AT228216B - Verfahren zur Herstellung von neuen, carboxylhaltigen Amidinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, carboxylhaltigen Amidinen

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carboxyl
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new
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reaction
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Jenoe Dr Ing Koeroesi
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Egyt Gyogyszervegyeszeti Gyar
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen, carboxylhaltigen Amidinen 
Es ist bekannt, dass die aus Lactamen oder aus cyclischenDiamiden in bekannterWeise herstellbaren 0-Alkyllactime mit starken organischen Basen, also mit primären oder sekundären Aminen oder mit 
 EMI1.1 
 dung erhalten : 
 EMI1.2 
 
Es wurde überraschenderweise festgestellt, dass die   O-Alkyllactime   auch mit den zwitterionigen Aminosäuren, also mit Verbindungen, die neben der primären oder sekundären Aminogruppe auch eine Carboxylgruppe enthalten, umgesetzt werden können, wobei unter Abspaltung der entsprechenden Alkohole neue   carboxylhaltige Amidine, d. h.   Amidincarbonsäuren entstehen, wie es   z.

   B.   aus dem nachstehenden allgemeinen Reaktionsschema ersichtlich ist: 
 EMI1.3 
 worin x eine ganze Zahl zwischen 3-12 und W irgendeinen zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest bedeutet. 



   Zu dieser Reaktion können auch verschiedenartig substituierte O-Alkyllactime bzw. Aminocarbonsäuren als Ausgangsstoffe verwendet werden. 



   Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist also ein Verfahren zur Herstellung von Amidincarbonsäuren der allgemeinen Formel   I :   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 worin   R und R'Wasserstoff-oder Halogenatome,   Carboxyl-, Alkyl-,   Aryl-, Aralkyl-oderheterocycli-   sche Gruppen bedeuten können ; A kann irgendeinen, gegebenenfalls substituierten, linearen oder verzweigten zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest bedeuten, welcher auch cyclische Gruppen enthalten oder mit dem benachbarten Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden kann ; x ist eine ganze Zahl zwischen 3 und 12. 



   Die obigen Verbindungen der allgemeinen Formel I können im Sinne der vorliegenden Erfindung derart hergestellt werden, dass man   O-Alkyllactime   der allgemeinen Formel II : 
 EMI2.2 
 worin R und x die obige Bedeutung haben,-mit Aminocarbonsäuren der allgemeinen   Formel HI :   
 EMI2.3 
 . HR'N- A - COOH, (IIl)z. B. Methanol oder Äthanol angewendet werden ; im Falle   der Anwendung von Lösungsmitteln   wird zweckmässig bei einer dem Siedepunkt des Lösungsmittels entsprechenden Temperatur gearbeitet. 



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I, in welcher R'= H ist, können auch tautomere Formen bilden,   z. B.   
 EMI2.4 
 



   Die im Sinne der Erfindung hergestellten Amidincarbonsäuren der allgemeinen Formel I sind als Zwischenprodukte besonders auf den Gebieten der Arzneimittelsynthese und der Herstellung von PolyamidKunstfasern wertvoll. 



   Beispiel 1: N-[1-Aza-1-cyclohepten-yl-(2)]-glycin. 



   Es wird ein Gemisch von 7,   5 g (0, 1 Mol) Glycin und 12,   85   g = 13,   35 ml   (0, 101Mol) O-Methyl-e-   - caprolactim 1 h im Ölbad bei 1200C gehalten. Der Ablauf der Reaktion kann durch Beobachtung des Methylalkohol-Rückflusses verfolgt werden. Dann wird das Reaktionsgemisch in heissem Methylalkohol gelöst, mit Aktivkohle   aufgehellt.   und mit auf   700C   vorgewärmtem Dimethylformamid versetzt. Unter Ab-   kühlung   scheidet sich die Amidincarbonsäure in Form von weissen Blättchen aus. Nach Abkühlen wird abgesaugt und'mit 2 x 10 ml Dimethylformamid, dann mit 3 x 20 ml wasserfreiem Äther gewaschen. 



