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Unterbrecher für Zündeinrichtungen zum Betrieb von Brennkraftmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf einen Unterbrecher für Zttndeinrichtungen zum Betrieb von Brennkraftmaschinen, mit einem einarmigen, an einem Ende mit einer Buchse auf einem Zapfen gelagerten, schwenkbaren Unterbrecherhebel, der an seinem andern Ende einen Kontakt trägt und an dem in der Mit- te ein miteinem umlaufenden Nocken zusammenarbeitendes Ablenkstück befestigt ist, und eine Feder angreift, die bestrebt ist, den am Hebel sitzenden Kontakt gegen einenfeststehenden Gegenkontaktzudruk- ken.
Eine lästige Erscheinung bei Batteriezündanlagen ist bekanntlich die sogenannte Kontaktwanderung, bei der sich unter der Wirkung des immer in derselben Richtung durch die Kontakte fliessenden Batteriestroms an einem Kontakt ein Krater und am andern Kontakt ein Höcker bildet. Diese Unebenheiten der Kontaktoberflächen führen vorzeitig zu Zündungsaussetzem, u. zw. umso eher, je grösser die Zahl der von einem Unterbrecher geforderten Unterbrechungen in der Zeiteinheit ist.
Die Kontaktwanderung ist mitverursacht durch Vorunterbrechungen mit äusserst kleinem Kontakthüb, die vor der Hauptunterbrechung beim Aufschlag des Nockens auf das am Unterbrecherhebel befestigte Ablenkstück entstehen. Dieser Nachteil wird weitgehend vermieden bei einem Unterbrecher mit einarmige Unterbrecherhebel, bei dem gemäss der Erfindung die Ebene, in der sich die Kontaktoberflächenberühren, so geneigt ist, dass sie und die Tangente vom Drehpunkt des Unterbrecherhebels an das freie Ende des Ab- lenkstlicks einen spitzen Winkel zwischen sich einschliessen, und dass das Spiel zwischen der Lagerbuchse und dem Lagerzapfen beigeschlossenen Unterbrecherkontakten auf der dem Ablenkstück zugekehrten Seite des Lagerzapfens liegt,
so dass sich die Kontaktfläche des am Unterbrecherhebel befestigten Unterbre- cherkontakts auf der Kontaktfläche des feststehenden Unterbrecherkontakts bei auf das Ablenkstück auflaufendem Unterbrechernocken vor dem Öffnen der Unterbrecherkontakte unter der Wirkung des auf das Ablenkstück treffenden Nockenstosses verschiebt und bei vom Ablenkstück ablaufendem Unterbrechernocken unter der Wirkung der Schubkomponente der Federschliesskraft zurück verschiebt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch in vergrössertem Massstab und teilweise verzerrten Grössenverhältnissen dargestellt, u. zw. in Fig. 1 ein Unterbrecher kurz nachdem Schliessen der Kontakte und in Fig. 2 derselbe Unterbrecherhebel kurz vor dem Öffnen der Kontakte.
Der Unterbrecher ist auf einer Unterbrecherplatte 20 angeordnet und il1 ein Gehäuse 21 eingebaut. Er hat einen feststehenden schräggestellten Kontakt 10 und einen beweglichen Kontakt 11, der an dem abgeschrägten freien Ende eines mit einer Buchse 12 um einen Lagerbolzen 13 schwenkbaren Unterbrecherhebels 14 befestigt ist. An dem Hebel 14 ist ausserdem noch ein AblenkstUck 15 und das eine Ende einerFe- der 16 festgenietet. Die Feder 16 ist bestrebt, den Kontakt 11 gegen den Kontakt 10 zu drücken u. zw. mit einer resultierenden Schliesskraft, die in Fig. 1 durch den Vektor R angedeutet ist und die sich in eine Druckkomponente D sowie eine Schubkomponente S zerlegen lässt.
Zur Steuerung des Unterbrechers dient ein Unterbrechernocken 17, der auf der Welle 18 eines Zünd- verteilers für eine Sechszylinder-Brennkraftmaschine befestigt ist.
