AT204049B - Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten

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AT204049B
AT204049B AT824157A AT824157A AT204049B AT 204049 B AT204049 B AT 204049B AT 824157 A AT824157 A AT 824157A AT 824157 A AT824157 A AT 824157A AT 204049 B AT204049 B AT 204049B
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Austria
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metal ion
pyridazine derivatives
reaction
parts
derivatives
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AT824157A
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Lothar Dr Holzer
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Chemie Linz Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten 
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten der allgemeinen Formel   (I) :   
 EMI1.1 
 in der   R1   und R2 ein Wasserstoffatom oder einen 
 EMI1.2 
 Bedeutung haben. 



   Vertreter dieser Verbindungsklasse sind als Herbizide wirksam. Darüber hinaus zeigen diese neuen Verbindungen auch pharmakologisch interessante Eigenschaften. 



   Die Herstellung dieser Verbindungen erfolgt durch Umsetzung von Pyridazinderivaten der allgemeinen Formel (II) : 
 EMI1.3 
 mit   K-Halogencarbonsäuren,   bzw. deren Derivaten der allgemeinen Formel   (III) :   
 EMI1.4 
 wobei Z die   Gruppen-S-Me,-SH,-OH   oder ein Halogenatom,   R3   ein Wasserstoffatom, ein Alkalimetallion, das Äquivalent eines Erdalkalimetallions oder einen niederen Alkylrest, Me ein Alkalimetallion oder das Äquivalent eines Erdalkalimetallions bedeuten und R2 die oben angegebene Bedeutung hat, unter Abspaltung von ein bzw. zwei Äquivalenten Metallhalogenid.

   In den durch diese Umsetzung erhaltenen neuen Pyridazinderivaten können am Pyridazinkern gebundene Halogenatome anschliessend durch Um- 
 EMI1.5 
 durch Verseifung gewünschtenfalls in die freien Carbonsäuregruppen übergeführt werden. 



   Mit dem erfindungsgemässen Verfahren ist es 
 EMI1.6 
 tionslösung zwischen 6 und 7 zu halten. Es gelingt aber auch, insbesondere bei pH-Werten von 8 bis 9, beide SH-Gruppen des 3, 6-Dimerkaptopyridazins in Reaktion zu bringen. Ver- 
 EMI1.7 
 
Bei Verwendung von solchen Pyridazinderivaten, in denen Z ein Halogenatom ist, als Ausgangsmaterial, erhält man (3-Halogen-pyridazin-6-   merkapto)-carbonsäuren,   die durch einfache Umsetzung mit Hydroxyden bzw. Hydrosulfiden in die entsprechenden Verbindungen mit freier Oxy-bzw. Merkaptogruppe in 3-Stellung übergeführt werden können. 



   Bei allen erfindungsgemäss erhältlichen Pyridazinderivaten, die in 3-Stellung eine freie Oxy-oder Merkaptogruppe tragen, muss es dahingestellt bleiben, ob die freie Oxy-bzw. Merkaptogruppe als solche erhalten bleibt oder ob sich diese Verbindungen in die tautomeren Oxo-oder Thionoverbindungen umlagern. 



   Die Durchführung der erfindungsgemässen Reaktion erfolgt am zweckmässigsten durch kurzes Erwärmen in einem polaren Lösungsmittel, vorzugsweise in Wasser. Es ist gleichgültig, ob die Reaktionspartner als Salze dem Reaktionsgemisch zugesetzt werden oder ob die freien Verbindungen verwendet werden, die durch die entsprechende Menge Alkali im Reaktionsgemisch in die Salze übergeführt werden. Auch hier können die als Ausgangsmaterial verwendeten freien Merkaptoverbindungen als solche oder in Form der tauto- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 meren Thionoverbindungen vorliegen. Die Reaktion kann auch in organischen Lösungsmitteln durchgeführt werden, eine Ausführungsform, die insbesondere bei Verwendung von Estern von   x-Halogencarbonsäuren   als Ausgangsmaterial zu empfehlen ist. 



   Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. 



   Beispiel 1 : 10 Teile   3, 6-Dimerkaptopyridazin   werden mit 13 Teilen Monochloressigsäure und 100 Teilen Wasser versetzt und mittels Kalilauge auf einen pH-Wert von 9 gebracht. Das Reaktionsgemisch wurde anschliessend 15 Minuten zum Sieden erhitzt und daraufhin das gebildete 3, 6-Bis- (carboxymethyl-merkapto-pyridazin) mittels Mineralsäure gefällt. Ausbeute 14, 5 Teile, d. s. 



    83%   der Theorie Schmelzpunkt   1550 C.   



