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Vorrichtung zum Fräsen des Veredlungsschnittes bei Weinrebenreisern
Das Herstellen der Rebensetzlinge ist aus biologischen Gründen auf wenige Wochen des Jahres beschränkt. Für diese kurze zeit sind wegen Überbeschäftigung schwer so viele Fachkräfte aufzutreiben, um die nötige Anzahl von Setzlingen vorzubereiten, so dass diese Zahl oft nicht erreicht wird, wobei zusätzlich meist noch Schaden durch übermässige Lohnforderungen kommt. Man ging vereinzelt dazu über, mit Vorrichtungen zu veredeln, um das veredeln schneller und mit ungelernten Arbeitern zu bewerkstelligen, welche Vorrichtungen aber nicht entsprachen.
Die Erfindung betrifft eine Weiterentwicklung einer mit Fräsern versehenen Vorrichtung, mit der es möglich ist, in vollständig befriedigender Weise Unterlagen von 5 bis 10 mm, insbesonders aber die Unterlagen von 5 bis 7 mm zu veredeln. welche die bisher verwendeten Maschinen nicht zu veredeln imstande waren. Es ist von besonderer Bedeutung, die Unterlagen mit Stärken von 5 bis 7 mm veredeln zu können, zumal diese aus den'Mutterweingärten in grösse-
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ergeben.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung der Veredlungsschnitte mit einer einzigen Zinke und mit einer einzigen Nut, wogegen die bisherigen Maschinen, wie aus den vorbekannten Patentschriften ersichtlich ist, Vorrichtungen mit mehreren Nuten und Zinken aufweisen. Die Verwendung der Verbindung von nur einer Zinke und einer Nut hat gegenüber der bisherigen Anordnung von mehreren Zinken und Nuten auch den wesentlichen Vorteil, dass das Zusammenstecken viel leichter durchführbar ist als beim Mehr-Zinken-System. Bei den Mehr-Zinken-Maschinen wird unausweichlich das lebendige Material der Unterlage und des Edelreises verletzt bzw. gequetscht, was die erforderliche Verheilung erschwert.
Die darauf bezügliche gesetzlichen Bestimmungen weisen insbesonders auf ein gesundes Verwachsen hin. - Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fräsen des Veredlungsschnittes für eine Zinken-Nutverbindung bei Weinrebenreisern, bestehend aus einem Antriebsmotor, auf dessen Wellenenden Fräser gelagert sind, welche im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass der eine Fräser als Nutfräser und der andere Fräser als Zinkenfräser ausgebildet ist. zur Herstellung der Verbindung je einer Zinke von etwa 2 mm und einer Nut von etwa 1, 8 mm Stärke. wobei jedem der Fräser eine der Reiserstärke anpassbare Auflage zugeordnet ist und sich überdies zwischen Motor und dem einen Fräser noch eine Kreissäge auf der Motorwelle befindet.
Die Erfindung weist ferner Einzelheiten an einer solchen Vorrichtung auf.
Die Zeichnung stelle eine beispielsweise Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung in Fig. 1 in Ansicht dar. Die Fig. 2 zeigt schematisch die durch die Vorrichtung erzeugte Verbindung zwischen Edelreis und Unterlage und die Fig. 3 und 4 das Zuschneiden der Unterlage und des Edelreises.
Die Vorrichtung zum Fräsen des Veredlungsschnittes bei Herstellung einer Zinken-Nut-Verbindung bei Weinreben weist, wie an sich bekannt, einen Motor 6 und auf dessen Wellenenden 7 beidseitig Fräser l, l* auf. Erfindungsgemäss ist auf der einen Seite des Motors 6 eine an sich bekannte Kreissäge 8 und seitlich davon zwei parallele Fräser l'zur Erzeugung der Zinke 11, und auf der andern Seite des Motors ein Fräser 1 zur Erzeugung der Nut 13 angeordnet. Diesen Fräsern sind verstellbare, verschieden gross gewölbte Auflagerflächen 2 zur genauen und festen Auflage der Rebe beim Schneiden zugeordnet.
