AT213383B - Verfahren zur Herstellung von neuen, wasserlöslichen poly-N-quaternären Elektrolyten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, wasserlöslichen poly-N-quaternären Elektrolyten

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AT213383B AT724355A AT724355A AT213383B AT 213383 B AT213383 B AT 213383B AT 724355 A AT724355 A AT 724355A AT 724355 A AT724355 A AT 724355A AT 213383 B AT213383 B AT 213383B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen, wasserlöslichen poly-N-quaternären Elektrolyten 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer, medizinisch wertvoller, wasserlöslicher poly-N-quaternärer Substanzen, welche insbesondere die Diffusion von Flüssigkeiten in Geweben erhöhen. Stoffe mit ähnlicher Wirkung sind bereits bekannt (vgl. z. B. den Aufsatz über Hyaluronidase in der Zeitschrift Angewandte Chemie" 1951, Seiten 105 bis 117). Dabei handelt es sich um ein Ferment, das nach komplizierten Verfahren aus tierischen Organen gewonnen werden muss. Da es in Lösung nicht beständig ist, muss schliesslich zur Überführung in eine haltbare Form eine Gefriertrocknung erfolgen. Unmittelbar vor der klinischen Verwendung muss das trockene Präparat dann wieder aufgelöst werden.

   Die erfindungsgemäss hergestellten Substanzen weisen demgegenüber entscheidende Vorteile auf : sie sind bequem synthetisch herstellbar, in Lösung beständig und sterilisierbar. 



   Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass man Derivate von Polyalkylen- oxyden, die in den Seitenketten Halogen oder Sulfonatreste enthalten, mit tertiären Aminen umsetzt, wobei an der Verknüpfungsstelle direkt quaternäre Stickstoffatome entstehen. 



   Polymere Stoffe mit quaternären Ammoniumgruppen sind an sich bereits bekannt. Bei diesen Verbindungen handelt es sich aber um wasserunlösliche Substanzen oder um solche, bei denen sich die quaternären Ammoniumgruppen innerhalb der Hauptkette befinden. Aus der USAPatentschrift Nr.   2, 483, 749   sind quaternäre AmmoniumsalzevonpolymerisiertemEphihalogenhydrin bekannt, bei dem aber das Stickstoffatom Bestandteil bestimmter aromatischer Ringe ist. 



   Demgegenüber bezieht sich das erfindungsgemässe Verfahren auf die Herstellung von neuen, wasserlöslichen poly-N-quaternären Elektrolyten mit Einheiten der Formel 
 EMI1.1 
 worin R,   Rl und R2   gegebenenfalls substituierte Alkylgruppen mit 1-5 Kohlenstoffatomen darstellen und zwei dieser Gruppen gemeinsam mit dem quaternären Stickstoffatom einen nicht aromatischen, gegebenenfalls ein weiteres Heteroatom enthaltenden heterocyclischen Ring, z. B. einen Morpholinring, bilden können, und m eine ganze Zahl von 1 bis 5 bedeutet.

   Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Polyalkylenoxyd der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 worin Y Halogen oder ein Sulfonatrest ist, n als durchschnittlicher Polymerisationsgrad 6-200 ist und m die vorstehend angegebene Bedeutung hat, mit tertiären Aminen der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 in der R,   R   und R2 die ebenfalls schon angegebene Bedeutung haben, wenigstens bis zur Bildung eines wasserlöslichen Endproduktes umsetzt.

   Das erfindungsgemässe Verfahren kann durch die nachfolgende Gleichung veranschaulicht werden, in der die Symbole die vorstehend angegebene Bedeutung haben : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Die Endgruppen der erfindungsgemäss hergestellten Produkte sind durch die Art der der Umsetzung vorausgehenden Polymerisation bedingt ; sie sind, wie dies bei Polymerisaten gewöhnlich der Fall ist, meist unbekannt, und haben praktisch keinen Einfluss auf die Eigenschaften der Polymeren sowie deren Umsetzungsprodukte. 



