AT155708B - Verfahren zur Herstellung beständiger organischer Ferroverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung beständiger organischer Ferroverbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung beständiger organiseher Ferroverbindungen.   



   Die Überwiegende Zahl von Eisenverbindungen, die das Eisen in zweiwertiger Form enthalten, sind leicht oxydierbar, so dass durch die Einwirkung von Luft allmählich eine Umwandlung in die entsprechenden Eisenverbindungen mit dreiwertigem Eisen eintritt. Da in zahlreichen Fällen, insbesondere dann, wenn die betreffenden Eisenverbindungen zu pharmakologischen Zwecken verwendet werden, diese Umwandlung unerwünscht ist, weil Ferroverbindungen, die leicht, z. B. schon durch den Luftsauerstoff teilweise zu den entsprechenden Ferriverbindungen oxydiert werden, keine gleichbleibende und unveränderliche Wirkung besitzen, sind beständige, d. h. nicht leicht oxydierbale Ferroverbindungen von praktisch erheblicher Bedeutung. Ausserdem sind, wie die neuere Forschung ergeben hat, Ferroverbindungen viel wirksamer als die entsprechenden Ferriverbindungen. 



   Bekanntlich bilden Eisensalze bei alkaliseher Reaktion mit organischen Oxyverbindungen, insbesondere mit solchen aromatischer Natur, stark gefärbte Komplexverbindungen ; hierauf beruhen die empfindlichen Farbenreaktionen der Phenole mit Eisenverbindungen. Im Gegensatz hiezu entstehen bei der Umsetzung von anorganischen Ferrosalzen mit   ungesättigten,   die   Atomgruppierung-C   (OH) = C   (OH)-   aufweisenden aliphatischen Polyoxycarbonsäuren bzw. ihren Lactonen oder den Salzen dieser Verbindungen in schwach saurem Medium farblose bzw. schwach gefärbte Verbindungen. Diese neuen Verbindungen enthalten das Eisen in der Ferrostufe in ionisierter Form, sind aber nicht leicht oxydierbar. 



  Die neuen Verbindungen sind in hohem Masse pharmakologisch wirksam. Ob es sich hiebei um die bekannte Wirkung des Ferroions oder um eine spezifische Wirkung der neuen Verbindungen handelt, ist noch unentschieden. 



   Aller Wahrscheinlichkeit nach dürften den neuen Verbindungen folgende Atomgruppierungen zugrunde liegen : 
 EMI1.1 
 oder 
 EMI1.2 
 (worin X einen einwertigen Säurerest bedeutet). Wie aus diesen Formelbildern ersichtlich, reagieren in schwach saurer Lösung die ungesättigten aliphatischen Polyoxycarbonsäuren bzw. ihre Laetone oder die Salze dieser Verbindungen vermutlich nicht in der   Enolform-C   (OH) = C (OH)-, sondern in der zur Hälfte umgelagerten Form-CO-CH (OH)-. 



   Die Herstellung der neuen Verbindung erfolgt in der Weise, dass man ein anorganisches Ferrosalz, wie z. B. Ferrochlorid oder Ferrosulfat, bei schwach saurer Reaktion in wässeriger Lösung mit den betreffenden ungesättigten, die angegebene Atomgruppierung aufweisenden, aliphatischen Polyoxycarbonsäuren bzw. ihren Lactonen oder den Salzen dieser Verbindungen umsetzt. Nach erfolgter Umsetzung engt man die Lösung nach Abtrennung von einer allenfalls entstandenen Fällung vorzugweise bei mässiger   Temperatur im Vakuum   ein. Die sich abscheidende farblose oder schwach gefärbte beständige Ferroverbindung kann durch Absaugen, vorsichtiges Nachwaschen und Trocknen, z. B. zwischen Filterpapier, von der Mutterlauge befreit und in trockene Form gebracht werden. 



   Für die Herstellung der neuen Verbindungen kann man auch Ferrisalze verwenden, wenn man gleichzeitig ein Reduktionsmittel zufügt. Als Reduktionsmittel kann gegebenfalls auch ein   Überschuss   der als Ausgangsstoffe verwendeten ungesättigten aliphatischen Polyoxycarbonsäuren bzw. ihren Lactonen oder den Salzen dieser Verbindungen dienen. 



   Die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen sind im festen Zustand und in neutraler bzw. 
 EMI1.3 
 samkeit. 



   Als Ausgangsstoffe für das vorliegende Verfahren eignen sich vor allem   -AseoiMnsäure,   aber auch andere organische Säuren mit der angegebenen Atomgruppierung, wie z. B. Dioxymaleinsäure, 
 EMI1.4 
 säure   ss-Xylo-S-ketoheptonsäurelacton).   



   Die erfindungsgemäss herstellbaren organischen Ferroveibindungen sind erheblich beständiger als alle bekannten Ferrosalze organischer Säuren. Dem Ferrosalz der Lactobionsäure (franz. Patent- 
 EMI1.5 
 schieben. Bekanntlich hat aber die   Lactobionsäure   nur ein verhältnismässig geringes Reduktionsvermögen,   da beispielsweise Fehling'sche Lösung mit Lactobionsäure nicht reduziert weiden kann. Dvs   

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Reduktionsvermögen der Laetobions ure ist also geringer his das der Glucose, die in der Wärme Fehling'sche Lösung reduziert. Die Ascorbinsäure dagegen und die andern organischen Säuren mit der Atomgruppierung-C (OH) = C (OH)- haben ein grösseres Reduktionsvermögen als Glucose, denn sie reduzieren Fehling'sche Lösung schon in der Kälte.

