AT203002B - Verfahren zur Herstellung von neuen, heterocyclisch substituierten Pyrazolonderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, heterocyclisch substituierten Pyrazolonderivaten

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AT203002B AT270958A AT270958A AT203002B AT 203002 B AT203002 B AT 203002B AT 270958 A AT270958 A AT 270958A AT 270958 A AT270958 A AT 270958A AT 203002 B AT203002 B AT 203002B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von neuen, heterocyclisch substituierten Pyrazolonderivaten 
Es wurde gefunden, dass man zu neuen, heterocyclisch substituierten Pyrazolonderivaten der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
    R1 einen,dem   man   N-Methyl-piperidyl-4-hydrazin   der Formel : 
 EMI1.3 
 mit   ss-Ketosäuren   oder ihren reaktionsfähigen Derivaten der Formel : 
 EMI1.4 
   worin R und R obige Bedeutung haben und X für Wasserstoff oder Alkyl steht, umsetzt, und, gewünschtenfalls, erhaltene Endprodukte in die entsprechenden Salze mit anorganischen oder organischen Säuren   überführt. 



    In den als Ausgangsmaterial dienenden ss-Ketosäuren bzw. deren Derivaten der Formel III kann R1 z. B. für die gegebenenfalls durch Chlor oder Methyl substituierte Phenylgruppe stehen. R'2 bedeutet einen Aralkylrest, wie z. B. Benzyl oder einen aliphatischen, eine acetylenisch-ungesättigte Bindung enthaltenden Rest, wie z. B. den Prop-2-inyl-Rest. Es können jeweils die freien ss-Ketosäuren oder ihre Ester   verwendet werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



     Das erfindungsgemässe   Verfahren kann z. B. so durchgeführt werden, dass man bei Zimmertemperatur N-Methyl-piperidyl-4-hydrazin der Formel II mit einem   ss-Ketosäureester   der Formel III mischt und dann die Reaktionsmischung erhitzt, wobei man den sich bildenden Alkohol, gegebenenfalls im Vakuum, entfernt. Das Reaktionsprodukt kann dann aus dem Rückstand durch Umkristallisieren oder Destillation im Hochvakuum gereinigt werden. Die Reaktion kann auch in einem inerten Verdünnungsmittel durchgeführt werden. 



   Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten neuen Pyrazolonderivate sind wertvolle Pharmazeutika. Sie wirken bei geringer Toxizität analgetisch und antipyretisch und übertreffen das Dimethylaminoantipyrin an Wirksamkeit um das Mehrfache. Sie zeigen auch eine ausgeprägte temperatursenkende Wirkung und sind in ihrer narkosepotenzierenden Wirkung dem Dimethylaminoantipyrin überlegen. Bemerkenswert ist ihre geringe Toxizität selbst bei chronischer Verabreichung und somit auch ihre gute Ver-   träglichkeit.   



   Da sich die neuen Verbindungen mit organischen oder anorganischen Säuren ohne weiteres in ihre   wasserlöslichen   Salze überführen lassen, eignen sie sich auch besonders gut zur Verabreichung per os oder in Form hochkonzentrierter Lösungen für parenterale Anwendung. Die neuen Verbindungen können auch als Zwischenprodukte zur Herstellung anderer Medikamente dienen. 



   In den nachfolgenden Beispielen, die das erfindungsgemässe Verfahren veranschaulichen, aber in keiner Weise einschränken sollen, sind alle Temperaturangaben in Celsiusgraden angegeben. 
 EMI2.1 
 werden 1/2 Stunde bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Darauf erhitzt man 1 Stunde auf 800, 2 Stunden auf 1100 und lässt das Gemisch anschliessend noch 1/2 Stunde bei dieser Temperatur im Vakuum bei 12 mm Hg. Das harte, dunkelbraune Reaktionsgemisch wird sodann in Äthanol heiss gelöst, wobei sich 
 EMI2.2 
   (N-Methyl-piperidyl-4') -3-phenyl-4- {prop-2-inyl) -pyrazolon-5(Zers.).   



   Durch Versetzen einer methanolischen Lösung der Base mit der berechneten Menge Naphthalin-1, 5- 
 EMI2.3 
    wirddisulfonat   erhalten. Smp.   180    (Zers.) aus Methanol. 



   Beispiel2 :1-(N-Methyl-piperidyl-4')-3-phenyl-4-(prop-2-inyl)-pyrazolon-5. 



   Man versetzt bei Zimmertemperatur 4,0 g   ct- (Prop-2-inyl)-benzoyl-essigsäure   in 8 cms abs. Chloroform mit 2,6 g N-Methyl-piperidyl-4-hydrazin und   erwärmt   das Gemisch 30 Minuten lang auf 800. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch noch 2 Stunden auf 1100 erhitzt, und darauf noch 30 Minuten im 
 EMI2.4 
 endigung der Reaktion und zur vollständigen Entfernung des entstandenen Äthanols erhitzt man anschlie- ssend noch 1/2 Stunde im Vakuum bei 12 mm Hg auf 1200. Nach Abkühlen wird die Reaktionsmasse mit Äther verrieben, filtriert und das Pyrazolon-Derivat aus Äthanol umkristallisiert.

