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Elektrischer Kontakt des Bocktyps
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Kontakt des Bocktyps, bei dem die beiden parallelverlaufenden Schenkel des Kontaktbocks zwischen sich ein Kontaktmesser oder eine Kontaktfahne festhalten. Im besonderen zielt die Erfindung darauf ab, bei solchen Kontakten eine Anordnung vorzusehen, die gleichzeitig zwei Funktionen erfüllen kann, u. zw.
erstens den Kontaktdruck, mit dem die beiden Schenkel des Kontaktbocks zwischen sich das Kontaktmesser festhalten, zu erhöhen und zweitens ein unabsicht- liches Herausbringen des letzteren aus seiner Schliessstellung mechanisch zu verhindern, Hauptziel der Erfindung ist eine Einrichtung, die nicht nur die beiden erwähnten Funktionen in sich vereinigt, sondern ausserdem einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweist, wodurch die Herstellungskosten klein gehalten werden können und die Einrichtung leicht zu handhaben sowie betriebssicher wird.
Mehrere verschiedene Einrichtungen sind vorbekannt, die die erstgenannte Funktion, d. h. die Erhöhung des Kontaktdruckes zwischen dem Bock und dem Kontaktmesser aufweisen. Allen diesen älteren
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ist jedoch der Übelstandbesonders deswegen, weil sie grundsätzlich immer derart beschaffen waren, dass die den Kontaktdruckerzeugende bzw. verstärkende Kraft eine Gegenkraft hervorrief, die durch ein zu diesem Zweck allein. hinzugefügtes Bauelement in der Form eines Gestells oder Halters aufgenommen werden musste, der mit dem Körper des betreffenden, den Kontaktbock enthaltenden elektrischen Gerätes starr verbunden war.
Ein besonders Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Einrichtung, die einen erhöhten Kontaktdruck gegen das oben erwähnte Kontaktmesser erzeugen kann, ohne dass die entsprechenden Gegenkräfte an irgend einen ausserhalb des Kontaktbockes befindlichen Teil überführt werden müssen, sondern statt dessen von diesem Bock aufgenommen bzw. darin ausgeglichen werden können.
Ein drittes Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer mit der im vorigen Absatz angegebenen Ein- richtung ganz oder teilweise gemeinsamen Einrichtung, die das Kontaktmesser rein mechanisch daran behindert, seine Schliessstellung unabsichtlich zu verlassen. Es könnte dies aus zweiGründen eintreten. Der erste wäre, dass das Kontaktmesser durch unmittelbare mechanische Beeinflussung, z. B. in der Form von Erschütterungen oder Stössen, von seiner Stellung verrückt wird. Ein gewöhnlicher Fall dieser Art kommt vor, wenn das Kontaktmesser z. B. zu einer sogenannten Brückensicherung gehört, die an einer bewegli- chenKontaktbrückeeinesSicherungsschalters montiert ist.
Die andere Hauptursache einer unabsichtlichen Bewegung des Kontaktmessers aus seinerSchliesslage ist durch diejenigen sehr grossen elektromagnetischen Kräfte bedingt, die dann entstehen, wenn z. B. bei Kurzschluss die Stromstärke sehr hohe Werte erreicht, und die dabei wegen der Form des betreffenden Strompfades bestrebt sind, die Sicherung aus ihren Kontaktböcken hinauszuwerfen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Haken aufweist, der zwischen einer ersten Stellung, in welcher die Öffnung zwischen den beiden Aussenenden der Schenkel frei gelassen ist, und einer zweiten Stellung, in welcher der Haken teils die Schenkelöffnung absperrt, damit das Kontaktmesser gehindert ist, durch diese Öffnung auszutreten, teils den Kontaktdruck zwischen dem Messer und jedem Schenkel verstärkt, beweglich ist.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand der beiliegenden schematischen Zeichnungen näher beschrieben. Fig. 1 zeigt eine Endansicht eines mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgestatteten Kontaktbocks, wobei der vorerwähnte bewegliche Haken eine Stellung einnimmt, bei der das Kontaktmessp. r gegen Auswerfen gesperrt ist,'\lobei die zweite Hauptfunktion, d. h. die Verstärkung des Kontaktdruckes nicht erreicht wird, Fig. la die Einrichtung nach Fig. 1 in einer dazu senkrechtenAnsicht, Fig. 2 und 2a entsprechen Fig. 1 bzw.
Fig. la, jedoch mit dem Unterschied, dass der bewegliche Haken
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eine Stellung einnimmt,selben Ansicht wie die Fig. la und 2a, aber mit dem beweglichen Haken in ganz offener Stellung, d. n. in einer Stellung, in der es oder Sperrung noch Verstärkung des Kontaktdruckes bewirkt.
