AT206444B - Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten

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AT206444B
AT206444B AT709958A AT709958A AT206444B AT 206444 B AT206444 B AT 206444B AT 709958 A AT709958 A AT 709958A AT 709958 A AT709958 A AT 709958A AT 206444 B AT206444 B AT 206444B
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Austria
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alkali
substituted carboxylic
carboxylic acid
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AT709958A
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Lothar Dr Holzer
Rupert Dr Schoenbeck
Original Assignee
Chemie Linz Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten 
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen. Pyridazinderivaten der allgemeinen Formel   (I) :   
 EMI1.1 
 worin X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom, Rl   und R2 ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest bedeuten und Y für den Rest   
 EMI1.2 
 oder die Gruppe-XH, wobei X,   R2   und   R1   wie oben angegeben definiert sind, oder ein Halogenatom steht. 



   Vertreter dieser   Verbindungsklasse   sind als Herbizide wirksam. Darüber hinaus zeigen diese neuen Verbindungen auch pharmakologisch interessante Eigenschaften. 



   Die Herstellung dieser Verbindungen erfolgt durch Umsetzung von Halogenpyridazinderivaten der allgemeinen Formel   (II) :   
 EMI1.3 
 in der Y wie oben angegeben definiert ist, mit 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 in der R3 ein Wasserstoffatom, ein Alkalimetallion, das Äquivalent eines Erdalkalimetallions oder einen niederen Alkylrest, Me ein Alkalimetallion oder das Äquivalent eines Erdalkalimetallions bedeuten, sowie R2 und X wie oben definiert sind, unter Austritt von ein bzw. zwei Mol Metallhalogenid. 



   In den bei dieser Reaktion anfallenden Pyridazinderivaten können anschliessend am heterocyclischen Kern allenfalls gebundene Halogenatome durch Umsetzung mit Hydroxyden bzw. Hydrosulfiden der allgemeinen Formel   MeOH   bzw. 



  MeSH in die freie Oxy- bzw. Mercaptogruppe übergeführt werden, sowie gegebenenfalls vorhandene Estergruppen durch Verseifung in die freien Carbonsäuregruppen umgewandelt werden. 



   Die erfindungsgemässe Umsetzung der Halogen-   pyridazinderivate   mit den oc-substituierten Carbonsäuren bzw. deren Derivaten wird am zweckmässigsten in Gegenwart eines polaren Lösungsmittels wie beispielsweise Wasser, Methanol oder Äthanol sowie bei leicht erhöhter Temperatur vorgenommen. Dabei ist es gleichgültig, ob die 0-bzw. S-Alkaliverbindungen der   ox-substituier-   ten Carbonsäuren oder deren Derivate als solche eingesetzt werden oder ob sie aus den freien Oxyoder Mercaptosäuren oder aus deren Derivaten und der entsprechenden Menge Alkali während der Reaktion in situ erzeugt werden. 



   Mit dem   erfindungsgemässen   Verfahren ist es beispielsweise möglich, in 3, 6-Dihalogenpyridazin sowohl ein als auch beide Halogenatome mit dem a-substituierten Carbonsäurederivat zur Reaktion zu bringen. Ob das Mono- oder Disubstitutionsprodukt entsteht wird dabei vor allem durch die Wahl des Molverhältnisses der Ausgangsmaterialien beeinflusst.

   Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist es, dass damit Derivate von   Mono-oder Dioxy-bzw.   Monooder Dimercaptopyridazinen hergestellt werden können, ohne dass zur Herstellung von den freien Oxy- oder Mercaptopyridazinen ausgegangen werden muss, die wegen der in dieser Körperklasse auftretenden Keto-Enoltautomerie unangenehm 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 zu handhaben sind. Überdies erhält man mit diesem Verfahren die Pyridazinderivate der Formel I in ausgezeichneter,   9000 meist   übersteigender Ausbeute und vorzüglicher Reinheit. 



   Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile :
Beispiel l : In einem Rührkolben werden 50 Teile   zigue   Glykolsäurelösung mit 25 Teilen kalzinierter Soda neutralisiert und anschliessend 10 Teile Ätznatron, gelöst in 20 Teilen Wasser, 
 EMI2.1 
 



  Zur Aufarbeitung werden 150 Teile Wasser zugesetzt und der Anteil an nichtumgesetztem Dichlorpyridazin (12, 8 Teile) abfiltriert. Die Mutterlauge wird hierauf mit Schwefelsäure angesäuert. Es ergeben sich 28 Teile (3-Chlorpyri- 
 EMI2.2 
    Äquivalentgewicht : 188, 5,12, 2   Teile Thioglykolsäureäthylester in 40 Teilen absolutem Alkohol zugegeben und das Gemisch 5 Minuten gekocht. Anschliessend werden 14, 9 Teile   3, 6-Dichlorpyridazin   in 40 Teilen absolutem Äthanol zugesetzt und der Reaktionsansatz 2 Stunden am Rückflusskühler gekocht. Zur Aufarbeitung wird das gebildete Kochsalz (5, 9 Teile) abgesaugt, das Filtrat im Vakuum eingedampft und der ölige Rückstand mit 100 Teilen piger Natronlauge durch   ! stündiges   Kochen verseift.

