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Schaltungsanordnung zur wiederholten Signalgahe, insbesondere bei Signalanlagen für Hotels,
Krankenhäuser od. dgl.
Bei Signalanic gen für Hotels, Krankenhäuser od. ist es bekannt, elektromagnetische Vorrichtungen als sogenannte Rnfwiederholer zu benutzen, die Nockenscheiben od. dgl. in Bewegung setzen. Solche elektromagnetische Vorrichtungen sind wegen der zahlreichen sich bewegenden und drehenden Teile einer erheblichen Abnutzung ausgesetzt und benötigen in ihrer konstruktiven Aus- fithrungsform verhältnismässig viel Platz und Wartung.
Demgegenüber bezieht sich die Erfindung auf eine Schaltungsanordnung zur wiederholten
Signalgabe, insbesondere bei Signalanlagen für Hotels, Krankenhäuser od. dgl., und bezweckt, dass unter Vermeidung komplizierter, mechanischer Vorrichtungen die erforderliche Signalgabe in einfachster Weise geschieht.
Gemäss der Erfindung liegt parallel zu der die Signalgabe bewirkenden elektromagnetischen Vorrichtung eine kapazitive Vorrichtung und in Reihe mit diesen beiden parallel liegenden Vorrichtungen eine von der elektromagnetischen Vorrichtung beeinflusste, rnterbreeherstelle und ein elektrischer Widerstand, der so bemessen ist, dass zunächst die kapazitive Vorrichtung aufgeladen wird und die elektromagnetische Vorrichtung erst durch die Entladung der kapazitiven Vorrichtung zur Arbeitsleistung beeinflusst wird.
Gemäss der Erfindung wird weiterhin als elektromagnetische Vorrichtung ein Relais, als kapazitive Vorrichtung ein Kondensator möglichst hoher Kapazität, vorzugsweise ein elektrolytischer Kondensator, als Unterbrecherstelle ein Ruhekontakt des Relais und als elektrischer Widerstand ein hoehohmiger, gegebenenfalls ein regelbarer Widerstand, benutzt.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung dargestellt. Fig.] zeigt die prinzipielle Anordnung, Fig. 2 zeigt die Schaltuugsanordnung für einen Flackerlichtgeber, Fig. 3 zeigt die Schaltungsanordnung für einen Langsamschläger.
Gemäss der Fig. 1 wird über einen Widerstand IV 1 und einen Ruhekontakt t 1 des Signalrelais T 1 ein elektrolytischer Kondensator K 1 hoher Kapazität aufgeladen. Parallel zu dem Konden- sator Kl befindet sich die Wicklung des Signalrelais 7'1. Über den hochohmigen Widerstand Ir 1 lädt sieh der elektrolytische Kondensator K 1 langsam auf und bildet während dieser Zeit einen Kurzschluss für die Relaiswicklung T 1. Ist die Aufladung beendet, so zieht das Signalrelais T 1 an und öffnet seinen Ruhekontakt t1. Damit unterbricht es den Ladestrom für den elektrolytischen Kondensator K 1. Nunmehr entlädt sieh der Kondensator über die Wicklung T'und hält das Relais in angezogenem Zustand.
Unterschreitet der Entladestrom den Strom, bei dem das Relais abfällt, so löst sich der Anker und schliesst von neuem den Ruhekontakt t 1, worauf sich der Vorgang wiederholt. Mit
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sator K1 sich entladen hat, fällt das Signalrelais T 1 wieder ab, schliesst seinen Ruhekontakt 11 und die Aufladung des elektrolytischen Kondensators Ail beginnt von neuem. Das Signalrelais 7'1 zieht also in einem bestimmten Rhythmus an und fällt ab, wodurch über den Arbeitskontakt t 11 die Signallampe L in demselben Rhythmus flackert. Dieser Rhythmus wird bestimmt durch entsprechende Dimensionen des elektrolytischen Kondensators K1, der Wicklung des Signalrelais T1 und des elektrischen Widerstandes Tr 1.
