AT21088B - Verfahren zur Darstellung haltbarer, trockener Hydrosulfite. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung haltbarer, trockener Hydrosulfite.

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Österreichische   
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  BADISCHE ANILIN- & SODA-FABRIK IN LUDWIGSHAFEN A. RH. 



   Verfahren zur Darstellung haltbarer, trockener Hydrosulfite. 



   Bekanntlich sind die aus ihren   Losungen abgeschiedenen Hydrosutnte   nicht ohne weiteres haltbar,   sondern bedürfen, um diese Eigenschaft   zu erlangen, noch einer besonderen 
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 auch dadurch in haltbarer (trockener) Form gewinnen kann, dass man sie nach der Isolierung, direkt oder nach Verdrängung der Mutterlauge durch Flüssigkeiten der oben bezeichneten Art,   bestimmten Trocknungsprozessen unterwirft, durch   welche nicht nur das Waschmittel und etwa anhaftendes Wasser, sondern auch das Kristallwasser aus den Hydrosulfiten entfernt wird. 



   Obwohl nun das Bedürfnis nach   Hydrosuiiten   in trockener Form naturgemäss in 
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 inerter Gase nicht   biHig genug darstellen   lassen, und   ausserdem   hat sich auch gezeigt, dass sich das Kristallwasser auf diesem Wege vollkommen nicht ohne teilweise Zersetzung der Hydrosulfiteentfernenlässt. 



     Die nach dem oben genannten   Patent erhältlichen Hydrosulfite in Ilastenform andrerseits   haben sich xwar infolge   ihrer Haltbarkeit und grossen Reinheit in der Praxis aufs beste bewährt, sie können indessen, ganz abgesehen von dem Gehalt dieser Präparate an Kristallwasser, naturgemäss trotz ihrer Reinheit nicht in der   erwUnschten hochprozentigen   Form geliefert werden und   verursachen ausserdem   als alkoholische Pasten beim Transport mancherlei Kosten und Unbequemlichkeiten bezüglich Fracht und Verzollung. 



   Es wurde nun gefunden, dass man   Ilydrosulfite   von höchstem Prozentgehalt in trockener, 
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 Verhältnissen die schon bei gewöhnlicher Temperatur leicht zersetzlichen   Hydrosalfite   selbst bei geringem Erwärmen eine rapide Zersetzung (bezw. Umlagerung) erleiden. So   rückt   z. B. der Zersetzungspunkt des Kaliumhydrosulfits, der sich unter gewöhnlichen   Verhältnissen   bereits wenig über Zimmertemperatur befindet, in Gegenwart der genannten Flüssigkeiten bis über den Siedepunkt des Methylalkohol, und derjenige des Natriumhydrosulfits bis gegen 1000 C hinauf, während die Zinkdoppelsalze sogar noch höhere Temperaturen vertragen. 



   Man ist auf die beschriebene Weise imstande, den Hydrosulfiten je nach der Wahl der   Flüssigkeit und   Temperatur bezw. Zeit der Einwirkung das anhaftende Wasser und das Kristallwasser teilweise oder ganz zu entziehen, und zwar ohne dass das Hydrosulfit dabei eine Zersetzung erleidet. Hierbei kann man zu Produkten gelangen, welche einen sehr hohen, ganz nahe an hundert Prozent heranreichenden Gehalt an reinem Hydrosulfit aufweisen und welche ausserdem, wenn die Wasserentziehung weit genug durchgeführt ist, nicht nur in verschlossenen Gefässen sondern auch-und dies ist technisch von besonderer Wichtigkeit-selbst an der Luft in hohem Grade beständig sind. 



   Die praktische Durchführung des Verfahrens erfolgt am besten in der Weise, dass man die Hydrosulfite mit den Flüssigkeiten der oben bezeichneten Art siedend extrahiert, wobei man die Flüssigkeit so wählt, dass ihr Siedepunkt unter der Zersetzungstemperatur des betreffenden Hydrosulfits liegt, und zweckmässig die Extraktionsflüssigkeit durch Trockenmittel dauernd wasserfrei hält. Selbstverständlich kann die Extraktion auch unter   erhöhtem   oder vermindertem   Druck ausgeführt   werden, wobei im ersteren Falle auch   Flüssigkeiten   mit relativ niedrigem Siedepunkt (wie Äther), im letzteren Falle auch solche mit relativ hohem Siedepunkt (wie Amylalkohol) Verwendung finden können. Fernerhin kann man die 
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 über die Hydrosulfite ausführen. 



