AT160807B - Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenbildern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenbildern.

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  Verfahren zur Herstellung von   Mehrfarbenbildern.   



   Es ist seit langem bekannt, dass man in belichteten photographischen Halogensilberschichten statt der üblichen schwarzen Silberbilder gefärbte Bilder entwickeln kann, indem man bestimmte   Entwickler (Pyrogallol, Indoxyl, Thioindoxyl usw. ) anwendet, die durch belichtetes Halogensilber   zu schwerlöslichen farbigen Körpern oxydiert werden. Ferner ist aus der deutschen Patentschrift Nr. 253 335 und dem österr. Patent Nr. 60 092 bekannt, dass man gewissen Entwicklern, z. B. p-Dimethylamidoanilin Stoffe zusetzt, die sich mit den beim Entwickeln entstehenden Oxydationsprodukten des Entwicklers zu gefärbten Körpern kuppeln. Im letzteren Falle wurde auch bereits vorgeschlagen, die eine der Kupplungskomponenten der lichtempfindlichen Schicht selbst einzuverleiben.

   Obwohl selbstverständlich diese Verfahren in erster Linie für Zwecke der Mehrfarbenphotographie gedacht waren, haben sie sich bis heute in der Praxis noch nicht durchsetzen lassen, weil durch Diffusion der Farbstoffe aus einer Schicht in die benachbarte, teilweise ein Verlaufen der Konturen des Mehrfarbenbildes eintritt. So ist auch neuerdings noch eine Variante des an zweiter Stelle genannten Verfahrens bekannt geworden, die eine grosse Anzahl von aufeinanderfolgenden Flüssigkeitsbehandlungen eines dreischichtigen Films erforderlich macht. 



   Es wurde nun gefunden, dass man bei Verwendung bestimmter Schichten in einfachster Weise zwei-oder mehrfarbige Bilder herstellen kann, wobei nicht mehr Entwieklungsoperationen als bei normalem Schwarzweissfilm erforderlich sind. 



   Hierfür zu verwendende Schichten sind z. B. in der österr. Patentschrift Nr. 156 589 beschrieben. 



  Nach diesem Verfahren werden den Halogensilberemulsionen Stoffe zugesetzt, die durch Umsetzung von Körpern, die durch an sich bekannte Reaktionen Farbstoffe zu bilden vermögen, mit hochpolymeren Carbonsäuren oder deren Derivaten erhalten werden. Als Stoffe, die durch an sich bekannte Reaktionen Farbstoffe zu bilden vermögen, sind beispielsweise zu nennen : Amine, Phenole und Stoffe mit reaktionsfähigen Methylen-Gruppen wie z. B. Amidophenole, Naphtole, Amidonaphtole, Phenylendiamine, Aminoacetessigsäureanilide, Aminobenzoylessigester, Aminophenylmethylpyrazolone, Oxynaphtoesäureaminoarylide, Diazo-Körper, Leukofarbstoffe. Diese bekannten Stoffe werden umgesetzt mit hochpolymeren Carbonsäuren oder deren Derivaten, die in der obengenannten Anmeldung genannt sind. Ebenso können die in der österr.

   Patentschrift Nr. 158818 beschriebenen Halogensilberemulsionsschichten verwendet werden, die als Kupplungskomponenten für die farbige Entwicklung solche Körper enthalten, die substantiven Charakter in bezug auf das angewandte Bindemittel, also die Gelatine usw. besitzen. Geeignete Gruppen, die einen derartigen substantiven Charakter bedingen, sind z. B. Diphenyle, Stilbene, Azoxybenzole, Oxynaphtoesäureamide, Diarylharnstoffe, Benzothiazole, auch gewisse in 3,5-Stellung substituierte Phenole, Aminophenole usw. Farbbildende Komponenten, in die diese Gruppen einzuführen sind, sind beispielsweise Phenole, Aniline, Naphthole, Naphtylamine, Aminonaphthole, ferner alle Körper, die eine reaktionsfähige Methylengruppe besitzen, z. B. Acetessigester, Cyanessigester, Benzoylessigester, Hydrindene, Pyrazolone, Cumaranone u. dgl. 



     Schliesslich   sind auch Emulsionsschichten für das vorliegende Verfahren verwendbar, welchen Farbstoffbildner einverleibt sind, die eine aliphatische Kohlenstoffkette mit mehr als 5 Kohlenstoffatomen enthalten. Solche Schichten sind in der österr. Patentschrift Nr.   159 312 beschrieben.   



   Sämtliche Schichten weisen die Eigenschaft auf, dass die einverleibten Farbstoffbildner, die bei der farbigen Entwicklung durch einen Sekundärprozess in Farbstoff übergeführt werden, stärker als die 

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 bisher für diese Zwecke vorgeschlagenen Körper in den lichtempfindlichen, meistens gelatinehaltigen Schichten verankert werden, so dass sie den üblichen photographischen Bädern widerstehen und weder bei dieser Behandlung noch beim nachherige Wässern herausgelöst oder   herausgeschwemmt   werden. Nur unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, die zweite Entwicklung sämtlicher in zwei oder drei Schichten übereinander angeordneter Teilfarbenauszüge in einer einzigen Operation durchzuführen. 



