AT153063B - Vorrichtung zur selbsttätigen Schützenauswechslung an mechanischen Webstühlen. - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttätigen Schützenauswechslung an mechanischen Webstühlen.

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AT153063B
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Otto Swoboda
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Otto Swoboda
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  Vorrichtung zur selbsttätigen Schützenauswechslung an mechanischen   Webstühlen.   



   Es sind bereits Vorrichtungen zur selbsttätigen   Schützenauswechslung   an mechanischen Webstühlen bei stillgesetztem Webstuhl bekannt, z. B. solche, die einen Riemenantrieb verwenden. Solche Vorrichtungen schliessen aber nicht die Gefahr der gegenseitigen, zeitlichen Verschiebung der einzelnen Teile des   Schützenausweehselvorganges   aus. Diese Verschiebung bildet, auch wenn sie geringfügig ist, in Anbetracht der hohen Geschwindigkeit des Auswechselvorganges die Quelle häufiger Betriebsstörungen und macht dadurch die praktische Wirkung der Selbsttätigkeit hinfällig. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine solche   Schützenauswechslungsvorrichtung,   welche eine vollständig zentrale Steuerung der Ausweehselvorgänge in allen ihren Teilen hat. Bei dieser Vorrichtung ist eine vertikale Zentralsteuerspindel angeordnet, von der aus sowohl die selbsttätige Bremsung, Stillsetzung und Wiederanlassung des Webstuhles als auch während des Stillstandes des Webstuhles die selbsttätige   Schützenauswechslung   bewirkt wird. 



   Durch diese Ableitung der gesamten Steuerung von einem starren Teile aus erzielt man ein zwangsläufig richtiges zeitliches Ineinandergreifen sämtlicher selbsttätiger Vorgänge und damit einen bisher nicht erreichten Grad von Betriebssicherheit. Die Zentralsteuerspindel kann dabei den Impuls für den Auswechselvorgang plötzlich aufnehmen und übertragen, so dass dieser Vorgang stets bei einer genau bestimmten Stellung der Kurbelwelle verläuft, was für den störungsfreien Betrieb des Automaten ebenfalls bedeutungsvoll ist. 



   Die beigelegten Zeichnungen veranschaulichen in schematischer Weise eine der Ausführungsformen der erfundenen Vorrichtung. Fig. 1 stellt eine Seitenansicht des Stuhles dar, Fig. 2 den dazu- 
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 überliegt, die eigentliche   Schützenauswechslungsvorrichtung.   



   Ist der   Schussfaden   von der im Schützen befindlichen Spule abgelaufen, so tritt in an sich bekannter Weise ein Schussfühler üblicher Konstruktion in Tätigkeit und stösst (z. B. bei dem   Dif-     ferentialsehussfühler   bekannter Konstruktion mittels eines Winkelhebels) den Nasenhebel b, Fig. 1, von seinem Sitze c herunter, wobei der Hebel b unter Vermittlung des Hebels e von der Feder d nach unten gezogen wird. In Verbindung damit machen auch der Verbindungshebel e und die Exzenterstange f, Fig. 1 und 2, eine Abwärtsbewegung, wodurch die Exzenternase g um so viel höher verlegt wird, dass sie an das Ende des Hebels   1   anstösst, wodurch sich dieser Hebel vermöge der besonderen Ausbildung der bei diesem Anstossen miteinander in Berührung kommenden Flächen um seine Achse dreht.

   Da der Hebel      starr mit der Steuerspindel i verbunden ist, dreht sich die Spindel   i   mit ihm. 



  Das Ausmass dieser Drehung des Hebels   h1   hängt von der Einstellung des Exzenters ab und kann beispielsweise, am Hebelende gemessen, 15 mm betragen. Die Hebel   h2, 113   und      sind ebenfalls mit der Steuerspindel fest verbunden und werden folglich zugleich mit dem Hebel   111   gedreht. 



   Durch den Hebel h3 wird die Kupplung      ausgekuppelt und die Kupplung      eingekuppelt, deren eine Hälfte durch den Kettentrieb op angetrieben wird, der die Kraftübertragung von der Kurbelwelle qu des Webstuhles auf die Horizontalspindel r besorgt. rund qu sind in der Lagerbrille s gelagert. 



  Durch die Auskupplung von kl ist der Webstuhl hinsichtlich des eigentlichen Webvorganges von der treibenden Kraft getrennt und das noch verbleibende Schwungmoment wird von der Bremse   !,   die durch die Hebel   i   und   hr,   betätigt wird, aufgenommen. 



   Bei Einkupplung von   k2, Fig. 1,   verlässt die Rolle u den Schlitz w der Scheibe v, welche verschoben wird, und läuft, während die Scheibe v sich nun genau um 360  dreht, auf deren von der Kupplung   k2   abgewandten Seitenfläche. Die Rolle u tritt nach dieser Drehung der Scheibe v und 

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 welche also nur während der Zeit der Einkupplung von k2 in Betrieb ist. Während ihrer einmaligen Umdrehung werden durch die Nase x, Fig. 2, und den Hebel A welcher wiederum durch die Kette y über den Hebel e mit dem Hebel b in Verbindung steht ; die Hebel b, e und die   Exzenterstange tin   ihre Ursprlngslage zurückgebracht, so dass der von dem   Schussfühler   betätigte Mechanismus zu neuerlicher Auslösung bereit steht. 