   Die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltenen wasserlöslichen Polyelektrolyte haben für technische und medizinische Zwecke Bedeutung erlangt. Bei der Anwendung im pharmazeutischen Bereich haben sich Substanzen als besonders nützlich erwiesen, die im Körper nicht gespeichert werden. Die Polyelektrolyte besitzen die Fähigkeit, Schleime wie Speichel, Synovialflüssigkeit, Glaskörperlösungen u. dgl. zu lösen bzw. deren Viskosität stark herabzusetzen. Sie können, da sie die Diffusion im Gewebe erhöhen, vorteilhaft bei Injektionen oder Infusionen Anwendung finden. Ferner können sie in Form von Salben eingesetzt werden. 



   Es hat sich herausgestellt, dass die medizinische Wirksamkeit der verfahrensgemäss erhaltenen Produkte dadurch verbessert oder gesteuert werden kann, dass man im Molekül hydrophile Gruppen einbaut. In Frage kommen hiefür insbesondere Säureamid-, Harnstoff-, Hydroxyl-, Amino-, Carb-   oxyl- und Sulfonsäuregruppen   sowie   Äther- und   Thioätherbrücken. Die Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppen d. h. die Gruppen mit negativer Ladung sollen vorzugsweise in geringerer Zahl als die quaternären Stickstoffatome in den Kettenmolekülen enthalten sein. Diese liegen dann in der Salzform, also als Carboxylate oder Sulfonate vor. 



   Die oben genannten hydrophilen Gruppen werden am zweckmässigsten über die Amine, d. h. als entsprechend substituierte Amine in das Molekül eingeführt. Zu diesem Zweck können die tertiären Amine in den Alkylgruppen mit
1-5 Kohlenstoffatomen noch zusätzliche Substituenten der genannten Art enthalten. Dabei sind aber die in den Substituenten gegebenenfalls enthaltenen Kohlenstoffatome nicht mitzuzählen. 



   Zur Erzielung besonders günstiger Eigenschaften ist es häufig zweckmässig, verschiedenartige Amine gleichzeitig odernacheinandermit den Polyalkylenoxydderivaten umzusetzen, wodurch Substanzen entstehen, an deren quaternären Stickstoffatomen verschiedene Reste sitzen. 



   Die Umsetzungsreaktion geht je nach den verwendeten Ausgangssubstanzen bereits bei Zimmertemperatur oder bei geringem Erhitzen vor 
 EMI2.2 
 sich. Sie kann mit oder ohne Lösungsmittel durchgeführt werden. In Frage kommen hiefür beispielsweise Dimethylformamid, Methylglykol, Glykol sowie Gemische davon. Besonders glatt reagieren tertiäre Amine, die mindestens eine Alkylgruppe, insbesondere eine Methylgruppe, zweckmässigerweise sogar 2 Alkylgruppen tragen. 



  Selbstverständlich kommen nur solche tertiäre Amine in Frage, die wie beispielsweise Dimethylaminoäthanol genügend basisch sind und keine zu grosse sterische Hinderung durch die Substituenten aufweisen. 



   Anstelle der in den nachfolgenden Beispielen verwendeten tertiären Amine Dimethylamino- 
 EMI2.3 
 
3,N,   N-Dimethylaminoäthanol, N, N-Dimethyl-   taurin und   y-Dimethylamino-capronsäure-   methylester können auch andere tertiäre Amine eingesetzt werden, z. B. y- (Dimethylamino)- 
 EMI2.4 
    N - Dimethylbutylamin,diethylamid,   Essigsäure-3-dimethylaminopropylamid. 



   Wenn die tertiären Amine Carbonsäureestergruppen tragen, können die Estergruppen nach der Quaternierungsreaktion verseift werden. Es ist aber ebenfalls möglich, Salze von   Aminocarbon-   säuren oder Aminosulfonsäuren oder die entsprechenden freien Säuren unter Zusatz alkalischer Mittel, insbesondere von Natriumbicarbonat umzusetzen. Weniger geeignet für diese Reaktion 
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 gebundenenWasserstoffatom. 