Die Praxis hat ergeben, dass entgegen der theoretischen Annahme nicht eine mehrfache Verzinkung, sondern nur eine erfindungsgemässe Verbindung mit einer einzigen Zinke 11 und einer einzigen Nut 13 zu einem sicheren Verwachsen führt. Diese eine, axial vorstehende Zinke 11 von vorzugsweise 2 mm
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Stärke und 4, 5 mm Länge durchquert die Rebe in der Mitte. Die zugehörige Nut in Zinkenlänge weist vorzugsweise eine Stärke von 1, 8 mm auf. Beim Fräsen von Zinke und Nut wird deren Länge durch einen einstellbaren Anschlag 15 begrenzt. Hierauf wird Zinke und Nut, d. h. Unterlage und Edelreis, ineinan- dergefügt, wonach in üblicher Behandlung die Verkahlung im Treibhaus und die Verwachsung bzw. Verholzung in der Rebschule erfolgt.
Durch die hochtourige Kreissäge 8 erfolgt ein vollkommen glattes Ab- schneiden ohne geringste Quetschung der Rebe, wie es bisher mit der Schere nicht möglich war. Dieser
Säge ist ein Auflager 9 für die abzusägende Rebe zugeordnet, das um eine zur Sägewelle 7 parallele
Achse 10, d. h. in Richtung des Sägeblattes 8 verschwenkbar angeordnet ist. Hiebei wird infolge der
Verschwenkbarkeit des Auflagers 9 die Rebe beim Schneiden genauest geführt und infolge der hochtouri- gen Kreissäge ganz glatt abgeschnitten.
Die verschieden weit gewölbten, rinnenartigen Auflagerflächen 2 sind am Umfang einer Scheibe 3 verteilt, mehrfach vorgesehen, zur genauen Führung verschieden starker Reben. Diese Scheibe 3 ist um eine Achse, z. B. Schraube 4 verschwenkbar und mit dieser fixierbar angeordnet. Hiedurch kann die Auflagerfläche mit der entsprechend der Rebenstärke gewählten Wölbung in genauer Lage vor die Fräser l, l* geschwenkt und fixiert werden. Die gewählte weite Wölbung der Auflagerfläche 2 gibt bei der Fräsung eine genaue und sichere Führung und ermöglicht damit eine bessere und genauere Arbeit. Durch eine Schraube 5 sind die Scheibe 4 und damit die Auflagerflächen 2 in Abstand zu den Fräsern 1, l'einzustellen und werden in diesem Abstand vorzugsweise federhelastet, d. h. elastisch'in Arbeitslage gehalten.
Die Scheibe 3 ist aus festem, jedoch so weichem Material, dass bei Einschneiden des Fräsers in die Scheibe dessen Zähne nicht beschädigt werden. Es haben sich beispielsweise Bleiverbindungen in der Praxis bewährt. Als besonders vortelhafte Zahnform am Fräser zum Fräsen der Nut und der Zinken erwiesen sich in axialer Richtung verlaufende Zahnprofile. Auch haben sich schräg nach vorwärts und nach aussen verlaufende Zahnprofile, insbesondere beim Fräsen der Zinken, bewährt.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung kann die Veredlung von Reben von ungelernten Arbeitern, z. B. Jugendlichen in vollständig befriedigender Weise, in weit grösserer Quantität als bisher möglich, unter Steigerung der Qualität, durchgeführt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Fräsen des Veiedlungsschnittes für eine Zinken-Nutverbindung bei Weinrebenreisern, bestehend aus einem Antriebsmotor, auf dessen Wellenenden Fräser gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Fräser (1) als Nutfräser und der andere Fräser (1') als Zinkenfräser ausgebildet ist, zur Herstellung der Verbindung von je einer Zinke (11) von etwa 2 mm und einer Nut (13) von etwa 1, 8 mm Stärke, wobei jedem der Fräser (1, l*) eine der Reiserstärke anpassbare Auflage (2) zugeordnet ist, und sich überdies zwischen Motor (6) und dem einen Fräser (1') noch eine Kreissäge (8) auf der Motorwelle (7) befindet.