AT153371B - Verfahren zum Ölen von Kalkstickstoff. - Google Patents

Verfahren zum Ölen von Kalkstickstoff.

Info

Publication number
AT153371B
AT153371B AT153371DA AT153371B AT 153371 B AT153371 B AT 153371B AT 153371D A AT153371D A AT 153371DA AT 153371 B AT153371 B AT 153371B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
calcium cyanamide
oil
oiling
oiled
cyanamide
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Bayerische Stickstoff Werke Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayerische Stickstoff Werke Ag filed Critical Bayerische Stickstoff Werke Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT153371B publication Critical patent/AT153371B/de

Links

Landscapes

  • Fertilizers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Ölen von   Kalkstiekstoff.   



   Es ist bekannt, Kalkstickstoff durch Zusatz von Öl zu entstauben. Bisher hat man das heisse
Kalkstickstoffmehl vollständig abkühlen lassen und dann mit dem Öl   gen'ischt   oder man hat den abgekühlten gemahlenen Kalkstickstoff mit Wasser gekörnt, anschliessend getrocknet und während oder nach der Körnung geölt. In jedem Falle ist die aus der Azotierung stammende Wärme unbenutzt geblieben. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, bei dem diese Azotierwärme in der Weise nutzbar verwertet wird, dass das Öl unter gleichzeitiger   Kühlurg   der Apparatur dem von der Azotierung und Mahlung kommenden, noch nicht völlig abgekühlten, zweckmässig noch über 100  C heissen, Kalkstickstoffpulver zugeführt wird. Auf diese Weise erreicht man eine sehr feine Verteilung des Öles, go dass ohne besonderen Wärmeaufwand jede Klumpenbildung vermieden und jedes Kalkstickstoffkorn mit Öl   überzogen   wird. Es findet gleichzeitig auch eine gewisse Vernebelung des Öles statt, wobei sich bei der folgenden Abkühlung die einzelnen   Kalkstickstoffteilchen   völlig gleichmässig mit einer dünnen Ölhaut überziehen.

   Gleichzeitig wird erreicht, dass man mit erheblich weniger Öl auskommt als bisher und dass der Stäubungsgrad bei dem heissgeölten Kalkstickstoff mit der Zeit viel weniger zunimmt als mit dem kaltgeölten. 



   Ein besonderer Vorzug des Verfahrens besteht darin, dass die niedrig siedenden Bestandteile des Öles entfernt werden. Die Anwesenheit solcher niedrig siedender Bestandteile ist wahrscheinlich der Grund für die häufig beobachtete Erscheinung, dass eine dauernde Entstaubung des Kalkstickstoffes nach dem üblichen Ölverfahren manchmal nicht zu erreichen war. Wenn man nämlich Öl mit   viel leichtflüchtigen   Kohlenwasserstoffen verwendet, so verringert sich bei längerer Lagerzeit seine staubbindende Kraft, weil sein Prozentgehalt durch Verdunstung dieser Anteile herabsinkt. Wird die Ölung bei höheren Temperaturen vorgenommen, so werden die leichtflüchtigen Bestandteile durch die   D2ckgase   fortgespült und können gegebenenfalls gesondert aufgefangen werden. 



   Die Unterschiede zwischen dem früheren und dem neuen Verfahren sind beispielsweise aus der beigefügten graphischen Darstellung zu entnehmen. 



   Hier sind Vergleichsversuche dargestellt, bei denen der Stäubungsgrad von geöltem Kalkstickstoff durch Feststellung der Anteile, die beim Fall einer Gesamtmenge von 100 g aus einer Höhe von 40 cm unter dem Einfluss eines Seitenwindes von 1   mlsek   abgetrieben wurden, bestimmt wurde. 



   Auf der Zeichnung bedeutet die Abszisse die Entfernung, auf die der Staub durch den angegebenen Seitenwind abgetragen wird und die Ordinate die Menge dieses Staubes. 



   Die durchgezogenen einfachen Linien zeigen den Stäubungsgrad bei nach dem bekannten Verfahren geöltem und gelagertem Kalkstickstoff, die doppelt durchgezogenen Linien bei demselben Kalkstickstoff, ungelagert, an. Der Ölgehalt bei dem gelagerten Kalkstickstoff betrug 2'34%, bei dem nichtgelagerten 2-42%. 



   Die einfachen und die doppelt gestrichelten Linien geben die entsprechenden Werte für nach dem neuen Verfahren geölten Kalkstickstoff an. 



   Der Ölgehalt des gelagerten Kalkstickstoffes (einfach gestrichelt) betrug   1'57%,   die des nichtgelagerten (doppelt gestrichelt)   1'49%.   



   Aus der Zeichnung ergibt sich, dass die Lagerbeständigkeit des nach dem neuen Verfahren geölten Kalkstickstoffes trotz erheblich geringerer Ölmengen sich um   10%   erhöht hat. 



   Das nach dem neuen Verfahren hergestellte Produkt besitzt einen weiteren Vorteil insofern, als die hiebei ausreichende geringere Ölmenge in bezug auf den Düngewert des Produktes vorteilhaft ist. Grosse Ölmengen beeinflussen den Düngewert ungünstig. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Ölung des Kalkstickstoffes erfolgt nach der Mahlung. Es lassen sich Stein-und Braunkohlen-Teeröle, Mineralöle sowie andere geeignete Öle verschiedenster Herkunft anwenden. Es ist zweckmässig, Öle zu wählen, bei denen der Flammpunkt etwa 10  über der Höchsttemperatur der Olungsapparatur liegt. 