   Beispiel 2 : 30 Teile 3-Oxy-6-merkaptopyridazin werden in 100 Teilen Wasser gelöst, mit KOH auf ein PH von 9 gebracht und anschliessend mit einer konzentrierten Lösung von 31 Teilen chloressigsaurem Kalium versetzt. Die Mischung wird etwa 1 Stunde unter Rückfluss gekocht, anschliessend kurz mit Aktivkohle behandelt, filtriert und aus dem Filtrat durch Ansäuern mit Mineral- 
 EMI2.1 
 Theorie. Schmelzpunkt der aus Wasser umkristallisierten Substanz 242   C (Zersetzung), Äquivalentgewicht 186. 



   Beispiel 3 : 14, 4 Teile   3, 6-Dimerkapto-pyrida-   zin werden in 50 Teilen Wasser unter Zusatz von 5, 6 Teilen KOH gelöst. Die Lösung wird daraufhin mit 9, 4 Teilen Monochloressigsäure, die mit   30% iger   Kalilauge bis zu einem pH-Wert von 8 gebracht wurde, versetzt und 2 Stunden gekocht. Während der Reaktion sinkt der pH-Wert auf 6-7 ab. Zur Aufarbeitung wird das Reaktionsgemisch mit Salzsäure angesäuert, mit Entfärbungskohle gekocht und bei   0   C   kristallisieren gelassen. Man erhält 19, 2 Teile (3-Merkaptopyridazin-6-merkapto)-essigsäure in Form eines feinkristallinen gelben Pulvers mit einem Schmelzpunkt von   180  C (95% der   Theorie). Äquivalentgewicht : jodometrisch 202, acidimetrisch   101.   



   Beispiel 4 : 14, 6 Teile   3-Chlor-6-merkapto-   pyridazin werden in einer solchen Menge   10% figer   Kalilauge gelöst, dass ein pH-Wert von 8 erreicht wird. Anschliessend wird eine Lösung von 10 Tei- 
 EMI2.2 
 
10% igerKalilauge zugefügt und das Gemisch eine Stunde lang zum Sieden erhitzt. Dabei sinkt der pH-Wert unter 7 ab. Zur Aufarbeitung wird die Reaktionslösung vorerst mit Kohle entfärbt, die (3-Chlorpyridazin-6-merkapto)-essigsäure durch Zugabe von Salzsäure ausgefällt und in der Kälte abfiltriert. Man erhält 19, 3 Teile, d. s.   94% der   
 EMI2.3 
 Abkühlen mit Salzsäure angesäuert und aus Wasser umkristallisiert. Man erhält 16 Teile (3Oxy-pyridazin-6-merkapto)-essigsäure, d. s.   750   der Theorie. Schmelzpunkt der aus Wasser umkristallisierten Substanz 242 C unter Zersetzung. 



  Äquivalentgewicht 186. 



   Beispiel 5 : 41 Teile der gemäss Beispiel 4 hergestellten   (3-Chlor-pyridazin-6-merkapto)-essig-   säure werden mit 40 Teilen   30% figer   Kalilauge versetzt und 70 Teile   5300ige Kaliumsulfhydrat-   lösung zugegeben. Nach 15stündigem Kochen unter Rückfluss wird filtriert und die Lösung nach dem Abkühlen mit Salzsäure angesäuert. 



  Man erhält 28 Teile gelber Kristalle. Durch Einengen der Mutterlauge werden noch weitere 8 Teile Produkt gewonnen. Nach Umkristallisieren aus Wasser erhält man insgesamt 34 g (3- 
 EMI2.4 
 202. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinderivaten der allgemeinen Formel (I) : EMI2.5 worin Rj und R2 ein Wasserstoffatom oder einen EMI2.6 EMI2.7 EMI2.8 gekennzeichnet, dass Pyridazinderivate der allgemeinen Formel (II) : EMI2.9 in der Z die Gruppen-S-Me,-SH,-OH oder ein Halogenatom und Me ein Alkalimetallion oder das Äquivalent eines Erdalkalimetallions be- EMI2.10 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 in der R3 ein Wasserstoffatom, ein Alkalimetallion, das Äquivalent eines Erdalkalimetallions oder einen niederen Alkylrest bedeuten und R2 die oben angegebene Bedeutung hat, unter Abspaltung von ein bzw. zwei Mol Metallhalogenid umgesetzt werden und anschliessend am heterocyclischen Kern allenfalls vorhandene Halogenatome gewünschtenfalls durch Umsetzung mit Hydroxyden bzw.
    Hydrosulfiden der Formeln Me OH bzw. Me SH in die freie Oxy-oder Merkaptogruppe übergeführt, sowie gegebenen- falls vorhandene Estergruppen durch Verseifung in die freien Carbonsäuregruppen umgewandelt werden.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Salze der Pyridazinderivate die entsprechenden freien Merkaptoverbindungen bzw. die tautomeren Thionoverbindungen als Ausgangsstoffe verwendet werden, wobei die zur Salzbildung nötige Menge Alkali dem Reaktionsgemisch getrennt zugesetzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für die Umsetzung die Salze oder niederen Alkylester der Chloressigsäure als ex-substituierte Carbonsäurederivate verwendet werden.
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