   Als Halogenderivat von Polyepoxyden eignet sich das Polyepibromhydrin besonders gut. Diese Substanzen werden durch Polymerisation entsprechender Alkylenoxyde in an sich bekannter Weise erhalten (vgl. z. B. A. M. Paquin, Epoxyd- 
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 mit Sulfonatresten in den Seitenketten kommen Sulfonester von Polyoxyalkylenoxyden in Frage, insbesondere die Sulfonester des Polyglycids, wie z. B.   Polyglycid-benzolsulfonat.   



   Die Reaktionen von Polyepibromhydrin mit N-Methylmorpholin bzw. N, N-Dimethylglycinamid können durch folgende Gleichungen dargestellt werden : 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
Die nach den folgenden Beispielen hergestellten Verbindungen werden durch Umsetzung der Ausgangsprodukte für sich oder in Lösung hergestellt. Soweit die Stoffe nicht schon in reinem Zustand anfallen, kann man sie durch Umfällen reinigen. Zu diesem Zweck werden die Substanzen in Lösungsmitteln wie Methanol, Glykol,   1, 3-Butandiol   gelöst und daraus durch Zugabe von Fällungsmitteln wie Äther, Aceton, Isopropylalkohol ausgefällt. Zweckmässigerweise sollen die Fällungsmittel mit den Lösungsmitteln mischbar sein. Die Produkte können entweder durch Vakuum- oder Gefriertrocknen in reiner Form erhalten oder direkt nach dem Umfällen in Wasser aufgenommen werden.

   Die Lösungen können gegebenenfalls durch Dialyse gereinigt werden. Ausserdem kann man die Anionen mit Hilfe von Ionenaustauschern austauschen. Durch Fraktionierung können Produkte mit einheitlicherem Molekulargewicht gewonnen werden. 



   Beispiel 1 : 900 g Epibromhydrin, gelöst in 21 Chloroform werden unter Rühren bei   5   C   während 1 Stunde mit 60 cm3 Äther-Borfluorid, gelöst in 100   cm   Chloroform versetzt. Man rührt 6 Stunden weiter, wobei die Temperatur zwischen 5 und 10   C gehalten wird, schüttelt mit Wasser und entsäuert mit überschüssiger 1 n-Natronlauge. 



  Nicht umgesetztes Epibromhydrin wird durch Wasserdampfdestillation im Vakuum entfernt. 



  Man nimmt den Rückstand in 750 cm3 Methylenchlorid auf, trocknet mit Calciumchlorid und fällt das Polyepibromhydrin mit 21 Cyclohexan. 



  Das so erhaltene Produkt wird im Hochvakuum bei 40   C von Lösungsmittelresten befreit. Ausbeute 677 g   (75%).   Das Produkt besitzt einen durchschnittlichen Polymerisationsgrad von 8. 



   137 g des so gewonnenen Polyepibromhydrins werden mit 178 g   Dimethylamino-propandiol-2, 3   2 Stunden auf 40   C, 6 Stunden auf 60   C und 24 Stunden auf   70   C   erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird nach den oben beschriebenen Metho- den aufgearbeitet und gereinigt. Zum Austausch der Bromionen gegen Chlorionen wird die gereinigte Lösung durch eine Ionenaustauschersäule geschickt, die einen mit Chlorionen beladenen Anionenaustauscher enthält. 



