AT223619B - Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden

Info

Publication number
AT223619B
AT223619B AT89260A AT89260A AT223619B AT 223619 B AT223619 B AT 223619B AT 89260 A AT89260 A AT 89260A AT 89260 A AT89260 A AT 89260A AT 223619 B AT223619 B AT 223619B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
carbon atoms
radical
dihydro
lower alkyl
hexamethylenetetramine
Prior art date
Application number
AT89260A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Merck & Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Merck & Co Inc filed Critical Merck & Co Inc
Application granted granted Critical
Publication of AT223619B publication Critical patent/AT223619B/de

Links

Landscapes

  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   3, 4-Dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1, 1-dioxyden   
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von   3, 4-Dihydro-I, 2, 4-benzothiadiazin-     1, 1-dioxyde   durch Kondensieren einer Orthanilamidverbindung mit Hexamethylen-tetramin. Das neue Verfahren ermöglicht die Herstellung dieser wichtigen Produkte unter Verwendung des leicht erhältlichen Hexamethylentetramins als Reagens. 



   Erfindungsgemäss wird das Orthanilamid mit Hexamethylentetramin in Gegenwart eines wässerigen Mediums umgesetzt. Vorteilhaft werden Orthanilamid und Hexamethylentetramin in einem wässerigenalkoholischen Medium gelöst, zu dem eine Säure, wie eine Mineralsäure oder eine organische Säure, zugesetzt worden ist. 



   Die Reaktionsteilnehmer werden vorteilhaft im Verhältnis von   I   bis 6 Mol Orthanilamid zu   l   Mol Hexamethylentetramin angewandt. Ein bevorzugtes Mengenverhältnis ist 3 Mol Orthanilamid je Mol Hexamethylentetramin. Unter diesen Bedingungen verläuft die Reaktion leicht mit guter Ausbeute an dem Endprodukt. Eine Spur einer Säure, z. B. in einer Konzentration von etwa   0, 5%,   genügt zur Erleichterung der Umsetzung zwischen dem Orthanilamid und dem Hexamethylentetramin ; man kann jedoch auch erheblich mehr Säure verwenden, z. B. eine Konzentration von etwa 50%, besonders wenn man organische Säuren verwendet.

   Als Säuren haben sich für das erfindungsgemässe Verfahren Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure und Eisessig als besonders wertvoll erwiesen ; man kann jedoch auch andere Mineralsäuren oder organische Säuren verwenden, um die Umsetzung zu erleichtern. 



   Das Reaktionsgemisch wird vorzugsweise unter Rückfluss erhitzt, und wenn die Reaktion beendet ist, wird das Lösungsmittel abgedampft. Der ausgefallene Niederschlag kann dann gesammelt, mit Wasser gewaschen und getrocknet werden. 
 EMI1.1 
 ist, und die ausserdem mindestens einen andern Substituenten, z. B. ein Halogenatom, einen halogenartigen Rest, einen Alkylrest, einen Alkoxyrest oder einen ähnlichen Rest an den Benzolteil des Kernes gebunden enthalten. Weitere Substituenten können in 2- und bzw. oder 4-Stellung des   3, 4-Dihydro-I, 2, 4-benzo-     thiadiazin-l. l-dioxydmoleküls   gebunden sein, indem man die entsprechenden Orthanilamide verwendet, bei denen die betreffenden Substituenten an das Sulfamylstickstoffatom und bzw. oder an das Aminostickstoffatom gebunden sind. 



   Die erfindungsgemäss hergestellten   3, 4-Dihydro-1, 2, 4-benzothiadiazin-1, 1-dioxydverbindungen,   die einen Sulfamylsubstituenten und mindestens einen andern Substituenten an den Benzolteil des Moleküls gebunden enthalten, sind unter anderem als diuretische und bzw. oder saluretische Mittel gewerblich verwertbar. In dieser Gruppe von Verbindungen besitzen Verbindungen der Formel : 
 EMI1.2 
 worin Ri ein Halogenatom oder einen halogenartigen Rest, wie Chlor, Brom, Fluor, Trihalogenmethyl, 
 EMI1.3 
 niederen Alkoxyrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen, R2 und R3 Wasserstoffatome oder niedere Alkylreste mit 1-5 Kohlenstoffatomen und R4 ein Wasserstoffatom oder einen substituierten oder unsubstituierten niederen Alkylrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen, der z.

   B. eine Hydroxylgruppe an eines der Kohlenstoffatome der Alkylkette gebunden enthalten kann, bedeuten, eine besonders hohe Wirksamkeit. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Die obige Formel erläutert eine Gruppe von Verbindungen, die sich nach dem erfindungsgemässen Verfahren aus Orthanilamiden der Formel : 
 EMI2.1 
 worin RI ein Halogenatom oder einen halogenartigen Rest, wie Chlor, Brom, Fluor, Trihalogenmethyl, wie Trifluormethyl, Trichlormethyl u. dgl., einen niederen Alkylrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder einen niederen Alkoxyrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen, R2 und R3 Wasserstoffatome oder niedere Alkylreste mit 1-5 Kohlenstoffatomen und R4 ein Wasserstoffatom oder einen substituierten oder unsubstituierten niederen Alkylrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen, der z.

   B. eine Hydroxylgruppe an eines der Kohlenstoffatome der Alkylkette gebunden enthalten kann, bedeuten, herstellen lassen ; das neue Verfahren kann jedoch angewendet werden, um jedes beliebige Orthanilamid mit Hexamethylentetramin zu einem   3, 4-Dihydro-l, 2, 4-benzothiadiazin-l, l-dioxyd umzusetzen.    



   Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung. Diese Beispiele sollen jedoch nur die verschiedenen, nach dem   erfindungsgemässen   Verfahren herstellbaren Verbindungen und die verschiedenen Reaktionsbedingungen veranschaulichen, unter denen die Umsetzung erfolgreich durchgeführt werden kann, sie sind jedoch nicht beschränkend auszulegen. Wesentlich ist nur, dass Hexamethylentetramin als einer der Reaktionsteilnehmer mit einem Orthanilamid in einem sauren Medium verwendet wird, um hohe Ausbeuten an der gewünschten Dihydroverbindung zu erzielen. 
 EMI2.2 
 Hexamethylentetramin, 50 cm3 Alkohol und 50 cm3 6 n-Salzsäure wird 1   hunter Rückfluss   erhitzt. Das Lösungsmittel wird im Vakuum abgedampft und der ausgefallene feste Körper abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.

   Beim Umkristallisieren aus einem Gemisch von Äthanol und Wasser erhält man 4, 5 g 6-Chlor-7-sulfamyl-3,4-dihydro-1,2,4,-benzothiadizzin-1,1-dioxyd; Ausbeute:76%;Fp: 262 bis   2630 C   (unkorrigiert). 



   Beispiel 2 : Ein Gemisch von 0, 02 Mol   5-Methyl-2, 4-disulfamylanilin, 0, 02   Mol Hexamethylentetramin, 50 cm3 Wasser und 50 cm3 Eisessig wird 1   hunter Rückfluss   erhitzt. Das Lösungsmittel wird im Vakuum abgedampft und der ausgefallene feste Körper abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus einem Gemisch von Äthanol und Wasser umkristallisiert. Man erhält 6-Methyl-7-sulfamyl-3, 4-dihydro-1, 2, 4- 
 EMI2.3 
 Das Lösungsmittel wird im Vakuum abgedampft und der ausgefallene feste Körper abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus einem Gemisch von Äthanol und Wasser umkristallisiert. Man erhält 6-Brom-4- 
 EMI2.4 
 molekulare Menge   5-Chlor-2, 4-disulfamyl-N-methylanilin   und arbeitet im übrigen gemäss Beispiel 4.

   Hiebei erhält man 6-Chlor-4-methyl-7-sulfamyl-3,4-dihydro-1,2,4,-benzothiadiazin-1,1-dioxyd; Fp; 249 bis 250   C (unkorrigiert). 



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Orthanilamid mit Hexamethylentetramin in einem wässerigen sauren Medium unter Erhitzen umsetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Orthanilamid der allgemeinen Formel : EMI2.5 worin Rl ein Halogenatom oder einen halogenartigen Rest, wie Chlor, Brom, Fluor, Trihalogenmethyl, wie Trifluormethyl, Trichlormethyl u. dgl., einen niederen Alkylrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder <Desc/Clms Page number 3> einen niederen Alkoxyrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen, R2 und R3 Wasserstoffatome oder niedere Alkylreste mit 1-5 Kohlenstoffatomen und R4 ein Wasserstoffatom oder einen substituierten oder unsubstituierten niederen Alkylrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen, der z.
    B. eine Hydroxylgruppe an eines der Kohlenstoffatome der Alkylkette gebunden enthalten kann, bedeuten, mit Hexamethylentetramin unter Bildung einer Verbindung der Formel : EMI3.1 worin Rl, R2, R3 und R4 die obige Bedeutung haben, reagieren lässt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 5-Chlor-2, 4-disulfamylanilin als Ausgangsstoff verwendet und die Umsetzung in einem wässerig-alkoholischen Medium, welches etwa 5% Salzsäure enthält, bei der Rückflusstemperatur des Reaktionsmittels durchführt.
AT89260A 1959-02-16 1960-02-05 Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden AT223619B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US223619XA 1959-02-16 1959-02-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT223619B true AT223619B (de) 1962-10-10

Family

ID=21809200

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT89260A AT223619B (de) 1959-02-16 1960-02-05 Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT223619B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT223619B (de) Verfahren zur Herstellung von 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden
EP0102318B1 (de) Herstellung von beta-Amino-alpha,beta-ungesättigten Carbonsäureestern
DE2436032C2 (de)
CH467802A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Verbindungen
AT227683B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Anthranilsäuren und deren Salzen
AT284848B (de) Verfahren zur Herstellung 3-substituierter 1,2,3,4-Tetrahydro- bzw. 1,2-Dihydro-chinoxalin-2-one
AT216000B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Chlor-7-sulfonamido-1,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxyden
DE1149015B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Anthranilsaeuren
AT343119B (de) Verfahren zur herstellung neuer 10h-thieno (3,2-c) (1) benzazepin-derivate und deren saureadditionssalze
AT227714B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Amino-1,5-diazacyclo-octan-Derivaten
AT339482B (de) Verfahren zur herstellung neuer organischer amid-verbindungen
AT264531B (de) Verfahren zur Herstellung von 1,10-Phenanthrolinen
AT206430B (de) Verfahren zur Herstellung von Disulfamylanilinverbindungen
AT258916B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Alkyl-3-amino-5-chlor-6-X-pyrazinoaten
AT204552B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, heterocyclischen Bis-sulfonamiden
AT236958B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 5-Phenyl-2-hydroxy-6-amino-pyrimidinderivaten
AT234101B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Cumarinderivaten
AT204561B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenazinderivaten
AT259562B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepin-Derivaten
AT204047B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Triazine
AT200133B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen aromatischen Azonitrosoverbindungen
DE1620459C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2H-1,2,4-Benzothiadiazin-1,1 -dioxidderi vaten
AT239243B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 3-Dicyan-1, 4-dithia-anthrahydrochinon und -anthrachinon
AT215430B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Ferrocenderivate
AT284864B (de) Verfahren zur Acylierung von acylierbare Gruppen enthaltenden organischen Verbindungen