AT213870B - Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind

Info

Publication number
AT213870B
AT213870B AT843259A AT843259A AT213870B AT 213870 B AT213870 B AT 213870B AT 843259 A AT843259 A AT 843259A AT 843259 A AT843259 A AT 843259A AT 213870 B AT213870 B AT 213870B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
diamines
aromatic
phenylenediamine
substituted
amino groups
Prior art date
Application number
AT843259A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Donau Pharmazie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Donau Pharmazie Gmbh filed Critical Donau Pharmazie Gmbh
Priority to AT843259A priority Critical patent/AT213870B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT213870B publication Critical patent/AT213870B/de

Links

Landscapes

  • Pyridine Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden
Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine 
 EMI1.1 
 schiedenen Alkylreste tragen ; die Dialkylaminoalkylgruppen, welche im Rahmen der Erfindung als Monosubstituenten in o-Diamine eingeführt werden, können durch die folgende allgemeine Formel symbolisiert werden : 
 EMI1.2 
 worin   n,   n' und n'' ganze Zahlen von 1 bis 5 bedeuten. Besondere Beispiele für solche Di- 
 EMI1.3 
 



   Es ist bereits bekannt, N-Alkylierungen in Gegenwart von heterocyclischen Basen, wie Pyridin, Picolin, Chinolin oder tertiären Aminen, wie Dimethylanilin, durchzuführen. Es ist ferner 
 EMI1.4 
 auf dem Wege über Chlornitrobenzol herstellen kann (vgl.   Hippchen   H., Ber. d. dtsch. chem. 



  Ges. 80,263 [1947]). Durch Umsetzung von Chlornitrobenzol mit Aminoäthylalkohol kommt man zu Hydroxyäthylaminonitrobenzol, aus dem durch Chlorierung und anschliessende Umsetzung mit   Diäthylamin N-Diäthylaminoäthyl-o-nitranilin   erhalten wird. Diese Verbindung wird dann mit Natriumdithionit zum gewünschten   N-Diäthylaminoäthyl-o-phenylendiamin   reduziert. 



    Die nachstehenden Formelbilder geben einen Überblick über diese Reaktionsfolge :    
 EMI1.5 
 
Ein entsprechend substituiertes o-Phenylendiamin kann auch ausgehend von 2-Nitro-ptoluolsulfonanilid erhalten werden, wenn man dieses mit   ss-Chloräthyldiäthylamin   am Stickstoff alkyliert, das dadurch erhaltene 2-Nitro- p-toluolsulfo-(ss-diäthylaminoäthyl)-anilid dann mit Hilfe von Schwefelsäure verseift, das Nitroamin isoliert und die Reduktion des Nitroamins in ähnlicher Weise wie oben angegeben durchführt. 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die erfolgreiche direkte Einführung von Dialkylaminoalkylgruppen zum Zwecke der Monosubstitution an   o-Diaminen   ist bisher noch nicht beschrieben worden. Bei einem solchen Verfahren ergeben sich nämlich zahlreiche Schwierigkeiten dadurch, dass eine Reihe von Produkten nebeneinander entstehen können, welche nur schwer oder überhaupt nicht getrennt werden können. 



  Ohne besondere Massnahmen entstehen z. B. aus o-Phenylendiamin und Diäthylaminoäthylchlorid je nach den Mengenverhältnissen der eingesetzten Produkte wechselnde Anteile folgender Amine : 
 EMI2.1 
 (primärtertiäres Amin),
N, N,N'-tris-Diäthylaminoäthyl-o-phenylendiamin (gemischt sekundär-tertiäres Amin),   tetra-Diäthylaminoäthyl-o-phenylendiamin [ (bi-    tertiäres Amin) allerdings nur in untergeordneten Mengen]. 



   Es wurde nunmehr ein Verfahren gefunden. welches es auf einfache Weise ermöglicht, durch direkte Alkylierung in guten Ausbeuten neben nur untergeordneten Mengen an Nebenprodukten monoalkylierte aromatische   o-Diamine   dadurch herzustellen, dass man die freien oDiamine in Gegenwart wenigstens einer tertiären aromatischen Stickstoffbase, insbesondere einer solchen mit nur einem Stickstoffatom im Molekül, mit reaktionsfähigen Derivaten von Dialkylaminoalkanolen zur Umsetzung bringt. 



