Die Erkenntnis, dass der Betrieb von Fahrzeugen jeder Art am wirtselhaftlichsten mitteis Ver- brennungsmotoren erfolgt, hat zu zahlreichen Anordnungen des Antriebes gefÜhrt, insbesondere beim Betrieb von Schienenmotorfahrzeugen. Die Vorschläge, die gemacht worden sind, betreffen jede Art von Verbrennungsmotoren und jede Art ihrer Anbringung am Fahrzeug.
Es sind Reihenmotoren mit Wasserkühlung in Vorschlag gebracht worden, die infolge der bedeutenden Abmessungen, die ein solches Aggregat hat, immer viel Platz in Anspruch nahmen und ein bedeutendes totes Gewicht mit sich bringen ; ihre Anbringung war stets mit Schwierigkeiten verbunden, ob sie quer oder in Fahrtrichtung oder ob sie im Wagen oder seitlich unterhalb eingebaut waren. Luftgekiihlte Reihenmotoren konnten den Anforderungen nicht genügen, da sie in der Regel nicht für die notwendige grosse Leistung gebaut werden können.
Es hat sich nun gezeigt, dass luftgekühlte Sternmotoren infolge ihres verhältnismässig geringen Gewichtes bei hoher Leistung sich für den oben genannten Zweck am besten eignen, doch hat ihre Unterbringung insofern Schwierigkeiten mit sich gebracht, als sie, in üblicher Weise angeordnet, stets viel Nutzraum wegnahme. Diesem Übelstand hilft die Erfindung ab, indem der Motor (bzw. die Motoren) an der Längswand des Fahrzeuges angebracht wird, wo er keinen Nutzraum wegnimmt, leicht zugänglich ist und wo sich auch der Antrieb der Radachsen sehr einfach gestaltet.
In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein zur Beförderung vieler Personen dienendes Strassenfahrzeug gemäss der Erfindung und Fig. 2 einen ebensolchen Schnitt durch ein Schienenfahrzeug gemäss der Erfindung.
In der Zeichnung bedeutet 1 einen Motor mit sternförmig angeordneten Zylindern, 2 eine Längswand, 3 einen nach unten hin umklappbaren Deckel für den den Sternmotor enthaltenden Raum.
4 ist ein ähnlicher Deckel zur Herstellung eines Raumes auf der andern Seitenlängswand des Fahrzeuges, indem ein Ersatzrad 5 angedeutet ist. 6 ist eine waagerechte Motorwelle, die an einer Querwand 7 entlang in die Mitte des Fahrzeuges geführt ist und hier durch Kegelräder 8 ihre Kraft an eine senkrechte Welle 9 abgibt. Es können naturgemäss auch zwei Querwände 7 vorgesehen sein, zwischen denen die gebrochene Welle 6,9 angeordnet ist.
Bei der Einrichtung nach Fig. 2 liegt der Sternmotor 10 an der Innenseite der Seitenaussenwand 11. Von dem Motor führt eine gebrochene Welle , jf. zu dem Drehgestell des Fahrzeuges.
14 ist eine innere Deckwand für den Motor, die mit verschliessbaren Öffnungen 15 versehen ist, durch die während der Fahrt der Zugang zu den Hauptteilen des Motors ermöglicht wird. Die Aussenwand ist mit einer gitterförmigen Durchbrechung 16 versehen, die den Zutritt von Kühlluft zum Motor gestattet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Strassen- oder Schienenmotorfahrzeug mit einem über eine waagerechte Kurbelwelle, ein Kegelradgetriebe und eine senkrechte Welle die Treibachsen des Drehgestelles antreibenden Motor, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor ein luftgekühlter, an einer Seitenwand des Fahrzeuges angeordneter Sternmotor ist.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sich ins Wageninnere erstreckende Treibwelle des Motors und die zu den Treibachsen des Wagens führende Antriebswelle an einer Querwand des Wagens entlang geführt sind.
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3. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anbringung des Motors an der Aussenseite der Längswand derselbe durch eine aus der Aussenseite hervortretende Umkleidung geschützt ist, die zugleich zur Führung der Kühlluft benutzt wird, und dass an der andern Längswand eine symmetrische Umkleidung für die Unterbringung von Reserverädern u. dgl. vorgesehen ist.
4. Fahrzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung des Motors im Wageninneren hinter der aussen glatt durchlaufenden Wagenseitenwand diese mit Durch- brechungen für den Zutritt der Kühlluft versehen ist, während die im Wageninneren vorgesehene Abschlusswand verschliessbare, den Zugang zum Motor ermöglichende Öffnungen aufweist.
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