   Das Verfahren wird in der Weise ausgeübt, dass ein Mehrschichtfilm, bestehend z. B. aus zwei oder drei auf einer oder beiden Seiten eines einzigen   Schichtträger   angeordneten lichtempfindlichen Schichten, die selektiv sensibilisiert sind, und von denen jede eine Kupplungskomponente enthält, die sich zu einer ihrem Sensibilisierungsbereich entsprechenden, d. h. komplementären Farbe, entwickeln lässt, im photographischen oder kinematographisehen Aufnahmeapparat in üblicher Weise belichtet und dann mit einem normalen   Schwarzweiss-Entwickler   zu einem Negativ entwickelt wird. 



  Es dürfen bei dieser Operation nur solche Entwickler Verwendung finden, die mit den in den Schichten einverleibten Kupplungskomponenten nicht bei der Entwicklung reagieren. Nach der Entwicklung des schwarzweissen Negativs wird der Mehrschichtfilm ohne Ausfixieren einer allgemeinen Belichtung ausgesetzt, worauf das restliche Halogensilber mit einem farbstoffbildenden Entwickler, z. B.   p-Dimethylaminoanilin,   entwickelt wird. Zweckmässig wird die Allgemeinbelichtung in der Weise bewerkstelligt, dass man den Film nach der   ersten Schwarzweiss-Entwicklung   bei hellem Licht der farbigen Entwicklung unterzieht. 



   Bei der zweiten   Entwicklungsoperal ion   entsteht in jeder Schicht des Mehrschichterzeugnisses ein Bild in der diesem Farbauszug zugeordneten Teilfarbe, man erhält also z. B. bei   einem Dreischiehtfilm   auf einmal sämtliche drei Teilbilder farbrichtig übereinander. Nach der zweiten Entwicklung kann das in den Schichten vorhandene Silber nach Bedarf mit einem der üblichen Silberlösungsmittel herausgelöst werden. Grundsätzlich kann selbstverständlich das bei der ersten Entwicklung entstandene Silber sofort mit einem der üblichen Silberlösungsmittel herausgelöst werden, so dass nach der zweiten Entwicklung nur noch das in dieser Operation selbst entstandene Silber herausgelöst zu werden braucht. 



  Einen technischen Vorteil bietet dieses Verfahren kaum. 



   Das Verfahren kann in der gleichen Weise auch für die Herstellung von Kopien benutzt werden, indem ein nach dem eingangs beschriebenen Verfahren hergestellter Aufnahmefilm im Kontakt oder optisch, gegebenenfalls unter Vergrösserung oder Verkleinerung, auf ein ebensolches Material kopiert und in der beschriebenen Weise zu einem farbigen Duplikat-Positiv entwickelt wird. 



   Es wurde zwar bereits in der britischen Patentschrift 376795 vorgeschlagen, den Schichten Farbstoffkomponenten einzuverleiben.. Die darin genannten Farbstoffkomponenten sind aber wegen 
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 chromatisch sensibilisierte Schicht, der als rotentwickelnde Komponente   Diphenyl-44'di   (p-amino-lphenyl-3-methyl-5-pyrazolon) einverleibt ist. Darüber liegt eine unsensibilisierte Schicht, die als gelbentwickelnde Komponente   2-0xy-3-naphtoylaminobenzoylacetanilid   enthält und gleichzeitig einen gelben Filterfarbstoff, z. B. Tartrazin. Auf der Rückseite des Films liegt eine Emulsionsschicht, die für rotes Licht empfindlich ist und als blauentwickelnde Komponente   44'-Di   (1-oxy-2-naphthoylamino)- 
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   2 g Ferricyankaliunr,   ein farbiges Positiv.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenbildern auf einem aus zwei oder mehreren Schichten bestehendem Mehrschichterzeugnis, dessen Emulsionsschichten diffusionsechte Farbstoffbildner der in den Patenten Nr. 158 818, 156 589 und 159 312 angegebenen Art enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass man die in den einzelnen Schichten entstandenen latenten Bilder in üblicher Weise zu schwarzweissen Negativen entwickelt, worauf man das restliche Halogensilber belichtet und darauf durch einmalige Entwicklung des restlichen Halogensilbers mittels eines farbgebenden Entwicklers in sämtlichen Schichten gleichzeitig die farbigen Teilpositive hervorruft und schliesslich das Silber in an sich bekannter Weise aus der Schicht entfernt.
AT160807D 1935-10-03 Verfahren zur Herstellung von Mehrfarbenbildern. AT160807B (de)

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