DE663144C - Verfahren zur Herstellung von festem Diammonphosphat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von festem Diammonphosphat

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DE663144C
DE663144C DEI37513D DEI0037513D DE663144C DE 663144 C DE663144 C DE 663144C DE I37513 D DEI37513 D DE I37513D DE I0037513 D DEI0037513 D DE I0037513D DE 663144 C DE663144 C DE 663144C
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DE
Germany
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diammonophosphate
solid
salt
phosphate
solution
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Expired
Application number
DEI37513D
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English (en)
Inventor
Dr Otto Balz
Dr Wilhelm Wild
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B25/00Phosphorus; Compounds thereof
    • C01B25/16Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
    • C01B25/26Phosphates
    • C01B25/28Ammonium phosphates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C01B25/40Polyphosphates
    • C01B25/405Polyphosphates of ammonium

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)

Description

Bei der Verarbeitung von Diammonphosphatlösungen zu festem Diammonphosphat durch einfaches Eindampfen der Lösungen bis zur Trockne macht sich die Schwierigkeit geltend, daß beim Erhitzen erhebliche Mengen von Ammoniak abgespalten werden, so daß man am Ende des Eindampfprozesses ein Salzgemisch erhält, das größtenteils aus Manoammoniumphosphat besteht.
Es wurde gefunden, daß man unter Vermeidung von Ammoniakverlusten in technisch einfacher Weise -zu festem Diammonphosphat gelangt, wenn man die Salzlösung mit trockenem Diammonphosphat vermischt und dann
tg das Gemisch in ein festes Produkt überführt. Zweckmäßig geht man hierbei von einer konzentrierten Salzlösung aus. Beträgt der Wassergehalt einer solchen Lösung z. B. 10 bis 20 o/o und vermischt man sie mit der 2- bis 3fachen Menge festem, feinem Diammonphosphat, so erhält man ein feuchtes Salz mit einem Wassergehalt von etwa 5 bis 6<y0. Dieses Gemisch kann dann leicht mit heißen Gasen bei Temperaturen von etwa 60 bis 8o° getrocknet werden. Ein Teil des gewonnenen festen Salzes wird zweckmäßig zur erneuten Vermischung mit frischer Salzlösung in den Prozeß zurückgeführt.
Für das Verfahren läßt sich eine durch Aufschließen von Rohphosphaten mit Schwefelsäure gewonnene, stets noch etwas Schwefelsäure enthaltende Phosphorsäure besonders vorteilhaft verwenden, wenn man sie zuerst auf ein spezifisches Gewicht von 1,4 bis 1,5 eindampft. Hierbei und bei anschließender Abkühlung scheiden sich die gelösten CaI-ciumsalze als Gips ab, die man leicht abtrennen kann, was für die Güte des Diammonphosphats von Bedeutung ist, weil die CaI-ciumsalze bei Verwendung dünner Phosphorsäure bei der Neutralisation mit Ammoniak zur Bildung wasserunlöslicher, nur citratlöslicher Phosphate Anlaß geben. Die Aluminium- und Eisenverbindungen bleiben in der konzentrierten Säure gelöst und werden bei der Neutralisation mit Ammoniak in der Salzlösung ausgefällt. Um das lästige Abfiltrieren der in schleimiger Form anfallenden Eisen- und Aluminiumniederschläge zu vermeiden, verbleiben diese in der Salzlösung. Hierdurch wird der gesamte Prozeß wesentlich vereinfacht.
Man kann auch die durch Aufschluß von Rohphosphat mit Schwefelsäure gewonnene dünne Phosphorsäure von etwa 30 bis 400 Be ohne vorherige Konzentration auf Diammonphosphat verarbeiten. Zu diesem Zweck neutralisiert man die dünne Säure mit Ammoniak bis zur Monoammonphosphatstufe, konzentriert die Salzlösung bis zu einem spezifischen Gewicht von etwa 1,4 bis 1,5 und führt diese heiße, konzentrierte Monoammonphosphat-
*) Von dem Patentsweher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Wilhelm Wild und Dr. Otto BaIs in Ludwigshafen, Rhein.
