AT216000B - Verfahren zur Herstellung von 6-Chlor-7-sulfonamido-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 6-Chlor-7-sulfonamido-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxydenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Es ist bekannt, dass Benzo-l, 2, 4-thiadiazin-l, 1-dioxyde durch Umsetzung von 2-Sulfonamidoanilinen mit Ameisensäure hergestellt werden können [Theilheimer, Synthetic methods of organic Chemistry", Band 7, Seite 182, Beispiel 467 (1953)].
Es ist auch bekannt, dass 6-Chlor-7-sulfonamidobenzothiadiazin-l, 1-dioxyde wertvolle pharmazeutische Produkte von diuretischer Wirkung sind [s. Am. Chem. Soc. Band 79,2028 (1957)] ; sie können durch Umsetzung entsprechend substituierter Aminobenzodisulfonamide mit Ameisensäure oder Ameisen-
EMI1.2
meinen Formel :
EMI1.3
worin R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe und X Wasserstoff oder Chlor bedeuten, vorteilhaft hergestellt werden können, wenn Verbindungen der allgemeinen Formel :
EMI1.4
worin R und X die oben angegebene Bedeutung haben, einer Oxydation unterworfen werden. Wirksame Verbindungen erhält man z. B., wenn man eine Verbindung der Formel :
EMI1.5
als Ausgangsprodukt verwendet. Die Ausgangsstoffe, die aus der Literatur bisher nicht bekannt waren, können z.
B. aus dem 5-Chlor-2, 4-disulfonamido-anilin durch Umsetzen mit einem entsprechend substituierten Aldehyd hergestellt werden.
Es wurde gefunden, dass man wertvolle Produkte erhält, wenn der Substituent am Kohlenstoffatom 3 des Dihydrothiadiazin-Ringes eine Alkylgruppe von höchstens 4 Kohlenstoffatomen ist, wie z. B. eine
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Methylgruppe. Man erhält besonders vorteilhafte Verbindungen, wenn das Kohlenstoffatom 3 des Dihydrothiadiazin-Ringes mit zwei Wasserstoffatomen substituiert ist.
Die Oxydation wird vorteilhaft mit einem Permanganat, z. B. mit Kaliumpermanganat, bewerkstelligt, u. zw. in einem für Oxydationen mit Permanganat allgemein gebräuchlichen Medium. Es ist vorteilhaft die Oxydation in wässerigem alkalischem Medium durchzuführen. Wenn man als Alkali Natriumhydroxyd in einem Verhältnis von etwa 2 Mol Natronlauge auf 1 Mol des Ausgangsstoffes verwendet, so bleibt sowohl der Ausgangsstoff als auch das Endprodukt'in Lösung.
Die Ausführung des Verfahrens kann in verschiedener Hinsicht variiert werden. Für die Oxydation kann man Temperaturen von Raumtemperatur bis zu etwa 50-60 C wählen. Der Verbrauch des Permanganats ist ziemlich schnell.
Weitere Einzelheiten des Verfahrens sind in den Beispielen zu finden : Beispiel 1: 8,9 g 6-Chlor-7 -sulfonamido-l, 2, 4-benzo-dihydrothiadiazin-l, I-dioxyd CSchmelzpunkt 258 C) werden in einem Gemisch von 50 ml n-Natronlauge und 20 ml Wasser gelöst und 56 ml einer 6% igen wässerigen Kaliumpermanganat-Lösung werden in Anteilen oder eventuell auch auf einmal hinzugefügt. Die Temperatur steigt auf 40-45 C. Die Farbe des Permanganats verschwindet bald. Nach einigen Stunden Stehenlassen wird der braune Niederschlag abfiltriert, mit Wasser gewaschen und das gelbe Filtrat wird mit etwa 4, 7 ml konzentrierter Salzsäure bis auf PH = 3 angesäuert. Ein kristalliner Niederschlag fällt aus.