   Beispiel 2 : 68, 5 g Polyepibromhydrin, dargestellt nach Beispiel   1,   werden mit 15 cm3 Dimethylformamid und 30, 5 g Dimethylaminoessigsäuremethylester 4 Stunden auf   60   C   und 10 Stunden auf   800   C erhitzt. Nach Abkühlen werden 115 cm3 methanolische Trimethylaminlösung mit einem Gehalt von 30 g Trimethylamin zugefügt und das Gemisch 8 Stunden im Autoklaven auf 50   C erhitzt. Lösungsmittel und überschüssiges Trimethylamin werden im Vakuum abdestilliert und das Reaktionsprodukt mit Äther gefällt. Zur Verseifung der Estergruppen wird in Wasser aufgenommen und mit überschüssiger 2 n-Natronlauge versetzt und 2 Tage bei Raumtemperatur stehen gelassen. Nach dem Neutralisieren mit 1 n-Salzsäure wird die Lösung durch Dialyse gereinigt. 



   Beispiel 3 : Zu einem Gemisch von 178 g Glukonsäure-lakton und 100   cm3 abs.   Alkohol tropft man während 25 Minuten   97 g N, N-Di-   methyläthylendiamin. Dabei tritt Erwärmung auf etwa 60   C ein. Nach Zugabe von weiteren 100 cm3 Alkohol wird 1 Stunde lang auf   600 C   erwärmt. Während das Abkühlens auf Raumtemperatur fällt das Amid aus, das abgesaugt und mit Alkohol gewaschen wird. 



   Durch Umkristallisation aus 500 cm3 Alkohol erhält man 165, 7 g reines Glukonsäure-dimethylaminoäthylamid vom Schmelzpunkt   99-100   C     (62%   der Theorie). 



   80 g des so dargestellten Gluconsäure-dimethylaminoäthylamids werden mit 27, 4 g Polyepibromhydrin, hergestellt nach Beispiel   1,   in 65 cm3 Dimethylformamid 24 Stunden auf   80  C   erhitzt. Aufarbeitung und Reinigung erfolgen nach den oben beschriebenen Verfahren. 

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   Beispiel 4 : 13, 3 g Polyepibromhydrin vom durchschnittlichen Polymerisationsgrad 12 werden, gelöst in   9 g   Methylglykol, mit   19, 2 g   N-Methylpiperidin 24 Stunden auf 50   C er- 
 EMI4.1 
 abermals 9, 6 g N-Methylpiperidin gelöst in 10 g Propylenglykol, zu und erhitzt weitere 120 Stunden auf 60   C. Das Reaktionsgemisch wird nunmehr in einem Autoklaven mit 40 g Trimethylamin vermischt und 3 Tage auf   600 Cerwärmt.   



   Nach Abkühlen wird der Autoklaveninhalt in Methanol aufgenommen und überschüssiges Trimethylamin durch Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum entfernt. Der Rückstand wird mit   Äther/Aceton     (l : l)   gefällt und mehrmals aus Methanol mit   Äther/Aceton   umgefällt. Schliesslich nimmt man in Wasser auf, entfernt anhaftende organische Lösungsmittel durch Einengen im Vakuum und führt die Lösung zum Austausch der Brom- gegen Chlorionen über eine mit einem Anionenaustauscher (Cl-Form) beschickte Säule. 



   Die so erhaltene wässerige Lösung enthält 15, 1 g eines   Poly-l, 2-propylenoxydderivats,   an dessen Seitenketten die ursprünglich vorhandenen Bromatome zu etwa 80% durch N-Methylpiperidiniumchloridgruppenundzu etwa 18% durch Trimethylammonium-chloridgruppen ersetzt sind. 



   Beispiel 5 : Zur Darstellung eines tertiärquaternären Diamins werden in die Lösung von 1000 g   N, N, N', N'- Tetramethyl-propylendiamin   in 3   l   Äther   bei-5   C   169 g Methylbromid eingeleitet. Nach eintägigem Stehen bei Raumtemperatur saugt man die ausgefallenen Kristalle ab und wäscht mit Äther nach. Ausbeute : 352 g. 
 EMI4.2 
 Polyepibromhydrin vom durchschnittlichen Polymerisationsgrad 6 und 22 g Methylglykol 5 Stunden auf   400 C   und nach Zugabe von 22 g 1, 2Propylenglykol 4 Tage auf   500 C   erwärmt. Zur Entfernung der überschüssigen Aminverbindung wird das Reaktionsprodukt mit Aceton gefällt und mehrmals aus Methanol mit Äther/Aceton umgefällt. Man nimmt in Wasser auf und tauscht mittels eines Anionenaustauschers die Bromionen gegen Chlorionen aus.

