AT234688B - Verfahren zur Herstellung von 3-Methylchromon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-Methylchromon

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methylchromone
alkali metal
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hydroxypropiophenone
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Roussel Uclaf
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von 3-Methylchromon 
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein neues Verfahren zur Herstellung von 3-Methylchromon, eine Verbindung, die in der Therapie als gefässerweiterndes Mittel für die Herzkranzgefässe verwendet wird und folgender Formel entspricht : 
 EMI1.1 
 
Diese Verbindung wurde bisher entweder durch Einwirkung von Äthylformiat auf o-Hydroxy- propiophenon in Gegenwart von metallischem Natrium hergestellt oder (wie es in der franz. Patent- schrift 1. 236. 115 beschrieben ist), indem man als Kondensationsmittel die Lösung eines Halogenalkylzinks in Dimethylformamid verwendete. 



   Nach Ch. Mentzer (Bull. Soc. Chim., 1955,1083), ist das erstgenannte dieser Verfahren mit tech- nischen Nachteilen verbunden, weil es die Verwendung grosser Mengen an metallischem Natrium erfor- dert, deren Gebrauch nicht ungefährlich ist. Bei dem zweitgenannten Verfahren wird kein handelsübliches
Reagens verwendet und auch die Reaktionsdauer ist relativ lang. 



   Gemäss vorliegender Erfindung wurde nun gefunden, dass die Kondensation von Methylformiat oder einem andern niedrigen Alkylformiat mit o-Hydroxypropiophenon sehr leicht in Gegenwart eines handels- üblichen festen Alkalialkoholates und eines disubstituierten, niedrigen, aliphatischen Säureamid, wie
Dimethylformamid oder Dimethylacetamid in Abwesenheit oder Gegenwart eines dritten neutralen Lösungs- mittels erfolgt. Die Reaktion verläuft rasch bei niedriger Temperatur und erfordert kein Erhitzen. Bei der Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist es besonders vorteilhaft, das Alkalialkoholat im Überschuss zu verwenden, u. zw. vorzugsweise in der doppelten stöchiometrischen Menge. 



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform verwendet man als Alkalialkoholat handelsübliches festes Natriummethylat in Gegenwart von Dimethylformamid und fügt zur so erhaltenen Suspension zuerst das o-Hydroxypropiophenon, das dabei in die Endform übergeht und sodann das Methylformiat. Die Reaktion ist exotherm und vollzieht sich bei gewöhnlicher Temperatur. Die Gesamtausbeute an reinem Produkt beträgt etwa 90%. 



   Das folgende Beispiel dient zur Erläuterung der Erfindung, ohne dass diese aber hierauf beschränkt sein soll. So kann man an Stelle von Dimethylformamid Dimethylacetamid verwenden und in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels, wie Benzol, Toluol oder Petroläther, arbeiten oder man kann auch Natriumäthylat an Stelle des Methylats verwenden. 



   Beispiel :
Unter einem Stickstoffstrom und mechanischem Rühren, sowie Aussenkühlung mit einem Eisbad, fügt man 216 g trockenes Natriummethylat zu 750 cm3 Dimethylformamid und setzt dann 250 g o-Hydroxypropiophenon innerhalb 20 min derart zu, dass sich die Temperatur der Reaktionsmischung bei etwa 20   C hält. Dimethylamindämpfe entweichen durch den absteigenden Kühler und das Natriummethylat löst sich nahezu vollständig nach Massgabe der Einführung des o-Hydroxypropionphenons, wobei das Reaktionsmilieu gleichzeitig von Gelb in Orange umschlägt.

   Nach der Einführung des o-Hydroxypropiophenons belässt man noch eine Viertelstunde bis 30 min bei 20   C und kühlt sodann   auf -5 0 C.   Nach dem Abkühlen erfolgt eine reichliche Kristallisation und ohne das Rühren und das Durchleiten von Stickstoff zu unterbrechen, setzt man 250 cm3 Methylformiat derart zu, dass die Temperatur   nichet -10 C   überschreitet, was etwa eine 3/4 h erfordert. Nach Beendigung der Zugabe lässt man zuerst die Temperatur auf   0-5   C   ansteigen und entfernt dann das Kühlbad. Die Mischung erreicht dann Raumtemperatur, bei welcher man sie 1 h belässt.

   Man säuert dann unter äusserer Kühlung mit 500 cm3 Essigsäure an und 

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 bringt hierauf die Mischung fortschreitend am absteigenden Kühler bis auf 100   C, wobei die unterhalb   1000 C si (denden Stoffe   übergehen, worauf man sie am aufsteigenden Kühler 1 h bei   1000 C   belässt. Der Kolteninhalt wird sodann in eine Eis-Wasser-Mischung gegossen und man extrahiert das Methylchromon, das zum Teil kristallisiert, mit Methylenchlorid. Die vereinigten organischen Auszüge werden mit Wasser bis zur   Neutralität   gewaschen und die Waschwässer werden neuerlich mit Methylenchlorid extrahiert. Die Auszüge von den Waschwässern werden in gleicher Weise wie die andern Auszüge behandelt, und mit diesen vereinigt. Man trocknet über Magnesiumsulfat, filtriert und leitet über Pflanzenkohle.

   Das Filtrat wird zur Trockne eingedampft und ergibt 267 g rohes Methylchromon, was einer quantitativen Ausbeute entspricht. Nach Auflösen in siedendem Isopropyläther und Abkühlen kristallisiert reines Methylchromon aus. Nach dem Absaugen und Trocknen erhält man einen ersten Anfall von 230 g, was einer Ausbeute von 86% an reinem Produkt entspricht, Fp. =   69, 5   C,   das mit dem in der Literatur beschriebenen Produkt identisch ist. Durch Eindampfen und Umkristallisieren der Mutterlaugen erhält man weitere 5% reines Produkt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von 3-Methylchromon durch Kondensation eines o-Hydroxypropiophenons mit einem niedrigen   Aklformiat,   dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart eines festen Alkalialkoholates und eines niedrigen, disubstituierten, aliphatischen Säureamids erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das feste Alkalialkoholat im Überschuss in bezug auf die stöchiometrisch erforderliche Menge verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkylformiat Methylformiat und als festes Alkalialkoholat Natriummethylat verwendet werden.
AT940462A 1961-12-27 1962-11-30 Verfahren zur Herstellung von 3-Methylchromon AT234688B (de)

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