   R"'   und R'"'Wasserstoff, Halogen, Alkyl- oder Alkoxy-Reste bedeuten, die sich durch eine ausgezeichnete Wirkung gegen pathogene Protozoen, besonders gegen Lamblien und Trichomonaden, auszeichnen. Im Gegensatz zu den oben bezeichneten Verbindungen besitzen das in den Stellungen 2 und 7 unsubstituierte, bereits von O. Dimroth und   H.

   Roos (Ann. 456 [1927],   S. 184-185) beschriebene 1, 3,6, 8-Tetraazapyren sowie dessen   dort ebenfalls erwähntes Monochlorderivat,   nur eine ganz geringe Wirkung gegen einige Protozoenarten. 



   Man erhält die eingangs bezeichneten substituierten 1, 3,6, 8-Tetraazapyrene, wenn man entsprechende substituierte 1,   8-Dihydro-1,   3,6, 8-tetraazapyrene der allgemeinen Formel : 
 EMI1.3 
 in der R', R", R''und R'"die oben angegebene Bedeutung besitzen, in Form ihrer Salze mit Oxydationsmitteln dehydriert. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Geeignete Ausgangsprodukte sind   z. B.   die Dihydrochloride oder die Hexachlorostannate der substituierten 1, 8-Dihydro-l, 3,6, 8-tetraazapyrene, welche sich besonders gut in wässeriger Lösung oder Sus- 
 EMI2.1 
 (ill) -chlorid, Kalium- oderZugabe der wässerigen Lösung des Oxydationsmittels scheidet sich das freie substituierte 1, 3,6, 8-Tetra- azapyren aus der Lösung ab, da es weit weniger basisch ist als seine entsprechende Dihydroverbindung und in verdünnter wässeriger Lösung keine löslichen Salze zu bilden vermag. 



   Die nach Absaugen und Auswaschen mit Wasser sowie Methanol oder Äthanol schon ziemlich rein an- fallenden Reaktionsprodukte lassen sich durch Umkristallisieren aus geeigneten Lösungsmitteln wie Toluol, Tetrachloräthan, Äthoxyäthanol, Äthylenglykol, Dimethylformamid u. a., weiter reinigen und fal- len als mehr oder weniger stark gelb gefärbte kristalline und beständige Verbindungen an. 



   Die Herstellung der substituierten 1, 8-Dihydro-1, 3,6, 8-tetraazapyrene und ihrer Salze erfolgt, in- dem man a) ein 1, 4,5,   8-Tetraaminonaphthalin   der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 worin R'"und R'"'die oben angegebene Bedeutung besitzen, bzw. eines seiner Salze mit mindestens 2 Mol einer Carbonsäure oder deren reaktionsfähigen Derivaten 
R'-C (=Y) Z 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 worin R', R",   R'"und R'"die   oben angegebene Bedeutung besitzen, zu einem 1, 5-Bis-acylamino-4,8-diaminonaphthalin reduziert, wobei unter Abspaltung von 2 Mol Wasser Ringschluss zum gewünschten substituierten 1, 8-Dihydro-1, 3,6, 8-tetraazapyren erfolgt, oder c) an ein substituiertes 1,3, 6,8-Tetraazapyren der allgemeinen Formel 
 EMI2.5 
 worin R', R"und R'" die oben angegebene Bedeutung besitzen, eine Verbindung   R'"H,

     in der   R""vor-   zugsweise Halogen bedeutet, addiert. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Beim Verfahren nach a) erhitzt man ein gegebenenfalls im Kern noch weiter substituiertes   l,   4, 5, 8Tetraaminonaphthalin, vorzugsweise in Form eines seiner Salze, mit einer Carbonsäure oder einem reaktionsfähigen Derivat derselben,   z. B.   einem Anhydrid, Säurehalogenid, Ester, Amid oder Nitril. Die Kondensation mit einem Säurehalogenid oder einem Iminoäther lässt sich auch in Pyridin durchführen. In beiden Fällen erfolgt die Isolierung des Endproduktes als Salz. 



   Die Herstellung von b) geht von einem   1, 5-Bis-acylamino-4, 8-dinitronaphthalin aus.   welches durch Nitrierung eines 1, 5-Bis-acylamino-naphthalins mit   95-bis 100 oiger Salpetersäure   oder einer Salpetersäure-Schwefelmischung, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen-10 und +10 C, erhalten wird. Das nach Eingiessen der Reaktionsmischung in Eiswasser durch Absaugen und gründliches Waschen mit Wasser und Methanol erhaltene Produkt lässt sich ohne weiteres reduzieren, wobei man sich besonders vorteilhaft des Zinn (II) chlorids in salzsaurer Lösung als Reduktionsmittel bedient, weil nach beendeter Reaktion sich das substituierte   1, 8-Dihydro-l, 3,   6,8-tetraazapyren als Hexachlorostannat in recht reiner Form abscheidet. Aus diesem lassen sich nach bekannten Verfahren andere Salze herstellen, z.