   Die so erhaltene wässerige Lösung enthält dann 24, 5 g eines   Poly-l, 2-pro-   pylenoxydderivats. 



   Beispiel   6 : 18, 2   g Polyepibromhydrin vom durchschnittlichen Polymerisationsgrad 10 werden mit 25 g Methylglykol und 31, 5 g N-Methyl-di- äthanolamin 1 Tag auf 50  C und 5 Tage auf 60   C erwärmt. Nach Zugabe von 12 g 1, 2-Propylenglykol wird weitere 7 Tage auf 60   C erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird mit Äther/ Aceton   (l : l)   gefällt, wiederholt aus wenig Wasser mit Äther/Aceton   (l : l)   umgefällt und schliesslich in Wasser aufgenommen. Mittels eines Anionenaustauschers ersetzt man die Bromionen durch Chlorionen. Die so erhaltene wässerige Lösung enthält 23, 6 g eines   Poly-l, 2-propylenoxyds,   an dessen seitenständigen Methylgruppen quater- näre Stickstoffatome stehen, die als Substituenten je zwei Oxyäthylreste und einen Methylrest tragen. 



   Beispiel   7 : 15, 1 g   Polyepibromhydrin vom durchschnittlichen Polymerisationsgrad 15 werden mit 22, 3 g N-Methylmorpholin und 8 cm3 Methyl- 
 EMI4.3 
 weitere drei Tage auf 60   C. In einem Autoklaven wird das Reaktionsgemisch mit 18 g Trimethylamin versetzt und 4 Tage auf 60   C erwärmt. Die Aufarbeitung erfolgt nach der in Beispiel 4 angegebenen Weise. Man gewinnt so eine wässerige Lösung, die 15, 5 g eines Produktes enthält, in dem die ursprünglich vorhandenen Bromatome zu etwa 67% durch N-Methylmorpholiniumgruppen und zu etwa 30% durch Trimethylammoniumgruppen ersetzt sind, denen Chlorionen gegen- überstehen. 



   Beispiel 8 : Ein Gemisch von 97, 3 g Polyepibromhydrin, 84 g Methylglykol und 160 g Trimethylamin lässt man 2 Tage bei Raumtemperatur stehen. Nach Zugabe von   104 g 1, 2-Propylen-   glykol erwärmt man 24 Stunden auf 40   C. Das Reaktionsgemisch wird nun in einem Autoklaven mit 76 g Trimethylamin 60 Stunden auf   550 C   erwärmt. Die Aufarbeitung erfolgt in der in Beispiel 4 angegebenen Weise. Man gewinnt so eine wässerige Lösung, in der 85, 4 g eines Poly-3-trimethylammonium-1, 2-propylenoxyd-chlorids enthalten sind. 



     Beispiel 9 : 32 g   Polyepibromhydrin vom durchschnittlichen Polymerisationsgrad 14 werden mit 50   cm3 Methylglykol   und 19, 3 g Dimethylaminoessigsäuremethylester 90 Stunden auf 50   C erwärmt. Nach Zugabe von 140 g Trimethylamin und 100 g Glykol lässt man 3 Tage bei Raumtemperatur stehen und erhitzt anschliessend in einem Autoklaven 36 Stunden auf   600 C.   Man arbeitet auf, wie in Beispiel 4 angegeben. Zur Verseifung der Estergruppen fügt man zu der wässerigen Lösung schliesslich 23 cm3 4 n-Natronlauge und lässt 3 Tage bei Raumtemperatur stehen. Nach Neutralisation mit Salzsäure wird das Reaktionsprodukt durch Dialyse gegen destilliertes Wasser gereinigt ; die Bromionen werden mittels eines Ionenaustauschers durch Chlorionen ersetzt.