   Benötigt werden, je nach der Beschaffenheit der Öle und des Kalkstickstoffes sowie des Verwendungszweckes des Kalkstickstoffes   1'5-5% Ölzusatz.   



   Der Vorteil des neuen Verfahrens beruht in einer Vereinfachung der Apparatur, in einer besseren Mischung infolge der höheren Temperatur und in einem gleichmässigeren Erzeugnis mit einer wesentlichen Ersparnis an Öl. Besonders vorteilhaft ist es, das noch heisse, von den Mühlen kommende Material zu gleicher Zeit und in der gleichen Apparatur, z. B. in den sogenannten Hydromixern, zu entgasen und zu entölen. 



   Beispiel 1 : Es werden in einer   Mischtrommel im   Verlaufe von 8 Stunden 150 t Kalkstickstoff, welche kein Restearbid enthalten, geölt. Der Kalkstickstoff tritt ununterbrochen in feingemahlener Form mit einer Temperatur von 100  C in die Mischtrommel ein. Es werden 3 t Gasöl, mit einem spezifischen Gewicht von   0'9   und einem Flammpunkt von 120  C, mit einer Düse verstäubt und die Trommel in der nach dem Austritt zu liegenden Hälfte mit Kühlwasser berieselt. Der fertige Kalkstickstoff verlässt die Mischtrommel mit etwa 50  C. 



   Beispiel 2 : Es werden 150 t Kalkstickstoff mit   0'7% Restcarbid   zur gleichen Zeit mit Wasser und Öl behandelt. Die Apparatur besteht aus einer Mischtrommel, in welche der Kalkstickstoff in feingemahlenem Zustande mit einer Temperatur von   900 C eingebracht   wird. Es werden im Verlaufe von 8 Stunden mit einer Düse etwa 3 t Wasser und 3 t Öl mit einer andern Düse zugesetzt. Die Temperatur steigt infolge der Zersetzung des Carbides und die Trommel wird, damit die Temperatur des Kalkstickstoffes   1000 C nicht wesentlich   übersteigt, in der ganzen Länge mit Wasser gekühlt. Der fertige Kalkstickstoff verlässt die Trommel mit etwa 60  C. 



   Bei beiden Beispielen wird inertes Spülgas durch die Trommel geleitet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Ölen von Kalkstickstoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Öl dem von der Azotierung und Mahlung kommenden, nicht völlig abgekühlten Kalkstickstoff, gegebenenfalls unter gleichzeitiger Entgasung, zugeführt wird.- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadsh gekennzeichnet, dass der Kalkstickstoff mit über 100 C in die Olungsapparatur gelangt.
    -.' t. EMI2.1
AT153371D 1935-07-20 1935-07-20 Verfahren zum Ölen von Kalkstickstoff. AT153371B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT153371T 1935-07-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT153371B true AT153371B (de) 1938-05-10

Family

ID=3647545

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT153371D AT153371B (de) 1935-07-20 1935-07-20 Verfahren zum Ölen von Kalkstickstoff.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT153371B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT153371B (de) Verfahren zum Ölen von Kalkstickstoff.
DE1935069B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Glaskugeln
DE1508007B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Eisenpulver fuer pulvermetallurgische Zwecke
DE670301C (de) Verfahren zum OElen von Kalkstickstoff
DE862755C (de) Duenge-Schmelzphosphate und Verfahren zu ihrer Herstellung
CH183692A (de) Verfahren zur Herstellung von geöltem Kalkstickstoff.
DE688505C (de) Verfahren zur Gewinnung von wasserfreiem, zerkleinertem Pech aus heissem, fluessigem Pech durch Einwirkung von fliessendem Wasser
EP0031534B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Entschwefelungsmitteln für Roheisen-oder Stahlschmelzen
DE920480C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von pulverfoermigen oder feinkoernigen Stoffen, insbesondere von Kalkhydrat, wie es bei der Trockenvergasung von Karbid entsteht
DE585141C (de) Verfahren zur Herstellung von gekoerntem, nicht staubendem Kalkstickstoff
DE1242644C2 (de) Verfahren zur Herstellung von gekoernten Mischduengemitteln aus Thomasmehl und Kalisalzen
DE648294C (de) Verfahren zur katalytischen Oxydation von Ammoniak
CH493445A (de) Verfahren zur Herstellung von Diphenylolpropan-Körnern
DE866325C (de) Trocknen von granulierter Hochofenschlacke
AT137657B (de) Verfahren zur Herstellung eines haltbaren gekörnten Kalkstickstoffes.
DE666576C (de) Verfahren zur Herstellung eines Phosphatduengemittels durch Neutralisation von sauren Aufschlussprodukten aus Gemischen von Rohphosphat und kohlenstoffhaltigen Materialien
DE669315C (de) Verfahren zur Erhoehung der Azotierbarekeit von Calciumcarbid
AT148461B (de) Verfahren zur Zerkleinerung von Kalkstickstoff.
DE625474C (de) Verfahren zur Herstellung eines rasch trocknenden Teererzeugnisses aus Teer und Teergemischen
DE3304303A1 (de) Duengemittel und verfahren zum herstellen des duengemittels
DE701072C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Chlorkalk
DE556608C (de) Verfahren zur Herstellung von Gasabsorptionsmassen fuer Atemfilter
DE350154C (de) Verfahren zur Brikettierung von Kohle und anderen Stoffen mit Hilfe von Bindemitteln, wie Bitumen, Pech o. dgl.
AT66486B (de) Verfahren zum Behandeln von Kalkstickstoff.
AT97111B (de) Verfahren zum Reduzieren von Eisenerzen.