   B. erhält man durch Einleiten von Schwefelwasserstoff in seine wässerige Lösung, Abfiltrieren des Zinnsulfides und Eindampfen des Filtrates das entsprechende Dihydrochlorid. 



   Bei der Herstellung nach c) kommen als Verbindungen R'"'H besonders Halogenwasserstoff wie Chlorwasserstoff oder Bromwasserstoff in Betracht, die beim Erhitzen mit substituierten 1, 3,6, 8-Tetraazapy- 
 EMI3.1 
 chende Salze bilden. 



     Beispiel l :   121 g (0, 5 Mol) 1,5-Bis-acetamino-naphthalin werden bei   0-5 C   unter Rühren portionsweise in 11 Salpetersäure, d = 1, 51, eingetragen. Die Reaktionsmischung wird noch 10 min bei   50C   nachgerührt und dann auf Eis gegossen. Das dabei ausgefallene Produkt wird abgesaugt, zunächst gründlich mit Wasser und schliesslich mit Methanol gewaschen. Nach dem Trocknen erhält man 1, 5-Bis-acet-   amino-4, 8-dinitro-naphthalin   als hellbraunes feinkristallines Pulver, das bei 3600C noch nicht geschmolzen ist. 



   33,2 g (0, 1 Mol) 1, 5-Bis-acetamino-4,8-dinitronaphthalin werden in eine Lösung von 150 g (0,66 
 EMI3.2 
 5700 Vol.-Teilen Wasser heiss gelöst und bei 50 - 600C eine Lösung von 149   Gew.-Teilen   Natriumbichromatdihydrat in 1500 Vol. -Teilen Wasser zugegeben. Man lässt kurze Zeit stehen und saugt den gebildeten Niederschlag ab. Das abgesaugte Rohprodukt wird mehrmals mit Wasser, schliesslich mit Methanol gewaschen und getrocknet. Nach Umkristallisieren aus Toluol erhält man das 2,7-Dimethyl-   - 1, 3. 6, 8-tetraazapyren   in Form gelber Nadeln, die im geschlossenen Schmelzpunktröhrchen bei 3110C 
 EMI3.3 
 Zinnsulfid mehr ausfällt. Es wird heiss vom Zinnsulfid abfiltriert, der Rückstand nochmals mit Wasser ausgekocht und die vereinigten Filtrate bis fast zur Trockne eingedampft.

   Der Rückstand wird in möglichst wenig Wasser gelöst und zur Lösung das gleiche Volumen konz. Salzsäure zugefügt. Dabei fällt 1, 8-Dihydro-2,   7-dimethyl-l,   3,6, 8-tetraazapyren-dihydrochlorid in gelbbraunen Kristallen aus, die abgesaugt und mit 2n-Salzsäure und Aceton gewaschen werden. F. > 360 C. 



   309   Gew. -Teile 1, 8-Dihydro-2, 7-dimethyl-l, 3, 6. 8-tetraazapyrendihydrochlorid   werden in 4500 Vol.-Teilen Wasser heiss gelöst und bei Raumtemperatur 810   Gew. -Teile Eisen (llI) chlorid-hexahy-   drat, gelöst in 3000 Vol.-Teilen Wasser, hinzugegeben. Nach 15 min wird das ausgefallene Reaktionsprodukt abgesaugt, mit Wasser und Methanol gewaschen und getrocknet. Nach Umkristallisieren aus Toluol erhält man 2,7-Dimethyl-1,3,6,8-tetraazapyren in Form gelber Nadeln, F.   3110C (Subl.),   Ausbeute 190 - 200 g   = 80 - 85solo   d. Th. 



     Beispiel 3 :   Analog wie in den Beispielen 1 und 2 erhält man, ausgehend von   1.   5-Bis-propionylaminonaphthalin, das   1, 5-Bis-propionylamino-4.   8-dinitronaphthalin als hellbraunes Pulver, F.   360 C,   daraus das 1,8-Dihydro-2,7-diäthyl-1,3,6,8-tetraazapyren-dihydrochlorid in braungelben Blättchen. F. > 360 C, und aus diesem dann das 2,   7-Diäthyl-l.   3,   6.   8-tetraazapyren in Form von gelbbraunen Kristallen, F. 2380C. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
4 :braunen Kristallen, F. 211 C. 