   Man erhält so die wässerige Lösung eines Produktes, in dem etwa   31%   der ursprünglich vorhandenen Bromatome durch Dimethylammoniumacetatreste und die übrigen Bromatome durch Trimethylammoniumchloridgruppen ersetzt sind. 



   Beispiel   10 : 100 g   Polyepibromhydrin vom durchschnittlichen Polymerisationsgrad 8 werden mit einem Gemisch von 79 g Methylglykol und 130 g   N, N-Dimethylaminoätbanol   7 Stunden auf 40   C und 16 Stunden auf 50   C erwärmt. Man fügt 96 g Glykol zu und erwärmt weiter 4 Tage auf 50   C. Zur Reinigung fällt man mehrmals aus Methanol mit Äther/Aceton um, nimmt in Wasser auf und setzt die polyquaternäre Base mittels eines Anionenaustauschers in der OH-Form in Freiheit. 



  Nach Neutralisation mit Salzsäure wird durch 

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 EMI5.1 
 reste substituiert sind. 



   Beispiel 11 : Zu 43,   3 g Polyepibromhydrin   vom durchschnittlichen Polymerisationsgrad 85, gelöst in 42, 6 g Methylglykol, gibt man in einem Autoklaven 135 g Trimethylamin und 65 g 1, 2Propylenglykol und lässt 1 Tag bei Raumtemperatur stehen. Anschliessend wird 40 Stunden auf   400 C   und 100 Stunden auf   500 C   erwärmt. Die Aufarbeitung erfolgt in der in Beispiel 4 angegebenen Weise. Man gewinnt so eine wässerige Lösung, die   41, 4 g Poly-3-trimethylammonium-   1, 2-propylenoxyd-chlorid enthält. 



   Beispiel 12 : Zu einer Lösung von 110 g   Glycid-benzolsulfonat   in 150 cm3 Methylenchlorid tropft man bei 5   C während 30 Minuten 3, 4 g Zinntetrachlorid, gelöst in 50 cm3 Methylenchlorid. Man rührt 2 Stunden bei   5   C   weiter und lässt dann das Gemisch 2 Tage bei Raumtemperatur stehen. Nach Zugabe von 100 cm3 Methylenchlorid schüttelt man mit 400   cm   4 nNatronlauge und anschliessend mehrmals mit Wasser aus. Durch Einengen der organischen Phase im Vakuum erhält man 103, 5 g Polyglycidbenzolsulfonat in Form eines schwach gelblichen Sirups. 



   Zur Darstellung der polyquaternären Ammoniumbindung werden 45, 3 g dieser Substanz in 20 g Methylglykol gelöst und mit 44 g Trimethylamin in einem Autoklaven 36 Stunden auf 50   C 
 EMI5.2 
 Autoklaven 150 Stunden auf 70   C. Nach dieser Zeit sind etwa   70% der Sulfonestergruppen   in quaternäre Ammoniumgruppen übergeführt. 



   Nach Entfernung des überschüssigen Trimethylamins im Vakuum wird die Substanz mehrmals aus 1, 2-Propylenglykol mit Aceton umgefällt und anschliessend in Wasser aufgenommen. 



  Nunmehr gibt man solange 4 n-Natronlauge zu, bis ein PH von 13 über mehrere Stunden konstant bleibt. Nach Neutralisation mit Salzsäure ersetzt man mittels eines Ionenaustauschers die Benzolsulfonationen ducrh Chlorionen und entfernt das Kochsalz durch Dialyse. 



   Beispiel 13 : 90 g   4-Brom-l, 2-butenoxyd   werden in der in Beispiel 1 für Epibromhydrin angegebenen Weise mit   Äther-borfluorid   polymerisiert. Man erhält so 74, 6 g   Poly-4-brom-l, 2-   butylenglykol.   20, 6   g dieser Substanz werden in 11 g Methylglykol mit 32, 5 g 3-Dimethylaminopropandiol-1, 2 37 Stunden auf   500 Cerwärmt.   