   Smp.   181-1830 (Zers.)   aus Äthanol. 
 EMI2.5 
 2 Stunden auf   100    und 3 Stunden auf 135  erhitzt, wobei sich das Reaktionsprodukt, das l- (N-Methylpiperidyl-4')-3-phenyl-4-benzyl-pyrazolon-5 kristallin auszuscheiden beginnt. Zur Beendigung der Reaktion und zur vollständigen Entfernung des entstandenen Äthanols erhitzt man anschliessend noch 30 Minu- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 ten im Vakuum (12 mm Hg) auf 1250. Nach Abkühlen wird die Reaktionsmasse mit Äther verrieben, filtriert und das Pyrazolon-Derivat aus Äthanol umkristallisiert. Smp.   181 - 1840 (Zers.)   aus Äthanol. 
 EMI3.1 
 
6 : 1- (N-Methyl-piperidyl-4')-3- (p-chlorphenyl)-4- (prop-2'-myl)-pyrazolon-5.ester werden zusammengegeben und 1/2 Stunde bei Zimmertemperatur stehen gelassen.

   Darauf erhitzt man eine Stunde auf 800, 3 Stunden auf   100    und anschliessend noch 1/2 Stunde im Vakuum bei 12 mm Hg auf 1100. Das dunkelbraune Reaktionsgemisch wird sodann mit Äther verrieben, filtriert und der Filterrückstand, das Pyrazolonderivat, aus Äthanol zur Kristallisation gebracht. Nach zweimaligem Umkristallisieren aus Äthanol schmilzt das   l- (N-Methyl-piperidyl-4')-3- (p-chlorphenyl)-4- (prop-2'-inyl)-pyra-   zolon-5 bei    265'-2670 (Zers.).   



   Beispiel7 :1-(N-Methyl-piperidyl-4')-3-(p-tolyl)-4-(prop-2'-inyl)ppyrazolon-5-. 



   2,6 g   N-Methyl-piperidyl-4-hydrazin   und 4,9 g   a-     (Pro--2#-inyl)-(p-toluyl)-essigsäureäthylester   werden zusammengegeben und 1/2 Stunde bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Darauf erhitzt man eine Stunde auf 800, 3 Stunden auf 1000 und   anschliessend   noch 1/2 Stunde im Vakuum bei 12 mm Hg auf 1100.

   Das dunkelbraune Reaktionsgemisch wird sodann mit Äther verrieben, filtriert, und der Filter- 
 EMI3.2 
 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 zeichnet, dass man N-Methyl-piperidyl-4-hydrazin der Formel : 
 EMI3.5 
 mit B -Ketosäuren oder ihren reaktionsfähigen Derivaten der Formel : 
 EMI3.6 
   worin R und R obige Bedeutung haben und X für Wasserstoff oder einen Alkylrest steht, umsetzt, und, gewunschtenfalls, erhaltene Endprodukte in die entsprechenden Salze mit anorganischen oder organischen   Säuren überführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man N-Methyl-piperidyl-4-hydrazin mit Benzoylessigsäure-Verbindungen der Formel : <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 unter Bildung von Pyrazolonderivaten der Formel : EMI4.2 umsetzt, wobei in den vorstehenden Formeln R einen Benzylrest oder die Prop-2-inylgruppe und Y Wasserstoff oder einen Methylest bedeuten.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man N-Methyl-piperidyl-4-hydrazin mit einem Benzoylessigsäureäthylester der Formel : EMI4.3 unter Bildung von Pyrazolonderivaten der Formel : EMI4.4 umsetzt, wobei in den vorstehenden Formeln R einen Benzyl- oder Prop-2-inylrest bedeutet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man N-Methyl-piperidyl-4-hydrazin mit 13 -Ketosäureestern der Formel : EMI4.5 <Desc/Clms Page number 5> unter Bildung von Pyrazolonderivaten der Formel : EMI5.1 umsetzt, wobei in den vorstehenden Formeln Rein Chloratom oder einen Metbylrest bedeutet.
AT270958A 1957-11-01 1958-04-15 Verfahren zur Herstellung von neuen, heterocyclisch substituierten Pyrazolonderivaten AT203002B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1276042B (de) * 1960-04-22 1968-08-29 Sandoz Ag 1-[N-Alkyl-piperidyl-(4')]-3-phenyl-4-benzyl-pyrazolonderivate und Verfahren zu deren Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1276042B (de) * 1960-04-22 1968-08-29 Sandoz Ag 1-[N-Alkyl-piperidyl-(4')]-3-phenyl-4-benzyl-pyrazolonderivate und Verfahren zu deren Herstellung

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