Das Reaktionsgemisch wird 1 Stunde lang in Eiswasser gekühlt, hierauf werden die Kristalle abgenutscht und mit Wasser halogenfrei gewaschen. Das Produkt wird getrocknet. Man erhält etwa 8, 4 g 6-Chlor-7-sulfonamido-l, 2, 4-benzothiadiazin-l, 1-dioxyd. Schmelzpunkt 3470 C (Zersetzung).
Beispiel 2 : 6, 2 g 6-Chlor-7-sulfonamido-3-methyl-l, 2, 4-benzodihydro-thiadiazin-l, l-dioxyd (Schmelz- punkt 246 C unter Zersetzung) werden in einem Gemisch von 40 ml n-Natronlauge und 60 ml Wasser gelöst. 40 ml einer 6% igen wässerigen Kaliumpermanganat-Lösung werden kalt hinzugefügt und es wird etwa eine halbe Stunde lang bei 40 C umgerührt. Die eventuell zurückgebliebene Permanganatfarbe wird mit einigen Tropfen einer Bisulfitlösung entfernt. Der Niederschlag wird abfiltriert und mit 30 ml Wasser gewaschen. Nachdem das gelbe Filtrat mit 1 g Tierkohle entfärbt und filtriert wurde, wird die fast farblose Lösung mit etwa 4 ml konzentrierter Salzsäure bis auf einen pH-Wert von 2 bis 3 angesäuert, worauf gleichmässige Kristalle ausfallen. Nach Kühlen in Eiswasser werden die Kristalle abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Es werden 5, 7 g 6-Chlor-7-sulfonamido-3-methyl-l, 2, 4-benzo- thiadiazin-l. l-dioxyd erhalten. Schmelzpunkt 335'C (unter Zersetzung) ; bereits bei 330 C färbt sich das Produkt dunkel.
Das Produkt kann aus einer etwa 200-fachen Menge heissen Wassers praktisch ohne Verlust umkristallisiert werden.
Beispiel 3 : 0, 9 g einer Verbindung der Formel :
EMI2.1
(Schmelzpunkt 298-299 C) werden kalt in 5, 6 ml einer n-Natriumhydroxyd-Lösung gelöst, worauf 5, 2 ml einer 6%igen Kaliumpermanganat-Lösung hinzugefügt werden. Das Reaktionsgemisch wird 1 Stunde lang bei Zimmertemperatur stehengelassen. Nach Absetzen des Mangandioxydschlammes wird das schwach rosafarbene-Reaktionsgemisch mit einigen Tropfen einer Natriumbisulfitlösung entfärbt. Nachdem der Magandioxydschlamm durch Filtrieren entfernt wurde, wird das Filtrat mit 0, 6 ml konzentrierter Salzsäure angesäuert ; worauf das Produkt ein Form von gleichmässig kurzen Kristallnadeln ausfällt.
Das Produkt wird filtriert, mit 1 ml Wasser gewaschen und unter vermindertem Druck bei 40 C bis zum konstanten Gewicht getrocknet. Es werden 0, 9 g 7-Sulfonamido-dichlor-benzo-l, 2, 4-thiadiazin- 1, 1-dioxyd erhalten (Schmelzpunkt 333 C).
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Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von 6-Chlor-7-sulfonamido-l, 2, 4-benzothiadiazin-l, 1-dioxyden der allgemeinen Formel : EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> worin R Wasserstoff oder eine Alkylgruppe und X Wasserstoff oder Chlor bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungen der allgemeinen Formel : EMI3.1 worin R und X die oben angegebene Bedeutung haben, einer Oxydation unterworfen werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff Verbindungen der allgemeinen Formel : EMI3.2 worin R die oben angegebene Bedeutung hat, verwendet werden.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation mit einem Permanganat durchgeführt wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation in wässerigem, alkalischem Medium durchgeführt wird.5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff eine Verbindung verwendet wird, worin R eine Methylgruppe bedeutet.6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff Verbindungen der allgemeinen Formel : EMI3.3 worin R die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung hat, verwendet werden.
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