   Im Laufe ihrer einmaligen Umdrehung bewirkt die Horizontalspindel r mit Hilfe der auf ihr sitzenden Exzenter A und B, Fig. 3, die Schützenauswechslung bei durch Auskupplung von   k1   stillgesetztem Webstuhl. Dies geschieht, indem das Exzenter A unter Vermittlung des Winkelhebels      dessen Ende als Gabel ausgebildet ist, und mit Hilfe der Zugstange D die vordere   Sehützenkasten-   wand E, deren Druck während der Arbeit des Stuhles von der Feder R reguliert wird, hebt. Die vordere Schützenkastenwand E ist mit den Auswurfbügeln F in unmittelbarer Verbindung, so dass beim Heben der   Schützenkastenwand   E die Auswurfbügel F gleichzeitig den Schützen 0, indem sie bei der Vorwärtsbewegung an eine seiner Unterkanten stossen, aus dem Schützenkasten auswerfen.

   Während der   Schützenkasten   noch offen ist, wird durch die Drehung des Exzenters B ein neuer Schützen zugeführt. Das Exzenter B wirkt dabei über den Winkelhebel    und   die Stange   719, welche durch   Anbringung der Federn G als Bruchsicherung ausgebildet ist, auf den Hebel h10, der an seinem oberen Ende den   Schützentisch   H trägt und auf der Ladenwelle 1 drehbar ist. 



   Wird der   Schützentisch   aus seiner Normallage gemäss Fig. 3 bewegt, so bleibt auf ihm ein Schützen liegen, während die übrigen'in dem   Schützenmagazin   P   befindlichen'Schützen   durch die Nase der Fangklappe K, welche vermittles des Hebels Li der Zugkraft der Feder Li ausgesetzt ist,   zurückgehalten   werden. Der leere, ausgeworfene Schützen fällt auf eine an der Lade angebrachte, nicht dargestellte Rutsche und gleitet auf dieser in einen Sammelbehälter. 



   Kommt der Schützentisch H über den   Schützenkastenboden,   so stösst der   Schützentisch   mit seiner Nase M an die Ladenwand J an und wird durch die weitere Vorwärtsbewegung des   Hebels 7110   zurückgeschoben, der auf dem Schützentisch H liegende Schützen O wird dadurch auf die bei   Schützen-   wechsel gesenkten Ausstossbügel F abgestrichen. Beim Zurückgehen treten die Ausstossbügel F, welche ihre Bewegung knapp oberhalb des   Schützenkastenbodens   ausführen, durch Ausnehmungen in der hinteren Schützenkastenwand. Dadurch wird der Schützen 0 von den Ausstossbügeln F abgestreift und fällt auf den Schützenkastenboden in die für das Weben erforderliche Stellung.

   Bei der Rückwärtsbewegung des Schützentisches H wird die Fangklappe K   zurückgedrückt,   so dass der nächste Schützen auf den Schützentisch   H   zu liegen kommt, womit der Auswechselvorgang beendet ist und das Weben durch selbsttätige Einkupplung von   k1 wieder   beginnt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur   selbsttätigen Schützenausweehslung   an mechanischen Webstühlen bei automatisch stillgesetztem Webstuhl und unter Verwendung einer Horizontalspindel zur Steuerung der Vorgänge bei der   Sehützenauswechslung,   gekennzeichnet durch eine vertikale Zentralsteuerspindel (i) mit an ihr starr befestigten Hebeln (h1-h4), von denen ein Hebel   (h1)   den ihm vermittelten Impuls für den Ausweehselvorgang mit Hilfe der vertikalen Zentralsteuerspindel (i) zum Zwecke der zentralen Steuerung sämtlicher Teile des Auswechselvorganges auf die übrigen Hebel (h2-h4) überträgt, so dass diese mittels der Kupplung (k1) und der Bremse (l)

   das selbsttätige Stillsetzen und Wiederanlassen des Webstuhles und so vermittels der Kupplung   (   und der an sich bekannten Horizontalsteuerspindel (r) die selbsttätige Schützenauswechslung bei stillgesetztem Webstuhl steuern.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, gekennzeichnet durch die unmittelbare Verbindung der an sich bekannten beweglichen Schützenkastenwand (E) mit den an sich bekannten Ausstossbügeln (F), wodurch im Augenblick der Öffnung der vorderen Schützenkastenwand (E) das Ausstossen des entleerten Schützen durch die Ausstossbügel (F) besorgt wird, worauf sich mit dem Zurückgehen der Ausstóssbügel (F), welche einen neuen Schützen in den Schützenkasten tragen, die vordere Schützen- kastenwand (E) zwangsläufig wieder schliesst.
AT153063D 1935-10-17 1935-10-17 Vorrichtung zur selbsttätigen Schützenauswechslung an mechanischen Webstühlen. AT153063B (de)

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