   Nach der Extraktion wird das Produkt bei 60-800 C getrocknet-eine Operation. die bei nicht nach diesem Verfahren behandelten Hydrosulfiten ohne Zersetzung derselben nicht vorgenommen werden kann-und eventuell sodann noch über Schwefelsäure getrocknet. 



   Wir erläutern das Verfahren durch die folgenden Beispiele :
Beispiel I. Festes Natriumhydrosulfit, wie man es erhält durch Aussalzen seiner Lösungen mit leicht löslichen Salzen, wie Kochsalz, Natriumnitrit, Natriumnitrat, Natriumazetat, wasserfreie Soda, wasserfreies Natriumsulfat, Natriumbisulfit etc., wird mit Alkohol   gewaschen. 70 leg   einer derartigen alkoholischen Paste, welche   60%.     Na2     Sg     04 enthält,   wird mit ethylalkohol 4-6 Stunden lang siedend extrahiert. Bei   Anwendung von ÜO kg   Äthylalkohol wird derselbe mit 20-30 kg gebranntem Kalk dauernd wasserfrei gehalten. 



  Der Alkohol wird zum   Schluss   vom Hydrosulfit abgesaugt oder abgepresst oder im Vakuum   bei 70 (, abdostilliert.   Das auf diese Weise schon ziemlich   trockene Natriumlydrosulfit   wird dann vollends im Vakuum über Schwefelsäure scharf getrocknet und das   Vakuum     nach dem Erkalten durch Einströmenlassen   von Luft aufgehoben. 



   Man erhält nach vorstehendem Beispiel ein   96-980/oiges NatriumhydrosuIfit,   das ausser- 
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   Beispiel 11. 10 kg festes   Kaliumhydrosulfit,   wie es u. a. aus hochkonzentrierten Lösungen durch Aussalzen mit Pottasche oder dgl. in schwefelgelben Nadeln gewonnen werden kann, welche 3 Moleküle Kristallwasser enthalten, werden mit Methylalkohol zu einer Paste angeteigt und dann mit kochend heissem Methylalkohol 6-8 Stunden lang in einem geeigneten Extraktionsapparat mit Rückflusskühler extrahiert, wobei der Methylalkohol 
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 (1 kg) entwässert wird. Die gelbe Farbe der Kristalle verschwindet allmählich und   man   erhält ein weisses Salz, welches man im Vakuum bei   50-60"C und   zum Schluss noch   über Schwefelsäure bis zur Staubtrockenheit   trocknet. Man erhält so das bisher als ausserordentlich zersetzlich bekannte Kaliumhydrosulfit in haltbarer, trockener Form. 



     Beispiel III.   Festes Zinkhydrosulfit, welches man erhält, wenn man einen starken 
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 gepresst, mit Alkohol oder Azeton gewaschen und mit siedendem Äthylalkohol oder Azeton mehrere Stunden extrahiert. Dabei wird der Alkohol oder das Azeton mit gebranntom Kalk oder   ('hlorkalzium entwässert.   Das erhaltene Produkt wird sodann im Vakuum bei   60-toc   zum Schluss über Schwefelsäure getrocknet. Das Zinkhydrosulfit wird so als weisses, haltbares Pulver gewonnen, welches im Wasser sehr leicht löslich ist. 

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   Auf die gleiche Weise wie in den oben gegebenen Beispielen werden die anderen Hydrosulfite behandelt, wie z.   B.   die aus   Zinlchydrosulfitlösungen   mit Natrium-, Kaliumoder Ammoniumsalzen abgeschiedenen   Zinknatrium-bezw. Zinkkalium   und   Zinkammonium-     Hydrosulfite, ferner   die aus den Bisulfiten, schwefliger Säure und Zinkstaub unter Zusatz von Schwefelsäure direkt erhaltenen Doppelsalze usw. 
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Claims (1)

  1. Verfahren zur Darstellung von haltbaren, trockenen Hydrosulfiten unter Anwendung der bekannten Behandlung der Salze der hydroschwefligen Säure mit Flüssigkeiten, welche Wasser aufzunehmen bezw. zu entziehen vermögen, wie Alkoholen, Ketonen oder Estern, dadurch gekennzeichnet, dass diese Behandlung in der Hitze und zweckmässig unter gleichzeitiger dauernder Entwässerung dieser Flüssigkeiten oder ihrer Dämpfe erfolgt, worauf das so behandelte Produkt in üblicher Weise getrocknet wird.
AT21088D 1904-03-03 1904-04-05 Verfahren zur Darstellung haltbarer, trockener Hydrosulfite. AT21088B (de)

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