Mit l ist ein Kontaktbock bezeichnet, der zwei Schenkel 2 und 3 aufweist. Diese haltenzwi- schensich ein Kontaktmesser 4 fest, von dem vorausgesetzt wird, dass es zu irgend einem elektrischen Gerät, z. B. einer Brückensicherung, gehört. Die freien Aussenenden der Bockschenkel 2 und 3 sind im wesentlichen senkrecht zu den flachen Seiten des Kontaktmesscrs 4 nach aussen geknickt. Diese seitlich gerichteten Teile der Schenkel sind mit 5 bzw. 6 bezeichnet. Der Schenkel 5 trägt einen Bolzen 7 mit einem zylindrischen, mit einer Nut versehenen Kopf 8 und ist in einem Loch des Schenkelteils 5 drehbar gelagert. Der Schenkelteil 6 trägt einen kräftigen Zapfen 9, der, wie gezeigt, auch einen Kopf besitzt.
Am Bolzen 7 istein Haken 10. schwenkbar gelagert, dessen Einkerbung 11 mit dem Zapfen 9 zusammenwirkt. Der zwischen dem Schenkelteil 5 und dem Bolzenkopf 8 befindliche Teil des Bolzens 7 weist einen Exzenter 12 auf, der mit einer Öffnung im Haken 10 zusammenwirken kann.
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lage der Fig. 3 einnehmen muss, wird dieser Haken in die Lage nach Fig. 1 bewegt. Mittels eines Schrau- benziehers dreht man nun den Bolzen 7, wobei durch das Zusammenwirken des Exzenters 12 mit der entsprechenden Öffnung des Hakens 10 dieser Haken zwangsläufig nach links bewegt wird. Nachdem
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Berührung zwischen der Innenseite des äussersten Hakenteils 13 und dem Zapfenden Schenkeln 2 und 3 festgeklemmt.
Gemäss einem besonderen Erfindungsmerkmal wird die Einrichtung zweckmässig mit Anschlagnasen versehen, welche ihre Handhabung erleichtern. Mit 14 ist eine solche Nase bezeichnet. Diese soll derart angeordnet sein, dass, wenn der Bolzenkopf 8 damit in Berührung kommt, so dass eine Weiterdrehung des Bolzens erschwert wird, der Exzenter 12 diejenige Stellung einnehmen soll, die einen maxi- malen Kontaktdruck zwischen dem Bockschenkel 2,3 und dem Kontaktmesser 4 ergibt. An der diametral entgegengesetzten Seite des Bolzenkopfes befindet sich eine ähnliche Anschlagnase 15.
Diese soll bewirken, dass, nachdem eine Drehung des Bolzens im Sinne einer Herabsetzung des Kontaktdruckes den Bolzenkopf 8 zum Anliegen gegen diese bewegt hat, eine Weiterdrehung des Bolzens im gleichen Sinne, d. h. im gezeichneten Ausführungsbeispiel im Uhrzeigersinn, ein Mitnehmen des Hakens 10 in die in Fig. 3 dargestellte Offenstellung herbeiführen soll. Diese wird zweckmässig. ihrerseits durch eine dritte Anschlagnase 16 fixiert, die vom Aussenende des nach aussen geknickten Teils 5 des Kontaktschenkels 2 aufgebogen ist (Fig. 3). Aus diesen Ausführungen geht hervor, dass alle drei Anschlagnasen sich durch Stanz-und Biegevorgänge bequem herstellen lassen, was zu sehr niedrigen Herstellungskosten der Einrichtung beiträgt.
Beim Bolzen 7 werden zweckmässig Federteller od. dgl. vorgesehen, die die Reibung bei der Schwenkbewegung des Hakens 10 erhöhen. Diese Anordnung wird im Zusammenhang mitderAnwesenheit der Nase 15 besonders dann von grossem Wert, wenn der Haken 10 derart montiert ist, dass ihn die Schwerkraft in die Sperrstellung zurückbewegt.
Die oben beschriebene und in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform der Erfindung wurde ausschliesslichbeispielsweise ausgewählt, und mehrere Abänderungen sind durchaus denkbar. Als ein Beispiel kann angeführt werden, dass der Bolzen 7 durch einen solchen mit Schraubengewinde und kegeligem Hals ersetzt werden kann. Eine dritte Möglichkeit wäre, den betreffenden Bolzen oder die Schraube derart anzubringen, dass seine bzw. ihre Längsachse zu der des Hakens 10 parallel verläuft. Ferner könnte der Bolzenkopf 8 alsexzenter gestaltet werden, der bei einer Erhöhung des Kontaktdruckes mit der Anschlagnase 15 oder irgend einem sonstigen Teil der Einrichtung zusammenwirken kann.