Bei richtiger Dimension des elektrolytischen Kondensators K 1 und des Signalrelais T1 lässt
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Dauer einstellen. Es ist daher ein wesentlicher Gegenstand der Erfindung, dass der Widerstand W1 regelbar ist.
Als Beispiel wurde gefunden, dass bei einem elektrolytischen Kondensator K 1 mit einer Kapazität von etwa 500 3IF, einem elektrischen Widerstand der Wicklung des Signalrelais T 1 von etwa 2100 Ohm, einem elektrischen Widerstand TV 1 von rtwa 700 Ohm und einer Spannung von 24 Volt bis zum Anzug des Signalrelais T1 eine Sekunde erreicht wurde und dass das Signalrelais T1 auch etwa eine Sekunde angezogen blieb.
Wird vor das Signalrelais l'1 und dem parallel dazu geschalteten elektrolytisehen Konden- sator K 1 ein Gleichrichter G 1 gelegt, so ist die Schaltungsanordnung für Gleich-und Wechselstrom verwendbar. In der Fig. 1 sind mit n1 und a 2 die beiden Potentiale der angelegten Spannung bezeichnet.
Fig. 2 zeigt die Anwendung des Sehaltbildes nach Fig. 1 als Flaekerliehtgeber. Das wesentliche
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wird und über die gleiche Leitung auch Flackerliehtsignale gibt. Es wird in die Anwurfleitung eine Lampe L2 gelegt, zu welcher auch beliebig viele Lampen, z. B. Lampe L22, geschaltet werden können. Jedenfalls muss der Widerstand W2 entsprechend kleiner gewählt werden, da ja der Widerstand der Lampe L 2 bzw. der Lampen L 2 und L 22 noch in dem Stromkreis liegt. Der Geber wird angeworfen
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über den hohen Widerstand des Gleichrichters G, ? leuchte die Lampe L 2 bzw. die Lampen L 2 und L 22 noch nicht auf.
Erst wenn das Signalrelais T2, zu dem der elektrolytische Kondensator K 2 parallel liegt, anzieht, wird die Ruhefeder f3 des Wechselkontaktes t2 des Signalrelais T2 geöffnet und iiber die Arbeitsfeder des Wechselkontaktes t 2 des Signalrelais T. 2 volle Spannung an die Lampe L2 bzw. L 2 und L22 gelegt. Diese brennen dann so lange, bis das Signalrelais T2 wieder abfällt.
Falls noch mehr Lampen oder akustische Signale an den Geber angeschlossen werden sollen, ist dieses z. B. über eine weitere Arbeitsfeder f2 des Wechselkontaktes l2 des Signalrelais T 2 möglich.
Als Beispiel für weitere Signallampen sind Lampen L und L 3. 3 dargestellt.
Aus der Fig. 2 ist weiterhin zu ersehen, dass der Widerstand 1'2 als regelbarer Widerstand ausgeführt ist. Mit a 1 und a sind wiederum die beiden Potentiale der angelegten Spannung bezeichnet.
Die Fig. 3 zeigt die Anwendung der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 als Langsamschläger.
Es ist hiebei ein normaler Gleichstromwecker R, lediglich mit einer entsprechend geänderten Wicklung S, verwendet. Der Unterbrecherkontakt U des Weckers. R ersetzt hiebei den Ruhekontakt
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Kondensator K. 3 und in Reihe der Widerstand If-3 sowie der Gleichrichter G. 3. Der Langsamschlägrr ist also auch für Gleich-oder Wechselstrom verwendbar.
Durch Abstimmung des elektrolytischen Kondensators K. 3, der Weckerwieklung S und des elektrischen Widerstandes Tu. 3, lässt sich die Dauer der einzelnen Weckeranschläge in weiten Grenzen beliebig verändern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur wiederholten Signalgabe, insbesondere bei Signalanlagen, für Hotels, Krankenhäuser od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu der die Signalgabe bewirkende elektro-
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