   Als weitere aromatische Base wird im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens vorzugsweise Pyridin, ein Picolin, Lutidin, Chinolin, oder Dialkylanilin verwendet. Schon mit einem der genannten Lösungsmittel gelingt es, zu einer weitgehenden Monoalkylierung zu gelangen. Diese Methode ist dann anwendbar, wenn sich die Alkylierungsprodukte durch Destillation trennen lassen. Darüber hinaus wurde aber gefunden, dass es gelingt, noch wesentlich bessere Ausbeuten an monoalkylierten o-Diaminen zu erhalten, wenn man Gemische der oben genannten Basen anwendet. Die Wirksamkeit dieser Gemische kann damit erklärt werden, dass ein Gleichgewicht zwischen der Bildungstendenz der monoalkylierten   o-Diamine   und der Beständigkeit der intermediär gebildeten quaternären Onium-Verbindungen der aromatischen Basen besteht.

   Ein Gemisch aus Pyridin und einem substituierten Pyridin, wie Picolin, hat sich für die Zwecke des   erfindungsgemässen   Verfahrens besonders bewährt. 



   Beispiele für aromatische   o-Diamine,   die erfindungsgemäss monoalkyliert werden können, sind o-Phenylendiamin, o-Diaminopyridine, oDiaminonaphthaline und o-Diaminochinoline. Als reaktionsfähige Derivate von Dialkylaminoalkanolen werden bevorzugt deren Ester, insbesondere deren Halogenwasserstoffsäureester, verwendet. 



   Wie aus den nachstehend angeführten Beispielen hervorgeht, gelingt es   erfindungsgemäss   auf einfache Weise, ausgezeichnete Ausbeuten von Monoderivaten aliphatischer Aminoalkohole der o-Diamine zu erhalten. 



   Die nach dem   erfindungsgemässen   Verfahren erhaltenen aromatischen o-Diamine, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind, können als Ausgangsmaterial für die Synthese von 1-dialkylaminoalkylierten Benzimidazolen und Chinoxalonen verwendet werden. 



   Beispiel 1 : 1230 g   o-Pheny1endiamin   werden in 1750 ml wasserfreiem Pyridin gelöst. Die Lösung wird in einem Wasserbad gekühlt. 



  Es werden dazu innerhalb von 2 bis 3 Stunden 1537 g frisch destilliertes Diäthylaminoäthylchlorid zugetropft. Nach Abklingen der heftigen Reaktion wird 6 Stunden am   Rückflusskühler   gekocht. Anschliessend wird die Hauptmenge des Pyridins abdestilliert. 



   Der Rückstand wird in 8 1 Wasser gegossen und mit 40%iger Natronlauge stark alkalisch eingestellt. Das aufschwimmende Öl wird abgetrennt, die wässerige Schicht einmal mit Toluol ausgeschüttelt. Öl und Toluollösung werden vereinigt und über festem KOH getrocknet. An-   schliessend wird   über eine 30cm hohe, mitRaschigringen gefüllte Kolonne destilliert ; dabei werden folgende Ausbeuten erhalten : Fraktion I : 194 g   o-Pheny1endiamin,   Fraktion II : Kp. 136-140  C/I-2 mm : 1300 g   (N-Diäthylaminoäthyl-o-phenylen-   diamin), 
 EMI2.2 
 diamin). 



   Die Ausbeute beträgt bei Berechnung auf umgesetztes o-Phenyldiamin   65, 5% sekundäres.   



  Amin (N-Diäthylaminoäthyl-o-phenylendiamin). 



   Beispiel 2 : 1230 g o-Phenylendiamin werden in 1750 ml Pyridin gelöst. Zu dieser Lösung werden 175   m11X-PicoIin   zugegeben. Es werden nunmehr 1537 g Diäthylaminoäthylchlorid (frisch : destillierte freie Base) langsam zugetropft. Nach Abklingen der heftigen Reaktion wird das Gemisch 6 Stunden am Rückflusskühler gekocht. 



  Anschliessend werden die Hauptmengen des Pyridins und Picolins abdestilliert. Der   Rückstand j   wird in   8 1   Wasser gegossen, worauf mit 40%iger Natronlauge stark alkalisch gemacht und das aufschwimmende Öl abgetrennt wird. Die wässerige Lösung wird einmal mit Toluol ausgeschüttelt. Toluolextrakt und Öl werden   ver- :   einigt und mit festem KOH getrocknet ; anschlie- ssend wird das Toluol abdestilliert. Der Rückstand wird nunmehr über eine 30 cm hohe, mit Raschigringen gefüllte Kolonne im Vakuum destilliert. Vorlauf : 2, 2 g o-Phenylendiamin. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   1. Hauptfraktion : Kp.   136-140  C/l-2 mm :  
1970 g N-Diäthylamino-äthyl-o- phenylendiamin, II. Zwischenfraktion : Kp.   140-172   C/l-2 mm :     80 g ;   
Eine sorgfältige erneute Destilla- tion dieser Zwischenfraktion er- gibt weitere 45 g vom Kp.   140   C/  
2 mm. Eine weitere Trennung des verbleibenden Restes von 35 g ist unter Anwendung einfacher Mass- nahmen nicht möglich ; 
 EMI3.1 
 diamin. 