   Hieraus ergibt sich zwangläufig, dass die Ferrosalze der Ascorbinsäure und der übrigen Säuren mit der angegebenen Atomgruppierung noch   
 EMI2.1 
 der Ferroverbindung der l-Ascorbinsäure mit Natriumchlorid erhält. Durch Umkristallisieren dieses
Gemisches aus Wasser kann das Natriumchlorid entfernt werden, was aber für die therapeutische Anwendung nicht unbedingt notwendig ist. 



   Beispiel 2 : 100 g l-Ascorbinsäure werden in 800 em3 Wasser gelöst und 100 g kristallisiertes
Ferrichlorid (FeCl3.   OHO)   zugegeben. Nach vollständiger Auflösung des Ferrichlorids resultiert eine farblose Lösung, welche das gesamte Eisen in zweiwertiger Form enthält, da der   Überschuss   an l-Ascorbinsäure die Reduktion des Ferriions bewirkt. Das Ferroion geht mit der noch vorhandenen l-Ascorbinsäure in die farblose Ferroverbindung über. Durch Zufügen von ungefähr 80 g Natrium- bicarbonat wird die freigewordene Salzsäure abgestumpft und die Lösung auf ein PH von ungefähr   6#0   gebracht. Im übrigen wird, wie im Beispiel 1 beschrieben, aufgearbeitet. 



   Beispiel   3 : 100 g Dioxymaleinsäure   werden mit 300 cm3 einer frisch bereiteten wässerigen
Lösung von   80 g Ferrochlorid   versetzt. Zur Abstumpfung der freien Salzsäure sind ungefähr 100 g 
 EMI2.2 
 weitere Verarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. 



   Es ist nicht unbedingt notwendig, die Dioxymaleinsäure in gereinigter Form anzuwenden ; es kann vielmehr auch das bei der Herstellung derselben in bekannter Weise (Oxydation von Weinsäure mit Wasserstoffsuperoxyd) erhältliche Reaktionsgemisch unmittelbar mit Ferrochlorid umgesetzt werden, da die noch vorhandene unveränderte Weinsäure die Reaktion nicht stört. 
 EMI2.3 
 Stickstoffatmosphäre, zusammengegossen. Von dem ausfallenden Bariumsulfat wird abfiltriert und die   wässerige Lösung im Vakuum   eingedampft ; es hinterbleibt   dieFerroverbindung   der l-Ascorbinsäure. 



   Beispiel 5 : 100   g   d-Arabeaseorbinsäure werden in 750 cm3 frisch ausgekochtem Wasser gelöst und mit 300 cm3 einer frisch hergestellten wässerigen Lösung von 70 g Ferrochlorid versetzt. Die glüne Färbung der   Ferrosalzlösung   verschwindet vollkommen. Die weitere Verarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. 



   Beispiel 6 : 117   -Glucoascorbinsäure   werden in 800 cm3 ausgekochtem Wasser gelöst und mit 300 cm3 einer frisch hergestellten wässerigen Lösung von 70 g Ferrochlorid versetzt. Nach vollständiger Vermischung beider Lösungen verschwindet die grüne Farbe der   Ferrochloridlösung.   Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. 



   Beispiel 7 : 117 g d-Galaktoascorbinsäure werden in 720 cm3 frisch ausgekochtem Wasser gelöst und in einer   Stickstoffatmosphäre   mit einer frisch bereiteten wässerigen Lösung von 70 g Ferrochlorid vermischt. Die Umsetzung, erkenntlich an dem Verschwinden der   Grünfärbung,   tritt augenblicklich ein. Die weitere Verarbeitung erfolgt in gleicher Weise wie in Beispiel 1 angegeben. 



   Beispiel 8 : 117 g l-Guloascorbinsäure löst man in 805 cm3 frisch ausgekochtem Wasser und vermischt diese Lösung mit einer Lösung von 70 g Ferrochlorid in 300 cm2 Wasser. Die weitere Auf-   arbeitung   erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung beständiger organischer Ferroverbindungen. dadurch gekennzeichnet, dass man ungesättigte, die   Atomgruppierung-C (OH) =   C   (OH) - enthaltende aliphatische   Polyoxycarbonsäuren bzw. i'hre Lactone oder die Salze dieser Veibindungen bei schwach saurer Reaktion mit   anorganischenferrosalzen   in wässeriger Lösung umsetzt und die entstandenen Ferroverbindungen durch Eindampfen der von allenfalls entstandenen   Fällungen   abgetrennten Lösungen   zweckmässig   im Vakuum abscheidet.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle von Ferrosalzen Ferrisalze und eine ausreichende Menge eines Reduktionsmittels, als welches gegebenenfalls ein Überschuss der als Ausgangsstoff verwendeten Verbindung dienen kann, anwendet.
AT155708D 1935-02-06 1936-01-11 Verfahren zur Herstellung beständiger organischer Ferroverbindungen. AT155708B (de)

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