Das Öffnen und Schliessen eines derartigen Unterbrechers vollzieht sich folgendermassen : Beigeschlossenem Unterbrecher gemäss Fig. l, d. h. anschliessend an das Ablaufen des Nockenhöckers
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te S und der Schrägstellung der Kontakte 10, 11 in eine Stellung, bei welcher die Achsen der beiden Kontakte in der gezeichneten Weise gegeneinander versetzt sind und der am Hebel 14 befestigte Kontakt 11 auf seiner dem AblenkstUck 15 abgewandten Seite über den feststehenden Kontakt 10 übersteht.
Bei weiterer Verdrehung des Nockens 17 werden die geschlossenen Unterbrecherkontakte beim Auflaufen des Nockenhöckers 17" durch den auf das Ablenksttlck 15 treffenden Nockenstoss gemäss Fig. 2 so gegeneinander verschoben, dass der Unterbrecherkontakt 11 auf seiner dem Ablenkstück 15 zugekehrten Seite Uberdenfeststehenden Unterbrecherkontakt 10 Ubersteht. Dannerstwerden die Kontakte voneinander abgehoben. Die gesamte Querverschiebung der Unterbrecherkontakte aufeinander, welche zwischen 0, 015 - 0, 03 mm betragen kann, vollzieht sich bei der eingezeichneten Drehrichtung innerhalb der durch das Lagerspiel des Unterbrecherhebels bestimmten Grenzen.
Während der Querverschiebung der Kontakte stellt sich die Lagerluft im Unterbrecherhebellager von der dem AblenkstUck 15 zugekehrten Seite gemäss Fig. 1 auf die dem AblenkstUck 15 abgewandte Seite des Lagerbolzens 13 gemäss Fig. 2 ein.
Beim Schliessen der Kontakte (d. i. beim Ablaufen des Nockens von dem Ablenkstück) stellt sich die Lagerluft im Hebellager dann wieder auf die dem AblenkstUck zugekehrte Seite des Lagerbolzens ein (Fig. l).
Diese Vorgänge sind an die eingezeichnete Drebrichtung des Unterbrechemeckens 17 gebunden. Drehrichtung, Lagerspiel und eine den Lagerbolzen 13 entlastende Federanordnung sind unerlässlich Voraussetzungen für die beschriebene Kontaktverschiebung beim Öffnen und Schliessen der Unterbrecherkontakte.
Der in Fig. 1 eingezeichnete, dasMass der Schrägstellung der Kontakte bestimmende Winkel zwischen der Ebene, in der sich die Kontakte berühren, und der durch den Hebeldrehpunkt gehenden Tangente an das freie Ende des Ablenkstückes soll höcbstens300 betragen. Bei der gezeichneten Hebelform beträgt der eingezeichnete Winkel 200.
Bei der beim Öffnen und Schliessen stattfindenden hin-und hergehenden Querverschiebung des Unterbrecherhebels reiben die sich berührenden Kontaktflächen der Unterbrecherkontakte aufeinander, so dass die mitder Kontaktwanderung verbundene Spitzen-und Kraterbildung an den Unterbrecherkontaktenweitgehend verhindert wird. Durch Verwandlung der Aufprallwucht in Reibungsarbeit beim Schliessen bewirken die schräggestellten Kontaktflächen auch einen geräuscharmen Lauf des Unterbrechers und vermeiden das
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brecher bei 2900 Nockenumdrehungen pro Minute noch vollständig aussetzerfrei arbeitet. Dieser Unterschied führt dazu, dass z.
B. eine Achtzylinderbrennkraftmaschine mit 5000 Umdrehungen pro Minute (2500 Umdrehungen des Unterbrechemockens) mit einem Doppelunterbrecher üblicher Bauart betrieben werden müsste, während sie mit einem Einfachunterbrecher der neuen Bauart noch störungsfrei arbeitet.
Schliesslich besteht ein weiterer nicht unwesentlicher Vorteil des neuen ZÜl1dungsunterbrechers darin, dass erwegen des entlang einer schiefen Ebene stattfindenden Schiebens und der dadurch bewirkten Dämp- fungdesAufschlagsder Kontakte beim Schliessenselbst beiden höchstenDrehzahlennichtbisan die Grenze seiner mechanischen Haltbarkeit beansprucht ist.
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