   Beispiel 5 : Analog wie in den Beispielen 1 und 2 erhält man, ausgehend von   l,   5-Bis-methoxyacetylaminonaphthalin (farbloses feinkristallines Pulver, F.   172 C),   das   l,   5-Bis-methoxyacetylamino- 
 EMI4.2 
 
4, 8-dinitronaphthalin- 1, 3,6,   8-tetraazapyren-dihydrochlorid   in braunen glänzenden Blättchen, F. > 360 C, und aus diesem   dann das 2, 7-Dimethoxymethyl-l, 3,6, 8-tetraazapyren in Form von goldgelben Kristallen, F. 220  C.   
 EMI4.3 
 



   Ähnlich wie in Beispiel 2 oder 2 erhält man aus letzterem das 2,   7-Bis-chlormethyl-1,   3,6, 8-tetraazapyren in Form von grünoliven Kristallen, F. 3000C (Z). 



     Beispiel 7 :   Analog wie in Beispiel 6 erhält man aus Tetraaminonaphthalin-hexachlorostannat und 
 EMI4.4 
 Ebenso erhält man   1, 8-Dihydro-2, 7-dicyclohexyl-l, 3, 6, 8-tetraazapyren-hexachlorostannat   als hell- 
 EMI4.5 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 5> EMI5.1 EMI5.2 EMI5.3 worin die Symbole R', R", R'"und R'"'wie oben definiert sind, in Form ihrer Salze mit Oxydationsmitteln dehydriert.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangssubstanz (II) die Dihydrochloride oder die Hexachlorostannate der substituierten l, 8-Dihydro-1, 3, 6, 8-tetraazapyrene verwendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangssubstanz (II) die Salze solcher substituierter 1, 8-Dihydro-l, 3, 6, 8-tetraazapyrene verwendet werden, bei denen R'= R"die Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Chlormethyl-, Methoxymethyl-, Cyclohexyl-, Benzyl- oder Phenylgruppe bedeutet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangssubstanz EMI5.4 oxyd verwendet.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in wässeriger Lösung oder Suspension vorgenommen wird. EMI5.5
AT76365A 1964-01-31 1965-01-28 Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 1, 3, 6, 8-Tetraazapyrene AT250982B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF41883A DE1263775B (de) 1964-01-31 1964-01-31 Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten 1, 3, 6, 8-Tetraazapyrenen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT250982B true AT250982B (de) 1966-12-12

Family

ID=7098853

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT76365A AT250982B (de) 1964-01-31 1965-01-28 Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 1, 3, 6, 8-Tetraazapyrene

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT250982B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT250982B (de) Verfahren zur Herstellung neuer substituierter 1, 3, 6, 8-Tetraazapyrene
DE2353987B2 (de) Verfahren zur isolierung leichtloeslicher basischer oxazin- und phenazinfarbstoffe
DE1300117B (de) 5-Sulfonyl-1, 2-dithiol-3-one
DE2252323C3 (de) 3,6-Dialkyl-23-dihydro-2,9-dioxo-6H,9H-thiazolo [5,4-fj chinolin-e-carbonyl- Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Bakterizide
DE1445494C3 (de) Eckige Klammer auf 2 (5 Nitro 2 furyl) vinyl eckige Klammer zu pyndin Derivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE833818C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen mono- und diquartaeren Salzen von Pyrimidylaminocinnolinen
AT326101B (de) Verfahren zur herstellung von neuen substituierten formylazapentadiennitrilen sowie von deren säureadditionssalzen
AT214448B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 10-(N-β-Hydroxyäthyl-piperazinyl-N&#39;-propyl)-2-chlor-phenothiazin-5-oxyds
DE4142128C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen mit einer oder mehreren Thiocyanatomethylthio-Gruppierungen
AT224239B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pigmente bzw. neuer Küpenfarbstoffe
AT200133B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Azonitrosoverbindungen
DE1284426B (de) 4-(5&#39;-Nitro-2&#39;-furfuryliden-amino)-1, 2, 4-triazolone-(5) und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT230378B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen diquartären α,ω-Bis-[pyridyl-(4)-thio]-alkanen und -dialkyläthern
AT273965B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Isoxazolyl-Sulfanilamiden
AT226719B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinabkömmlingen
AT226229B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Nitrofuran-Derivaten
AT345816B (de) Verfahren zur herstellung von neuen thiadiazolylimidazolinonen
AT337366B (de) Verfahren zur herstellung von neuen derivaten des cephalosporins und von ihren salzen
DE935667C (de) Verfahren zur Herstellung von Phenanthridiniumsalzen
AT314537B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1,3,4,9b-Tetrahydro-2H-indeno[1,2-c]pyridinen und ihren Säureadditionssalzen
AT325789B (de) Verfahren zur herstellung von neuen salzen von gallensäureestern
DE1670604C3 (de) 3-Mercapto-4,5-alkyien-1,2,4triazole und Verfahren zu deren Herstellung
AT274825B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen s-Triazinderivaten und ihren Salzen
AT280247B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen N-(3,4-Dichlorphenyl)-maleimids
AT317246B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Schwermetall-Komplexsalzen von trisubstituierten Dithiocarbamoylhydrazinen