  Nach Zugabe von 33 g 1, 2-Propylenglykol erhitzt man weitere 6 Tage auf 50   C. Nach dieser Zeit sind etwa 95% der ursprünglich vorhandenen Bromatome durch quaternäre Ammoniumgruppen ersetzt. Reinigung und Anionenaustausch erfolgen in der in Beispiel 10 angegebenen Weise. In der schliesslich erhaltenen wässerigen Lösung befinden sich 21, 8 g des polyquaternären Poly-   1,   2-butylenoxyd-derivats. 



   Beispiel 14 : 54, 8 g Polyepibromhydrin,   91, 8   g N, N-Dimethyltaurin und   50,     5 g   Natriumbikarbonat werden in 100 cm3 Glykol unter Rühren 45 Stunden auf 80   C erhitzt. Nach Fällen mit Aceton wird wiederholt aus glykolischer Lösung mit Aceton umgefällt und schliesslich in Wasser aufgenommen. Das gebildete Natriumbromid wird durch Dialyse restlos entfernt. Die so erhaltene wässerige Lösung enthält 35, 2 g polyquaternäre Ammoniumverbindung. 



   Beispiel 15 : 27, 5 g Polyepibromhydrin vom Polymerisationsgrad 12 werden mit 18, 0 g Methylglykol und 63, 7 g   s-Dimethylaminocapronsäure-   methylester 24 Stunden auf 40   C erwärmt. Nach Zusatz von 35, 0 g Glykol erhitzt man 10 Tage auf 50   C. Das Reaktionsprodukt wird mit Äther/ Aceton (3 : 1) gefällt und wiederholt aus Methanol mit Äther/Aceton umgefällt. Zur Verseifung der Estergruppen gibt man 140 cm3 4 n-Natronlauge zu und lässt 3 Tage bei Raumtemperatur stehen. 



  Nach Neutralisation mit Salzsäure werden die anorganischen Salze durch Dialyse entfernt. Die so gewonnene wässerige Lösung enthält 23, 8 g eines   Poly-l, 2-propylenoxyds,   in dem die ursprünglich vorhandenen Bromatome zu etwa   90% durch N, N-Dimethylammoniumcapronat-    gruppen ersetzt sind. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen, wasserlöslichen poly-N-quaternären Elektrolyten mit Einheiten der Formel EMI5.3 worin R, Ri und R2, gegebenenfalls substituierte Alkylgruppen mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellen und zwei dieser Gruppen gemeinsam mit dem quaternären Stickstoffatom einen nicht aromatischen, gegebenenfalls ein weiteres Heteroatom enthaltenden heterocyclischen Ring bilden können, und m eine ganze Zahl von 1 bis 5 bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Polyalkylenoxyd der allgemeinen Formel EMI5.4 worin Y Halogen oder ein Sulfonatrest ist, n als durchschnittlicher Polymerisationsgrad 6 bis 200 ist und m die obige Bedeutung hat, mit tertiären Aminen der allgemeinen Formel <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 in der R, R1 und R2 die obenstehende Bedeutung haben,
    wenigstens bis zur Bildung eines wasserlöslichen Endproduktes umsetzt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als tertiäre Amine tertiäre Aminoderivate von Mono- oder Disacchariden verwendet werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die tertiären Amine als Substituenten Hydroxyl-, Carbonsäureester-, Carboxylat- oder Sulfonatgruppen enthalten.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das Polyalkylenoxydderivat mit verschiedenertigen tertiären Aminen gleichzeitig oder nacheinander umsetzt.
AT724355A 1955-01-22 1955-12-31 Verfahren zur Herstellung von neuen, wasserlöslichen poly-N-quaternären Elektrolyten AT213383B (de)

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