   Anschlie- ssend wird mit Salzsäure angesäuert und das Produkt im Eisschrank zur Kristallisation gebracht. 



  Man erhält 19, 2 Teile (3-Chlorpyridazin-6-mercapto)-essigsäure vom Zersetzungspunkt   136   C   und Äquivalentgewicht 204, 5, das sind   94", der   Theorie. 



   Beispiel 3 : In einem Rührkolben werden 18, 4 Teile Natrium in 320 Teilen absolutem Äthanol gelöst, 100 Teile Thioglykolsäureäthylester und anschliessend eine Lösung von 60 Teilen   3, 6-Dichlorpyridazin   in 160 Teilen absolutem Äthanol zugefügt und das Reaktionsgemisch 2 Stunden am Rückflusskühler gekocht. Das abgeschiedene Kochsalz wird abgesaugt, das Filtrat eingedampft und im Kühlschrank zur Kristallisation gebracht. 



   Nach Umkristallisation aus Benzol werden 123 Teile des Diäthylesters des   3, 6-Bis- (carboxy-   methyl-mercapto)-pyridazin vom Schmelzpunkt 
 EMI2.3 
 o der Theorie.31, 6 Teile des Diäthylesters des   3, 6-Bis- (carb-   oxymethyl-mercapto-)-pyridazins werden mit 150 Teilen piger Natronlauge 30 Minuten am   Rückflusskühler   gekocht. Anschliessend wird gekühlt und mit konzentrierter Salzsäure auf einen pH-Wert 1 gestellt. Das   3, 6-Bis- (carboxymethyl-     mercapto-)-pyridazin   wird bei 0   C zur Kristallisation gebracht und abgeschieden. Man erhält 25, 2 Teile, d. s.   97"der   Theorie. Zersetzungs-   punkt : 1300 C, Äquivalentgewicht :   130. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten der allgemeinen Formel   (I) :   
 EMI2.4 
 worin X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom, Ri und   R2   ein Wasserstoffatom oder einen niederen 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
 EMI2.7 
 genatom steht, dadurch gekennzeichnet, dass Halogen-pyridazinderivate der allgemeinen Formel   (II) :   
 EMI2.8 
 in der Y wie oben definiert ist, mit 7-substituerten Carbonsäuren bzw. deren Derivaten der allgemeinen Formel   (III) :

     
 EMI2.9 
 in der   Rg   ein Wasserstoffatom, ein Alkalimetallion, das Äquivalent eines Erdalkalimetallions oder einen niederen Alkylrest, Me ein Alkalimetallion oder das Äquivalent eines Erdalkalimetallions bedeuten und R2 und X wie oben definiert sind, unter Abspaltung von ein bzw. zwei Mol Metallhalogenid umgesetzt werden und anschliessend am heterocyclischen Kern allenfalls vorhandene Halogenatome gewünschtenfalls durch Umsetzung mit Hydroxyden bzw. Hydrosulfiden der Formeln   MeOH   bzw. MeSH in die freie Oxy- oder Mercaptogruppe übergeführt, sowie gegebenenfalls vorhandene Estergruppen durch Verseifung in die freien Carbonsäuregruppen umgewandelt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die x-substituierten Carbonsäurederivate der Formel (III) : <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 aus den freien Oxy- oder Mercaptoverbindungen der Formel (IV) : EMI3.2 und der entsprechenden Menge Alkali während der Reaktion in situ gebildet werden, wobei in den vor- stehenden Formeln (III) und (IV) die Symbole X, R2, R3 und Me wie in Anspruch 1 definiert sind.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart eines polaren Lösungsmittels wie z. B. Wasser, Methanol oder Äthanol durchgeführt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als oc-substituiertes Carbonsäurederivat ein Salz oder ein Ester eines O-Alkali- oder O-Erdalkaliderivates der Glykolsäure verwendet wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als x-substituiertes Carbonsäurederivat ein Salz oder ein Ester eines S-Alkali-oder S-Erdalkaliderivates der Thioglykolsäure verwendet wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4264769A (en) * 1978-02-13 1981-04-28 Bayer Aktiengesellschaft Process for the preparation of hydroxyphenyl ethers

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