   Ausbeute   : 11, 9 (7fP/o   der Theorie). Schmelzpunkt   163-I64 C.   
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 gehalten. Nach dem Abkühlen wird der kristalline Rückstand mit 100 ml reinem Dimethylformamid auf ein Filter gebracht und zum Schluss mit 3 x 30 ml wasserfreiem Äther gründlich gewaschen. 



   Ausbeute   : 17, 2   g (93,5% der Theorie). Die Amidincarbonsäure schmilzt zwischen 188-1900C. 
 EMI3.1 
 
3 : N- [1-Aza-l-cyclohepten-yl- (2) j-6-aminocapronsäure.thylalkohol 2 h am Ruckfluss gekocht, dann im Vakuum eingedampft. Der dicke, ölige Rückstand erstarrt beim Abkühlen. 



   Die Amidincarbonsäure schmilzt bei   92-950C. Auf papierchromatographischem   Wege geprüft, enthält sie keine e-Aminocapronsäure. Das Produkt ist in Wasser und Alkohol löslich, in sonstigen Lösungs- mitteln unlöslich. 



   Beispiel4 :N-[1-Aza-1-cyclohepten-yl-(2)]-p-aminobenzoesäure. 



   Es wird ein Gemisch von 13,7 g (0, 1 Mol) reiner   p-Aminobenzoesäure und 12,   85 g (0, 101 Mol)
O-Methyl-e-caprolactim 1 h im Ölbad bei   110 C   gehalten. Nach Abkühlen auf   50 - 600C   werden zum feinkristallinischen Reaktionsgemisch 60 ml wasserfreien Methylalkohols zugegeben, worauf die Suspen- sion 1 h am Rückflusskühler gekocht wird. Das nach dem Abkühlen abgesaugte, mit 2 x 30 ml Methyl- alkohol und 50 ml wasserfreiem Äther gewaschene Produkt schmilzt unter schwacher Zersetzung bei   247-249 C.   



   Ausbeute : 18, 6 g   (80'/0   der Theorie). Ihre Löslichkeit ist mit den Aminosäuren übereinstimmend. 



    Beispiel 5 : N- [l-Aza-l-cyclohepten-yl- (2)]-p-aminosalicylsäure.    
 EMI3.2 
 



   Es wird ein Gemisch von 15,3 g (0, 1 Mol) reiner p-Aminosalicylsäure, 12,85 g (0, 101 Mol) O-Methyl-e-caprolactim und 100 ml wasserfreiem Äthylalkohol unter Rückfluss zum Sieden erhitzt und 2   hlang   gekocht. Die p-Aminosalicylsäure geht nach einigen Minuten in Lösung, dann beginnt die Ausscheidung von Amidincarbonsäure. Das nach dem Abkühlen abgesaugte, mit 2 x 30 ml Methylalkohol gewaschene Derivat zersetzt sich bei langsamem Aufwärmen bei 234 C, bei schnellem Aufwärmen bei   241-242 C.   



     Ausbeute : 18, 6 g (751o der   Theorie). Die neue Verbindung gibt die für Phenole charakteristischen Reaktionen. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen, carboxylhaltigen Amidinen der allgemeinen Formel I : EMI3.3 worin R und R'Wasserstoff-oder Halogenatome, Carboxyl-, Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder heterocycli- sche Gruppen bedeuten können, A für irgendeinen, gegebenenfalls substituierten, linearen oder verzweigten zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest steht, welcher auch cyclische Gruppen enthalten oder mit dem benachbarten Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden kann und x eine ganze Zahl zwischen 3 und 12 ist, dadurch gekennzeichnet, dass man O-Alkyllactime der allgemeinen Formel II : <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 EMI4.2 : HR'N-A-COOH worin R'und A wie oben definiert sind, umsetzt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart eines Lösungsmittels, zweckmässig eines aliphatischen Alkohols, durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion unter Erwärmen auf 60 - 1600C durchgeführt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsstoff der allgemeinen Formel II O-Methyl-e -caprolactim der Formel : EMI4.3 verwendet wird.
AT241561A 1960-04-01 1961-03-24 Verfahren zur Herstellung von neuen, carboxylhaltigen Amidinen AT228216B (de)

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