   Die Ausbeute an   N-Diäthylaminoäthyl-o-   phenylendiamin beträgt 2015 g, das sind   85, 2%,   berechnet auf umgesetztes o-Phenylendiamin. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von aromatischen   0- Diaminen,   welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass man die freien o-Diamine in Gegenwart wenigstens einer tertiären aromatischen Stickstoffbase, insbesondere einer solchen mit nur einem Stickstoffatom im Molekül, mit reaktionsfähigen Derivaten von Dialkylaminoalkanolen zur Umsetzung bringt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als tertiäre aromatische Base Pyridin, Chinolin, ein Picolin, ein Lutidin, ein Dialkylanilin oder ein Gemisch aus mehreren der vorstehend genannten Basen, insbesondere ein Gemisch aus Pyridin und einem substituierten Pyridin, z. B. einem Picolin, verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als o-Diamin o-Phenylendiamin, o-Diaminopyridin, ein o-Diaminonaphthalin oder o-Diaminochinolin verwendet.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als reaktionsfähige Derivate von Dialkylaminoalkanolen deren Ester, insbesondere deren Halogenwasserstoffsäureester, verwendet.
AT843259A 1959-11-20 1959-11-20 Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind AT213870B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT843259A AT213870B (de) 1959-11-20 1959-11-20 Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT843259A AT213870B (de) 1959-11-20 1959-11-20 Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT213870B true AT213870B (de) 1961-03-10

Family

ID=3605388

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT843259A AT213870B (de) 1959-11-20 1959-11-20 Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT213870B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT213870B (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen o-Diaminen, welche an einer der beiden Aminogruppen durch eine Dialkylaminoalkylgruppe substituiert sind
DE1227914B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(1, 2-Dithia-cyclopentyl)-5-pentansaeure
DE2000030C3 (de) 3-Alkoxy-und 3-Phenoxy-2-(diphenylhydroxy)methyl-propylamine und diese enthaltende Arzneimittel
CH417630A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen cyclischen 2,3-O-Acetalen und 2,3-O-Ketalen von Butantetrolestern
DE563398C (de) Verfahren zur Herstellung organischer stickstoffhaltiger Verbindungen
DE1188577B (de) Verfahren zur Herstellung von omega-Chlor bzw. omega-Bromtiglinaldehyd, deren AcetaleAcylaten
CH374071A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Isoindolinderivaten
AT165072B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridiniumverbindungen
DE2065698B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Isopropyl-6-methyl-4(3H)-pyrimidon
DE2112778B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-CyBn-S^Ae-IeITaChIOr- bzw. brombenzoesäurealkylestern
DE1593315B1 (de) 9-Isopropyliden-9,10-dihydroanthracen-10-carbonsaeure-ss-diaethylamino-aethylester,deren Salze und Verfahren zu deren Herstellung
AT143315B (de) Verfahren zur Darstellung von Chinolinderivaten.
AT208863B (de) Verfahren zur Herstellung von rienem, kristallinem 3-Chlor-10-(3&#39;-dimenthylaminopropyl)-phenthiazin
DE3144765A1 (de) Verfahren zur herstellung von chlorlactonen aus ungesaettigten carbonsaeuren
AT228932B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Acylderivaten der 6-Aminopenicillansäure
AT210422B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen
DE2162238B2 (de) 2-Methyl-33-dijod-4-hydroxy-6chlorpyridin-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende herbizide Mittel
AT230901B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Thionothiolphosphonsäureestern
AT220615B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Anilinen
AT241470B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Nitro-dihydro-1, 3-benzoxazin-2, 4-dionen
AT146504B (de) Verfahren zur Herstellung von Amiden der Pyrazinmonocarbonsäure.
AT205482B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen der Bicycloheptanreihe
AT256825B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Benzamidoverbindungen und ihren Salzen
DE1768787C3 (de) (o-Carboxy-phenyl)-acetamidine, Verfahren zu deren Herstellung und (o-CarboxyphenyO-acetamidine enthaltende Präparate
DE959015C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen pharmakologisch wirksamen basischen Estern und ihren Salzen