lösung durch Einleiten von Ammoniak in Diammonphosphat über. Die so gewonnene Diammonphosphatlösung mit einem Wassergehalt von io"bis 200/0 wird dann mit d 2- bis 3fachen Menge trockenen Diami phosphate vermischt und die Masse getrd! net. Das so erhaltene Produkt weist zufol der nicht entfernten geringen Mengen Verunreinigungen;, die in der dünnen Phosphorsäure gelöst waren, einen etwas niedrigeren Nährstoffgehalt auf als das Diammönphosphat, zu dessen Herstellung die Phosphorsäure, wie oben angegeben, zunächst konzentriert wurde. Es sind zwar schon wiederholt Trocknungsverfahren vorgeschlagen worden, bei denen die Trocknung irgendwelcher Produkte in Gegenwart von festem, bereits trockenem Fertiggut derselben Art erfolgt; beispielsweise hat man die Calcination von Kalksalpeter so vorgenommen, daß man der in einem Trokkenapparat, z. B. in einem Drehrohrofen, befindlichen bereits calcinierten Masse die zu verarbeitende Lösung zusetzt. Diese Verfahren boten indessen keine unmittelbaren Anhaltspunkte dafür, daß sich die zufolge der großen Zersetzlichkeit des Diammonphosphats mit großen Schwierigkeiten verbundene Verarbeitung von Diammonphosphatlösungen auf festes Salz gemäß ^ dem vorliegenden Verf ahren in technischem Maßstab durchführen läßt. Während es sich insbesondere bei der erwähnten Calcinierung des Calciumnitrate vor allem darum handelt, apparative Schwierigkeiten zu vermeiden, nämlich die Gefahr des _35 Festklebens des zu trocknenden Gutes an den Wandungen der Trockentrommel zu beseitigen, ist diese Gefahr des Festklebens beim Trocknen des Diammonphosphatbreies von untergeordneter Bedeutung; hier spielt die Gefahr der Zersetzung des Salzes infolge seiner geringen Beständigkeit gegen höhere Temperaturen eine viel größere Rolle. Die Möglichkeit der Überhitzung der Trommelwandung mußte sogar von der Anwendung jenes Verfahrens für den vorliegenden Fall abraten.
Bei der bekannten Herstellung von Di-
ammonphosphat durch Auskristallisierenlassen
. aus der Diammönphosphat enthaltenden Mutterlauge ist es ferner bekannt, das von der Mutterlauge durch Zentrifugieren abgetrennte Produkt bei Temperaturen von 60 bis 700 zu trocknen. Diese gut ausgebildeten großen Kristalle, welche im Innern völlig trocken sind, besitzen indessen einen Gehalt von 1 bis 1,5 0/0 mechanisch anhaftenden Wassers, so ,,-Maß lediglich eine geringe Feuchtigkeitsmenge «turch den Trocknungsvorgang zu entfernen $§s;t. Die Trocknung dieses nur wenig feuchten Salzes bietest keine Schwierigkeiten, da hier ein solches Verhältnis zwischen Wasser und Oberfläche der Salzteile vorliegt, daß eine schnelle Wegführung des Wasserdampfes gewährleistet ist und Ammoniakverluste kaum auftreten können. Anders liegen die Verhältnisse bei der vorliegenden Überführung einer Diammonphosphatmaische in den festen Zustand. Abgesehen davon, daß in diesem Fall Wesentlich größere Mengen Wasser zu entfernen sind, ist dieses auch als Lösungswasser durch die ganze Masse fein verteilt.
Beispiel
Durch Aufschluß von Rohphoshat mit Schwefelsäure gewonnene Phosphorsäure von etwa 30 bis 400 Be wird auf ein spezifisches Gewicht von etwa 1,4 bis 1,5 eingedampfft, abgekühlt und von dem ausgefallenen Gips getrennt. Hierauf neutralisiert man die Säure mit Ammoniak bis zur Diammonphosphatstufe, wodurch man eine Salzlösung mit etwa 15 0/0 Wassergehalt erhält. Zur Überführung dieser Lösung in festes, trockenes Diammönphosphat vermischt man sie mit der 2- bis 3fachen Menge festen Diammonphosphats und trocknet alsdann das so gewonnene feuchte, körnige Diammonphosphat, zweckmäßig in einer TrokkentiOmmel, bei 60 bis 8o°. Das Produkt enthält 18,5 bis 19 o/o Ammoniakstickstof'f und 48 bis 50 o/o wasser- und citratlösliche Phosphorsäure.
Neutralisiert man nicht unmittelbar bis zur Diamnionphosphatstufe, sondern verfährt in der oben angegebenen Weise unter Einhaltung der Monoammonphosphatstufe, so erhält man ein Diammönphosphat mit 18 bis -18,50/0 Ammoniakstickstoff und etwa 47 bis 480/0 wasser- und citratlöslicher Phosphorsäure.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von festem. Diammönphosphat, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Diamroonphosphat^ lösung, zweckmäßig in.konzentrierter Form, nach Zumischung von festem Diammonphosphat trocknet.
DEI37513D 1929-03-22 1929-03-22 Verfahren zur Herstellung von festem Diammonphosphat Expired DE663144C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051871B (de) * 1954-04-30 1959-03-05 Dorr Oliver Inc Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von hochwertigen, frei fliessenden, granulierten Diammoniumphosphatduengemitteln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051871B (de) * 1954-04-30 1959-03-05 Dorr Oliver Inc Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von hochwertigen, frei fliessenden, granulierten Diammoniumphosphatduengemitteln

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